Veröffentlicht am Dienstag, 27. Dezember 2016 10:21 | Zugriffe: 1970

Sehr frueh in diesem Anno hatte die Obrigkeyt des Zechenwihler Hotzenhauses beym Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V  angefragt, ob es  moeglich waere am 4. Adventus erneut eyne weyhnachtliche Lesung in alemannischer Sprache zu halten.

Die Maerchen- und Erzaehlgruppe „Grex Fabula“ nahm diesen Auftrag gerne an.

Am 16. Tag im Julmond AD MMXVI war es soweyt. Gewappnet mit ihrem groszen Buch der alemannischen Geschichten trafen sich die Mitglieder von „Grex Fabula“ zur 5. und eyner halben Stund im Meridianus am Zechenwihler Hotzenhaus.

Dort wurden sie von der Obrigkeyt des Hotzenhauses auf das Herzlichste willkommen geheyszen. Wie im Jahr zuvor wurden wieder viele selbstgebackene Leckereyen, wie auch etwas gegen den Durst kredenzt.

Die Zuhoerer trafen nach und nach eyn, bis letztlich keyn Sitzplatz mehr uebrig war. Unter Anderem waren Mitglieder der „Muettersproch G‘sellschaft“ anwesend.

Puenktlich zur 6. Abendstund begann die Veranstaltung mit der offiziellen Begrueszung durch Herrn Dr. Georg Kirschbaum.

Die Anwesenden wurden zusaetzlich durch „Grex Fabula“ auf alemannisch begruesst, was gleych die ersten Lauscher zum Lachen brachte.  Danach, lauschten die Anwesenden der musikalischen Darbietung des „Hochsaler Floetenkreyses“.

Bis zur 7. Stund im Meridianus wurden weytere Geschichten und musikalische Darbietungen geboten.  „Grex Fabula“ hatte sich doch die eyne oder andere gar lustige Darbietung ueberlegt.

Zur Belohnung erhielten die Erzaehler am Ende ihrer Lesungen viel Handgeklapper. Die Zuhoerer waren begeystert von der Vorstellung.

Im Anschlusz daran konnte „Grex Fabula“ mit den Anwesenden bey eynem guten Gluehweyn und Suessgebaeck gemuetlich plauschen und die eyne oder andere Anekdote austauschen.

Zur 8. Stund im Meridianus hiesz es dann Abschied nehmen, um die Heymreyse wieder antreten zu koennen.

Eyn herzliches Dankeschoen an die Erzaehler der Maerchengruppe „Grex Fabula“, die den Vereyn Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wieder von der besten Seyte gezeygt haben.

Ebenso eyn herzliches Dankeschoen an Herrn Dr. Georg Kirschbaum, der es uns wieder ermoeglicht hat, diese Veranstaltung mitzugestalten.

Kategorie: Schwarze Zunft

Veröffentlicht am Dienstag, 27. Dezember 2016 10:12 | Zugriffe: 1669

Es ward der 18. Tag im Julmond AD MMXVI. Der Himmel grau und nebelverhangen. Zur 9. und eyner halben Stund, trafen sich die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrheyn mit ihren Kutschen auf dem Auplatz.

Stand doch eyne Fahrt nordwaerts, nach Ascabah, ins Haus. Nach wenig mehr als eyner Stunde Fahrt traf man in Ascabah eyn und man stellte bereyts reges Treyben fest.
Waren doch die Herren des Festes und die Kraemer noch emsig dabey, den Ort des Geschehens und ihre Waren ins rechte Licht zu ruecken.

Wir stellten unsere Kutschen nach kurzer Suche am Ortsrand ab und schlenderten gemuetlichen Schrittes zum Castell zu Ascabah.

Der Wegezoll wurde uns erlassen und so tauchten wir in das Marktgeschehen, genannt "Historische Bauernweyhnacht", eyn.
Rund um das Castell jede Menge Kraemerey und Voellerey.  Alles was das Herze begehrt ward zu finden. Fuer die Baelger gab es im Keller des Castells Maerchenlesungen.

Mit Musici wurden die Schaulustigen von den Spielleuten Skadefryd unterhalten. Immer dann wenn sie auftraten, scharten sich große Menschenmengen um sie.

Wir besuchten Marktstand fuer Marktstand, scherzten hier und da mit den Haendlern und plauschten mit den Obrigkeyten des Vereyns "Historisches Eschbach"

Da es auf dem Marktplatz an Sitzgelegenheyten mangelte und wir des Trabens muede wurden, zogen wir uns fuer eyn Weylchen in die Orientalische Stube zurueck. Dort lieszen wir uns auf weychen Sitzkissen nieder und nahmen mehrere waermende Becher des maurischen Bohnensuds zu uns. Wie herrlich doch so eyn Tag seyn kann.

Auch in diesem Anno wurden wir zur Teylnahme am Fackelzug geladen. Treffpunkt war zur 5. und eyner halben Stund im Meridianus zum Haus des Bauermeysters.

Gesagt, getan. Als die Nacht hereynbrach, setzte sich eyn groszer Zug von Landsknechten, Bauern, Maegden, Knechten, Gauklern in Bewegung, angefuehrt von den Spielleuten Skadefryd und vom Marktvogt Harald I. und seyner liebreyzenden Gemahlin und der sonstigen Obrigkeyt. Viele viele Fackeln flackerten durch die dunklen Gassen bis hin zum Marktgelaende. Zwischen vielen hunderten Besuchern hindurch begaben wir uns alle zum Castell, nahmen auf der Schlosstreppe Aufstellung und wir lauschten den Worten des Marktvogtes.

Diese Aktion endete mit Weysen der "Spielleute Skadefryd". Zum Ende der Veranstaltung durften wir  die Feuershow  von Odin erleben.
Nachdem die Feuershow beendet war, leerte sich der Marktplatz rasch, die Haendler waren ausverkauft und kratzten ihre Reste zusammen.

Auch wir stiegen auf unsere Kutschen und fuhren unserer Heymstatt entgegen.

Fuer den Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. war es der Abschluss eynes sehr ereygnisvollen und schoenen Anno MMXVI.

Eyn groszes Dankeschoen an Alle, die dazu beygetragen haben, dass sich dieses Jahr so entwickelt hat und den Vereyn stets unterstuetzt haben. Ohne Euch waere es nicht machbar gewesen.

Wir wuenschen allen eyn gesegnetes und frohes Julfest und eynen guten Rutsch ins Jahr AD MMXVII

Kategorie: News

Veröffentlicht am Montag, 12. Dezember 2016 19:31 | Zugriffe: 1842

Kategorie: News

Veröffentlicht am Dienstag, 08. November 2016 09:36 | Zugriffe: 2760

Am 5. und 6. Tage im Nebelung AD MMXVI war es wieder soweyt. Die Maerchentage zu Seckinga standen wieder an. Wir, der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V.  lieszen es uns auch in diesem Anno nicht nehmen, den Baelgern mittelalterliche Maerchen vorzutragen.

Die Maerchengruppe „Grex Fabula“ und eyn weyteres  Dutzend Mitglieder trafen sich am Satertage zur hoechsten Mittagsstund in ihrer Stammtaverne „Kater Hiddigeygey“, um noch vor Beginn des Maerchenlesens zusammen eyn Gesoeff zu sich zu nehmen.

Die Spielleute Skadefryd  begleyteten auch in diesem Anno die Maerchengruppe.

Puenktlich zur 1. Stund im Meridianus startete unser Lindwurm in Richtung Altstadt. Voraus ging der Bannertraeger von Skadefryd, gefolgt von den Spielleuten, danach der Bannertraeger des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. , die Ritterschaft,  Burgfraeuleyn Kimbal, sie trug das wertvolle Maerchenbuch, zusammen mit dem Held vom Erdbeerfeld. Dahinter schritt das Maerchenkoenigspaar Koenig Raginher, der Furchtlose und Königin Josefine, die Fabelkundige und weytere Mayden und Recken des Vereyns.

Da es Petrus nicht gut mit uns meynte und die Schleusen vom Himmel geoeffnet hatte, befanden sich nicht all zuviele Schaulustige am Straszenrand. Doch die Anwesenden zueckten sofort ihre Seelenfaenger und verewigten uns.

Wetterbedingt konnten wir nur bestimmte Plaetze aufsuchen, um den Baelgern Maerchen vorzulesen und abwechselnd auch die Weysen der Spielleute vorzutragen.

Um Maerchen hoeren zu koennen, mussten die Baelger in diesem Anno helfen, das Schloss des Maerchenbuches zu oeffnen und das Schloss sodann mitsamt Schluessel gut behuetet in deren Haendchen zu halten.

Der Satertag verging sehr schnell und zur 5. Stund im Meridianus begaben wir uns zum Abschluss in die Stammtaverne.
Auch in diesem Anno wurde der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. von der Obrigkeyt der Maerchentage dankenswerterweyse  zu Speys und Trank eyngeladen. Wir stillten unseren Hunger wie immer mit koestlichster Speys und loeschten unseren Durst mit erfrischenden Getraenken.

Am Balder trafen wir uns wieder zur hoechsten Mittagsstund in unserer Stammtaverne, um erneut von dort aus,  puenktlich eyne Stunde spaeter, loszuziehen.

An diesem Tage konnten viele verschiedene Orte in der Altstadt aufgesucht werden. Die Schleusen blieben geschlossen. Viele Baelger wie auch deren Muetter und Vaeter lauschten aufmerksam den Maerchen, die heute wieder von der Koenigin und vom Held vom Erdbeerfeld gelesen wurden. Und wie auch schon am Tage zuvor, lieszen die Spielleute Skadefryd dazwischen ihre Bardengesaenge ertoenen. Die Belohnung dafuer: viele strahlende Augen, viel Handgeklapper und Jubel.

Auch der Balder verging wie im Fluge und schon wieder war alles Geschichte! Zum Abschluss begaben wir uns eyn weyteres Mal  in unsere Stammtaverne, bis schlieszlich alle Muede, aber zufrieden, den Weg zu ihren Heymstaetten antraten.

Als das letzte Maerchen vorgelesen und das Maerchenbuch wieder verschlossen wurde, versprach die Koenigin den Baelgern: „Ich werde sehr gut auf das Maerchenbuch aufpassen, damit ich euch im naechsten Anno wieder Maerchen vorlesen kann.“

Wir freuen uns, naechstes Jahr mit Grex Fabula wieder die Kinderaugen zum Strahlen zu bringen.

Allen Mitwirkenden ein herzliches Dankeschoen.

Kategorie: News

Veröffentlicht am Freitag, 23. September 2016 20:19 | Zugriffe: 3373

In diesem Jahr wurde am 17. und 18. Tage im Scheyding AD MMXVI zu Villa Staufen in pago Brisigawo die zehnte Zeytreyse gefeyert.

Viele Gaeste und Unterstuetzer waren vertreten, u.a. die „Sbandieratori di Casali di Minturno“, „Rattus Norvegicus“ aus Staufen, „Buergerwehr“ aus Riedlingen, „die Federfechter e.V.“ aus Maulbronn, die „Freye Ritterschaft“ aus Weysweyl, „Oberwindemer Aufgebot von 1633 e.V“ aus Winden im Elztal, „Heckergruppe“ aus Offenburg und Singen,  „Biedermeyergruppe“ aus Offenburg, , die Spitaltrommler“ der Mali-Schule Biberach/Riss, „Franz von Schabernack“, „Laterna Mystica“ aus Knittlingen“,, „Schwarzenberger Herolde“ aus Waldkirch, „Breysgauer Ritterschaft“, „Bujo“ die Gaukler mit dem roten Stuhl, „Armati Equites“ die gewappneten Reyter e.V“ und „die Lichtenauer“ Vereyn fuer Historische Europaeische Fechtkunst und natuerlich unsere Freunde von der „Hospitalier Kommende Suedbaden“ aus Freyburg, die „Uesenberger Landsknechte und Wegelagerer“, „Historisches Eschbach e.V.“ und die „Tanzgruppe SpringKRAUT“.

Musikalisch waren verschiedene Musici und Barden zu hoeren wie z.B. von: „Rebule“ aus Tschechien, „Galgenvoegel“, unsere „Spielleute Skadefryd“, Maleficius“, „Arundo Donax“, Schwarzenberger Herolde“ und der „Malteser Fanfarenzug Heytersheym“

Die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. lieszen es sich nicht nehmen an diesem zweytaetigem Fest teylzunehmen.
Samstagfrueh wurden die stinkenden Kutschen am Auplatz beladen und los ging die Reyse. Nach eyner Stunde war das Ziel schon erreycht und schon konnte man sich unter die anderen Schaulustigen mischen.

Viele Haendler boten ihre Waren feyl. An vielen Orten war Musik zu hoeren, Gaukler zu sehen, ein handbetriebenes Karussell und vieles mehr.

Fuer die Baelger ward extra eyn kleyner Bauernhof eyngerichtet worden mit Schafen und Esel. Zusaetzlich konnten sie bestaunen und auch ausprobieren wie vor 800 Jahren die Waesche gewaschen worden ist und auch gebuegelt wurde. Auch bey unseren Freunden dem „Seyler“ konnten sie bey der Seylherstellung mitwirken. Da strahlten die kleynen  Aeugleyn.

Fuer die Erwachsenen wurden viele historische Auffuehrungen geboten. Z.b. wurde das 86 Jahre alte Staufener Heymatspiel „Doktor Faustens Tod“ aufgefuehrt. Die Geschichte ueber den beruehmtesten Eynwohner aus Villa Staufen in pago Brisigawo. Ebenso bot die Schauspielgruppe die Auffuehrung von „Faust und der Feuerteufel“ und viele weytere Geschichten aus Villa Staufen in pago Brisigawo und Umgebung wurden erzaehlt.

Fuer Speys und Trank war gut gesorgt. Keyner der Anwesenden musste Hungern bzw. Dursten.

Zur  7. und halber Stunde in der Abendstund wurde auf der Marktbuehne eyne spezielle Auffuehrung geboten: Der Wettstreyt um „das Goldene Huhn“.

Um was handelte es sich hier: Es spielte im Anno 1506. Am Vorabend der Vermaehlung von Leo, Freyherr von Staufen mit der Tochter des Grafen Heynrich von Lupfen kommt es zu eynem denkwuerdigen Schauspiel auf dem Staufener Markt. Spielleute, Trommler und Barden aus allen Zipfeln des Landes stroemen herbey, um die Ehre zu ergattern, das Brautpaar am Hochzeytstag mit ihrem Spiel zu erfreuen. Dem erlauchten Volk zu Staufen nebst seynen ehrenwerten Gaesten sey es gestattet, dem Wettstreyt beyzuwohnen und zu erleben, wem das gestrenge Schiedsgericht die besondere Auszeychnung das „goldene Huhn“ ueberreycht.

Was musste man tun? Nichts Besonderes, einfach der Musici lauschen und den Besten mit viel Handgeklapper und Jubel belohnen. Wir lieszen es uns natuerlich nicht nehmen unsere „Spielleute Skadefryd“ zu unterstuetzen. Und tatsaechlich, sie ergatterten die Herzen der Anwesenden. Sie erhielten so viel Handgeklapper und Jubel, das das zukuenftige Ehepaar die Spielleute nochmal aufspielen lieszen und anschlieszend mit dem „goldenen Huhn“ auszeychneten.

Zur spaeten Abendstund dann, fand der historische Zug im Fackelscheyn statt. Begleytet wurde dieser von Trommeln, Pfeyfen, Fanfaren, Spielleute und viele Akteure die tagsueber schon in Aktion waren. Viele Schaulistige saeumten die Straszen und auch hier wurde den Umzugsteylnehmern viel Jubel und Handgeklapper gespendet

Mit diesem Umzug war das Fest an diesem Abend vorbey. Die Mayden und Recken fuhren teylweyse Richtung Heymstaette zurueck und teylweyse hatten sie Herbergen organisiert wo sie ohne groszen Aufwand ihre Haeupter nieder legen konnten.

Am Baldermorgen traf man sich wieder zur 10. Stunde am Marktplatz und war gespannt, was der Tag so bot. Viele Auffuehrungen wie am Tag zuvor fanden wieder statt.

Bis es dann zur zweyten Stunde im Meridianus der farbenpraechtige Festeynzug durch die Stadt in eynem Lindwurm durchzog. Auch hier saeumten viele Schaulustige die Straszen und bejubelten die Umzugsteylnehmer.

Und wie immer hat alles schoene eyn Ende. Zur sechsten Abendstund versammelten sich noch eynmal alle Mitwirkenden und Gaeste zum großen Finale auf dem Marktplatz.
Dort erhielten sie von der Obrigkeyt, alle Eynzeln aufgerufen, eyn herzliches Dankeschoen. Auch alle ehrenamtlichen Helfer und Unterstuetzer bekamen eyn herzliches Dankeschoen. Zum Schluss wurde das Lied „So kommt herbey“ gesungen und damit alle Anwesenden verabschiedet.

