Veröffentlicht am Dienstag, 23. Dezember 2014 13:19 | Zugriffe: 3915

Am 20. Tage im Julmond AD MMXIV trafen sich mehr als zwey Dutzend Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. zur monatlichen Tafeley in ihrer Stammtaverne. Sie nutzten die Gelegenheyt um sich im alten Anno nochmal zu sehen und miteynander Spasz zu haben.

Schon vor der offiziellen Stunde waren die Mitglieder eyngetroffen. Die geschmueckte Tafel ward sehr schnell in Beschlag genommen.

Freunde aus Murgon gaben sich die Ehre an der Tafeley teylzunehmen. Zur Frage wie sie Kunde vom Vereyn bekommen hatten, entgegnete man spontan, dass man auf dem Markte zum Julfest in Seckinga die Spielleute Skadefryd gehoert haette und sogleych begeystert war. Dies nahm man zum Anlasz um weytere Erkundigungen eynzuholen und ist dabey auf den Vereyn gestoszen.
Nach eynem intensiven Gespraech kam man zu dem Schluss, dass es ist nicht auszuschlieszen waere, im naechsten Jahr die eyne oder andere Veranstaltung miteynander zu bestreyten.

Ebenso ward eyn Schreybkundiger des Boten des Markgrafen zu Baden zugegen. Er hat sich sehr viel Informatio aufgeschrieben und eynige Bildleyn mit dem Seelenfaenger eyngefangen, um in naher Zukunft ueber unseren Vereyn berichten zu koennen.

Es gaben sich auch noch weytere Gaeste die Ehre. Zum Eynen beehrte uns eyne holde Mayd die den Wunsch hatte, unserer Gemeynschaft unbedingt beytreten zu wollen und zum Anderen ueberraschte uns „Mc Balloon“ mit dem Erscheynen. Wer an der Tafeley dabey war, weysz wer oder was sich hinter „Mc Balloon“ verbirgt!

Die Stimmung war sehr gut und ausgelassen. Es wurde ueber den ganzen Abend viel gelacht und alle waren froehlich wie schon lange nicht mehr.

Zur achten Stunde dann, konnten wir endlich unseren „Geluesten“ nachgeben. Die koestlichsten Speysen wurden aufgetragen. Die Anwesenden lieszen es sich nicht nehmen sich mit groszem Appetit ueber die Koestlichkeyten herzumachen und auch ihren Durst mit den besten Troepfleyn zu loeschen.

Zur spaeteren Stund gesellte sich letztlich noch Besuch aus Starnberch (Starnberg) dazu. Man hatte die Kunde von der Tafeley vernommen und wollte eyn wenig der Zeyt mit uns verbringen. Beym Abschied ward man so begeystert, dass man versprach, sicherlich nicht das letzte Mal zugegen gewesen zu seyn.

Erst weyt nach der Geysterstund loeste sich die Tafeley schlieszlich auf.

Wuensche zum Julfest und zum guten Rutsch in Novo Annum wurden ausgetauscht. Gleychzeytig verabredete man sich wieder, soweyt terminlich moeglich, zum Empfang zum Novum Anno.

So wie AD MMXIV sich zu Ende neigt, geht nun auch diser Bericht zu Ende.

An alle Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. sey eyn friedvolles, ruhiges Julfest im Kreyse Eurer Lieben und eynen guten Start in AD MMXV ausgesprochen.

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Veröffentlicht am Mittwoch, 17. Dezember 2014 18:22 | Zugriffe: 4002

Am 13. Tage im Julmond AD MMXIV reysten Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. in die maerchenhafte historische Stadt von Ratbaldouilare um den Markt zum Julfeste  zu besuchen.

Zur 7. und eyner halben Stunde startete die Reyse mit den vollbeladenen stinkenden Kutschen vom Auplatz zu Seckinga. Die Reyse fuehrte uns weyter nach Wehr und Prahmbach um die restlichen Mitglieder abzuholen. Und ab ging die Fahrt Richtung Friburg im Brisgau bis wir zur 10. Stunde in Ratbaldouilare angekommen waren.Das Staedtchen war schon sehr belebt.

Nachdem die stinkenden Kutschen geparkt waren, gingen wir gleych zu Madame Arlette wo wir uns mit eynem osmanischem Heyszgetraenk und Speysen saettigen konnten. Danach brachen wir auf, um uns unter das Volk zu mischen und um das Staedtchen zu besichtigen. Die Bewohner der Innenstadt lieszen  es sich auch in diesem Anno nicht nehmen ihre Haeuser weyhnachtlich zu schmuecken.

Den ersten Tag begleyteten wir die Spielleute Skadefryd. Sie waren von der Obrygkeyt der Stadt gebeten worden den Markt zum Julfest zu beleben. Die Spielleute waren sehr beliebt im Staedtchen.

Menschenmengen versammelten sich um sie. Man fand eynige bekannte Gesichter unter dem Publikum. Sie waren speziell aus dem helvetischen Gebirge Jor und Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Koeln) angereyst um den Bardengesaengen zu lauschen.

Die Zeyt verging im Nu und der Hunger meldete sich. Wir aszen Braten von der wilden Sau und dazu tranken wir Gewuerzweyn. Nach dem letzten Auftritt von Skadefryd zeygten die Feuergaukler ihre bezaubernde Darbietung.

Das Staedtchen war in der Zwischenzeyt hell erleuchtet und die Stimmung war sehr schoen. Wir wollten eynfach noch nicht zu unseren Schlafstaetten, deshalb liefen wir das Staedtchen runter und nahmen noch einen guten Tropfen in unserer dortigen Stammtaverne. Ja, in der Zwischenzeyt sind wir gern gesehene Gaeste in Ratbaldouilare.

Kurz vor der Geysterstunde trennten sich unsere Wege, aber nur fuer die Nacht. Wir wollten am naechsten Tag gemuetlich ueber den Markt ziehen, um die Staende bewundern zu koennen und bey wohlgefallen Ware zu kaufen.

Am Morgen traf man sich wieder zur 10. Stunde. Nachdem wir suesse Teile und osmanisches Gesoeff zu uns genommen hatten, starteten wir unsere Reyse durch den Markt.

Viele Haendler, Kraemer und Handwerker waren vertreten. Viele Staende boten Speysen wie Wuerste, Fleysch, Kaese, Austern und selbstgekochte Suppen an. Gut gewuerzte Weyne und natuerlich auch  alkoholfreyes Gesoeff wurden angeboten. Wir hatten die Qual der Wahl wie wir unsere Baeuche und unseren Durst saettigen wollten.

Die Mauleselkarawanen lieszen Kinderaugen glaenzen. Unsere Elsa vom Altsiederland liess es sich, wie viele andere Kinder,  nicht nehmen mit dem Maulesel durch das Staedtchen zu reyten.

Eyn groszes Hallo gab es beym Treffen unserer Freunde der Dancerie des Ribeaupierre und dem Ehepaar Bruguiere.

Zur 3. Stunde im Meridianus beschlossen wir, uns langsam auf die Heymreyse zu begeben. Wir waren uns eynig, dass dieser Markt immer eyne Reyse Wert ist. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Gluecklich und zufrieden fuhren wir wieder Richtung Heymstaette, bis sich dann unsere Wege auf dem Parkplatz beym Festplatz trennten.

Fuer dieses Jahr war es unsere letzte Reyse. Wir freuen uns schon im Anno Novum wieder auf Reysen zu gehen. Egal, ob neue oder schon bekannte Staedtchen, zusammen mit vielen von Euch zusammen zu besuchen.

Bis dahin wuensche ich Euch allen eyn friedvolles Julfest und eyn glueckliches Anno Novum.

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Veröffentlicht am Sonntag, 30. November 2014 14:37 | Zugriffe: 3146

Am 29. Tage im Nebelung besuchten die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. den Markt zum Julfest zu Burchheym. Sie nutzten auszerdem die Moeglichkeyt den Bardengesaengen von den Spielleuten Skadefryd zu lauschen.

Die Reyse startete vom Auplatz zu Seckinga zur 12. Stunde im Meridianus mit den vollbesetzten stinkenden Kutschen.

In Burchheym angekommen wurden die Spielleute von der Obrigkeyt begrueszet. Sie begleytete die Spielleute und die Vereynsmitglieder zum Schlosse, wo auch der Mittelaltermarkt stattfand. Alles wurde gezeygt und der erste Eyndruck war hinreyszend.

Der offizielle Start war zur 4. Stunde im Meridianus mit eynem Eynzug, welcher am Stadttor startete, das gesamte Staedtchen durchquerte, bis hinauf vor das Schloss.

Am Eynzug waren beteyligt der Historische Fanfarenzug Rittermann 1242 e.V. aus Weysweyl, die Ritterschaft Weysweyl, die Uesenberger Landsknechte mit Gefolge aus Burchheym, der Schultes, der Marktvogt, der Ortsvogt, der Schlossherr und natuerlich die Spielleute Skadefryd.

Nachdem der Schultes die Ritterschaft und das Marktvolk begrueszet, der Marktvogt die Marktordnung bekannt gegeben, der Ortsvogt die Ablassurkunde verlesen, der Schlossherr die Anwesenden auf seynem Schloss herzlich willkommen geheyszen und der Fanfarenzug seyne musikalische Darbietung abgehalten hatte, hiess es fuer die Spielleute SkadefrydBuehne frey, um mit ihren Bardengesaengen das Publikum zu unterhalten.

Hunger und Durst wurden mit hervorragendem Speys und Trank gestillt.


Zur 10. Abendstunde hiess es dann auch schon wieder Abschied nehmen. Zufrieden mit  neu gewonnen Eyndruecken begab man sich mit den stinkenden Kutschen auf die Heymreyse nach Seckinga.

Fuer die Vereynsmitglieder war es dennoch ein trauriger Tag. War dies doch der letzte Auftritt der Spielleute Skadefryd unter dem Namen“Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V.“.

Nach vielen Klagen und Beschwerden von Vereynsmitgliedern wegen der starken Praesenz der Spielleute haben diese beschlossen sich selbstaendig zu machen.

Seyt dem 11. Tag im Scheyding gehoeren die Spielleute Skadefryd nicht mehr zum Vereyn. Eyn groszer Verlust fuer uns.

Wir wuenschen den Spielleuten alles Gute und viel Erfolg auf ihrem Wege. Wir werden, soweyt es der Vereynskalender erlaubt, bey ihren Auftritten zugegen seyn.

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Veröffentlicht am Montag, 17. November 2014 14:31 | Zugriffe: 2975

Die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. nahmen am 15. und 16. Tage im Hornung wieder an den Maerchentagen zu Seckinga teyl.

Eyn halbes Dutzend Mitglieder unseres Vereyns trafen Vorbereytungen, um den Baelgern wieder alte Sagen und Maerchen erzaehlen zu koennen. Die Mitglieder traten an diesen zwey Tagen mit dem Namen Nebelung auf.

Zusammen mit den Spielleuten Skadefryd machten sich die Mayden und Recken auf den Weg ins Staedtchen.

Allen voran die Kinder vom Murger Sommer-Spaß ,  Spielleute Skadefryd, die Maerchenerzaehler und die restlichen Mayden und Recken des Vereyns.

An verschiedenen Stellen in der Altstadt wurde Halt gemacht. In der Zeyt wo die Maerchengruppe ihre Buehne aufbaute, unterhielten die Spielleute das anwesende Publikum mit ihren Weysen.

Die Maerchengruppe trug ihre Maerchen vor und stimmte die Baelger froehlich. So verging der Satertage wie im Fluge und man begab sich zum Schlusz  in die Stammtaverne „Kater Hiddigeygey“. Waren die Mitglieder von der Obrigkeyt der Maerchentage doch zu Speys und Trank geladen worden. Bey guter Speys und gutem Trank hielt man Rueckschau auf die Erlebnisse des Tages.

Am Balder traf man sich wieder zur 1. Stunde im Meridianus in der Stammtaverne und startete von dort aus wieder in Richtung Staedtchen. Auch an diesem Tag spielte die Formatio, waehrend die Maerchenerzaehler ihre Buehne aufbauten.

Alles in allem waren es zwey erfolgreyche Tage. Baelger, Vaeter und Muetter spendeten den Maerchenerzaehlern und Skadefryd lauten Jubel und tosend Handgeklapper.

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Veröffentlicht am Samstag, 18. Oktober 2014 14:41 | Geschrieben von Super User | Zugriffe: 4251

So leset daselbst, was sich zugetragen am 11. Tage des Gilbhardt:

Wie so oft, treffen sich die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. auf dem Auplatz, wo dann auch die stinkenden Kutschen abgestellt werden. Zur 8.und eyner halben Stund ward ausgemacht und man glaubt es kaum - alle waren pünktlich! Auch haben wir Gäste vorgefunden, so hat sich der Liebste unserer Lady de Winter es sich nicht nehmen lassen, uns nach Meersburg zu begleyten, wo er doch dort dann standesgemäss eyn Gewand erhalten solle..

Auch Freunde von unserem Fähnrich waren erschienen, um dem Marktspektakel zu Meersburg beyzuwohnen, eyn Recke nebst Weyb und Spross schlossen sich uns an und der Gevatter daselbst hatte das ähhh Vergnügen, in deren stinkender Kutsche zu reysen. Nun, der Recke, welcher auch das Gefährt steuerte, beglückte die Insassen zunächst mit lauter Dudelsackmusik und innerlich schmunzelnd fielen dem Gevatter die Worte aus eynem Lied der Streuner eyn, welche in der letzten Strophe schon oft von Skadefryd gesungen wurden.. Hernach gab sich Santiano die Ehre, aber auch Saltatio Mortis erschallten aus eynem unsichtbaren Loch und schmetterten ihre "Manufactum III"...

Die Erlösung nahte, das Meer der Sueben war zu sehen und die Karossen wurden auf eyn Fährschiff gesteuert, so dass wir trockenen Fusses Meersburg erreychten. Der Gevatter war erschrocken, wird er doch als Fährmann entlohnt, so musste der Gevatter mehr oder weniger senyen Wegezoll entrichten...

Sogleych auf eynem grossen Sammelplatz für stinkende Kurschen, scharten sich viele Menschen um eyne Apparatur, die vermuten liess, es gäbe etwas umsont oder gar eyn heisses maurisch Gesöff würde ausgespieen..Neyyyn, weyt gefehlt, dieses unheymliche Ding frass THALER, ja ihr lest richtig, es frass Thaler... und das nur, weyl wir unsere stinkenden Kutschen hier abstellen wollten...

Nun, der Ärger war schnell verflogen und wir machten uns auf den beschwerlichen Weg hinauf zum Markt.

Zunächst wurde uns der Wegezoll abgenommen und um den Markt nach dem Verlassen wieder zu betreten, wurde eyn jeder gekennzeychnet. Nur der Gevatter ward davor verschont, nun - es gibt eben nur eynen... (alte Highlander-Weysheit..)

Welch eyne Pracht offenbarte sich uns da! Der Platz ward wunderbar angerichtet und viele Händler und MarketenderInnen boten ihre Waren feyl. Auch Suff und Atzung kamen nicht zu kurz. Die Mayden und Mannen des Mittelalterstammtischs suchten zuerst eynen Wirt auf, der das herrliche maurische Gesöff anbot, aber nicht um sich aufzuwärmen, - neyn -, eyn angenehmes Lüftleyn umwehte die Gebeyne des Gevatters und wir alle stellten fest, dass die Wetterpropheten sich eyn ganz kleyn wenig geirrt hatten. Brachte der Tag doch eynen wunderbaren Herbsttag mit sich.

Gar reychlich Unterhaltung ward geboten und für die Bälger war das "Riesenrad" zu Gast, welches, angetrieben von der Muskelkraft der beyden Mannen, sich drehte. Ritter, Mägde, ja sogar eyn Mönch mit gar grauslig anzusehenden Geschöpfen kamen auf den Plan, um der Inquisition vorgeführt zu werden.. Alte Bekannte traf man, insbesonders war die Freude gar gross, den "Hässlichen Hans" zu begrüssen, welcher immerzu eyn gern gesehener Gast zu Meersburg ist.

Da erblickte der Gevatter eynen, den er nicht vermutete, hat er doch nicht kundgetan an richtiger Stell, dass er samt Weyb ebenso zu Meersburg lustwandeln würd.. nun mit eynem Augenzwinkern des Gevatters (jajaja das geht!!) sprach er ihn unverhohlen an....

Während der Gevatter seyn Angesicht im wahrsten Sinne des Wortes zu Markte trug, lustwandelten die anderen Mitglieder über den Plan und allenthalben traf man sich auf ein Pläuschchen. Ohh.. wer ist das?? Hoher Besuch aus pfälzisch Landen, Mittelalter-Paparazzi nebst Roger beehrten Meersburg mit ihrer Anwesenheit und es war eyne grosse Freude unsererseyts, die beyden in Baden begrüssen zu können!