Auch wir bestiegen wieder unsere stinkenden Kutschen und fuhren Richtung Heymat. Es war eyn genyales Wochenende und wir werden naechstes Anno wieder kommen. Fuer die, die nicht dabey waren schon mal vormerken: 15.- 17. Tag im Scheyding AD MMXVII

Kategorie: News

Veröffentlicht am Freitag, 23. September 2016 20:02 | Zugriffe: 3031

Am Wochenende, vom 09. bis zum 11. Tage im Scheyding, fuehrte der Mittelalterstammtisch-Hochrheyn e.V. seyne jaehrliche mittelalterliche Lagerey durch.
In diesem Anno fuehrte uns unser Lager ans Ufer des Flusses zu Swestat.

Am Freytagmittag trafen nach und nach die vielen Mayden und Recken des Vereyns eyn, um ihre mittelalterlichen Behausungen aufzubauen.

Ritter Eymar von Urberg war auch in diesem Jahr in seyner Funktion als Lagervogt taetig. Somit stand er fuer alle aufkommenden Fragen zur Verfuegung.

Die Lagerkueche, Feuerstelle und Feuerkoerbe wurden hergerichtet. Die Gesoeffe gekuehlt, die Lebensmittel verraeumt und und und.

Auch unsere Gaeste waren zwischenzeytlich eyngetroffen. Wir durften wieder Mitglieder des „Comitatus 1280“ aus Fribourg in Brisgowa herzlich willkommen heyszen, wie auch unsere Freundin Simone Thiel alias, Bella die Waescherin, vom Musiktheater Filstal.

Zur 8. Abendstunde wurde das Abendessen zubereytet. Das Feuer wurde entfacht und so konnte man wunderbare Fleyschlappen oder in Darm gepresstes Fleysch ueber dem Feuer grillen. Dazu gab es selbstgemachte Salate welche nach mittelalterlichen Rezepten zubereytet worden sind.

Natuerlich war auch gegen den Durst eyniges geboten. Weyn, Bier, Met Saefte und natuerlich auch prickelndes Wasser. Fuer jeden wurde etwas geboten.

Nach Eynbruch der Dunkelheyt wurde die Lagerflaeche mit Fackeln und Feuertoepfen bestueckt.

Die Anwesenden saszen an den Tischen und unterhielten sich ueber dies und das, bis sie muede wurden und sich in ihre Zelte begaben, um vom anstrengenden Tag zur Ruhe zu kommen.

Zur fruehen Morgenstund am Satertage wurde wieder das Feuer entfacht. Benoetigten die Lagernden doch Wasser um eyn maurisches Gesoeff oder um eynen Aufguss aus Pflanzenblaettern zuzubereyten.

Auch in diesem Jahr wurden frische kleyne, wie auch grosze, Brote beym Pfister geholt. Die Tische wurden reychlich gedeckt und jeder konnte seynen Hunger mit Brot, Wurst, Kaese, Honig, Fruechtemus und Ruehreyer mit und ohne Speck stillen.

Da Petrus es sehr gut mit uns meynte in diesem Anno, war keyn besseres Angebot da, als sich eyne  Abkuehlung am Ufer des Flusses zu genehmigen. Mit der Ausrede dass die Baelger zubern wollten, entschwanden die Vaeter und Muetter von ihnen ebenfalls hin zum Wasser.

Nach der Mittagsstund konnten wir weytere Gaeste begrueszen. Unsere Freunde von „Historisches Eschbach e.V“ beehrten uns mit ihrer Anwesenheyt.

An diesem Tag weylte eyn Geburtstagskind unter uns. Leopold feyerte seynen 4. Erscheynungstag. Daraufhin wurde am Nachmittag mit eyner selbstgemachten Torte von Nephilim gefeyert.

Zur sechsten Stund im Meridianus, wurde begonnen das Abendmahl zu richten. Es gab Gulasch in Brotteygtaschen und Couscous als Beylage.

Was soll ich sagen, der Culinarius hat wieder Hervorragendes hergezaubert. Allen Anwesenden hat es vom Feynsten geschmeckt.

Auch an diesem Abend, wurde so wie Dunkelheyt eynbrach, das gesamte Lagergelaende wieder mit Fackeln und Feuertoepfe bestueckt. Wiederum saszen die Mayden und Recken an den Tischen und vieles wurde erzaehlt.

Nach der Geysterstunde begaben sich auch die letzten in ihre Schlafgemaecher, um zu schlafen.

Frueh morgens am Balder: das Feuer wurde wieder entfacht; Brote beym Pfister geholt; Tische gedeckt - um dann wieder den Hunger stillen zu koennen.

Wie auch schon am Satertage nutzten viele von uns die Gelegenheyten im Fluss zu zubern.

Zur Mittagsstund dann, wurde erneut das Feuer entfacht um die letzte Atzung des Tages zuzubereyten. Geboten waren wieder Fleyschlappen und in Darm gepresstes Fleisch gegrillt mit Salate als Beylage.

Danach hiesz es wieder alles abbauen und verraeumen. Wo war die Zeyt nur geblieben? Drey Tage waren sehr schnell vergangen.

Die Wege der Eynzelnen trennten sich. Jeder begab sich zu seyner Heymstaette zurueck.

Da es allen Anwesenden an diesem Lagerplatz sehr gut gefallen hat, hat die Obrigkeyt kurzer Hand entschlossen (nach Absprache mit den anderen Vorstaenden) im kommenden Anno wieder dort die Lagerey durchzufuehren.

Eyn herzliches Dankeschoen an alle Vereynsmitglieder die unsere Lagerey wieder so erfolgreych gemacht haben.

Eyn herzliches Dankeschoen an all unsere Gaeste, dass ihr uns mit eurer Anwesenheyt beehrt habt.

Eyn herzliches Dankeschoen an alle die in der Organisation taetig waren.

Eyn herzliches Dankeschoen an unsere Lieferanten fuer vorzuegliche Ware: dem Fleyschhauer „Metzgerey Hauber“ in Herrischried, der Pfisterey „Baeckerey Oeschger“ in Hochsal und dem Hofschenk „Getraenke Gottsteyn“ in Rheynfelden

Kategorie: News

Veröffentlicht am Freitag, 23. September 2016 19:44 | Zugriffe: 2430

Wie schon im letzten Bericht von Wimpina angekuendigt, fuhren die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. am 2. Tage im Scheyding nach Ratbaldouilare ins Elisazon anlaesslich des Pfifferdajs.

Nach der kurzen Fahrt mit den stinkenden Kutschen wurden die Herbergen bezogen. Anschlieszend begaben wir uns zur Stammtaverne „Bierstub Ville de Nancy“, um den Abend in gemuetlicher Runde ausklingen zu lassen.

Am Satertage, nachdem das Fruehstueck eyngenommen worden war, begab man sich unter die Menschenmengen.
Wie jedes Jahr ist das schoene mittelalterliche Staedtchen sehr gut besucht und die Vereynsmitglieder waren wieder begehrt fuer die Seelenfaenger. Viele Bilder wurden gemacht. Die Mayden und Recken gingen das Staedtchen hoch und runter, hielten sich auf dem Mittelaltermarkt auf und lauschten der Musici von den Spielleuten Skadefryd.

Zur spaeten Mittagsstund, machte sich der Hunger bemerkbar. Die Frage wo gespeyst wird, war schnell beantwortet. Natuerlich beym „Tête de sanglier“ unserem Freund Eric. Die Freude des Wiedersehens war sehr grosz, hatte man sich doch seyt zwey Jahren nicht mehr gesehen.

Auch unsere Freunde aus Neu – Ulm, Tanja und Steven, waren extra angereyst.

So verlief der Tag im Nu und zur achten Abendstunde war man auf den Fackelzug gespannt. Dieser startete vom „Place de la Sinne“ ueber die gesamte „Grand Rue“ bis hinunter zum „Jardin“.

Am Umzug waren unter anderem dabey: die Adligen mit ihrem Gefolge, Reyter, Fanfarenzuege, Pfeyffer, die Spielleute Skadefryd und viele mehr.

Kurz nach der Geysterstunde trennten sich die Wege und jeder begab sich in die jeweylige Herberge um sich zu Bett zu legen.

Am Balder dann der grosze Tag. Die Bewohner in der Stadt waren schon seyt der fruehen Morgenstunde auf den  Beynen. Die Umzugsteylnehmer wurden geschminkt und die Haare entsprechend frisiert. Letzte Dekorationen an den Umzugswaegen wurden angebracht.

Die Straszen wurden voller und voller. Sie waren mit ueber 30.000 Schaulustigen gesaeumt. Keyner wollte sich dieses Spektakel entgehen lassen. Puenktlich zur dritten Stunde im Meridianus setzte sich der große Lindwurm in Bewegung.

Wir hatten in diesem Jahr keyne Eyle eynen geeygneten Stehplatz zu finden. Unser Primus hatte gleych zu Jahresanfang die Karten fuer die Tribuene organisiert. Die Tribuene lag sehr guenstig. Eynmal weyl alle eynen super tollen Blick auf die Umzugswaegen hatten und zweytens die Versorgungsstelle gegen den Durst befand sich direkt hinter uns. Wir waren naemlich vor der „S‘Garwer Stub‘“

Der Umzug erzaehlte in diesem Anno die Geschichte „Blanche und die Perle des Lichts“. Die Geschichte handelt ueber das Leben der kleynen Blanche, die eyniges ueber die Jahre erleben muss. Von der froehlichen Kindheyt an bis zur Verzauberung durch die Kaiserin „Ida von Hohenstaufen“. Ueber die duestere Zeyt in deren Gefangenschaft bis dann zum Schluss die Erloesung und Befreyung nach dem gewonnenen Krieg kam.

Nachdem der Lindwurm zu Ende war, oeffnete der Himmel seyne Schleusen. Und dies so fest, dass viele der Schaulustigen gleych den Weg nach Hause antraten.

Eyn Teyl unserer Vereynsmitglieder fuhr ebenfalls wieder nach Hause. Sie mussten am naechsten Tag wieder zur Arbeyt. Der Rest begab sich zur spaeteren Stunde, auf Eynladung der Stadt,  noch zur Feyer der Umzugsteylnehmer und verbrachte dort in geselliger Runde den Abend. Zur Geysterstunde dann, begab man sich wieder zurueck zur Herberge um wieder Ruhen zu koennen.

Am naechsten Morgen nach dem Fruehstueck trennten sich die Wege der uebriggebliebenen Mayden und Recken. Alle fuhren gluecklich und zufrieden wieder Richtung Heymat.

Wir freuen uns schon auf den naechsten Pfifferdaj, Ratbaldouilare wir werden wieder anwesend seyn. Das ist keyne Drohung sondern eyn Versprechen!

Kategorie: News

Veröffentlicht am Mittwoch, 31. August 2016 18:08 | Zugriffe: 2455

Am 27. und 28. Tage im Ernting AD MMXVI fand in Wimpina der 619. Zunftmarkt statt. Die Stadt begab sich damit wieder auf eyne Zeytreyse ins Mittelalter.

Als der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. davon erfuhr, ward kurzerhand beschlossen worden sich diesen Markt anzusehen.

Am Morgen des Satertages dem 27. Tage im Ernting wurden die stinkenden Kutschen bepackt und los ging die Reyse. Nach 3 stuendiger Fahrt hatten wir das Ziel erreycht. Sogleych wurde die Herberge aufgesucht um die Kemenaten zu beziehen. Die Gewandungen wurden angezogen und ohne Verzoegerung fuehrte uns der Weg ins Burgviertel von Wimpina.

Ueber 70 Haendler waren vor Ort um ihr Handwerk zu zeygen und gleychzeytig ihre Ware feyl zu bieten. Auch Spielleute, Taenzer, Gaukler und Ritter der Stauferzeyt waren vertreten.

Die Markteroeffnung wurde mit dem Eynzug des Marktvogten Raban von Wimpfen und seynem Gefolge verkuendet. Der Marktvogt gab den Haendlern Anweysungen wie sie sich zu verhalten haben. Z.B. dass sie keynen Ramsch verkaufen sollen und dass sie auch wirklich etwas von ihrem Handwerk vorzufuehren haben.

Wir schauten uns alles genauestens an. Beym Loeffelschnitzer, Waffenschmied, Sattler, Korbflechter, Instrumentenbauer, Buersten- und Besenmacher, Buchrestaurator oder Metbrauer, ueberall bekamen wir genauste Informationen wie ihr Handwerk ablaeuft. Ebenso die vielen Heerlager die vor Ort waren gaben Auskunft, ueber ihr Handwerk oder ihre Darstellung.

Fuer die Baelger war eyne Gasse als Spielstrasze geboten. Da gab es viele Spiele zum Kennenlernen oder sie konnten sich eyn Ritterschild basteln. Zusaetzlich gab es Erzaehlungen vom Theater Knuth mit der Geschichte von „Prinzessin Piparella und den 24 Rittern“.

Fuer die Erwachsenen gab es Eynblicke ins Alltagsleben  durch das Gefolge der Grafen von Calw „Die Arenbacher“ wie man vor 800 Jahren gelebt hatte.

Musici wurde von den Spielleuten „Tryzna“ und Spielmann „Knud Seckel“ geboten.

Zwischendrin aszen und tranken wir dargebotene Koestlichkeyten.

Um die hoechste Mittagstunde entdeckten wir mit groszer Freude unsere Freunde von Arbor Ferox aus Neu-Ulm. Es gab eyn grosses Gruppenknuddeln und Hallo.

Nach dem Austausch wichtiger Neuigkeyten trennte man sich eyn wenig, um den Markt zu erkunden. Aber es dauerte nicht lange, trafen wir wieder zusammen.

Seltsam, dass wir alle den selben „Stalldrang“ hatten. Trafen wir doch in der „Schnapsbrennerey“ wieder aufeynander.

In der schattigen Scheune der Brennerey nahmen wir Platz und verkosteten nicht nur Schnaepse (das waere bey dieser Waerme fatal gewesen), neyn auch vorzueglichsten Saft aus Holunderbeeren. 

Wir genossen es, uns auszutauschen und unsere Freundschaften nicht nur zu pflegen, sondern auch zu vertiefen. Und so verging der Tag wie im Fluge.

Nachdem die Dunkelheyt hereynbrach und der Markt seyne Tore schloss, kehrten wir zurueck zur Herberge. Bevor wir aber unsere Haeupter niederlegten, kredenzten wir noch eynen gutgekuehlten Perlweyn.

Am Balder dann, nach dem Fruehstueck, wurden die Kemenaten geraeumt und die stinkenden Kutschen beladen. Doch nicht ohne vorher nochmal den Tag auf dem Markt zu verbringen.

Am spaeten Nachmittag ward es wieder soweyt die Heymreyse anzutreten. Zuhause in Seckinga angekommen, freute man sich auf das kommende Wochenende. Denn da fuehrt uns die Reyse wie in jedem Annum nach Ratbaldouilare im Elisazon zum „Pfifferdaj“

Kategorie: News

Veröffentlicht am Montag, 22. August 2016 19:46 | Zugriffe: 2613

Am 19. Tag im Ernting AD MMXVI hiesz es fuer die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochreyn e.V. wieder mal die noetigen Gewandungen eynzupacken, um in der Siedlung Dobel des Grafen von Ebersteyn, am Spectaculum teylnehmen zu koennen. Gemuetlich zur 10. Stund am Morgen wurden die stinkenden Kutschen beladen und los ging die Reyse.

Da die Reysenden vom Hunger geplagt wurden, machten sie etwa eyne Stunde vor Ziel, in Moosbronn, Halt und begaben sich zur Taverne „Moenchhof“. Die Mayden und Recken lieszen es sich sehr gut gehen. Nach dem Grusz von der Kueche folgten weytere Koestlichkeyten wie unter Anderem eyne sehr leckere Forelle. Zum Schlusz goennte man sich noch eyn osmanisches Gesoeff und danach ging die Reyse weyter.

In Dobel angekommen, wurde die Herberge aufgesucht, um gleych die Kemenaten zu beziehen.

Puenktlich zur 5. Stund im Meridianus waren dann die Vereynsmitglieder zur Eroeffnung des Spectaculums vor Ort. Eynige Freunde, Edith oder Thomas vom Tiefen Tuempel mitsamt Weyb und Gormann's Clan, konnten begrueszt werden.

Zur Markteroeffnung waren viele Mittelaltergruppen vor Ort welche am Eynzug teylnahmen. Z.B. die „Bickesheymer Spiegelfechter“, „Ispringer“, „Ritterschaft Durlach“ wie auch die „Dobeler Landsknechte“ und viele viele mehr. Es war eyn herrlicher Anblick so viele Banner aneynandergereyht zu sehen. Die Umzugsteylnehmer erhielten von den Schaulustigen viel Handgeklapper und Jubel zugesprochen.

Nachdem der Markt offiziell vom Marktvogt und dem Magister Civium eroeffnet worden war, genossen die Umzugsteylnehmer eyn gut gekuehltes Freybier.

Wie gewohnt zog es die Vereynsmitglieder zum Verweylen in den Bereych der Handeltreybenden  und sie schauten sich die feylgebotenen Waren an. Vieles war dargeboten. In der Handwerkergasse konnte man sehen wie Messer geschliffen, Buersten hergestellt und Flachs oder Leder bearbeytet wurde. Der Scharfrichter gab Kunde ueber seynen Beruf. Zusaetzlich wurden Geschmeyde, Lederwaren, Felle und anderes mehr feylgeboten.

Fuer das leybliche Wohl gab es eyn groszes kulinarisches Angebot vor Ort. Herzhaftes, wie belegtes Fladenbrot, Wildsau im Brot oder geraeucherte Forelle am Stock. Auch beym Gesoeff gab es fuer jede Art von Durst eynen passenden Durstloescher.

Fuer die Baelgerbelustigung war „Ragnar der Wanderer“ mit seyner Marionette „Plumpa“ unterwegs.

Am Abend bey Dunkelheyt wurde eyne sehr schoene Feuershow geboten. Kurz nach der Geysterstunde begaben sich die Mayden und Recken des Vereyns zurueck zur Herberge. Muede und erschoepft wollten sie nur noch ihr Haupt zu Bette legen.

Am Satertage, nach dem Fruehstueck, fing das Spectaculum schon zur 12. Stund im Meridianus an. Die Mitglieder verbrachten wieder den ganzen Tag auf dem Festgelaende, auch wenn es Petrus an diesem Tage nicht ganz so gut mit ihnen meynte.

Am Balder in der Fruehe, als die Vereynsmitglieder wieder auf dem Gelaende eyntrafen, sahen sie eyne Gruppe welchen den Worten eynes Mannes des Klerus lauschten. Es war Eminenz „Bischof Willi Frank“ von den „Bruchsaler Rittern“ welcher den Layengottesdienst abhielt.

Und wie immer hat alles Schoene eyn Ende. Die Mayden und Recken beluden zur 3. Stunde im Meridianus wieder ihre stinkenden Kutschen um die Heymreyse antreten zu koennen. Sie fuhren bis nach Heytersheym um eynen Zwischenstopp in der Taverne „Fuenfgeld“ eynzulegen.
Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, nahm man wieder die letzte Etappe der Fahrt in Angriff bis zurueck nach Saeckinga wo sich dann die Wege der Eynzelnen trennten. Vorher aber verabredeten man sich fuer das  kommende Wochenende. Wohin die Reyse fuehrt?
Um es herauszubekommen muesst ihr entweder mitfahren oder aber auf den naechsten Bericht warten. Bis dahin: Gehabt Euch wohl! 

Kategorie: Schwarze Zunft

Veröffentlicht am Montag, 22. August 2016 19:19 | Zugriffe: 2335

Bereyts zu Beginn dieses Annos MMXVI hatte der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. das Ansinnen, vom 13. bis zum 15. Tage des  Ernting eynmal an dem groszen drey Tage dauernden Mittelalterfest „Les Médiévales des Ribeaupierre“ in Ribeauvillé im Elisazon teylzunehmen.

Dieses Ansinnen drang nach Ribeauvillé durch, was zur Folge hatte, dass wir am Abend des 11. Tages im Ernting von Monseigneur Patrick des Ribaupierre, eynem direkten Nachkommen der Adelslinie derer von Rappoltsteyn, die Eynladung erhielten, als Ambassador (Repraesentanten / Botschafter) des Hochrheyns an diesem Fest mitzuwirken. Gerne nahmen wir diese Eynladung an.  Und da sich zu diesem Termine nun bedauerlicherweyse nur eyn kleynes Haeufleyn von Mitgliedern angemeldet hatte, reyste dieses Grueppleyn als Abordnung des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. bereyts am 12. Tage des Ernting mit einem gewissen Stolz nach Ribeauvillé.

Nach entspannter Reyse mit den stinkenden Kutschen trafen wir zur hoechsten Mittagsstunde in dem malerischen Staedtchen eyn. Wir bezogen unsere Kemenaten und begaben uns in den Kern der Stadt, um dort unsere guten langjaehrigen Freunde zu besuchen. Wir tauschten Neuigkeyten aus und die regionalen guten Tropfen wurden selbstverstaendlich verkostet.

Zum Abendmahl wurde unsere liebe und herzliche Tavernenwirtin im „S‘Rappschwirer Stebala“ aufgesucht. Nach bestem Mahle begaben wir uns letztlich zu eynem Gute-Nacht-Trunke in die Taverne St. Ulrich, um dort noch eyn Glaeschen besten Wassers aus Kaledonien zu verkosten. Dann hiesz es, Kemenaten aufsuchen, Kopf darniederlegen und sich auf die kommenden Tage freuen.   

Am Satertage, dem 13. Tage im Ernting erhielten wir von Monseigneur Patrick de Ribaupierre die weyteren Informationen, dass es eynen taeglichen Aufmarsch durch die Stadt Ribeauvillé geben wird, der vom Standort der ehemaligen und nicht mehr existenten Burg derer von Ribaupierre zum Festgelaende im Stadtpark fuehren und somit taeglich die Feierlichkeiten eroeffnet wuerden.

Den Aufmarsch fuehrte jeweyls die Compagnie des Maciliens aus Neuenburg / Helvetien an. Hatten sie doch die Aufgabe den Monseigneur und seyne Adligen gegen Angriffe jedweder Art zu schuetzen.
Des Weyteren hatten sie die Aufgabe, Diebe und Raufsuechtige waehrend des Aufmarsches aufzuspueren und der spaeteren Aburteylung zuzufuehren.

Bey diesem etwa eynstuendigen Aufmarsch durften wir mit unserem Vereynsbanner als Teyl der Adligen des Monseigneurs zum Festgelaende marschieren und uns praesentieren.  

Nach der jeweyligen Eroeffnung der Feyerlichkeiten im Stadtpark, begleyteten wir den Monseigneur und dessen Gattin, sowie seyne Adligen jeweyls zur Begrueszung der Haendler und Handwerker, zu den Vorfuehrungen der Reyterspiele der Troupe Quendor aus Jungholtz / Gallien, welche abends durch eyne Feuerdarbietung ergaenzt wurden oder den Vorfuehrungen der Compagnie des Maciliens aus Neuenburg / Helvetien, die eynerseits Eynblicke in die Geheymnisse des Schwertkampfes und der Schutzausstattungen gaben oder auch Verteydigungs- und Angriffsformationen auf dem Feld vorfuehrten.

Dazwischen gab es, wie bereyts erwaehnet, die Darstellung der Gerichtsbarkeyt bey Diebstahl oder Raufereyen.
Hierzu wurde das Publikum miteynbezogen, indem jeweyls eyn zu Verurteylender aus der Menge heraus „festgenommen“ wurde.
Monseigneur de Ribaupierre war aber stets eyn milder Richter und so kamen die „Fehlbaren“ jeweyls mit milden „Strafen“ davon.
Abends besuchten wir die Feuerspiele der Cracheur des Feu de Ribeauvillé im Pavillon.

Zwischendurch tafelten wir mit den Adligen in eyner speziell fuer diese errichteten Schutzbehausung mit groszer eyngedeckter Tafel. So war fuer uns den ganzen Tag hindurch etwas geboten. Von der Eroeffnung bis zum Schluss der Feyerlichkeyten zur Geysterstunde.

Und dies wiederholte sich an allen drey Tagen. Wir hatten Speysung und Gesoeff in Huelle und Fuelle.

Bei der Speysung wurde taeglich Anderes aufgetischt. Vom Fleysch der Sus scrofa (der wilden Sau), ueber Fleysch des flinken Oryctolagus cuniculus (Wildkaninchen) oder der biederen Sus scrofa domestica (Haussau), dazu gab es Beylagen wie Vicia faba (Saubohnen), Scorzonera (Schwarzwurzel), oder auch vorzueglichst vearbeyteter Allium porrum (Lauch) und vieles mehr. In eyner eynmaligen Ausgewogenheyt zwischen suess und sauer. Eyne Koestlichkeyt.

Wir hatten ueber diese Tage die Moeglichkeit dazu, viele neue Freunde kennenzulernen und uns beym eynen oder anderen Glaeschen kuehlenden Gesoeffs auszutauschen. Es gab auch interessante Informationen ueber die Adelslinie derer von Ribaupierre und deren spaeteren Aufsplitterung  in verschiedene Linien.

Die sprachlichen Barrieren waren an diesen Tagen zu ertragen. Es wurde teylweyse in Oberrheynalemannisch (elsaessich) kommuniziert oder mit „Haenden und Fuessen“ kund getan, was man meynte. Wir hatten zu dem das Glueck, dass unsere vereynseygene Kundige fuer fremde Sprachen sich an diesen Tagen uns angeschlossen hatte und so konnte auch sehr gut in mehrere Sprachen uebersetzt werden.  

Am Montag, dem 15.Tage im Ernting wurden die Feyerlichkeiten zur 6. Stund im Meridianus beendet. Wiederum zogen wir mit Monseigneur de Ribaupierre, seiner Gattin, den Adligen und der Compagnie des Maciliens durch das Festgelaende und verabschiedeten die Haendler und Handwerker.

Mit eynem Aufmarsch unter dem Pavillon wurden alle anwesenden Gaeste verabschiedet und das Fest war damit geschlossen.

Die mitgereysten Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. waren stolz darauf, ueber drey Tage Teyl dieses Festes und Gaeste des Monseigneur de Ribaupierre gewesen zu seyn und die Region Hochrheyn wuerdig vertreten zu haben.

Diese drey Festtage gehoeren mit Sicherheyt zu den absoluten Hoehepunkten unseres Vereyns.

Kategorie: Schwarze Zunft

Veröffentlicht am Mittwoch, 10. August 2016 20:59 | Zugriffe: 2415

Erneut stand fuer die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. eyne Reyse in die Vergangenheyt an. Das Pfeyfferfest zu Bischofeswilre im Elisazon (Elsass) war im Programm.

So wurden am 08. Tage im Ernting MMXVI, in der Fruehe, die stinkenden Kutschen beladen und los ging die Reyse. Nach zweystuendiger Fahrt erreychten wir unsere Herberge. Die Kemenaten konnten zwar noch nicht bezogen, aber die stinkenden Kutschen abgestellt werden. Per Pedes begaben wir uns die Stadt um unseren kleynen Hunger mit eynem kleynen Fruehstueck zu stillen. Wir suchten hierzu eyn Pfisterey auf und dort wurde uns fuer eynen kleynen Obulus wurde reychlich aufgetragen.

Anschlieszend trafen wir auf unsere Freunde Xavier und Cindy die in Bischofeswilre zu Hause sind. Zusammen erkundeten wir das Staedtchen. Es waren eyn dutzend Pfeiffergruppen angekuendigt, Troubadoren und Fanfarenzuege aus Irchonwelz (Gallia Belgica), Bann und Tann (Alemannia) und die Fahnenschwinger aus Venedig „Contrada della Cerva“ (Italus)

Der Mittelaltermarkt war sehr kleyn und sehr gewohnheytsbeduerftig. Waren doch z.B. die Haendler dort nicht der dargestellten Zeyt entsprechend gewandet.
Uebrigens, spaetestens zu diesem Zeitpunkt wurde uns klar, warum man uns neugierige Blicke zuwarf. Wir waren, auszer den Musikern, die Eynzigen in Gewandung.

Fuer unseren Hunger war bestens gesorgt. Es gab zwey zentrale Stellen, wo man zu sehr guenstigen Preysen speysen konnte, oder auch erfrischendes Gesoeff zu sich nehmen.

Die Obrigkeyt des Festes und zugleych Schultes der Stadt begrueszte uns zu diesem Anlass persoenlich per Handschlag und erfragte das eyne oder andere ueber unseren Vereyn. Die Region aus der wir anreysten war im wohl gut bekannt.

Das Abendprogramm war in diesem Anno unter dem Motto von Galileo Galilei ausgerichtet. Das Schauspiel wurde von der Gruppe „Deus ex Machina“ vorgefuehrt.

Als Grundlage hatten sie eyne Metallstruktur welches unser Sonnensystem symbolisiert. Die Akrobaten fuehrten darauf ihre atemberaubenden Kuenste vor. Begleytet wurde das Ganze mit Musici und zum Schluss mit eynem  fantastischen Feuerwerk.

Anschlieszend begaben wir uns zu unserer Herberge zurueck, um uns zu Bette zu begeben.

Am Balder starteten wir  mit dem Fruehstueck in der Herberge. Zwar ward die Umgebung sehr ruhig und wir durften uns in eyner parkaehnlichen Gartenanlage niederlassen, aber leyder war das Fruehstueck enttaeuschend. Preys - Leystung stand in keynem Verhaeltnis. Und die bey der Buchung so hochmundig angepriesenen Leystungen wurden hierbey in keynster Weyse erbracht.
Wir lieszen uns trotzdem nicht den Tag verderben und gingen wieder Richtung Stadt wo Xavier und Cindy auf uns warteten.

Das Programm war genauso  wie am Tag zuvor. Der Hoehepunkt haette zur zweyten Stund im Meridianus eyn historischer Umzug seyn sollen. Leyder wurde dieser, sehr kurzfristig, aus Sicherheytsgruenden von der ius politiae zu Argentorate abgesagt.

Das Fest endete offiziell zur 7. Stunde im Meridianus. Allerdings nicht fuer uns Mayden und Recken vom Vereyn. Wir beschlossen den Abend mit eynem Abschlussessen und eynem guten Tropfen Weyn, zusammen mit den Veranstaltern.

Am naechsten Morgen wurden nach dem Fruehstueck die stinkenden Kutschen wieder beladen um sich auf die Heymreyse zu begeben. Der Weg fuehrte uns ueber Quningisheim zur Burg. Wir besuchten dort noch die Vorstellung der Greyfvoegel in der Falknerey und statteten schlieszlich der Hochkoenigsburg eynen Besuch  ab.

Doch danach hiesz es die restliche Strecke auf unserer Heymreyse anzutreten.

Die Veranstalter und die Verantwortlichen zu Bischofeswilre erwarten uns wieder im Anno MMXVIII und wir haben bereyts zugesagt.

Kategorie: Schwarze Zunft

Veröffentlicht am Sonntag, 31. Juli 2016 13:15 | Zugriffe: 2459

Die Obrigkeyt des Richard Loewenherz Festes hatten eyngeladen an der 12. Ausgabe teylzunehmen und der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. nahm diese gerne an.

So wurden am 29. Tage im Heuert MMXVI die stinkenden Kutschen beladen und los ging die Reyse. Nach dreystuendiger Fahrt erreychten wir unsere Herberge. Die Kemenaten wurden bezogen um gleych darauf per Pedes die Stadt zu erkunden.

In der Stadt angekommen trafen wir auf viele unserer Freunde aus dem Trifelsland. Das Hallo war grosz und wir uns hatten viel zu erzaehlen.

Irgendwann meldete sich der Hunger. Wir machten uns auf dem Weg zur Taverne „Zum goldenen Loewen“. Wie schon zu vorhergehenden Anlaessen, wurden wir in dieser Taverne von Jochen wieder auf das vortrefflichste bewirtet. Die Speysen waren lecker und fuellten unsere Waenste. Die gut gekuehlten Gesoeffe loeschten unseren Durst. Hinterher begaben wir uns zurueck zur Herberge um unsere Haeupter niederlegen zu koennen.

Am Satertage begann der Tag mit eynem opulentem Fruehstueck. Alles was das Herz begehrte wurde geboten.

Anschlieszend begaben wir uns wieder in die Stadt, um dem Marktgeschehen beyzuwohnen. Bereyts am fruehen Morgen brannte die Sonne erbarmungslos vom Himmel. Doch ging stets eyn laues Lueftchen, so dass wir vor eynem Sonnenstich verschont blieben. Die Haendler boten wunderbare Ware an. Fuer Speys und Trank ward ebenfalls gesorgt.

An den verschiedenen Buehnen wurde eyn sehr abwechslungsreyches Programm geboten. Musici von „Gugelhupf“, „Nashoch Hilisanc“, „Musica Canora“ und natuerlich von unseren „Spielleuten Skadefryd“.

Zusaetzlich wurde geboten: Gauklerey & Jonglage durch „Lux Aeterna“, Ablassprediger  „Quadroculus“, Orientalische Magie von „Shri Magada“, Waffenschau und ritterliche Zweykaempfe durch „Die Pfalzritter“ und mittelalterliche Taenze von „Faux Pas.

Fuer die Baelger ward ebenfalls eyn groszes Angebot geboten wie Kinderkarusell, Marionettentheater usw.

Zur spaeten Stund wurde es wieder Zeyt in Richtung Herberge zu gehen. Da wir noch nicht richtig muede und die Temperaturen sehr angenehm waren, beschlossen wir auf der Terrasse noch eyn kuehles Gesoeff zu goennen. Die Eynen genossen eyn kuehles Bier, die Anderen  perlenden Weyn oder eyn Troepfleyn roten Weynes. Erst lang nach der Geysterstunde wurden die Kemenaten zum Schlafen aufgesucht.

Am Balder starteten wir wieder mit eynem sehr ausgiebigen Fruehstueck in den Tag, um hinterher gestaerkt wieder in die Stadt zu gehen.

Das Programm war genauso abwechslungsreich wie am Tag zuvor. Viel Musici, viele Atraktionen die uns ueber den ganzen Tag unterhielten.