Irgendwie hat der Gevatter beym "Gaumenschmaus" eyn hmmm Steyn im Brett?? Neyn - nicht wirklich! Er meynt er verköstigt den Gevatter und schindet so eyn paar Monate raus... nuja, den lässt der Gevatter im Glauben... und bey der "Fahrenden Spelunke" gibt's leckeres Gebräu nach des Gevatters Geschmack.. SCHWARZ wie die Seelen von so manchem Sterblichen..

Doch wer wandelt denn da??? Jaaa es ist unser aller Freund, der Druide Gunar von Salodurum! Auch er gab sich die Ehre an diesem schönen Tag.

Damit aber nicht genug. Der Barde Michael gab seyne Weysen zum Besten und er spannte den Gevatter eyn, den Totentanz mit dem anwesend Volke zu tanzen... Worauf der Primus meynte, da hätte die neue Tanzgruppe "Celei" um den Hofsauerbäcker eyn neues Mitglied...

Eyn neu gewonnenes Mitglied hatte die grosse Freude, standesgemäss gewandet zu werden und voller Stolz präsentierte er sich sogleych in seyner neuen Gewandung.

Eyn Höhepunkt waren natürlich die Gesänge unserer Spielmannsfreunde von METUSA. Immer wieder eyne Genuss, diesen Weysen um den Saitenreyter zu lauschen..

Musik, Gaukeley, Feuerzauber, Mäuseroulette, Bogen und Armbrustschiessen wurden geboten. Es war für jeden etwas dabey. Wer hier Langeweyle hatte, der lebt in der falschen Zeyt..

Eyn weyterer Höhepunkt war wieder eynmal das Spiel um die Missetat gegen den Simon Weinzierl, den Rebellen vom Bodensee, der zum Tode verurteylt und im See ertränkt wurde...

Kurzum - es war eyn wundervoller Tag, den die Mayden und Mannen zu Meersburg verbringen durften. Viel zu kurz, aber am späteren Abend hiess es dann Abschied zu nehmen und mit den stinkenden Kutschen in heymatliche Gefilde zurückzukehren.

Gehabt Euch wohl. Wir sehen uns - früher oder später

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Veröffentlicht am Dienstag, 14. Oktober 2014 09:11 | Zugriffe: 3627

Zur Mittagsstund des 4. Tages im Gilbhart AD MXXIV fanden sich die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V.  in der alten Zähringerstadt Rifelt in helvetisch Landen eyn. Besonders schön war es, dass sich Menschen zu uns gesellten, die unsere Gemeynschaft als sehr angenehm empfinden, eyne dauerhafte Mitgliedschaft anstreben und sich deshalb mit uns über den Markt bewegten.
Die Stimmung in der homogenen Gruppe und die Vorfreude auf diesen Tag war gross. Der Wettergott hatte auch eynen seyner besseren Tage erwischt.  Strahlender Sonnenscheyn über den ganzen  Tag und eyn lauer Abend sollte uns beschieden seyn.
Man entschied sich zuerst im neuzeytlichen Markt nach dem Rechten zu sehen und zu schauen welche Waren dort feylgeboten wurden.
Neuzeytliche Gewandungen, Geschmeyde und allerley Hilfsmittel für den modernen Gebrauch waren dort zu finden. Nach eyner guten Weyle forderte die Sonne ihren ersten Tribut!  Durst!  Dieser sollte gestillt werden. Daher entschied man sich gemeynsam eynen guten Schluck des kühlen Bieres oder  des feynen Mets zu trinken und beratschlagte, wie der weytere Markttag in Angriff genommen werden sollte.
Schließlich begab man sich auf die Brücke die Germanien und Helvetien verbindet und Lustwandelte dort über den historischen Markt. Gar Vieles gab es da zu sehen. Sey es der  Schmied der seyn Handwerk zeygte, oder auch die Gewandschneyderin die ihre prachtvollen Gewänder darbot.  Aber siehe da, was war das? Eyn Stand mit edlem Geschmeyde! Die Händlerin ist uns doch allen bekannt! Ja, es war Akami, unsere Nachtigall von Skadefryd!  Natürlich verweylten wir bey ihr um eynige Worte zu wechseln und auch um Handel zu treyben. Natürlich durfte auch das Feylschen um den besten Preys nicht fehlen.
Selbstverständlich war auch für das leybliche Wohl gesorgt. Feynster Met  von Johannisbeer, Kirsch, lieblich und sogar Chilimet... (Kehlenschneyder lässt grüssen...) war im Angebot.  Wir kamen um eyne kleyne Verkostung nicht umhin.
Nach eyner darauf folgenden Stärkung mit vorzüglichstem Käse, Speck oder auch in Därme gepressten gehackten Fleysches  begab man sich wieder auf Wanderschaft über diesen kleynen aber feynen Markt, wechselte mit Bekannten das eyne oder andere Wörtchen bevor man den Abend in Angriff nahm.
Bey eyner geselligen Runde wurde nochmals Rückblick über den ganzen Tag gehalten und erzählt was wir bey unserem Lustwandeln so alles erlebt hatten. Hierbey kamen viele lustige Dinge zu Tage. Sey es die Nachbildung unseres Gevatters ohne Mantel die im neuzeytlichen Markt an eynen Galgen gehängt  zur Schau gestellt worden war, oder auch das " Pelzli", was eynmal  Rudolf das Rentier mit der roten Nase gewesen seyn muss!!!
So schön wie der Tag begann, so schnell war er auch leyder schon wieder vorüber. Zur späten Stunde trennten sich unsere Wege, aber man freute sich schon wieder auf den nächsten gemeynsamen Marktbesuch der uns am darauffolgenden Wochenende nach Meersburg führen wird.

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Veröffentlicht am Montag, 15. September 2014 10:57 | Zugriffe: 4439

Es war am 13. Tage des Manot Scheyding a. D. MMXIV, als die Spielfrouwen und -mannen aufbrachen gen Varnovva, heut auch "Fahrnau" genannt, um dort daselbst eyn Mittelalterfest zu besuchen und für die Unterhaltung des Volkes zu sorgen. Und so wurden die Instrumente in die stinkenden Kutschen verbracht und die Karawane aus Stahl begab sich ins schöne Wiesenthale, wo im Jahre 1 nach der magischen Zahl 900 das Fest beginnen sollte.

Wir wurden vom Meyster des Festes willkommen geheyssen und es wurde uns eyn Raum fürs Eynstimmen zugewiesen. Nun - unsere Dorell ward daro so begeystert, dass sie sich in eynen Nebenraum verkroch und ihre Fiedel "überredete", im Eynklng des Meystertones aus eynem kleynen gar wunderlich anzusehenden Kästchen Töne von sich zu geben.

Endlich hatte die Fiedel eyn Eynsehen und die Spielleute begannen kurz nach der zweyten Stund des Nachmittags, die ersten Weysen anzustimmen. Viele Ohren lauschten den Klängen und die Formatio ward mit viel Handgeklapper bedacht. Wer nicht da sass und lauschte, der wandelte zu den Händlern und Handwerkern, um deren Waren und Kunst zu bewundern. Eyn Lehmbackofen war eyne Attraktion, verbreytete doch der Duft frisch gebackener Fladen in den Nasen der Besucher und viele genossen hernach das noch warme, frisch gebackene Werk des Meysters. Der Schmied wurde regelrecht umlagert, konnte man doch zusehen, sofern es der Andrang der Augen zuliess, wie Nägel, Besteck und Anderes im heyssen Schmiedefeuer entstand.

Die Spielleute wurden auch begleytet von vielen Freunden und Gönnern des Mittelalterstammtisch Hochrhein e. V. und so konnten sich die anderen Gäste ob der bunten Schar erfreuen. Was aber verwunderlich war - eyn Geyst wurde gesehen von eynigen Bälgern und als der Gevatter mit Akami durch die Reyhen wandelte, erklärte eyn Vater seynen Bälgern - sehet her, das ist eyn Geyst und das andere ist die Hexe.....nunja, es hätt' schlimmer kommen können ;-)

Zwischen den Melodeyen, waren die Spielleute eyngeladen vom Meyster, sich an Trunk und Speys zu laben. Der Gerstentrunk, natürlich ohne Geyst, schmeckte vorzüglich und die Speysen waren reychhaltig und vielfältig, so war für jeden Gaumen etwas dabey.

Bis zu 6. Stund, erfreuten die Spielleute die Gäste mit ihren Weysen und so ward der Meyster des Festes überaus zufrieden und auch der Bote des Markgrafen zu Baden liess es sich nicht nehmen, über diesen schönen Markt zu berichten.