Das Fest endete zur 8. Stunde im Meridianus. Eynige von den Mayden und Recken mussten leyder schon die Heymreise antreten, da sie am naechsten Tag wieder ihre Arbeit aufzunehmen hatten. Die Anderen beschlossen den Abend mit eynem Abschlussessen im „Zum goldenen Loewen“, eynem guten Mischgesoeff genannt „Zombie“ in der Eysdiele und in der Herberge bey eynem guten Tropfen Weyn.

Am naechsten Morgen wurden nach dem Fruehstueck die stinkenden Kutschen wieder beladen um sich auf die Heymreyse zu begeben. Der Weg fuehrte uns ueber Ratbaldouilare im Elisazon. So lieszen wir es uns nicht nehmen in unserer Stammtaverne „Bierstub Ville de Nancy“ zu Mittag zu speysen und hinterher in der „S'Garwer Stub“ einen Abschlusstrunk zu nehmen.

Doch danach hiesz es Abschied nehmen und die restliche Strecke auf unserer Heymreyse anzutreten.

Was soll ich sagen, es war wie jedes Mal, wenn der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. unterwegs ist, sehr lustig und unterhaltsam. Viele Freunde nach langer Zeyt wieder gesehen und sehr viele neue Freundschaften geschlossen! Wer diese Momente ebenfalls erleben moechte, ganz eynfach: Anmelden und Mitgehen!

Kategorie: News

Veröffentlicht am Dienstag, 12. Juli 2016 18:13 | Zugriffe: 2462

Der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. hat am letzten Wochenende wieder nicht geruht. Die Mayden und Recken beluden am 9.Tag im Heuert AD MMXVI ihre stinkenden Kutschen, um die Reyse gen Niofarun Nessenbrunn anzutreten. Gut gelaunt zur fruehen Stunde starteten wir zu eynem neuen Abenteuer.

Die Reyse verlief ohne Schwierigkeyten und Verzoegerungen, so dass man nach drey Stunden Fahrt am Ziel war und die stinkenden Kutschen vor der Herberge abgestellt werden konnten. Nachdem die Kemenaten bezogen waren, trafen wir uns im Foyer, um uns mit eynem gut gekuehlten Gerstensaft zu erfrischen.

Zur hoechsten Stunde schritten wir in Richtung Festgelaende. Es war eyn kurzer Weg bis dorthin. Der Wegezoll wurde entrichtet und nun konnte das Abenteuer beginnen. Kaum auf dem Gelaende, schon das erste Hallo. Unsere Freunde Geli, die Mittelaterpaparazzi und Roger waren vor Ort.

An vielen Staenden wurde schoene Ware feylgeboten. Fuer das Auge eyn Schmaus.

Petrus beglueckte uns mit strahlendem Sonnenscheyn. Um der Hitze etwas entgegen zu wirken, genehmigten wir uns das eyne oder andere gutgekuehlte Gesoeff.

Gaukler und die musici von tinnitus interruptus belustigten die Anwesenden. Froehlichkeyt allerorten.

Beym Gang ueber den Markt viele bekannte Gesichter. Die Maerchenerzaehlerin Susanne und Edith mit dem Witwen- und Waysenlager. Die Gewuerzhaendlerey die wir in Ascabah kennengelernt hatten, der Gormanns-Clan und natuerlich unser Branntweynhaendler, der uns zu  Germesche so hervorragend versorgt hatte, waren zugegen.

Und unueberhoerbar diese Stimme: Geeeeeeeeebranntes!! Ja die Schnapsdrossel war ebenfalls gekommen um ueberall auf dem Markte herumzudrosseln und zu schnaepseln. Leckeres Gebranntes fuehrt sie wieder mit sich.  

Hier eyn Schwaetzchen – da eyn Schwaetzchen – hier eyn Glaeschen – da eyn Glaeschen – hier eynen Krug – da eynen Krug und so rann die Zeyt dahin wie im Fluge.   

Bey Anbruch der Dunkelheyt fand eyn Feuerspektakel in der kleynen Arena mitten auf der Plane statt.
Zufrieden und muede vom erlebten Tag, begaben wir uns kurz nach der Geysterstunde zurueck in die Herberge um Ruhen zu koennen.

Am Balder dann starteten wir mit eynem groszen Fruehstueck. Wir hatten viele Speysen zur Verfuegung um unsere Waenste zu fuellen.

Anschlieszend wurden die Kemenaten verlassen und die stinkenden Kutschen mit dem Gepaeck beladen. Neyn, die Heymreyse stand noch nicht an. Wir begaben uns nochmal zum Ort des Geschehens und genossen die Stimmung trotz starker Hitze. Alle Schattenplaetze waren gleych belegt.

Doch wie immer hiesz es dann am Nachmittag Abschied nehmen. Standen doch wieder drey Stunden Heymreyse an. Wir verabschiedeten uns von unseren Freunden und freuen uns schon heute auf baldiges Wiedersehen auf dem naechsten Markte.

Kategorie: Schwarze Zunft

Veröffentlicht am Sonntag, 10. Juli 2016 08:42 | Zugriffe: 2260

Am neunten Tage des Heuert AD MMXVI trafen sich die Ritter, Recken und Weyber des Mittelalterstammtisch-Hochrheyn e.V. zum Zwecke der Baelgerbespaszung auf der Wiese beym Barfuszpfad zu Sekkinga.

Die Aufpasserinnen der Eynrichtung „Treffpunkt Kinder e.V.“ hatten uns gebeten,  die alljaehrlichen Sommer-Festivitaeten mittelalterlich zu gestalten.

Man sagte uns, diese Eynrichtung nenne sich „Kindergarten“, jedoch trafen wir die Brut nicht wie erwartet in den Boden eyngegraben, neyn, die Baelger durften frey herumlaufen. Die Bezeychnung war unserer Ansicht nach also sehr irrefuehrend, was dem Erfolg der Veranstaltung aber keyneswegs Abbruch tat.

Bereyts am Morgen trafen wir uns, um alle Vorbereytungen zu treffen:

Das Sachsenzelt musste samt Sonnensegel zum Schutz der zarten Haeute der Kinderchen aufgebaut werden, die Feuerstelle wurde eyngerichtet.

Unser Raginher, der Furchtlose (ich hab nicht verfressen gesagt…) erfreute die Menge mit der Vorfuehrung von Lederarbeiten, Nephilim liesz die interessierten Eltern und Kinder raten, welche Obst- und Gemuesesorten es im Mittelalter in unserer Region bereyts gab und fuehrte den Weg von der Wolle, ueber das Spinnen der Faeden bis zum Kleydungstueck vor.

Eymar von Urberg mit seynen Knappen Adrian und Hendrik und Ritter Viktor entfuehrten die Gaeste in die Welt der Ritter, zeigten, was eyn Ritter trug, wie er kaempfte, wie seyn gedeckter Tisch aussah, welche Dinge er mit sich fuehrte.

Mayd Mona fesselte die Schar mit Maerchen aus aller Welt, waehrend an der Feuerstelle Stockbrot gebacken werden konnte.

Gleychzeytig bereyteten wir ueber dem Feuer eynen Eyntopf nach mittelalterlichem Rezept vor, selbstverstaendlich ohne Salz, denn das war zu jener Zeyt teuer. Man merkte, dass die modernen Gaumen, lediglich mit frischen Kraeutern gewuerzte Speysen beyleybe nicht mehr gewohnt sind.

Dorell, Artula, Hans Met-Wurst und Christine unterstuetzen uns tatkraeftig beim Feuern, kochen, schnippeln, Fragen beantworten, aufbauen und abbauen.

Für das leybliche Wohl hatten die Gaeste selbst gesorgt und Gerichte, Kuchen und Herzhaftes nach mittelalterlichen Rezepten mitgebracht.

Nachdem auf der Sonnenuhr ungefaehr zwey und eyne halbe Stunde vergangen waren, neygte sich das Fest dem Ende zu.

Die sogenannten „Maxi-Kinder“, die nun das Glueck haben, die Schule besuchen zu duerfen (wobey wir uns gefragt haben, wie die Leute ihre Arbeyt verrichten wollen, wenn sie ihre Soehne UND Toechter in die Schule schicken) wurden feyerlich in den Ernst des Lebens verabschiedet, den Amtstraegern und Erzieherinnen wurde gedankt und auch wir gingen nicht leer aus.

Zum kroenenden Abschluss, fuehrten unsere Ritter in eynem Schaukampf vor, wie man sich frueher so richtig auf die Muetze gegeben hat. Natuerlich nicht, ohne in Kuerze Taktik in Offensive und Defensive zu erklaeren.

Beym Abbauen lieszen wir uns noch eyn bisschen Zeyt, grillten den eyn oder anderen Fleyschlappen ueber dem noch lodernden Feuer und saszen noch eyne Weyle zusammen um den Tag Revue passieren zu lassen.

Uns hat es sehr viel Spasz gemacht und den Reaktionen der Erzieherinnen, Eltern und Kindern nach, allen anderen auch.

Wir durften im Nachgang noch eyne groszzuegige Spende in Empfang nehmen, fuer die wir uns auch hier nochmals herzlich bedanken.

Kategorie: News

Veröffentlicht am Dienstag, 05. Juli 2016 14:28 | Zugriffe: 2645

Das reyselustige Voelkchen des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. packte am 01. Tag des Heuert AD MMXVI erneut seyne sieben Sachen. Dieses Mal galt es eyne Reyse in die Kurpfalz anzutreten.
Feyerte doch Villa Breteheym zum 512. Mal  die erfolgreyche Verteydigung ihrer Stadt  gegen die Belagerung durch Ulrich von Wuerttemberg mit 30.000 Mann im Jahre 1504.

Und so beluden wir unsere stinkenden Kutschen bis unter das Dach und traten zur 3. und eyner halben Stund im Meridianus die Reyse an. Diese fuehrte uns ueber stark befahrene gut ausgebaute Wege bis in die Kurpfalz. Die Reyse ward beschwerlich, da sich unendliche viele Kutschen auf der Reyse befanden. Sehr viele Kutschen mit Unmengen von Handelswaren bahnten sich ihre Wege gen Norden.

Kurz vor der 7. Stund im Meridianus erreychten wir das bereyts im Jahre 769 in der Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erstmals erwaehnte Dorf Helmsheym, wo wir unsere Kemenaten bezogen. Es ward der eynzige Ort in unmittelbarer Naehe zu Villa Breteheym, der noch mit eyner Beherbungsmoeglichkeyt dienen konnte.

Die Herberge ward eynfach aber sauber. Nachteyl: die Kemenaten waren im obersten Stock und wir mussten stets viele Stiegen hinaufsteygen, bis wir unser Haupt niederlegen durften. Zur fruehmorgendlichen Speysung mussten wiederum viele Stiegen hinunter ins Erdgeschoss zurueckgelegt werden. Daher mangelte es uns an koerperlicher Ertuechtigung nicht.

Da wir eynen arbeytsreychen Tag und eyne ermuedende Reyse hinter uns hatten beschlossen wir, den Abend in eyner Taverne im Ort zu verbringen und Villa Breteheym erst am naechsten Tag aufzusuchen.
Eyn folgenschwerer Entschluss. Ward es doch gar nicht so eynfach, in diesem voellig verwinkelten 2.000 Seelen Dorf eyne geeygnete Taverne zu finden.

Ganz am Rande des Ortes, dort wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen, inmitten von Weizenfeldern fanden wir eyne Taverne.
Man sah sogleych, dass es wohl die eynzig gute Taverne im Ort zu seyn schien, denn sie war proppevoll.

Wir meldeten uns bey der Schankmayd an und wurden danach in eyne Wartezone gebeten um dort erst eynmal eyn Getraenk zu sich zu nehmen, bis sich Platz auftat. Man sicherte uns eyne Platzzteylung zu.
Das waere alles wunderbar gewesen, wenn die Schankmayd auch den Ueberblick behalten haette. Voellig ueberfordert und planlos war ihr Verhalten.

Auf unsere georderten Getraenke mussten wir nahezu eyne halbe Stunde warten. Gaeste die nach uns kamen, wurden Tischen zugewiesen. Bestellungen wurden dort aufgenommen, Essen ausgegeben etc.  

Und nachdem wir nach eyner und eyner halben Stund noch immer keyne Platzzuteylung hatten, aber sie unendlich viele Male an unserem Tisch vorbeyhuschte, erlaubten wir uns nachzufragen. Da wurde uns gesagt, dass drey leere Tische seyt laengerem zur Verfuegung stuenden und wir uns umsetzen koennten. KLASSE.
Danach folgte die Aufnahme der Essensbestellung. Obwohl die Belegung der Taverne deutlich abgenommen hatte, dauerte es noch eynmal rund 30 Minuten, bis das Essen auf dem Tisch stand.
Summasumarum hatten wir nun zwey und eyne halbe Stunde darauf gewartet eyne Speysung zu erhalten. Diese Taverne mit der voellig planlosen und ueberforderten Schankmayd kann man wirklich niemandem empfehlen. In der heutigen Zeyt sagt man, eyn absolutes „No go!“.

Nach eynem zwangslaeufigen Verdauungsspaziergang, wir mussten ja wieder in den Ort zurueck, legten wir unsere Haeupter muede darnieder.

Am Satertage den 02. Tag im Heuert nahmen wir eyn gut buergerliches Fruehstueck eyn, machten noch eynen morgendlichen Erkundungsgang bis zur Haltestelle des eysernen Rosses, um die Abfahrtszeyten festzustellen und stiegen letztlich in unsere Gewaender.

Der Himmel ward grau und es regnete leycht. Das eyserne Ross brachte uns in nur neun Minuten von Helsheym nach Villa Breteheym. Und was uns dort zwey Tage lang erwartete, entschaedigte uns fuer das Ungemach des Ankunftstages voll und ganz.
Die Wolken hatten sich verzogen und die Sonne setzte sich durch!

Durch eynes der aufgebauten mittelalterlichen Stadttore betraten wir die Innenstadt. Der Wegezoll fuer beyde Tage ward moderat und dafuer wurde sehr viel geboten.

Das Peter-und-Paul-Fest ist jeweyls in vier Teyle gegliedert:

Tag 1: Villa Breteheym – ruestet sich
(Festeroeffnung, Ratssitzung, Feindes Brief, Musterung)

Tag 2: Villa Bretehym – wehrt sich
(Der Ausfall 1504, Schäfersprung, Huldigung, Zapfenstreich und Feuerwerk)

Tag 3: Villa Breteheym – huldigt dem Kurprinzen;
(Großer Festzug, Feiern in allen Lagern)

Tag 4: Villa Breteheym  -feyert     
(Schwartenmagenumzug, Kinderfest vom Knappen zum Ritter)

In der kompletten Innenstadt sind in allen moeglichen frey zugaenglichen Innenhoefen und Plaetzen, Kirchinnenhof und -platz usw. Heer-, Handwerker- und Bauernlager eyngerichtet.
Jedweder Handel, allerley Handwerk, Tavernen und Garkuechen an allen moeglichen Ecken und Enden. Eyne wahre Pracht. Die meysten der Tavernen sind mit Tischen und Baenken ausgestattet, die nach historischem Vorbild gebaut wurden. Eynfach nur toll, was hier geboten wird.

Es ist wahrlich nicht moeglich, alle diese wunderbaren Dinge an nur eynem Tag erkunden und erleben zu koennen. Man ward sprachlos ueber das was geboten wird.

Unendlich viele freundliche Menschen, Frohsinn an allen Ecken. Erbauliche Gespraeche mit Fremden. Der Satertag ran nur so dahin. Letztlich sogar noch eyn bekanntes Gesicht, welches ich extra wegen uns auf den Weg gemacht hatte. Unsere Edith gab sich die Ehre. Hatten wir uns doch erst wenige Wochen zuvor in Ascabah kennengelernt.

Historie hin, Historie her. In diesem Anno hatte die Obrigkeyt des Festes es gestattet, dass ab der 9. Stund im Meridianus in den Lagern und an verschiedenen Stellen in der Stadt flache Kisten aufgestellt wurden, auf welchen wie durch Zauberhand Bildleyn sich magisch bewegten. Was fuer Teufelszeug!
Es wurde in bunten Bildern gezeygt, wie 22 hehre Recken in unterschiedlich farbigen Gewandungen in Bruchen (!) hinter eyner Kugel herrannten. Ziel dieses Wettrennens schien es zu seyn, die Kugel in eynem benetzten Kasten unterzubringen. Jeweyls eyn Recke auf jeder Seyte hatte wohl die Aufgabe dies zu verhindern. Was fuer eyne seltsame Belustigung.

Nun uns kratzte dies nicht, wir genossen im groszen Bauernlager die angenehmen Abendtemperaturen, verkosteten eyne Spezilitaet die sich „Bauerntraum“ nannte, plauderten mit Edith und taten unserer Seele nur Gutes.

Kurz vor der Geysterstunde begaben wir uns wieder zum Halt des eysernen Rosses und fuhren zurueck in unsere Heymstaette.

Der Balder begann bereyts sonnig. Und nachdem wir unser Fruehstueck eyngenommen, unsere Habe eyngepackt und unsere Gewandungen angelegt hatten, reysten wir an diesem Tage mit unserer stinkenden Kutsche nach Villa Breteheym. Wir fanden auch nahe dem Zentrum eynen kostenfreyen Abstellplatz. Wir erkundeten an diesem Tage alle Ecken, die wir am Satertage nicht geschafft hatten.
Und schon wieder bekannte Gesichter. Bekannte aus Ehingen und Burkheym wurden gesichtet. Eyn herzliches Hallo war die Folge.

Im Zentrum gelang es uns letztlich wunderbare Sitzplaetze zu ergattern, von wo aus wir den großen Festumzug bestaunen konnten. Guenstig war dabey die Lage dieser Sitzplaetze – gleych neben einer Taverne! Und so ward auch fuer unser leybliches Wohl gesorgt.

Noch vor dem Festzug hatte unser Primus die Ehre von eynem Seelenfaenger, der beweglich Bilder bannt, angesprochen und befragt zu werden. Und so kam auch unser Primus ins „Fannseh“ ;-)

Zur 2. und eyner halben Stund im Meridianus wurden drey Kanonen abgefeurt. Der Festzug begann!!

44 Umzugsgruppen eyngeteylt in 7 Sparten:
-Die Wahrzeichen von Villa Breteheym
-Villa Bretehym um 1504
-Markt- und Kaufleute
-Staedtisches Handwerk
-Villa Breteheym im Kurpfaelzisch-Bayerischen Erbfolgekrieg
-Villa Breteheym huldigt Kurprinz Ludwig
-Buergerwehren marschieren auf

Eyn knapp zwey Stunden andauernder hochinteressanter Festzug der keyne Wuensche offen liesz. Hinterher war die Stadt voll mit Besuchern. Waehrend am Satertage noch die Gewandeten die Stadt dominierten, waren es nach dem Festzug die ungewandeten Tagesgaeste.  Es herrschte eyn dichtes Gedraenge. Aber dennoch hatte das Fest nichts an Reyz verloren.

Aber da? Was war das? Was hoerten wir? Geeeeeeeeeeeeeeeeeebranntes!! Dieser Lockruf stammt nur von eyner Person. Der SCHNAPSDROSSEL! Man sah sie zwar noch nicht, aber man hoerte sie.

Noch eynmal gelauscht und sie war geortet. Natuerlich kamen wir um eynen kurzen Trunk nicht umhin. Eyn kurzes aber herzliuches Gespraech, dann waren ihre Dienste wieder gefragt.

Tja und dann hiesz es auch schon wieder Abschied nehmen. Nach eynem koestlichen Abendessen begaben wir uns letztlich auf die Heymreyse.

Die Zeyt in Villa Breteheym war viel zu kurz und so ward der Entschluss gefasst, dieses Fest innerhalb des Mittelalterstammtisch Hochrhein im kommenden Anno noch eynmal anzubieten. Und wir werden bestimmt noch eynmal die Athmosphaere auf diesem Fest genieszen.

Kategorie: Schwarze Zunft

Veröffentlicht am Montag, 27. Juni 2016 17:10 | Zugriffe: 1982

Die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. bestiegen am 18. Tag im Brachet des Anno MMXVI ihre stinkenden Kutschen, um die Reyse nach Ascabah anzutreten.

Nach kurzer Reyse ward das Ziel erreycht. Die stinkenden Kutschen wurden abgestellt und der letzte Weg per Pedes zurueckgelegt. Es war noch frueh am Tage und nachdem eyn Teyl des Vereyns bereyts am Frijatag, dem 17. Tag im Brachet dort neben den Heerlagern ihre Behausungen aufgestellt hatte, hatten wir erfreulicherweyse keynen Obulus zu entrichten.

Zunaechst gab es eyn groszes Hallo mit „alten“ Freunden. Im Heerlager trafen wir unsere Freunde von „Comitatus 1280“ , „Hospitaliter kommende Südbaden“ und natuerlich unsere Freunde vom „Historisches Eschbach“.

Nachdem wir uns eyn kleynes Fruehstueck genehmigt hatten, begann unser Rundgang ueber den Markt. Hier in Ascabah war es eyn kleyner aber feyner Markt, der unendliche Weyterentwicklungsmoeglichkeyten  innehat.

Vieles wurde fuer die Schaulustigen geboten: Gewandschneyderey, Geschmeyde, Leder- wie auch Korbherstellung und frisch gebackenes brauda wie auch frisch gepflueckte Fragarias. Fuer das leybliche Wohl wurden noch viele andere Speysen und Gesoeffe geboten.

Eine Maererzaehlerin trug ihre Maeren den Baelgern vor. Fuer die Vaeter und Muetter wurde die musici von Heidenspass und dem Lumpengsindel geboten, wie auch Gaukler die ihre Kuenste zeygten. Schwertkampf wurde dargeboten und den Besuchern auch gezeygt und erklaert wie sich eyn edler Ritter zu jenen Tagen kleydete.   

Am Abend dann, zur 9. und halben Stunde, trafen sich eyne grosze Anzahl von Akteuren und Besuchern zum Fackelumzug. Auch die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrheyn durften daran teylnehmen.
Nachdem die Aufstellung stand, startete der Zug in Richtung Feuerstelle. Hatte doch die Obrigkeyt von „Historisches Eschbach“ eynen groszen Holzhaufen aufgeschichtet.

Nach eyner kurzen Ansprache des magister civium und anschlieszender Feuershow wurde endlich das grosze Sonnwendfeuer durch den Feuerspucker entfacht. Nun konnte der Sommer endlich kommen.

Kurz vor der Geysterstunde traten wir unsere Heymreyse zufrieden und gluecklich an  nicht ohne das Versprechen gegeben zu haben, sich in Staufen wieder zu sehen.

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Veröffentlicht am Dienstag, 21. Juni 2016 17:07 | Zugriffe: 1707

Der 13. slowUp 2016 ist nun Geschichte. Der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. bedankt sich
> bei allen seinen Mitgliedern und externen Helfern, die dazu beigetragen haben, dass die Bewirtung anlässlich des SlowUp Hochrhein ohne Probleme bewältigt werden konnte.
> bei allen Kuchenspendern. Das Backwerk fand reißenden Absatz, was eindeutig für die   gelungene Qualität spricht
> beim Organisationsteam für die gute Vorbereitung
> bei der Fa. Getränke Gottstein für die Gestellung des Transportfahrzeuges
> bei der Fa. Dolomiti für die Gewährleistung der Strom- und Wasserversorgung
> bei der Fa. May für die Zurverfügungstellung des Bewirtungsplatzes unter den Arkaden
> bei unseren Hof-Lieferanten für die gelieferten hochwertigen Produkte
> und nicht zuletzt sagen wir all denen Danke, die unseren Bewirtungsstand während des  Tages aufgesucht haben.

Wir freuen uns, Sie auch im nächsten Jahr wieder an unserem Stand begrüßen zu dürfen.



   

Kategorie: News

Veröffentlicht am Dienstag, 14. Juni 2016 20:29 | Zugriffe: 2148

Am 04. Tage des Brachet AD MMXVII zog es die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wieder hinaus in die Welt.
Wollte man doch an diesem Tage auf den Spuren des im Scuzingauue (Schussengau) geborenen, aufgezogenen und in der Dioezese Konstanz zum Priester geweyhten Servus Noster Engilbert zu Cella superior (Oberzell) wandeln.

Cella superior feyerte den Tag seyner Entstehung vor 1200 Jahren mit stuendlich wechselndem Spectaculum mit vielen Hoehepunkten, Ritterkaempfen, Musikgruppen und Gauklern, großem Pestzug, historischem Lagerleben, traditionellen Handwerkern und kulinarischem aus dem Mittelalter.

Zwey und eyne halbe Stunde nach Sonnenaufgang trafen sich die wackeren Mayden und Recken auf dem Kutschenabstellplatz in der Au zu Seckinga, um ihre weyte Reyse anzutreten.

Von Seckinga aus fuehrte uns der Weg ueber Helvetien, nach Constantia. Dort wurde mit eyner Vere ueber den Lacus Constantiensis nach Mercesburc uebergesetzt.
Die Kutschen wurden auf der Vere sicher abgestellt und wir konnten uns zur Taverne begeben, um dort eyne erste fruehe Speys und eyn osmanisches Heyszgetraenk eynzunehmen. 

Nach eyner cirka 15 minuetigen Ueberfahrt auf dem ruhigen Gewaesser erreychten wir Mercesburc. Von dort aus war es schlieszlich nicht mehr weyt bis zu unserem Ziel.

Wir waren bey truebem nasskaltem Wetter abgefahren, aber je weyter wir nach Osten kamen umso mehr setze sich Sol durch und so erreychten wir unser Ziel bey Sonnenscheyn und Waerme.

An diesem Fest ward keyn Wegezoll zu entrichten und als erstes trafen wir auf eyne grosze Garkueche mit den leckersten Spezereyen. Leckerstes Fleysch vom Spen (Spanferkel) mit koestlichstem Gemuese und anderen leckeren Beygaben, wie buliz (Pilze) und aus Mehl zubereyteten Spazen.

Direkt gegenueber der Garkueche hatte der Schankwirt seyne Taverne, so dass es gleych zu Beginn an nichts fehlte.
Nachdem es bereyts auf die hoechste Mittagsstunde zuging, wurden als erstes die Waenste gefuellt und die durstigen Kehlen befeuchtet.

Sodann begab man sich gesaettigt auf die weytere Erkundung des Besitzthums von Engilbert. Nur eynen Steynwurf entfernt, gab es bereyts eyn groszes Hallo. Traf man doch auf unsere lieben Freunde von „Gaumenschmaus“ Inge und Harald. Man war sich sicher, dass wir die eyne oder andere Weyle noch dort verbringen wuerden.

Auf unserem Weg ueber das Besitzthum trafen wir auf viele bekannte Handeltreybende, die uns alle herzlich und mit Handschlag begruessten. Wie nicht anders zu erwarten wurde mit ihnen Handel getrieben und gefeylscht. Es befanden sich auch Haendler mit vorzueglichsten Weynen darunter, die sich von Ostarrichi (Österreich) auf den Weg gemacht hatten.
Auch dort wurde der angebotene Weyn und auch gebranter Win verkostet.
In den Heerlagern trafen wir auf mehrere bekannte Gesichter. So liesz man sich denn auch in der Taverne nieder, um zusammen eynen Krug kuehlen Bieres oder eyn Flaeschchen des guten Weynes zu verzehren und sich neue Kunde auszutauschen.

Da Sol die Wolken vertrieben hatte, war man mit eynem Krug kuehlen Bieres bestens geruestet.

Und so lustwandelten wir den gesamten Tag ueber den wunderbaren Markt. Genossen die Darbietungen der Gaukler, Taenzerinnen und Musicis. Per Handschlag wurden neue Freundschaften geschlossen und gegenseytig Albernheyten ausgetauscht. Die Stimmung war so gut und lustig, dass eyn kurzer Regenschauer am  spaeten Nachmittage uns ueberhaupt nichts anhaben konnte. Man suchte unterstand beym Weynhaendler und wartete bey eynem guten Becher Weyn eynfach ab. Nach kurzer Zeyt zeygte sich dann auch die Sonne wieder.

Bereyts nach Sonnenuntergang und dem eynen oder anderen guten Abschiedstrunk mit unseren Freunden machten wir uns auf den Weg zu unserer Heymstatt, wo wir erst nach der Geysterstunde wieder eyntrafen.

Eyn wahrlich wunderbarer Tag lag hinter uns und es gab auch Mitglieder, denen hatte Sol den Pelz verbrannt! So wird man wohl noch eyn paar Tage an diesen schoenen Tag erinnert worden seyn.

Kategorie: News

Veröffentlicht am Sonntag, 05. Juni 2016 19:00 | Zugriffe: 2182

Am 1. Tag im Brachet AD MMXVI hielt die Maerchen- und Erzaehlgruppe „Grex Fabula“ eyne alemannische Lesung im Cafe Heymelig in Haenner zu Murgon.

Nachdem die Gruppe am 4. Advent ihre alemannischen Geschichten im Zechenwihler Hotzenhaus erfolgreych aufgefuehrt hatte, wurden sie im Hornung von der „Muettersproch G'sellschaft, Region Hochrhii-Hotzewald“ zu eyner erneuten alemannischen Lesung angefragt.

Gesagt getan. Man eynigte sich auf den 1. Tag des Brachet, als Tag der Darbietung. Es wurden die Erzaehler ausgesucht, die der alemannischen Sprache maechtig sind. Somit war es fuer diese Erzaehler nicht ganz so schwer in die Rollen zu finden.
Jeder aus der Gruppe uebte recht fleyszig an den Vortraegen bis dann der grosze Tag gekommen war.
Zur 5. Stunde im Meridianus traf sich die Gruppe im Cafe Heymelig in Haenner. Kurze Proben und Abstimmungen wurden noch durchgefuehrt und schon kamen die ersten Besucher.

Die Leser wurden freundlich begrueszt und gleychzeytig teylte man uns mit, dass man bereyts sehr gespannt sey. Da stieg natuerlich auch bey uns die Aufregung, besonders bei der Akteurin, bey welcher „Alemannisch“ nicht die „Muettersproch“ war.

Puenktlich zur 7. Abendstunde begrueszte Frau Hirtler, die Vorsitzende der „Muettersproch G'sellschaft“ alle Anwesenden und wuenschte allen eynen unterhaltsamen Abend.

Den Startschuss gab Ansagerin „Nephilim“ mit eyner kurzen Begrueszung an alle und tat kund, dass sie in eyner „Fremdsprache“ und zwar auf „Hochdeutsch“ durch das Programm fuehren werde.

Josefin von Arcamu, Gunnar vom Siechenhofplatz und der Held vom Erdbeerfeld lasen und spielten abwechselnd Geschichten und Gedichte von Mundartdichter Gerhard Jung.
Das Publikum belohnte uns mit viel Handgeklapper. Sie hatten durch die lustigen Texte und Sketche auch viel zu lachen.

Die Geschichte „Ziischtig oder Dunnschtig“ war dann der Hoehepunkt. Das Publikum nahm herzlich lachend zur Kenntnis, wie eyn alemannisches Ehepaar miteynander kommuniziert.

Der Abend verging im Nu. Die Zuschauer waren begeystert von den Auffuehrungen und wir  darauf stolz, dass wir offensichtlich gute Arbeyt geleystet hatten.

Und wer weysz, vielleycht duerfen wir mal wieder fuer die Muettersproch G'sellschaft etwas zur Unterhaltung beytragen. Uns wuerde es auf jeden Fall freuen.

 

Kategorie: News

Veröffentlicht am Mittwoch, 01. Juni 2016 19:14 | Zugriffe: 2154

Kategorie: News

Veröffentlicht am Montag, 30. Mai 2016 18:58 | Zugriffe: 2214

Vom 26. Tag bis zum 29. Tag im Wonnemond AD MMXVI besuchten die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V. den mittelalterlichen Markt Germares zu Germesche.  Zur siebten Stund‘ in der frueh begann die Reyse wie gewohnt auf dem Auplatz zu Seckinga, um mit den stinkenden Kutschen Richtung Germesche zu reysen.

Die Reyse erwies sich schwieriger als geplant. Ward in Helvetien und im Land der Gallier doch keyn Feyertag. Viele stinkenden Kutschen waren auf den Straszen unterwegs und kurz vor Argentoratum (Straßburg) gab es keyn Durchkommen mehr. 

Nach 4 stuendiger Fahrt gelangten wir ans Ziel. Die Kutschen wurden abgestellt und in der Herberge die Zimmer bezogen.

Zur 12. Stunde waren die Mitglieder schon mitten im Geschehen. Der Wegezoll war schon vorab fuer alle 4 Tage entrichtet worden, so dass wir sofort eintreten durften.

Wir erkundeten erst mal das gesamte Marktgelaende und waren sehr ueberrascht doch viele bekannte Gesichter zu sehen. Man begruesste sich herzlichst und wechselte das eyne oder andere Wort miteynander.

Auf dem Marktgelaende ward sehr viel geboten. Es waren Staende welche zur Voellerey und Sauferey dienten und viele Haendler die ihre wunderpraechtige Ware feylboten, wie Leder, Geschmeyde, Gewandungen und vieles mehr. Ebenso war es uns moeglich, das grosze Lagerleben zu bewundern. Mit groszem Aufwand hatten viele Lagergruppen mit insgesamt rund 500 Telynehmern, ihre Zelte hergerichtet. Es war eyne Augenweyde.

Auf dem Gelaende wurde sehr viel Spectaculum geboten: zur 12. und halben Stunde startete der Lagerumzug von der Reyterbahn in Richtung Unipark, auf den Festplatz. Dort eroeffnete der Buergermeyster offiziell den Markt.

Zwischen den eynzelnen Auffuehrungen loeschten wir unseren Durst mit gut gekuehltem Bier, Cidre oder wohlschmeckenden neuzeytlichen Mixgetraenken, oder stillten unseren Hunger mit gegrillten Fleyschlappen, Huehnerfluegeln und vielem mehr. 