Nun - der Tag war für die Spielleute noch nicht zu Ende. Man begab sich gen Seckinga und machte Station in der Stammtaverne, um die Zeyt abzuwarten, da wir gerufen wurden, bey eyner Feyer zur Wiederkehr des Erscheynens auf der Erdscheybe eynes Mitgliedes des Mittelalterstammtisch Hochrhein e. V. aufzuspielen.

Auch hier waren die Gäste voll des Lobes, nur bey dem eynen Lied, welches von den mittelalterlichen "Eheratschlägen" berichtete, waren die Weybsleut nicht so begeystert, was nun die Mannen der Formatio gar nicht verstanden............... ;-)

Unser Gastgeber Uli war ob der Darbietung so begeystert, dass er uns nur ungern gehen lassen wollte. Aber jeder schöne Tag geht eynmal zu Ende, und so brachen die Spielleute auf in die heymatlichen Gefilde mit der Gewissheyt, viele Menschen fröhlich gestimmt zu haben.

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Veröffentlicht am Sonntag, 14. September 2014 17:47 | Zugriffe: 5413

Es ist der  06. Tag im Scheyding AD MMXIV. Zum Sonnenaufgang treffen sich die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. mit ihren Kutschen auf dem Auplatz zu Seckinga. Die Reyse sollte in den Osten des Frankenlandes, ins Elsass fuehren, um dort in der schoenen historischen Stadt  Ratbaldouilare (Ribeauvillé)dem Tag der Pfeyffer (Pfifferdaj) beyzuwohnen.
Wer ueber den Ursprung des Pfifferdaj mehr erfahren moechte folge der magischen Zeyle: http://www.ronde-des-fetes.asso.fr/php/D-fete.php?name=D-ronde/D-Ried/D-Ribeauville.html

Der Himmel versprach eynen wunderbaren sonnigen Tag und so setzte sich der Tross gutgelaunt in Bewegung. Die Fahrwege waren frey und so ging die Reyse schnell und ohne unnoetigen Halte gut voran.

Zur 8. und einer halben Stund ward das Ziel erreycht. Flugs wurde die Herberge aufgesucht, wo wir von der Hauswirtin auf das herzlichste begruesst wurden.

Nachdem die Schlafstatten zugewiesen waren trieb uns aber bereyts der Hunger wieder hinaus ins Staedtchen. So suchten wir umgehend unseren Pfister auf, wo wir auch von Madame Arlette mit eynem groszen Hallo empfangen wurden. Das schwarze osmanische Heyszgetraenk ward aufgetragen und so konnten wir ueber die bereytgestellten Speysen herfallen und uns saettigen. Nach eynem ausgedehnten Mahle begannen wir unseren Rundgang durch das zwischenzeytlich belebte Staedtchen.

Ueberall war der Klang mittelalterlicher Weysen zu vernehmen und vereynzelt sah man auch Menschen in Gewandung. Dennoch wurden die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn  unentwegt aufgehalten, um mit  Seelenfaengern eyngefangen zu werden. Die Sprachen der Paparazzis lieszen vermuten, dass hier aus der ganzen Welt Menschen zu Gast waren.

Auf dem Mittelaltermarkt besuchten wir unsere Bekannten, die Kuenstler der Leder-Brandmalerei, Brigitte und Alain. Bey eynem gar herzlichen Gespraech erfuhren wir, dass sie in der gleychen Herberge untergekommen waren wie wir.  
Auf diesem Markte wurden herrlichste Dinge angeboten: Gewandungen, Geschmeyde, Tongeschirr, Lederwaren, gute Weyne, Kaesespezialitaeten, in Darme gepresstes und getrocknetes Fleysch, Waren fuer die Baelger und vieles mehr.

Nachdem wir bereyts eynige Zeyt durch die historische Stadt gewandelt waren, trafen wir schlieszlich auf alte Freunde. Unser lieber Sepp von Historisches Eschbach konnte begruesst werden. Der Gedankenaustausch mit ihm foerderte zutage, dass er sehr gute Kontakte zur Obrigkeyt der Stadt pflegt. Er versprach uns bei eynem Anliegen von uns, die Wege zu ebnen. Hierfuer unseren herzlichsten Dank, lieber Sepp.
Und nachdem wir schlieszlich auch noch unsere Freunde Uwe und Anita aus Koeln trafen,  war es unvermeydlich, dass wir uns zu eynem verspaeteten Fruehschoppen zusammensetzten und uns eyniges zu erzaehlen hatten. Dabey genossen wir den hervorragenden Weyn der Region Alsace.

So verbrachten wir den Nachmittag mit Plauderey, mit Schlendern durch das Staedtchen und lieszen uns an der eynen oder anderen Stelle beim Ausruhen eynfach von der Sonne auf den Bauch scheynen. Eyne richtig erholsame und entspannte Sache.

Bey dieser Gelegenheyt  fuehrten wir noch eyn interessantes  ausfuehrliches Gespraech mit der Dancerie des Ribeaupierre  die durch das Staedtchen zog und mittelalterliche Tanze darbot.

Nach eyner fuerstlichen  abendlichen Speysung zog es uns nun zum Metzgerthurme hin. Wurde doch zur 8. und eyner halben Stund im Meridianus der Fackelzug und Marsch der Pfeyffer und Landsknechts-Spielmannszuege durch die Altstadt erwartet. Da Sitzplaetze bey diesem Ereygnis immer sehr rar sind, nahmen wir rechtzeytig Plaetze eyn und harrten der Dinge die da folgten.

Nachdem die Nacht hereynzubrechen begann, hoerten wir ploetzlich Musikanten. Der Fackelzug hatte begonnen! Angefuehrt von der Musikantengruppe des Staedtchens zog ein Großteyl der Teylnehmer des Festumzuges vom Folgetag durch die Stadt.
Die Obrigkeyt in Person des Magister Civium mit seynem Gefolge und Ehrengaesten zeygten sich den vielen Menschen. Die Pfeiffergruppen und Spielmannszuege in historischen Gewaendern, sowie die in Gewandung mitlaufenden Teylnehmer der Festumzugswagen des Folgetages  verbreyteten  mit ihrer Musik und den zahlreychen Fackeln eyne bewundernswerte Athmosphaere. Gab es denn etwas Schoeneres?
Nachdem Ende des Aufzuges setzten wir uns in eyne Taverne und beobachteten das Geschehen.

Bis zur Geysterstunde und darueber hinaus zogen immer und immer wieder die Spielmannszuege und Pfeiffergruppen an uns vorbey. Blieben an markanten Stellen stehen und boten ihre Kunst den Hunderten von Schaulustigen dar. Auch der Tisch der Obrigkeyt des Festumzuges wurde hierbey nicht ausgespart. Es herrschte eyne ausgelassene Stimmung bis die Tavernen schlieszen mussten.

Am 7. Tage des Scheiding wurden wir bereyts zur 6. Stund durch laute droehnende Musik neumodischer Art geweckt. Aha! Der grosze Tag war angebrochen und die Akteure der Festwagen begannen sich auf den Festumzug vorzubereyten. Sie versetzten sich waehrend des Schminkens und des Gewandens mit lauten Weysen in Stimmung.
Das Thema des groszen Festumzuges in diesem Jahr war die Legende von Tristan und Isolde. Wer zur Legende mehr erfahren möchte folge der magischen Zeyle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tristan_und_Isolde 

Im Pergamenthum zum Festumzug war niedergelegt, dass eine Vielzahl von Wagen die Geschichte in mehreren Akten bis hin zum tragischen Ende von Tristan und Isolde, sowie ihre Vereinigung im Paradies darstellen werden.  Wir waren echt gespannt , auf das was uns erwartete.