Langeweyle konnte nicht eyntreten. Wir sahen die Auffuehrung des „Ueberfalls auf den Habsburgtross“ wie auch das Schauspiel „Stadtrechteverleyhung“.
Zur Abenddaemmerung durften wir die Vorfuehrung von Loewenbanner „Pferde und Feuer“ genieszen. Zum Abschluss, zwey Stunden vor der Geysterstunde, wurde eyn großes Feuer entzuendet: das Germaresfeuer und die Anwesenden konnten zusammen um das Feuer tanzen.

Auch fuer die Baelgerbelustigung ward den ganzen Tag gesorgt mit Kindermalwettbewerb, Kinderschminken, Karussell, Maerchenerzaehlungen und eynem Wikingerschiff.

Kurz vor der Geysterstunde begaben wir uns in unsere Herberge um uns zur Ruhe zu begeben.

Am naechsten Morgen, nach eynem reychhaltigen Fruehstueck, erkundeten wir erstmal die Stadt. Der Markt wurde an diesem Tag naemlich erst am Nachmittag zur 4. Stunde eroeffnet. Wir gingen Richtung Vater Rheyn und konnten auf dem Weg dahin die Festung von Germesche, mit ihren Bauten, bewundern.

Zurueck in der  Herberge lieszen wir es uns mit eynem kuehlen Gesoeff auf der Terrasse gut gehen. Petrus hatte es schon den zweyten Tag gut gemeynt mit uns und liesz die Sonne in voller Pracht auf uns runter scheynen. Die Zeyt bis zur Markteroeffnung nutzten wir, um fuer den kommenden Auftritt von unserer Maerchen- und Erzaehlgruppe „Grex Fabula“ die alemannischen Texte zu ueben. Was daraus geworden ist, werden wir in eynem separaten Bericht erzaehlen.

Puenktlich zur 4. Stunde im Meridianus waren wir wieder vor den Toren des Marktgelaendes. Auch an diesem Tag war das Programm sehr kurzweylig. Es gab viele Darbietungen, wie schon am Tag zuvor dargeboten, aber auch Neues. So z.B. die Reyterspiele von Loewenbanner. Der Tag wurde mit eyner Feuershow von „Fire of Dragons“ beendet.
 Im Anschluss suchten wir wieder unsere Herbergen auf, um unser Haupt niederzulegen und Kraefte fuer den naechsten Tag zu tanken..

Am Satertage begann unser Tag erneut mit eynem sehr opulentem Fruehstueck und zur 11. Morgenstunde befanden wir uns eyn weyteres Mal voll im Geschehen. Der Lagerumzug fand wieder statt, Markteroeffnung, eynzelne Schauspiele usw. Die Loewenbanner zeygten spektakulaere Darbietungen „Exerzizien“, „Pferde und Feuer“ und „Lebende Fackel“. Den Abschluss machten an diesem Abend „JoMaMaKü“ mit ihrer grandiosen Feuershow.

Der Tag des Herrn begann, wie die Tage zuvor, mit eynem koestlichen Fruehstueck. Anschlieszend wurden die Habseligkeyten verpackt, die stinkenden Kutschen beladen und die Schluessel zur Herberge abgegeben. Der kurze Urlaub war fast vorbey. Doch hatten wir ja noch eyn paar Stunden, die wir wieder auf dem Markt verbringen konnten. Wir nutzten die Zeyt um uns von all unseren Freunden zu verabschieden.
Zur 3. Stunde im Meridianus dann, hiesz es Abschied nehmen und den Nachhauseweg anzutreten. Die Heymreyse verlief ohne Schwierigkeyten.

Wir waren erstaunt, dass wir, trotz schlechter Wettervorhersage, ueber alle vier Tage den schoensten Sonnenscheyn genieszen durften.
Erst zu Hause angekommen, wurden wir mit starkem Regen konfrontiert. Also steckt doch was hinter in der Aussage: Wenn Engel (wir vom Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V.) auf Reysen gehen, ist das Wetter schoen

Kategorie: News

Veröffentlicht am Freitag, 20. Mai 2016 17:17 | Zugriffe: 1975

Erneut hatte die Obrigkeyt des MMV zu eyner mittelalterlichen Veranstaltung eyngeladen: Zum Burgspectaculum zu Nuwen Ravenspurg.

Daraufhin  trafen sich die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V. am 14. Tage im Wonnemond AD MMXVI zur achten und halber Stund in der frueh, wie gewohnt auf dem Auplatz zu Seckinga, um mit den stinkenden Kutschen Richtung Nuwen Ravenspurg zu reysen. Die stinkenden Kutschen  setzten sich puenktlich in Bewegung.

Wie schon die Woche zuvor, fuehrte die Reyse ueber pago Chleggouve in villa Arcingen(Erzingen), nach Constancia, um von dort aus mit eynem groszen Faehrschiff bis nach Mercesburc zu fahren. Am anderen Ufer angelangt, waren es noch knapp 40 Kilometer bis zum Ziel.

Dort angekommen, wurden erstmal die stinkenden Kutschen auf den hierfuer reservierten Plaetzen abgestellt.

Der Bergfried der Burgruine aus dem Jahre 1200 thronte auch in diesem Anno majestaetisch hoch oben auf dem Berge. Die Mayden und Recken stiegen den steylen und muehsamen Weg hinauf.
Der durchaus erschwingliche Wegezoll wurde entrichtet und das Vergnuegen konnte beginnen. Bedingt durch die sich allmaehlich mehr und mehr zeygende Sonne waren schon viele Gewandete  vor Ort. 

Man traf, wie nicht anders zu erwarten, auf viele Bekannte. Man begruesste sich herzlichst und wechselte das eyne oder andere Wort miteynander.

Zunaechst erkundeten wir den Markt. Es waren Staende welche zur Voellerey und Sauferey dienten und viele Haendler die ihre wunderpraechtige Ware feylboten, wie Leder, Geschmeyde, Gewandungen und vieles mehr.

Auf der Burg wurde reychlich Spectaculum geboten wie z.B. durch die musici von Satyrias oder Schwertkaempfe im Heerlager.

Auch fuer die Baelgerbelustigung ward gesorgt mit Maeuseroulette, Armbrustschieszen und dem Maerchenerzaehler „Bertram der Wanderer“.

Und so zogen die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn ueber den Markt, um sich unter's Volk zu mischen. Immer wieder fuehrte der Weg an der Taverne oder an eynem der Fressstaende vorbey, wo man sich den Geluesten hingab und nette aufschlussreyche Gespraeche fuehrte.

Bey "Weyn, Weyb und Gesang", geniessen der Sonne und froehlichen Albereyen, ging dieser schoene Tag leyder auch viel zu schnell wieder zu Ende.

Wir machten uns in den Abendstunden auf den Nachhauseweg, bestiegen unsere stinkenden Kutschen, fuhren zurueck bis nach Mercesburc, setzten mit der groszen Faehre erneut ueber und reysten zufriedenen in Richtung Heymat.

Wir werden im naechsten Anno bestimmt wieder dieses Burgspectaculum besuchen und vielleycht schlieszt sich der Eyne oder Andere noch an.

Denn egal wie das Wetter auch seyn moege, wenn die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochreyn e.V. unterwegs sind, dann scheynt garantiert die Sonne! 

Kategorie: News

Veröffentlicht am Sonntag, 15. Mai 2016 11:49 | Zugriffe: 2179

Die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V. hatten den Ruf vernommen, dass die Obrigkeyt des MMV zum Markttreiben bey Immenstaad am Bodemen-See eyngeladen hatte.
So traf man sich am 7. Tage im Wonnemond AD MMXVI wie gewohnt auf dem Auplatz zu Seckinga, um mit den stinkenden Kutschen Richtung Immenstaad zu reysen.
Ueber  pago Chleggouve in villa Arcingen (Erzingen), fuehrte die Reyse nach Constancia, um von dort aus mit eynem groszen Faehrschiff bis nach Mercesburc zu fahren. Am anderen Ufer angelangt, waren es nur noch wenige Kilometer bis zum Ziel.

Dort angekommen, wurden erstmal die Abstellplaetze fuer die stinkenden Kutschen gesucht. Gesucht - gefunden - abgestellt.

Viele Gewandete wurden gesichtet, alle hatten das gleyche Ziel - den Marktplatz an der Schiffslaende, wo das Treyben stattfand.

Schlieszlich ward der Marktplatz erreycht und wir sahen, dass die Haendler und Wirte schon umlagert waren. Duerstete es uns doch, an diesem wunderbaren sonnigen und sehr warmen Tage, auch nach eynem frischem Gesoeff.

Zunaechst erkundeten wir den Markt. Es war eyn kleyner aber feyner Markt. Es waren Staende welche zur Voellerey und Sauferey dienten, Lederbearbeyter, Filzherstellung und vieles mehr.

Wo eyn mittelalterliches Treyben herrscht, duerfen die Gaukler und Spielleute nicht fehlen. Unterhaltung war z.B. durch die Musici von Satyrias geboten .

Auch fuer die Baelgerbelustigung ward gesorgt mit Maeuseroulette, Armbrustschieszen, Maerchen am Spinnrad und Gaukler Hubertus. 

Und so zogen die Mitglieder des Mittelalterstammtischs teyls gemeynsam, teyls alleyn ueber den Markt, um sich unter's Volk zu mischen. Immer wieder traf man auf alte Bekannte, ob unter den Kuenstlern, Gauklern, Haendlern oder Besuchern. Man begruesste sich herzlichst und wechselte das eyne oder andere Wort miteynander.
Zusammen begab man sich spaeter auf „Piratenfahrt“, mit dem historischen Lastensegler Laedine „St. Jodok“.

Laedinen wie diese, verkehrten 500 Jahre lang auf dem Bodemen-See und hatten Fracht und Passagiere an Bord. Ueber eyne Stunde lang erhielten wir interessante Informationen ueber die Laedine und die Zeyt, zu welcher sie „in See stach“!

Die Baelger unseres Vereyns durften beym Segel setzen gar selbst mit Hand anlegen und spaeter sogar, unter fachkundiger Anleytung des Kapitaens, auch das Ruder des groszen Schiffs bedienen. Am Ende der Rundfahrt wurden sie fuer ihre Taetigkeyt letztlich zu Leychtmatrosen ernannt. Die ueberreychten Urkunden wurden mit Stolz nach Hause getragen!

Die Stunden flogen nur so dahin und leyder geht eyn solch schoener Tag auch eynmal zu Ende.

Bald darauf machten wir uns auf den Nachhauseweg, bestiegen unsere stinkenden Kutschen, fuhren zurueck bis nach Mercesbuc und setzten erneut mit der groszen Faehre ueber und reysten zufriedenen in Richtung Heymat.

Wir koennen es immer wieder sagen – auch kleyne Maerkte sind eyn Erlebnis und deshalb immer eynen Besuch wert.

Kategorie: News

Veröffentlicht am Sonntag, 15. Mai 2016 11:20 | Zugriffe: 2209

Es geschah vom 29. Tage des Ostaramondes bis zu den Abendstunden des 1. Tag des Wonnemondes, dass die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn sich mit Sack und Pack auf die Reyse zur Burg Wildensteyn im Donautal, der Spornburg derer von Zimmern, machten.

Dort hatten die Hegauritter,  die Freye Reychsritterschaft Sankt Georgenschild e.V. von Radolfzell,  zu eynem großen Markt mit Lagerey aufgerufen, welcher das ganze Wochenende andauern sollte.

Fuer die Reyse wurde speziell eyne Lastenkutsche angemietet und bey den Zelteygnern bereyts am fruehen Morgen, die Behausungen, Betten, Decken, Kochtoepfe, Pfannen, Feuerschalen und –toepfe u.v.m. eyngesammelt, um diese an die Burg zu karren.

Die ersten Teylnehmer des Mittelalterstammtisches trafen bereyts am Freytag zur hoechsten Mittagsstunde eyn, andere folgten erst am Nachmittage, um ihre Lagerstatt dort aufzubauen, wo der Lagervogt den Platz zugewiesen hatte. Der Aufbau bey schoenstem Sonnenscheyn war eyne gar schweysztreybende Angelegenheyt.

Eynige Herrschaften, Handwerker und Ritter hatten ihre Lager bereyts aufgeschlagen, so dass schon viel zu sehen war. Der Markt war ebenfalls schon im Aufbau begriffen, so dass der Freytag bereyts eyn hoch interessanter Tag ward.

Jeder konnte sich auf dem Markte mit Speys und Trunk verkoestigen; man konnte aber auch in seyner eygenen Feuerstelle seyn Mahl zubereyten.

Die Sicht auf die frey zugaengliche Burg und das herrliche Donautal war eyn Gottes Wunder, zumal am Freytage das Wetter herrlich zu genieszen war. Der Bauzustand der Burg entspricht noch heute, insbesondere in der Auszenanlage, fast unveraendert dem Zustand von 1554.

Am Abend des Freytags hatten alle ihre Lagerstatt stehen und eyngerichtet, so dass noch manches geystreyche Gespraech am Feuer mit eynem guten Trunk stattfinden konnte.

Nach eyner gar frostigen und sternenklaren Nacht erwachte das Lager am Satertage langsam nach der siebten Stund. Feuer wurden zum Kochen angemacht, eyn osmanisches Heyßgetraenk gebrueht und das erste Mahl des Tages vorbereytet.

Zur elften Stunde des Tages versammelten sich die Zuenfte, Herrschaften, Handwerker und Ritter, um in eynem prunkvollen Umzuge den Markt feyerlich zu eroeffnen und weyterhin bis in den Abend mit zahlreychen Schauspielereyen, Belustigungen und Geschichten das zahlreych erschienene Volk zu erfreuen.

Schuesse aus einer echten Kanone waren zu vernehmen, Burgfuehrungen, Fahnenschwinger und Schausteller erweyterten das zu Sehende auf das Angenehmste. Musikalische Genuesse boten verschiedene Gruppen und Fanfarenzuege.

Methaendler, Gewand-,Tand-, Waffen- und Spielzeughaendler und auch kleyne Tavernen verstanden es aufs Feynste, die Gelueste der zahlreychen Gaeste zu befriedigen und auch deren Geldkatzen zu erleychtern.

Sogar sportliche Wettkaempfe fuer Knappen wurden mit großem Tamtam ausgetragen und belustigten viele Zuschauer. Eyn Medicus versorgte Kranke und Verwundete und beriet bei allerley Gebrechen.

Leider musste das angekuendigte abendliche Feuerspektakel wegen des einsetzenden Regens ausfallen. Dafuer war die kommende Nacht nicht mehr so frostig, sondern, des Regens wegen, nur noch nass.

Am Balder wurden die Lageryteylnehmer durch die an- und abschwellenden Toene eynes seltsamen lauten Hornes zu gar frueher Morgenstund aus dem wohlverdienten Schlaf gerissen. Was ward geschehen? Werden wir angegriffen? Sollte hier eyn Ueberfall stattfinden? Die Recken stuerzten aus den Zelten. Und was sahen wir?
Eyne seltsame rote stinkende Kutsche die diese Toene von sich gab und die eyn gespenstischtes blaues blitzendes  Licht verstrahlte, preschte die voellig freye und menschenleere Zufahrtsstrasse bis zur Zugbruecke hinauf. Dieser Kutsche folgten weytere rote Kutschen, mit Schlaeuchen und Leytern beladen, allerdings hatten diese auf die grellen Toene verzichtet, was auch Sinn machte, da sich niemand auf der Strasse tummelte.

Es ging die Kunde um, dass in der Burg die Feuersbrunst ausgebrochen seyn sollte. Davon ward aber weder etwas zusehen, noch zu riechen. Wie sich spaeter herausstellen sollte, hatten sich die Schwaden eyner morgendlichen Feuerstelle, an welcher sich Mannen und Weyber zum Waermen aufhielten, durch den unguenstigen Wind bedingt,  in eyner unsichtbaren Meldeanlage verfangen und die Feuerbekaempfer auf den Plan gerufen hatte.

Warum aber der Lenker der ersten roten Kutsche, auf eyner absolut menschenleeren und absolut freyen Strasse, zur Herrgottsfruehe mit lautem Horn bis zur Zugbruecke donnern musste, bleybt wohl dessen gut gehuetetes Geheymnis.

Nachdem nun die Lager geweckt waren, konnten wir alle sehen, wie der Regen der Nacht nachliesz und bald wieder schoenes Wetter herrschte. Kaum nach dem der Markt spaeter seyne Tore erneut geoeffnet hatte,  stroemte das Volk zum Staunen und Kaufen herbey.

Wieder konnte man Vieles sehen und bestaunen. Zahlreyche Vorfuehrungen, auch die der Gerichtsbarkeyt, sorgten erneut den ganzen Tag fuer Kurzweyl.

Zur Mittagsstunde versammelten sich die Teylnehmer und Darsteller bereyts wieder alle zum feyerlichen Eynzug, der vom vielen Volk mit lautem Handgeklapper honoriert wurde.