Nach eynem reychhaltigen Fruehstueck begaben wir uns bereyts zur 09. Stund ins Herz der Stadt.  Die Stadt war bereyts hellwach! Ueberall herrschte fleyssige Betriebsamkeyt. Die Tavernenwirte und die Haendler bereyteten sich auf den Ansturm von 20.000 bis 30.000 Menschen vor.
Bei den Barbieren herrschte rege Betriebsamkeyt. Dort wurden Haare geschnitten, gekaemmt , mit warmer Luft angeblasen und die Gesichter von Mayden und Recken bunt bemalt.
Von Minute zu Minute wurde der Menschenstrom in der Stadt dichter, so dass wir uns bereits zur 10. Stunde genoetigt sahen, uns eyne Taverne zu suchen. Denn wer den Festumzug am Umzugswege sitzend genieszen moechte, muss frueh da seyn, sonst ist die Chance vertan.
Gesagt getan. Wir konnten eynen wunderbaren Platz ergattern. Niemand konnte uns die Sicht auf den Festzug nehmen. Eynmalig!
Waehrend wir unser osmanisches Heyszgetraenk eynnahmen, trafen auch Uwe und Anita eyn. Im weyteren Verlauf kam es zum Zusammentreffen mit weyteren Mitgliedern unseres Vereyns die erst an diesem Tage anreysen konnten.
Wir rueckten zusammen wie es ging und organisierten Sitzgelegenheyten so lange wir noch konnten. Und nun harrten wir dort bey heyteren Gespraechen aus.
Unser Trumeler Franck organisierte eyne grosze Tasche voll mit den herrlichsten Koestlichkeyten, die wir dann mit Zustimmung des Schankwirtes dort verzehrten, da dieser an diesem Tage keyne Speysung anbot. Dazu eyn gutes Bier oder auch eynen guten Tropfen des Weynes, wie es sich gehoert.
Bereyts zur ersten Stund im Meridianus waren weyt und breyt keyne Sitzplaetze mehr zu ergattern. Die Menschentrauben nahmen deutlich zu. Und als der Festzug zur 3.ten Stund im Meridianus begann war die Stadt voll mit tausenden von Menschen.  Weit mehr als 20.000 Zuschauer saeumten den Umzugsweg als das Spektakel begann.
Zwey und eyne halbe Stunde lang zogen Spielmannszuege, Pfeyffergruppen, Themenfuszgruppen und Mottowagen  an uns vorbey.
Die Festwagen waren gigantische Gebilde mit riesengroszen Aufbauten und mit bis zu 40 oder 50 Darstellern darauf. Sie bildeten die tragische Legende von Tristan und Isolde in beeyndruckender Weyse ab.  
Die uebergroszen Wagen waren ueberwiegend mit Vorrichtungen versehen, um ihre gigantischen Aufbauten beym Metzgerthurm mit Koerperkraft oder alternativ mit Hydraulik herabzusenken und nach der Durchfahrt wieder aufzurichten.  Eyne unglaubliche Geschichte!
Vor dem Festumzug wurde eyn Pergamenthum verteylt auf welchem man seyne Stimme fuer den schoensten, beeyndruckendsten Wagen abgeben konnte. Diese Wagen wurde am Abend praemiert und am naechsten Tage nochmals auf dem Rathausplatz zur Schau gestellt.
Nach dem Festzuge mischten wir uns unter die vielen Menschen und genossen die Feyerlichkeyten bis zum Ende. Auch an diesem Tage kamen wir erst zur Geysterstund wieder in unsere Herberge zurück.

Am naechsten Morgen schlenderten wir nach eynem erneut guten Fruestueck nochmals bey strahlendem Sonnenscheyn durch das Staedtchen. Wir bestaunten erneut, die Architektur der vielen historischen Gebaeude aus dem 16. und 17. Jhdt. die in dieser Altstadt noch in Stand gehalten werden. Und bestaunten immer und wieder die ueber der Stadt majestaetisch dastehende Ruine St. Ulrich, Stammsitz der Herren von Rappoltsteyn.

Nach dem morgendlichen Spaziergang suchten wir uns eyn Plaetzchen in eyner zentral gelegenen Taverne, genossen das osmanische Heyszgetraenk, tankten nochmals richtig Sonne und schauten den vielen fleyssigen Helfern der Stadt beym Abbau der groszen Tribuenen zu.
Am fruehen Nachmittag schlieszlich verabschiedeten wir uns schweren Herzens von unserer Hauswirtin und dem schoenen Staedtchen .  Aber  eynes ist sicher -  wir waren nicht das letzte Mal hier – mitnichten!

Kategorie: News

Veröffentlicht am Sonntag, 31. August 2014 14:55 | Zugriffe: 4620

Ritterspiele auf dem Hohenlupfener Schloss zu Stulinga.

Es gab t a t s ä c h l i c h ein Wiedersehen mit der  windschiefen Hütte, wie sie von uns seit Jahren heimlich genannt wird. Und zwar am 30. Tage des Ernting AD MMXIV.

Das begann so: Vor Jahren entdeckten wir als Streuner  in der Mittelalterwelt den Schneckenstreit auf dem Schloss in Stühlingen, der von einem kleinen mittelalterlichen Markt begleitet wurde. Der Weg hinauf auf den Berg durch die Altstadt  stimmt wirklich auf das Zeitreisen ein.  Gelangt man durch das Torhaus auf den Vorplatz der Burg, umfängt einen eine der malerischsten Kulissen, die man sich nur wünschen kann. Der Blick verweilt erst mal auf einem uralten Haus, dessen Dach schon manchem Sturme trotzen musste, bevor man den Blick zum stolzen Schloss erhebt.

Wir blieben unserem Vorsatz treu und besuchen, nun man könnte sagen, alljährlich diesen schönen Flecken.

Aus diesem kleinen Fest entstand das Ritterturnier, wie man es in diesen Tagen erleben kann. Selbstverständlich gehört zum Turney ein Handelstag dazu. Der Markt ist nicht besonders groß, aber gut gefüllt mit fleißigen Händlern und Handwerkern. Er ist gemütlich am Tage und in den Abendstunden bei Feuerschein stimmungsvoll. Für die Lager der Rittersleut` ist gut Platz. Sie sind so nah am Geschehen, dass man in ihrem Treiben gut beiwohnen kann. Hält ein Schwätzchen hier und da und lässt sich beraten.  Auch für leere Bäuche und trockene Kehlen gab es Füllungen aller Art.

Neben dem Turnier war als Attraktion ein Scharfrichter zu bestaunen, der von den Gepflogenheiten der mittelalterlichen Rechtsprechung anschaulich zu berichten wußte. Die Ritter schlugen sich derweil  wacker in ihrem Kampfe. Es ging wohl darum den rechten Herren des Schlosses zu finden.  Eine schöne Geschichte, die Groß und Klein erleben durften. Den Jüngsten imponierten hauptsächlich die stolzen Ritter mit den schönen Pferden. Das war eine farbenfrohe Pracht. Wir sind gespannt was es im nächsten Jahr zu bestaunen gibt.

Bogenschießen und kleine Spielerein waren ein hübscher Zeitvertreib für alle.

Einer trefflichen mittelalterlichen Musik durften wir ab und an lauschen. Sonst ließen wir die Seele baumeln. Wer die entspannende Atmosphäre liebt, ist hier gut aufgehoben. Fernab von neuzeitlicher Geschwindigkeit kann man den Spätsommer in ruhigen Stunden genießen.

Ist die Sonne hinter den großen alten Bäumen endgültig verschwunden und der Nachthimmel aufgezogen, füllt sich der Platz  mit mehr und mehr Schaulustigen, die einem Feuerzauber beiwohnen wollten.
Die große Schar der Ritter zog, angeführt von Spielleuten, in einem mächtigen Fackelzug vom Schloss hinunter zum Turneyplatz, um das Feuerspektakel zu eröffnen.
Den Beginn machten Nachwuchsgaukler, die zum ersten Male vor großem Publikum ihre Kunst der Feuergaukeley aufführten. Mit dabei auch die Bälger der Gaukler, die bewiesen, dass sie bereits gut in diese Kunst eingewiesen worden waren.
Darauf folgten die Ritter aus dem Neckartal mit ihren Pferden. Sie zeigten Feuergaukeley unter Mitwirkung ihrer Rosse. Ein grandioses Spiel. Der Höhepunkt hierbei war der Ritt durch die hoch lodernde Feuerwand! Respekt vor den Rittern und ihren Pferden. Ein gar prächtiges Schauspiel.
Der absolute Höhepunkt der Feuerdarbietung aber waren die Feuergaukler von Grisu Alaman aus dem Klettgau, die in einer gekonnten Feuerschau die zahlreichen Schaulustigen zu begeistern wussten.
Sämtlichen Gauklern ward ein lautes und anhaltendes Handgeklapper am Ende ihrer Darbietungen geschenkt.
   
Noch lange nicht fanden die Markt-und Ritterfreunde an so einem Sommerabend, der heuer nicht so häufig war, ihre  Heimwege. So beschloss man den Tag bei einem Glase des guten Mets oder einem Kruge kühlen Bieres in geselliger Runde.

Also bis nächstes Jahr windschiefe Hütte. Wir schauen bei Dir vorbei, um zu sehen, was es Neues gibt.