Die Mitglieder des Mittelalterstammtisches trafen sich zur 2. Stund im Meridianus im Burghof der Hauptburg, um bey eyner Fuehrung, eyne wissensreyche und erstaunliche Reyse durch die Hauptburg anzutreten.
Vom herrschaftlichen Trakt aus, dessen Waende aufs Herrlichste ausgemalt waren, ging es zur großen Bastion hinauf, wo zum Erstaunen aller auch der Kerker ward und nicht, wie im Allgemeynen angenommen, tief drunten im Burgkeller. Steyle und engen Treppen fuehrten uns zur Burgkapelle, welche eynen geheymen Raum direkt unter dem Altar aufwies.

Um vieles an Wissen reycher und klueger, wurde im Lager erstmal eyn Staerkungstrunk eyngenommen.

Am spaeten Nachmittage zogen dann mehr und mehr bedrohliche schwarze Wolken auf, die zwischen der 5. und 6. Stunde im Meridianus ihre Schleusen mit Blitzen, Donner, Regen und Hagel oeffneten und damit den Abbau der Behausungen aeusserst beschwerlich machte.  

Trotzdem gelangten alle Mitglieder des Mittelalterstammtisches Hochrheyn, zwar bis auf die Bruche durchnaesst , gesund wieder in heymatliche Gefilde. Es war eyne besondere Lagerey und man beschloss bereyts heute, dass man AD MMXVIII dort wieder teylnehmen moechte.

Kategorie: News

Veröffentlicht am Dienstag, 19. April 2016 07:17 | Zugriffe: 2336

Am 17. Tag im Ostaramond AD MMXVI packten die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch-Hochreyn e.V. wieder eynmal ihre stinkenden Kutschen voll, um zur 9. und eyner halben Stund nach Uringa im Großherzogtum Baden zu fahren.

Der Himmel hatte seyne Schleusen weyt geoeffnet und so ward die Fahrt durch das reychliche Wasser welches vom Himmel fiel etwas erschwert.
Doch dem Leytspruch folgend „Wenn Engel reysen“ klarte der Himmel auf, je naeher wir Uringa kamen.
Bey unserer Ankunft dort waren es nur noch eynzelne Tropfen die vom Himmel fielen, bis uns schlieszlich nur noch die Sonne ueber den gesamten Tag begleytete. Wie wir vernehmen konnten, sah das in anderen umliegenden Regionen ganz anders aus. Dort musste man sich erwehren, um nicht im Wasser zu versinken.

Die stinkenden Kutschen wurden auf Hoehe der oertlichen Pfisterey abgestellt und sogleych erblickten wir im Ortskern eyn bekanntes Gesicht. Unsere Geschmeydemacherin Akami ward auf dem Wege sich etwas gegen den kleynen Hunger zu besorgen und so liefen wir uns beim Pfister in die Arme. Akami ward eyne der Haendlerinnen die auf dem Platz beim Domus Consulum ihre Waren feylboten.

Der erste Eyndruck vom Markt: er ist so kleyn, dass wir bald wieder unsere Heymreyse antreten wuerden. Doch was sollen wir sagen, es kam voellig anders. Letztlich gehoerten wir mit zu denen, die die Markttore schlossen.

Als erstes verschafften wir uns eynen Ueberblick; schauten wir uns alle Marktstaende an. Schoenste Ware wurde feylgeboten; der Schmied war fleyszig am Werk; Akami hatte ihr Geschmeyde zum Verkauf ausgelegt; unsere liebe Freundin, die Gewandschneyderin „die Flinke Nadel“ aus Ehinga war ebenfalls zugegen.

Natuerlich war auch fuer das leybliche Wohl gesorgt worden. Fleyschlappen von der Spansau mit Kraut und Kartoffelspalten oder Dinnele als Speys, sowie guten Weyn aus der eygenen Herstellung, wie auch alkoholfreyes Gesoeff.
Zur Unterhaltung trugen die musici Abinferis, Gotthard der Barde mit seynem Harfenspiel und Schabbernax mit seynen Zauberkuensten bey.

Und da inzwischen Sol ihr Bestes gab, suchten wir uns eynen sonnigen Platz aus, um uns niederzulassen. Wir froenten der Voellerey und genehmigten uns das eyne oder andere Flaeschchen vorzueglichsten perlenden Weynes aus heymischen Anbau.
Zwischendurch erhoben wir uns, um den Weysen Abinferis zu lauschen und sie mit Jubel und Handgeklapper zu begleyten.

Auch das eyne oder andere Gespraech fand zwischen der Musici und uns statt, so dass sich daraus eyne freundschaftliche Verbindung entwickeln duerfte.

So flossen die Stunden gar zu schnell dahin und schon hiesz es wieder Abschied nehmen, da die Markttore geschlossen wurden. Und was soll ich Euch sagen: selbst der Himmel ward darueber traurig. Denn er oeffnete erneut seyne Schleusen und weynte.

Zur 7. Abendstunde fuhren wir wieder zurueck Richtung unserer Heymstatt. Wir mussten feststellen, dass dieser Mittelaltermarkt kleyn aber feyn war.

Kategorie: News

Veröffentlicht am Samstag, 16. April 2016 09:42 | Zugriffe: 2415

P L A C K !

Die Tuer der stinkenden Kutsche faellt ins Schloss. Es ist kuehl an diesem 2. Tage im Ostaramond AD MMXVI.  8°C und der Himmel ist bedeckt. Von den angekuendigten 20°C der Seher sind wir Meylenweyt entfernt. Wir froesteln.

Die warmen neuzeytlichen Jacken mit den Emblemen von Wolfspfoten, Mammuth oder aehnlichem Getier haben wir eyngetauscht gegen Gewandung aus Leynen, Wolle und Loden. Dafuer werden wir heute erneut Teyl der Geschichte.
Eyner Geschichte, die irgendwann im Anno MMLVI  zu Ende gehen wird

Wir, dass sind die Aktivmitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. und wir sind an diesem Tage nicht eynfach “so da“. Neyn, wir wollen mit unseren Sinnen erleben, was es heysst: Wir bauen eyne Klosterstadt!

Dazu sind wir zu eynem 1080 erstmals erwaehnten Ort, genannt Messankilche (Meßkirch) gereyst um dort den CAMPUS GALLI, das ist Latein und heißt: Gelaende des Gallus, aufzusuchen.
Die Reyse ueber gut ausgebaute Reyseweg ging gut voran und so erreychten wir zur 10. Stund unsers Ziel.
Nachdem der Wegezoll entrichtet ward tauchten wir eyn in die unglaubliche Geschichte.

Damit der Uebergang aus der Neuzeyt ins Mittelalter nicht zu eynem Kulturschock fuehrt, werden uns zuerst magische bewegliche Bilder gezeyget, ueber die Idee und die Anfaenge von Camupus Galli.

Beym Genuss eynes heyszen Gebraeus aus arabischen Gefilden trifft unsere Fuehrerin eyn. Sie wird uns waehrend der naechsten 1,5 Stunden ins 9. Jahrhundert mitnehmen; uns mit Anekdoten und Hintergrundinformationen rund um Campus Galli und jene Zeyt fuettern.

Zum Glueck fuer uns Menschen der Neuzeyt, fanden und finden sich in der Region Oberschwaben und Messankilche immer wieder Foerderer, die dieses Projekt, Campus Galli, finanziell und physisch unterstuetzen. Das Projekt ist auf 40 Jahre bis zur Fertigstellung ausgelegt! Ganz aufhoeren aber wird die Arbeyt an diesem Projekt wohl niemals.
Gebaut, gejaetet, repariert und ausgebessert muss immer werden.             

        
Der Plan fuer diese Klosterstadt ist weltberuehmt. Gezeychnet wurde er vor 1200 Jahren nicht weyt entfernt, auf der Insel Reychenau und soll den Idealfall eynes Klosters darstellen.
Dieser Plan wird jetzt realisiert. Ohne moderne Maschinen, mit den Mitteln des Mittelalters und dem Wissen darueber.

Der Wald wird von Hand gerodet. Aecker und Felder von Hand bestellt. Ochsen ziehen Steynladungen zur Baustelle. Holzbalken werden mit Aexten behauen und aus der Schmiede ertoent der klingende Ton des Amboss. Werkzeuge, Holzhuetten, Zaeune und Kirchen entstehen so. Das Personal und die Akteure sind strikt angehalten mittelalterliche Gewandung zu tragen.

Neuzeytliche magisch sprechende Knochen, die am Arm getragene neuzeytliche Stundenkerze und modernes Geschmeyde? Tabu! Eynzig der Hofbaumeyster benutzt aus technischen Gruenden den magisch sprechenden Knochen oder eyn magisches Geraet zur neuzeytlichen Ostung.

Die Obrigkeyt von Messankilche unterhaelt 30 Leybeygene, die ergaenzt werden durch unzaehlige freywillige Handwerker und noch mehr Tagloehner.  
In den waermeren Monden des Jahresverlaufs kann man so jeden Tag in die Geschichte eyntauchen. Zur Winterszeyt ist das Baugelaende geschlossen.

Alles wird so autentisch wie moeglich durchgefuehrt. Auch wenn es muehseliger und langsamer als heutzutage geht. Experimentelle Archaeologie, Archaeologen, Berufsgenossenschaften, Versicherungen, Bauaufsichtsbehoerden: Jedes Amt wird bemueht, um ja keynen Fehler zu machen oder schlimmer noch, Unfaelle erleyden zu muessen.

Kurios: Lieber Leser, wer haette gedacht, dass Holzschuhe – jawoll Holzschuhe – in Baden-Wuerttemberg, als eynzigem Bundesland in Deutschland, offiziell als Sicherheytsschuhe zaehlen !!?  


Viele Berufsgruppen trifft man an: Zimmerleute, Steynmetze, Schmiede, Korbflechter, Tischler, Drechsler, Schindelmacher (500 000 Holzschindeln werden bis zur Fertigstellung benoetigt), Imker und viele Tagloehner und Bauernvolk.

Merket auf: Wer keyne Zeyt hat, taeglich den Verlauf zu verfolgen, kann sich an magisch groszen Kisten, die bewegliche Bildleyn zeygen (Fernsehen) informieren!

Das Projekt wird ueber die Jahre vom SWR Fernsehen begleytet. Am 08. Tag des Wonnenmondes AD MMXVI, zur achten Stund im Meridianus (08.Mai 2016, um 20:00 Uhr) erfolgt im SWR 3 die naechste Ausstrahlung.

Die erste Kirche soll noch in diesem Anno fertig gestellt werden. Eyne Holzkirche. Das Fussmasz (32,24 cm = Schuhgroesse 49!) fuer die, noch zu bauende, Steynkirche wurde vom Aachener Dom uebernommen.

Die Steynkirche soll eynmal fuer 2000 Personen Platz bieten. Der Wald dafuer ist noch nicht gerodet. Aber das hat ja noch Zeyt.
Der Schreyber dieses Berichtes wird sich freuen, wenn er zur Eynweyhung dieser Kirche mit seyner rollenden Gehhilfe teylnehmen kann.

Weytere Informationen findet der geneygte Leser unter: www.campus-galli.de

Ich koennte jetzt noch vieles Schreiben: ueber die geflochtene “Frouwen – Froyde“; warum die Obstbaeume auf dem Friedhof wuchsen; warum Toepfern lebensgefaehrlich seyn kann…; das mittelalterliche Mittagessen mit Eyntopf, Karolinger Wurst und heyszem Met oder den Hexen Parkplatz! Jawohl – den gibt es da zu bewundern. Selbstverstaendlich nur bey aufmerksamer Betrachtungsweyse.                       


Aber wir hatten noch eynen zweyten Termin ueber den wir noch berichten muessen.

Zum zweyten Hoehepunkt dieses Tages mussten wir nach Messankilche daselbst fahren. Wir hatten eyne Fuehrung durch das Schloss des Grafen Froben Christoph von Zimmern.                                            

Messankilche lag im ausgehenden Mittelalter / der Renaissance genau auf der Hauptreyseroute: Wien – Paris. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dasz  in Messankilche ein Kleynod zu finden ist. Ein veritables Schloss.

Wie das Schloss der Zimmern - Waldenburger ueber die Fuersten von Fuerstenberg in den Besitz der Stadt Messankilche gelangt ist, ist schon sehr speziell, aber auch nicht unbedingt aussergewoehnlich fuer jene Zeyt: Zufaelle, Intrigen, Haendel und glueckliche Umstaende.

Auf jeden Fall lohnt sich eyne Besichtigung. Es hat sogar eyne Sensation aufzubieten: Die Kasettendecke im Festsaal ist zu 90% Prozent noch Original erhalten und die frueheste noch erhaltene solcher Decken in Alamannien.
Sie wurde, waehrend eyner der vielen Um- und Anbauphasen, eynfach zugebaut und ueber die Jahre vergessen. Bey eyner Renovation des Schlosses vor eyn paar Jahren war man ueber diesen Umstand sehr gluecklich.

Von uns wurde das Schloss gruendlich „durchsucht“. Alles haben wir angesehen. Festsaele, barocke Treppen, Gewoelbekeller in welchem heute noch rauschende Feste zum Austreyben des Winters stattfinden und eynen Geheymgang – jawohl, sogar eynen offiziellen.
Leyder ist er mit eynem Gitter verschlossen, da die Baelger Unfug damit treyben koennten.

Nur eyn Schlossgespenst – dass haben wir nicht gefunden!
 
Aber es war ja noch frueher Abend als wir wieder in Richtung unserer Heymstaetten fuhren. Vielleycht sollte man ja zur Geysterstund und bey Vollmond kommen?!

Nach so viel Kultur und Zeytspruengen mussten unsere Waenste letztlich gefuellt werden. Das erledigten wir dann kurz vor unserer Heymatstatt in eyner Taverne zu Murgon.
Auch das hat sich gelohnt. Den Wanst gespannt, voll mit Nahrung, der Kopf voll von Informationen – eyn unglaublicher Tag. Eynen Dank an die Organisatoren.

Ich freue mich auf die naechste Zeytreyse.

 

 

Kategorie: News

Veröffentlicht am Donnerstag, 31. März 2016 15:54 | Zugriffe: 2144

Mit Bestürzung mussten wir gestern zur Kenntnis nehmen, dass unser Aktivmitglied Wolfgang Rudin aus Stein im Fricktal bereits am 24. Februar 2016 im Alter von 64 Jahren infolge einer heimtückischen Krankheit von uns gegangen ist.

Wir sprechen den Angehörigen unser herzliches und tief empfundenes Beileid aus. Möge Ihnen in den kommenden Wochen und Monaten die Kraft gegeben sein, mit diesem Verlust umzugehen.

Wolfgang Ruhe in Frieden!

Kategorie: News

Veröffentlicht am Montag, 28. März 2016 10:24 | Zugriffe: 2635

Zum 19. Tage im Lenzing AD MMXVI bot die Obrygkeyt des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V.  eyne besondere Veranstaltung fuer die Vereynsmitglieder an.

Zum mercatus nativitatis zu Seckinga hatten eyn paar Mayden und Recken bey „Hofmanns Genusswelt“ wunderbaren uisge beatha (Wasser des Lebens) verkoestigen koennen.
Dabey kam man auf die Idee, den Vereynsmitgliedern etwas ueber dessen Entstehung und Herstellung kund zu tun.

Gesagt, getan. Unser Primus organisierte den Termin und bot es dem Vereyn an. Eyn Dutzend von  Gevatterinnen und Gevattern lieszen es sich nicht nehmen daran teylzunehmen.

Zur 6. Abendstund trafen sich die Vereynsmitglieder in ihrer Stammtaverne „Hiddigeygey“. Man war gespannt was Rayner von „Hofmanns Genusswelt“ zu berichten hatte.

Die Wirtin hatte Brot, verschiedene Dipps und Marmelade zur Neutralisation der Geschmacksnerven zur Verfuegung gestellt.

Rayner begann mit der Erzaehlung und fuehrte uns so zurueck bis ins 5. Saeculum, wo die Historie des uisge beatha begann.
Christliche Moenche waren im Land der Kelten zum Missionieren unterwegs. Bedingt durch die Herstellung von medicamentum und odor brachten sie ihre novissia nach Irland und Caledonien.
Eyner Legende nach, waren die Kelten die Ersten, welche eyne wasserklare Fluessigkeyt destillierten. Das besagte“ uisge beatha“. Durch das Aufkommen der Kloester verbreytete sich das damalige novissia.

Erstmals auf pergamentun erwaehnt wurde das uisge beatha 1494.

Nachdem die Angelsachsen und Iren Amerika besiedelt hatten, versuchten diese uisge beatha aus Getreyde herzustellen. Dazu wurde Roggen und Weyzen vergaert. Dabey sind die aeltesten Brennereyen in Maryland, Pennsylvania und Virginia entstanden.

Die erste Aufzeychung ueber eyne lizenzierte Brennerey stammt aus dem Anno 1608.

Ab 1643 wurde uisge beatha in Irland und ab 1644 in Caledonien besteuert. Auch in Amerika wurde uisge beatha besteuert. Damit wurden die Schulden nach dem Unabhaengigkeytskrieg abbezahlt.
Um dieser Steuer zu entgehen, zogen die Hersteller des uisge beatha Richtung Kentucky und Tennessee.