Die Schreiberin reinigt nun die Feder von schwarzer Tinte und wünscht Euch einen goldenen Herbst.

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Veröffentlicht am Donnerstag, 28. August 2014 18:27 | Zugriffe: 4366

Am Freitag dem 22. Tage im Ernting AD MMXIV machten sich die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V.  auf den Weg nach Aach an der Aach,  am Hohentwiel.
In diesem Jahr fand ein neues Spectaculum im Hegau statt. Bei trockenem Wetter konnten wir uns auf der schönen Campsite einrichten, und genossen anschliessend einen kleinen Rundgang übers weitläufige Gelände, den wir mit einem Trunk an Ascans Taverne abschlossen.
Am Samstag, dem 23. Tage im Ernting pünktlich um 13 Uhr öffnete sich der Markt und die wartenden Besucher kamen auf das Gelände um sich von den Musikgruppen Corvus Corax , Tanzwut, Rapalje, Metusa , Berlinski Beat und Ye Banished Privateers berauschen zu lassen, beim Einkauf an den vielen Ständen ihre vielen Taler auszugeben oder auch um einfach nur über das sehr schöne Gelände zu schlendern und sich von der Stimmung mitreißen zu lassen. Das neue malerische Gelände in Aach ist wunderschön.
Am Sonntag, dem 24. Tage im Ernting öffnete der Markt bereits um 11.00 Uhr. Es spielten die Spielleute von Omnia, Versengold, Rapalje und Saltatio Mortis auf.
Wir trafen wieder viele unserer Bekannten und Freunde mit denen wir das eine oder andere Kirschbier und ein paar „Kaffee“ genehmigten. Es war für uns ein sehr gemütlicher Markt, und wir ließen die Seele baumeln. Wir genossen den Markt bis hin zum Abendkonzert am Sonntag.

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Veröffentlicht am Sonntag, 24. August 2014 18:38 | Zugriffe: 4436

So leset all und staunet.

Der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. hatte der Gemeindeobrigkeit der alemannischen Frühsiedlung  Murgon (Murg) vorgeschlagen, sich mit dem Thema „Die Rittersleut‘“, am Kinderferienprogramm „Murger Sommer-Spaß“ zu beteiligen. Der Obrigkeit gefiel was vorgetragen ward, tat es sodann den Kindern zu Murgon kund und trug ihnen auf sich an einem Satertage im Ortsteil Niederhof, beim Bürgerhaus, einzufinden.

So geschah es dann am  23. Tage des Augusto im Jahre des Herrn 2014, wie es Gott gefiel.

Den Kindern wurden durch fleißige Mitglieder unseres Vereins einen Nachmittag lang Einblicke in die Welt der Ritter und ihrer Rüstungen geboten.
Eingestimmt durch Josefin von Arcamu und Maid Mona mittels der Artussage, durften die Kinder nach Gutdünken oder Vorlage aus einem Wappenbuch des Ritters Eymar von Urberg ein Wappenschild selbst bemalen.
Mit vorgefertigten Schildern passend für rechte und linke Arme, Pinsel und Farben ging es am Bürgerhaus frisch ans Werk.
Kein Jammern und Klagen drang durch die Luft, sondern fröhliches Kinderlachen und Schreien.  
6 Knaben und 2 holde Maiden bemalten in friedlicher Eintracht bei Getränk und Kuchen in wunderschöner Art ihre Schilde. Angeleitet durch Akami, Josefin von Arcamu und Maid Mona gelangten die „Schilderbemaler“ zur Höhe ihrer Kunst. Und quälte sie der Durst, so war Mundschenk Taranis sogleich mit einem erfrischenden Trunke zur Stelle.

Als dann die bunten Farben trocknen mussten, durften die Kinder selbst an der Ritterrüstung von Ritter Eymar und Ritter Victor erleben, was ein Schwert, Helm und Kettenpanzer wiegt. Bei m Ankleiden der Ritter  zum Kampfe hin, schilderten die Ritter Victor und Eymar den Sinn und Zweck der einzelnen Rüstungsteile und wie sie zusammen wirkten.
Vom Untergewand über das Wams, Gambeson bis hin zum Wappenrock, Schwert, Lanze und Schild wurde alles gezeigt und erklärt. Ritter Victor als Ritter des Deutschordens erzählte noch über die Geschichte, Bedeutung und Aufgaben der verschiedenen Ritterorden. Erklärt wurde auch, dass das Wappenschild nicht nur ein Schutzschild ist, sondern auch ein Namensschild mit Bedeutung. Es sollte dem Gegner sagen, welcher Ritter, Knappe oder Fußsoldat vor ihm steht.

Nachdem die Ritter die Rüstungen erklärt hatten, ging es zum Schaukampfplatz auf die daneben befindliche Apfelbaumwiese. Dort zeigten die Ritter Eymar und Ritter Victor, wozu ein Schild nutzt, was es aushält und wie man es richtig führt.

Nach dem Ritterkampfe zeigten die Knappen Henrik und Adrian von Urberg, was sie als Knappen bisher gelernt hatten.

Und als in der warmen und trockenen Mittagsluft die angemalten Schilder der Kinder schließlich trocken waren, testeten die Kinder daselbst ihre Schilder durch Bewurf mit heruntergefallenen und nicht mehr zum Verzehr geeigneten Äpfeln.

Leider war zu 17. Stunde des Tages der fröhliche Nachmittag für alle schon wieder  vorbei. Nach dem Aufräumen und Saubermachen traten die Kinder und Mitglieder guter Dinge ihre Heimreise an.

Allen Mitwirkenden und Spendern sei auf diese Weise für ihre große Leistung nochmals mein  und Gottes Dank gewiss.

Ritter Eymar von Urberg.

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Veröffentlicht am Dienstag, 22. Juli 2014 18:36 | Zugriffe: 5527