1826 meldet Robert Steyn eyn neues Verfahren zur kontinuierlichen Destillation zum Patent an. Das bedeudete, dass ungemaelztes Getreyde gebrannt werden konnte.

Großen Absatz fand im Jahre 1856 der Blended Whisky

Durch die amerikanische Prohibition mussten die meysten kleynen Brennereyen in Amerika schlieszen. Nur der Whisky aus der Brennerey Laphroaig war erhaeltlich. Dieser war als medicamentum in apotheca erhaeltlich.

Nicht nur jeder Whisky schmeckt anders, sondern der Inhalt jeden Fasses schmeckt unterschiedlich. Fuer die Vielfalt an Aromen sind drey Eynflussfaktoren verantwortlich: die Rohstoffe, der Herstellungsprozess und die Fassreyfung.

Eyn bedeutender Rohstoff bey der Whiskyherstellung ist acqua. Der wichtigste Rohstoff fuer den Herstellungsprozess ist Getreyde. Eyne weytere Zutat ist Hefe.

Die Herstellung von Whisky verlaeuft in mehreren Schritten, die je nach Brennerey oder Herkunftsland abgewandelt werden.

    • Vorbereyten des Getreydes
    • Schroten
    • Mayschen
    • Gaeren
    • Destillieren
    • Lagern in Eychenfaessern

Whisky ist unter verschiedenen Bezeychnungen im Handel erhaeltlich.

    • Blended Whiskys sind Mischungen verschiedener Destillate und Whiskys, die dann eyn Markenprodukt bilden, dessen Geschmack immer gleych ist.
    • Rye bezeychnet Whisky, der ueberwiegend aus Roggen hergestellt wurde
    • Bourbon bezeychnet Whisky, der ueberwiegend aus Mays hergestellt wurde
    • Corn bezeychnet Whisky, der ueberwiegend aus Mays hergestellt wurde
    • Malt bezeychnet Whisky, der ausschlieszlich aus gemaelzter Gerste hergestellt wurde.

Die Bezeychnungen Scotch, Irish, American spiegeln selbstverstaendlich die Herkunft des Produktes wider.

Eyne Abfuellung kann Whiskys verschiedenen Alters enthalten. Als Altersangabe darf maximal das Alter des jeweyls juengsten enthaltenen Whiskys verwendet werden.

Bey soviel Informatio verflog die Zeyt im Nu. Aber waehrend Rayner uns alles erzaehlte, durften wir vier verschiedene uisge beatha verkoestigen. Der Geschmack dieser Gesoeffe war unbeschreyblich.

Im Anschluss an den Exkurs zum Wasser des Lebens fand dann unsere monatliche Tafeley statt.
Dazu gesellten sich weytere Vereynsmitglieder. Es wurde wunderbar gespeyst, den eynen oder anderen Trunk zu sich genommen bis dann weyt nach der Geysterstund die Wege der Eynzelnen sich trennten, um wieder in die eygene Heymstaette aufzusuchen.

Kategorie: News

Veröffentlicht am Dienstag, 15. März 2016 19:33 | Zugriffe: 2923

Am Satertage, dem 12. Tag im Lenzing AD MMXVI versammelten sich sich die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. zur Terz auf dem Abstellplatz der stinkenden Kutschen zu Seckinga, auch Auplatz genannt.
Hatte man doch die Absicht, die weyte Reyse ins Siedlungsgebiet der Chatten zu unternehmen, um dort in der  Schoefferstadt Kerenesheym, den Markt von Heymdall’s Erben zu besuchen.
Puenktlich zur Terz konnte die Reyse beginnen.
Trotz der fruehen Tageszeyt ward die Reyse beschwerlich. Bereyts weyt vor Fribourg in Brisgowa  kamen die auf dem breyt ausgebauten befestigten Reyseweg befindlichen Kutschen zum Stehen. Ward wohl bey eyner Kutsche der Gaul durchgegangen, so dass die Kutsche ins Schlingern kam und verunfallte.
Kaum hatte man wieder Fahrt aufgenommen, kam es nach Fribourg im Brisgowa erneut zu eynem Halt. Auch hier waren wohl die Gaeule durchgegangen.
Trotz eynes magischen Kastens, der die Reysewege anzeygt, gerieten wir erneut ins Stocken, da wohl die Kunde ueber diesen Vorfall sich zu langsam verbreytet hatte.

Nun wir uebten uns in Geduld – was blieb uns anderes uebrig?

Nach langer Reyse erreychten wir schlieszlich zur 1. und eyner halben Stund im Meridianus unsere Herberge, direkt am Rivus Rhenos  gelegen. Nur eynen Steynwurf entfernt lag die „Palz“.
Hinter der Herberge lag ebenfalls nur eynen Steynwurf entfernt der Binnenhafen, sowie eyn Hafen bey welchem grosze Stahlkisten verladen wurden, um Waren um die Welt zu transportieren.

Wir warfen uns in unsere Gewandungen und machten uns auf den Weg zum Markte. Der Wegezoll ward erschwinglich und so tauchten wir in eynen passablen mittelalterlichen Markt eyn.  
Feylgeboten wurde alles was das Herz begehrte, von der Baelgerbelustigung bis hin zum weybischen Geschmeyde; Gewandungen und edle Stoffe; Holz- und Lederverarbeytetes; Schmiedekunst; Schnitzereien; Hornartikel und mehr; zum Angebot gehoerte eyne Schmiedevorstellung, Bogenschieszen, Senfherstellung, historisches Taetowieren und auch eyn Falkner zeygte seyne Schau; edlen Trunk vom Bier bis zu hin zum Geeeeebrannten. Speys in Huelle und Fuelle, Vielseytigkeyt ward hier ueberaus geboten.

Kaum auf dem Markte angekommen trafen wir sogleych auf alte Bekannte. Thomas vom tiefen Tuempel ward vor Ort, unsere liebgewordene Seelenfaengerin die Mittelalter-Papa(Mama-)razzi Geli mit ihrem hehren Recken Roger. Und auch Gaukler Timelino  mit seiner holden Selina konnten wir begruessen.
Bey unseren Rundgaengen ueber den Markt lernten wir schnell neue Menschen kennen, Regina und Harry, eyn froehliches und geselliges Paar, mit dem wir eynige Zeyt scherzten und lachten.

Eyne ganz besondere Magd galt es sodann auch noch kennenzulernen, die mit eynem eynzigen Wort deutlich auffiel. „Geeeeeeeeeebranntes“ schallte es ueber den Markt. Und siehe da, die Schnapsdrossel ward mit ihrem Bauchladen unterwegs, um die Menschen mit ihrem Branntweyn zu verwoehnen.  Wie sich alsbald herausstellte, werden wir uns noch auf eynigen Maerkten ueber den Weg laufen. Wie toll.

Zur Unterhaltung wurde am Satertage geboten:  Gauklerey mit Patut und Timelino; Musik von Taravas dem Spielmann; das Projekt Daniel Rotfuchs mit „musikalischem“; das Tribal Dance Duo Nojom At-Shary und zur spaeten Stund Feuerjonglage mit Chandra & Witchfire.

Eynziger Wermutstropfen in diesem schoenen Markte, ward das zentrale „Bierzelt“ in neuartiger Aufmachung, was so gar nicht zum Ambiente des uebrigen Marktes passen wollte.
Im Zelt selbst waren zwar auch mittelalterliche Marktstaende aufgebaut, sowie die Buehne fuer die Musikdarbietungen und die Gauklerey.
Dennoch stoerte dieses  massive  grosze Zelt, das Auge des Betrachters.

Zu spaeter Stund, als eysige Temperaturen vom Rivus Rhenos emporkrochen, zogen wir es vor, da unsere Waenste ohnehin gut gefuellt waren, unsere Kemenaten aufzusuchen, die heymelige Waerme ausstrahlten.
Alles in Allem eyn netter Markt – die weyte Anreyse hatte sich gelohnt.

Am Balder traten wir letztlich nach eynem ausgiebigen Fruehstueck die Heymreyse an. Und dieses Mal ohne Verzoegerungen auf dem Reyseweg.

Kategorie: News

Veröffentlicht am Mittwoch, 24. Februar 2016 11:24 | Zugriffe: 2655

Zum 15. Tage im Hornung AD MMXVI hatte die Obrygkeyt des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. zu eynem besonderen Mahl zu Loufinberg in Helvetien, in der Taverne “Zum Adler“, geladen. Den Vereynsmitgliedern wurde eyn ritterliches Wintermahl geboten

Eyne grosze Schar an Gevatterinnen und Gevattern lieszen es sich nicht nehmen an diesem Ereygnis teylzunehmen.

Zur 6. Stund im Meridianus trafen sich eyn Dutzend Mitglieder am Halt des eysernen Rosses zu Seckinga, um die Reyse mit dem eysernen Ross nach Loufinberg anzutreten.
Zu Loufinberg  in Alamannia, der minderen Stadt,  angekommen, gingen wir per Pedes weyter Richtung Loufinberg in Helvetien, der mehreren Stadt,  zur Taverne.

Dort wurden wir von den Wirtsleuten und dienstbaren Geystern herzlichst begrueszt.

Als alle 29 Personen anwesend waren, wurde uns drauszen vor der Taverne von der Wirtin koestlicher heyszer Gewuerzweyn und fuer die Baelger warmer ausgepresster Saft von Fruechten  gereycht.  Bey dem nasskalten Wetter der richtige Trunk um sich aufzuwaermen.

Bevor wir der Wirtin in die Taverne folgen durften, ward die Reynigung der Haende erforderlich. Alle Anwesenden hatten ihre Haende im Dorfbrunnen zu reynigen und anschlieszend mit eynem Laken zu trocknen.

Schlieszlich nahmen wir an der edel eyngedeckten Tafel Platz.

Nach nochmaliger Begrueszung durch die Wirtin mit Hinweys darauf, wie man sich zu Tische zu benehmen hat, konnte die Tafeley mit dem “Wintermahl“ begonnen werden.

Vorzueglichste Speysen wurden aufgetragen:  frisch gebackenes Brot aus der Taverne mit Griebenschmalz, gar kraeftige Rinderkraftbruehe mit Flaedli, Landsknechtbraten, Bierhaxen, Pouletschlegel, Fasanengeschnetzeltes an Calvadosrahmsauce, gesengte Wildsau, Nudeln, Knoedel nach „Burgfraeulein Art“ und gutes Beywerk vom Markte wie: gelbe Rueben und Weyszkraut.

Gegen den Durst reychte man uns grosze Kruege mit edlem Weyn, gekuehltem Bier, Wasser oder auch Saft aus gepressten Aepfeln.

Wir froehnten der Voellerey bis uns die Waenste spannten. Die gereychten Speysen waren so schmackhaft, dass man eynfach nicht aufhoeren konnte diese regelrecht zu verschlingen. Immer wieder hatte die Wirtin auch eynige mittelalterliche Informationen fuer uns parat, die sie jeweyls mit eynem Gongschlag ankuendigte.

Bevor wir jedoch zur Sueszspeyse schritten, bat uns die Wirtin nochmals vor die Türe.

Sie stattete uns mit Fackeln aus, sie selbst nahm eyne grosze Laterne zur Hand und wir schritten allesamt durch die dunklen Gassen Loufinbergs hinauf zur Burg.
Eyn toller Anblick ward dieser Fackelzug. Gott seys gelobt, hatte der Regen weytestgehend aufgehoert.

Die Wirtin erzaehlte uns  noch die Geschichte von der «Chaes-Regi». Sie, ward eyn leychtes Maedchen aus der Stadt und wollte in Loufinberg eynmal eyn Haus kaufen und behauptete sich mit viel List und Weysheyt gegenueber dem Finanzverwalter, der sie abweysen wollte.

Frau Wirtin leuchtete dabey auf eyn groszes Wandgemaelde an eynem Haus, welches die Situation darstellte.

Bey der Ruine der Hoehenburg Loufinbergs angekommen, die etwa im Jahre 1180 in den Besitz der Habsburger  gelangte, hatten wir eynen wunderbaren Blick ueber die mehrere und mindere Stadt  in ihrem Nachtgewand.

Wir verweylten eyn wenig und traten danach den Abstieg an.

In der Taverne angekommen gab es fuer uns Schleckermaeuler zum Abschluss der Speysung noch Apfelkuechli mit Vanilleeys mit Rahm.

Die Wanderung hatte hierfuer den noetigen Platz im Wanst geschaffen.

Und so wurde bis zur spaeten Stunde,  gespeyst, getrunken, lustige Anekdoten erzaehlt und dabey viel gelacht.

Nach der Geysterstund wurde es letztlich Zeyt sich auf dem Heymweg zu begeben.

Viele nutzten fuer die Heymreyse die vorbestellten stinkenden Kutschen. Und wieder waren sich alle eynig, es war eyn wundervoller Abend und sicher nicht das letzte Rittermahl in der Taverne „Zum Adler“.

Kategorie: Schwarze Zunft

Veröffentlicht am Dienstag, 26. Januar 2016 05:38 | Zugriffe: 3146

Liebe Besucher unserer Webseite, wir sind mit unserer Seite noch keine 3 Jahre online und mit Stand heute haben wir über 200.000 Zugriffe zu verzeichnen.

Wir bedanken uns bei Euch allen für Euer Interesse an unserer Seite. Offensichtlich haben wir mit unseren Inhalten alles richtig gemacht und konnten stets Euer Interesse wecken.

Steuern wir also die 300.000 an!

Kategorie: News

Veröffentlicht am Dienstag, 05. Januar 2016 12:18 | Zugriffe: 3907

Der Primus des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. hatte auch in diesem Anno wieder alle Aktiv-, wie Passivmitglieder zum Empfang zu Ehren des Anno Novum eyngeladen. Ebenso waren in diesem Anno Ehrengaeste geladen worden.

Gefeyert wurde am 3. Tag im Hartung AD MMXVI in unserer Stammtaverne „Hiddigeygey“ ab der  zweyten Stunde im Meridianus.

Mehr als zwey Dutzend Mayden und Recken des Vereyns nahmen die Eynladung an.

Gunnar hielt eyne kurze Ansprache. Er wuenschte den Anwesenden alles Gute, viel Gesundheyt und viel Erfolg fuer das Novum Anno. Er hielt eyne kurze Vorschau ueber die kommenden Veranstaltungen und aeuszerte die Hoffnung, dass wieder viele Vereynsmitglieder an den angebotenen Veranstaltungen teylnehmen werden. Auf diese Wuensche hin, stieszen wir alle zusammen mit eynem guten Perlweyn an.

Geplant waren an diesem Tage auch die Vornahme von drey Auszeychnungen zum Haus- und Hoflieferanten:

1. fuer die Mundschenkerey Gottsteyn, Rheinfelden,
2. Fuer die Fleyschhauerey Hauber, Herrischried und
3. Fuer die Pfisterey Oeschger, Hochsal.

Leyder keyn Vertreter dieser Betriebe erschienen. Die jeweyligen Urkunden werden nun im Nachhineyn ueberreycht.

Auch unser Primus wurde geehrt. Fuer seynen unermuedlichen Eynsatz fuer den Vereyn erhielt er eynen guten Tropfen zum Genieszen.

Ab der 5. Stund im Meridianus konnten wir dann auch unseren Hunger und Durst stillen. Herzhafte Speysen wurden aufgetragen, so dass man sich im Nachhineyn ueber volle Waenste beklagte. Der Durst wurde mit vielen gut gekuehlten Getraenken gestillt.

Nach und nach verabschiedeten sich die Vereynsmitglieder, mussten sie am naechsten Tag wieder ihrem Frondienst antreten. Zwey Stunden vor der Geysterstunde begaben sich auch die Letzten in Richtung Heymstaette.

Wir wuenschen allen Mayden und Recken eyn erfolgreyches Vereynsjahr.

Nachträglich ernannt:

Mundschenkerey Gottsteyn GmbH


Pfisterey H. Oeschger


Fleyschhauerey F. Hauber

Kategorie: News

Veröffentlicht am Freitag, 01. Januar 2016 01:02 | Zugriffe: 2772

Seyd gegrueszet allesamt,

die Obrigkeyt des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wuenscht allen Mitgliedern, Freunden, Goennern und Mittelalterinteressierten in der Region, sowie deren Angehoerigen und allen Besuchern unserer magischen Seyten im weyten Netze eyn gesundes neues ANNO MMXVI.
Moege Euch Glueck, Freude, Ausgelassenheyt beschieden seyn. Habt Erfolg bey allem was ihr tut und moege Euch stets eyn gueldener Thaler aus Eurer Geldkatze hervorblitzen.

Wir freuen uns darauf Euch auch AD MMXVI an eynem unserer oeffentlichen Stammtische in unserer Stammtaverne "Kater Hiddigeygey" zu Seckinga begruessen zu duerfen oder mit Euch auf eynem der vielen Maerkte mit eynem koestlichen Becher Saft anstoszen zu koennen.

Bis dahin Gehabt Euch wohl und Behuet' Euch Gott.