Man schreybt den 19. Tag im Heuert AD MMXIV. Zur 3. Stund nach Sonnenaufgang versammeln sich Menschen auf dem Kutschenabstellplatz, genannt Auplatz, zu Seckinga.
An der Gewandung ist leycht zu erkennen, dass es sich hier um Angehoerige des Mittelalterstammtisch Hochrheyn handelt, die es an diesem Satertage so frueh aus der Schlafstatt getrieben hat.
Hat man doch von eyner befreundeten Gemeynschaft, die sich "Historisches Eschbach" nennt, eyne Eynladung zur Lagerey mit dem Namen "Camaraderie Médiévale" erhalten, die am Ortsrand zu Ascabah abgehalten werden soll.
Die Kutschen waren saemtlich prall gefuellt. So mussten fuer diesen Anlass ja nicht nur die Schlafutensilien mitgefuehrt werden, neyn auch die transportablen Behausungen mussten aus den Kellergewoelben herausgekramt werden. Und so ergab es sich, dass die Kutschen vor lauter Fellen, Decken, Essgeschirren, Feuerschalen u.v.m. ueberquollen.
Und nachdem dann auch die letzten Mitstreyter eyngetroffen waren, setzte sich die Karawane zur 8ten und eyner halben Stunde in Bewegung in Richtung Ascabah.
Der Himmel war klar und strahlend blau. In wenigen Stunden wird uns wohl die Hitze eyngeholt haben.
Deswegen trieben wir unsere Rosse an, um keyne Zeyt zu verlieren. So hatten wir doch  zu Prahmbach noch weytere Mitstreyter aufzunehmen.
Die Kutschen rollten wie der Wind und zur 10ten Stund trafen wir zu Ascabah eyn.
Der Lagerplatz war noch leer, nur die ersten fleyssigen Helfer von "Historisches Eschbach" huschten flink ueber die Lagerflaechen.
Nachdem die Standorte unserer Behausungen abgeklaert waren, entluden wir unsere Kutschen, stellten diese auf eynen speziell dafuer vorgesehen Sammelplatz und begannen mit der Werkeley.
Die Temperaturen waren noch sehr angenehm fuer diese beschwerliche Arbeyt. Aber nach etwas mehr als eyner Stunde waren die Behausungen aufgestellt, die Schlafstaetten hergerichtet, die Saecke mit frischem Heu befuellt, die Laternen fuer die Nachtzeyt aufgerichtet.
Nach und nach fuellte sich die Lagerstaette. Trafen doch die Hospitaliter, die Templerkomthurey Gallenweyler und die Templerkomthurey Freyburg mit ihrem Gefolge noch eyn. Und so wurden saemtliche Behausungen im groszen Rund erstellt, mit eynem schoenen groszen Platz in der Mitte, an welchem am Abend das grosze Feuer brennen sollte.
Mit fortschreytender Zeyt wurde es zusehends waermer und waermer. Die Sonne brannte erbarmungslos auf uns hernieder. Aber es war an alles gedacht: eyn Wasserspeyer tat seyne wertvollen Dienste. Ob Maennleyn oder Weybleyn, egal, jeder liesz sich vom Wasserspeyer die Kleyder, Kopf und Haar benetzen, nur so liesz es sich aushalten.
Eyn kuehler Schluck des guten Bieres tat gut, aber das mit Luftblasen durchsetzte Trinkwasser erschien unsereyns zu diesem Zeytpunkt um Vieles schmackhafter.
Die tragbaren Eyskeller gerieten bey diesen Temperaturen schnell an Ihre Grenzen.
Nach getaner Arbeyt versammelten sich die Lagereyteylnehmer unter eynem groszen Sonnensegel um gemeynsam eyne Kleynigkeyt zu speysen. Hierbey wurden erste neue Kontakte geknuepft und man tauschte sich eyn wenig aus.
Nachdem auch die Spielleute "Skadefryd" gesaettigt waren, gab man sich fuer eyne Weyle dem Gesang und dem Musizieren hin, was von den uebrigen Gewandeten mit Handgeklapper bedacht wurde.
Mit Gespraechen unter schattigen Plaetzen, dem eynen oder anderen kuehlen Trunke, verbrachte man den Tag in groszer Gemeynschaft und Ausgeglichenheyt.
Zur 7ten Stund im Meridianus lud schlieszlich das grosze Feuer in der Mitte des Platzes zur abendlichen Atzung eyn.
Fleyschspiesze, Fleyschlappen, in Haeute gepresstes Fleysch - alles fand seynen Platz auf dem groszen Eysengeflecht, um dieses zu garen. An anderer Stelle wurden schmackhafte Salate dargeboten, die von den Lagereyteylnehmern zubereytet worden waren. 
Zu diesem Mahl durfte dann aber eyn Becher des kuehlen Bieres oder des guten Weynes nicht fehlen - gesagt, getan!
Nachdem die Waenste zu aller Zufriedenheyt gefuellt waren und die Nacht hereynzubrechen begann, wurden die Baenke zur Feuerstelle getragen, wo man sich in groszer Runde darnieder liesz.
"Skadefryd" musizierte, die Menschen sangen mit, tanzten ums Lagerfeuer herum, waren eynfach nur begeystert! Es wurde gescherzet, es wurde viel gelacht! Eyn munteres Voelkchen hatte sich hier versammelt fuerwahr!
Und nach dem es letztlich vollstaendig dunkel ward, boten uns die Feuergauklerinnen von "Historisches Eschbach", als auch die Feuergauklerbaelger, ihre Kunst dar. Wunderbare Kunst und der Nachwuchs, der mit magischem Licht hantierte welches niemals ausgeht, zeygte, dass sie den Groszen in Nichts nachstehen. Teylweyse wurde die Feuerkunst zu den Weysen von "Skadefryd" dargeboten. Hier muss den Feuergauklern eyn richtig dickes Lob ausgesprochen werden - eyne sehr unterhaltsame Gaukeley!
Zur Geysterstunde wurden schlieszlich noch magische Feuerspiele entfacht, die bunte Lichter ueber den Lagerplatz  erstrahlen lieszen.
Bey wunderbar angenehmen Abendtemperaturen sasz man noch bis lange nach der Geysterstunde in froehlicher Runde beysammen. Die Kuenste unseres  Trumelers Franck konnte man noch fast bis zum Hahnenschrey vernehmen. Ward er doch nimmer muede damit, seyne flinken Finger ueber die Felle der Davul gleyten zu lassen.
Zum Tagesanbruch wurden die Lagereyteylnehmer aber unsanft durch das Grollen des Donners geweckt. Und kurz danach prasselte auch schon der Regen herab. Der Himmel zeygte sich in grau und schwarz und es war absehbar, dass sich das Wetter an diesem 20. Tag im Heuert nicht mehr erholen wuerde. So erhob man sich und packte geschwind seyne Schlafutensilien und die Eynrichtungen der Zelte in die Kutschen und schlug letztlich bey stroemendem Regen die Zelte ab.
Man setzte sich schlieszlich noch unter dem Sonnensegel, dass auch hervorragend gegen den Regen schuetzte, zusammen. Es wurden Wetterprognosen ausgetauscht, die allesamt nicht Gutes prognostizierten.

Der Lagervogt Sepp hatte zwischenzeytlich seynen Maegden aufgetragen fuer eyn fuerstliches Fruehstuecksmahl zu sorgen und so geschah es. Es wurden reychhaltige Speysen aufgetragen, es mangelte an nichts! Eyne wahre Pracht dies alles anzusehen und natuerlich auch zu verkoestigen. Man konnte sich an eynem heissen osmanischen Gebraeu erlaben, sich eynem heyssen Aufgussgetraenk aus dem Reych der Mitte hingeben oder ausgepresste Fruechte zu sich nehmen. An alles ward gedacht!
Man tauschte waehrend der Speysung noch eynmal Gedanken aus, liesz den Abend nochmals am geystigen Auge vorbeyziehen und befand die Lagerey allgemeyn als sehr gelungen!
Ploetzlich frischte der Wind auf und der Regen verdichtete sich. Nachdem die Windboen deutlich heftiger wurden, blies man allgemeyn zum Aufbruch. Der restliche Abbau wurde in fleyssigster Arbeyt bewaeltigt und schlieszlich stiegen die tapferen Recken und huebschen Mayden alle in ihre Kutschen und man fuhr in alle Himmelsrichtungen davon.
Man hatte sich das Versprechen gegeben, sofern Lagervogt Sepp im Jahre des Herrn MMXV wieder rufen sollte, sich an dieser Staette wieder zu versammeln.

Den Hospitalitern, der Templerkomthurey Gallenweyler, der Templerkomthurey Freyburg und nicht zuletzt "Historisches Eschbach" sey abschlieszend nochmals herzlichst fuer dieses sehr angenehme Freundschaftslager gedankt. Ihr seyd alles richtig gute Freunde geworden.

 

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Veröffentlicht am Dienstag, 08. Juli 2014 07:39 | Zugriffe: 4592

Seit vielen Sommern rüste ich mich mit den Meinen für das Phantasie- und Mittelalterspektakulum.
Die guten Reisekleider werden gebürstet und das feste Schuhwerk eingefettet und eine Sohle, wenn es denn sein muss, vorab ausgebessert.
So ein mittelalterlicher Markttagbesuch in der Umgegend ist nun schon nichts Besonderes mehr. Das stimmt wohl, denn viele andere spannende Dinge tun wir auf unseren Zeitreisen. Dies könnt ihr "Fremden" unter den Lesern in unseren kleinen Geschichten erfahren, welche hier aufs Neue im magischen Netze erscheinen.
Ist Unsereins aber erst einmal auf so einem Spektakulum angekommen, lässt es das Weiberherz doch immer wieder in Verzückung geraten. All die bunten und reichgefüllten Stände, der Duft von leckeren Spezereien und das Betrachten der Zeitwanderer ist ein rechter Zeitvertreib. Auch für die Mannsbilder ist sicher der ein oder andere Handel von Interesse. Gutes Gesöff in der Kehle macht sie wohlgestimmt und die Geldkatze wird schon mal geöffnet um der Liebsten den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen. So war es schon immer! Dann ruhte man im Schatten der Bäume noch ein Stündlein aus und trat den Heimweg an.
Ein Weibsbild, wie ich selbst eines bin, wünscht sich aber ab und zu ein wenig Kurzweil im Kreise von lieben Menschen an solchen Tagen und darüber hinaus.
Nun, das war bis vor einem Sommer und dem Frühling davor ein Wunsch der offen blieb.
Dann geschah es, dass unser Völkchen am Hochrhein sich fand, dem ich mit Mann und Kind und Kindeskind auch angehöre. Von nun an änderte sich unser Leben im Mittelalter. Wenn wir jetzt über den Markt schreiten,treffen wir auf viele von uns.
Schon beim Abstellen der stählernen Kutschen auf den Trockenwiesen vor dem riesigen Marktplatz erblickt das geübte Auge die Wägelchen der befreundeten Gevattern. Freude erfüllte uns, wer alles anzutreffen sein würde. Und wie von selbst finden wir zueinander. Berichteten uns das Neueste an schnell errichteten Tafeln, zu dem sich die ritterlichen Mannsbilder, im wahrsten Sinne des Wortes, zu einem kleinen "Bankraub" hinreißen ließen, damit all die schönen Frouwen an ihren Seiten die müden Beine ausruhen konnten. So mussten sie nicht im grünen  Grase Platz nehmen, sondern fanden auf einem hölzernen Bänkchen einen Rastplatz. Es war ein wirklich herzliches Beisammensein, bei dem der Alltag weit ab liegen blieb,für diese Stunden unter sonnigem Himmel. Ich glaube, selbst wenn Petrus es nicht so gut gemeint hätte, wär' die Zeit ebenso prächtig verstrichen.
Nein, jetzt sind es nicht mehr nur Markttage wie jede anderen. Wir machen uns selbst etwas Gutes daraus. Da können uns auch die ab und an stattlichen Forderungen der Händler und Kaufleute nicht schrecken. Es gab auch ebenso viele mit redlichen Preisen für gute Waren.
Also ihr Vorbeigeher und Schauer dieser Seiten, wenn ihr auf der Suche seid, so wie ich einst, findet uns doch auf den Märkten. An unserem Zeichen erkennt ihr uns! Es steht am Anfang dieser Seite und wir tragen es am Gewand! Kommt dazu, dann wird es immer schöner werden.Wir plaudern gerne über unsere kleinen handwerklichen Beschäftigungen oder schwatzen über Vita, Vina und Musica. Neuankömmlingen geben wir stets gerne Auskunft über das, was wir selbst schon erfahren haben. Viele Bannen uns auch in kleinen Kistchen, die später bunte Bildchen zeigen können. Unser Gevatter Tod ward an diesem Tage mit großer Aufmerksamkeit beschenkt worden. So nahmen einige sein Abbild mit in die Heimat.
All jenen, die aus unseren Reihen dabei waren, sende ich einen herzlichen Gruß.
Zu Weil am Rhein versammelten sich mehr als zwei Dutzend unserer Mitglieder. Das war schon sehr ordentlich, findet ihr das auch?

Bleibt allesamt gesund, sagt Euch die Schreiberin und reinigt nunmehr die Feder von schwarzer Tinte!

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Veröffentlicht am Sonntag, 29. Juni 2014 17:33 | Zugriffe: 4819

Am 29. Tage im Brachet AD MMXIV versammelte sich die Gefolgschaft des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. eyne Stund vor der hohen Mittagsstunde auf eynem der groszen Kutschen-Abstellplaetze zu Seckinga.
Hatte man doch die Absicht sich nach Helvetien zu begeben, um dort in der Stadt Sempach im Rahmen eyner großen Feyerlichkeyt  dem Sieg der Eydgenossen ueber die Habsburger zu gedenken. 
Wir bestiegen folglich unsere Kutschen und trieben die Roesser an. Erster Halt war in der, im vorderoesterreychischen gelegenen  und von den Grafen zu Frick beherrschten, Landschaft Fricktal. In eynem kleynen Doerfleyn, welches sich Steyn nennt.
Dort warteten wir an eyner Haltestation auf das Eyntreffen unserer Freunde vom Ehrenbund des silbernen Basilisken, die es an diesem Tage vorzogen, mit dem eysernen schnaubenden Ross anzureysen um sich schlieszlich in unsere feudalen Kutschen zu zwaengen.
Die gut gefuellten Kutschen nahmen wieder Fahrt auf und so ging es auf eynem gut befestigten Schnellpfad in Richtung Sempach.
Wir kamen eyne halbe Stund nach der hohen Mittagsstunde an,fanden sogleych eynen vernuenftigen befestigten Abstellplatz fuer unsere Kutschen direkt am See. Nur was war das? Hatten doch die Grundherren von Sempach innert eynes Jahres beschlossen, fuer diesen Kutschenabstellplatz eyn Handgeld "zu heuschen". Nun denn, wir mussten uns beugen und entrichteten dieses schweren Herzens.
Die Kutschen gesichert, die Pferde versorgt, die Kleydung gerichtet - nun denn -  auf ins Geschehen!
Der Weg fuehrte uns am See entlang zur Seevogtey, wo sich eyne grosze Anzahl von Heeren zum Lagern niedergelassen hatten, dazwischen tummelten sich Handwerker und Haendler jeglicher Art, Gaukler, Gauner, Krieger, Pilger, Priester und viele mehr. Die Lagerflaechen waren voll belegt, keyn Zelt haette hier mehr Platz gehabt.
Es herrschte bereyts eyn reges Hin und Her. Fleyssige Menschen liefen wie die Ameysen zwischen den Zelten herum.
Das Wetter war eynzigartig. Zwar bewoelkt, aber warm und ab und an trug eyn angenehmes Lueftchen Kuehlung vom See ins Lager.
Und wie es nicht anders seyn konnte, kaum hatte man diese Lager betreten, konnte man bereyts viele lieb gewonnene Menschen begrueszen. Stellvertretend seyen hier Anne und Gero von Anno 1482 e.V. genannt. Welch herzliches Aufeynandertreffen!
Eynige wenige Schritte weyter wurde uns die Qual der Wahl hinsichtlich der Eynnahme des Abendmahles abgenommen. Konnten wir doch unsere lieben Freunde von der "Raeucherkate" begrueszen, die wieder eynmal herrlichste Wildspezialitaeten anzubieten hatten. Wo wir spaeter also zu Abend essen werden, war geregelt!
Nun hinauf ins Staedtchen. Emsiges Gelaufe aus allen Richtungen - in alle Richtungen. Wollte man doch das Staedtchen bis zur offiziellen Markteroeffnung zur 6. Stund im Meridianus fertig herausgeputzt haben.
Was uns auffiel - viele Haendler, Handwerk, Tavernen, Schaenken. Weyt mehr als im Jahr zuvor, so hatten wir den Eyndruck! Eyn tolles Bild, dass sich hier bot.
Und so verging die Zeyt bis zur Eroeffnung durch die Oberen Herren wie im Fluge! Und nachdem das Wetter auch mitspielte, waren die Gassen und Straszen des Staedtleyns bald sehr gut gefuellt mit Besuchern, sowie herrlich gewandeten Zeytreysenden. Was wieder sehr gut gefiel, waren die Layenspieler, die viele Szenen zur Geschichte der Stadt darboten. Hochinteressant und aufschlussreych!
Wir genossen die Zeytreyse, nahmen an der eynen oder anderen Schaenke eyn kuehles Helles zu uns, oder lieszen uns den koestlichsten Met munden. Gepoeckeltes vom Hirsch, Schweyn und Pferd wurde verkoestigt!
Immer wieder wechselten wir zwischen Seevogtey und Altstadt hin und her und lieszen uns treyben! Und es blieb nicht aus, dass der Tag im Nu verging, die Nacht brach hereyn und damit wurde es sehr stimmungsvoll! Viele Fackeln, Oellichter, Feuertoepfe und dergleychen verbreyteten ihr flackerndes Licht!
Und waehrend wir in der Ratsschaenke bei den Moenchen uns den "goettlichen" Weyn munden lieszen, begeysterten die Feuergaukler von "Flammenzauber" mit ihren Darbietungen die Menschenmassen, die sich versammelt hatten. Begleytet wurden die Feuergaukler von der Mittelalterformatio "Kel Amrun".
Ich moechte an dieser Stelle aber nicht vergessen zu erwaehnen, dass der Sparzwang der obersten Geldgeber fuer dieses Fest, in diesem Jahr gerade die "Ars Musici" (Kunst der Musik) in vollem Umfang traf.
Formatios waren auf diesem riesigen Festgelaende viel zuwenige unterwegs. Je nachdem wie man sich auf diesem Fest bewegte, waere es moeglich gewesen, den kompletten Tag nicht eynen eynzigen Ton eyner Musici zu hoeren. Im Gegensatz zu Sempach war das "Stille MPS Bad Saeckingen" eyne Radauveranstaltung!
Christoffel der Juengere konnte im Heerlager an der Seevogtey eyn wenig durchdringen. Aber Caroline die mit ihrer Guitarra und ihrem zarten Stimmleyn versuchte eyne Taverne zu besingen, gab nach dem zweyten Lied auf, da sie wegen des lauten Stimmengewirrs ueber die zweyte Sitzbank hinaus nicht mehr zu vernehmen war.
Die ersten Toene von "Kel Amrun" waren zur 8. Stund im Meridianus zu vernehmen! Davor gab es nur wenige zarte Klaenge eyner kleynen Formatio die eyne Gauklertruppe durch die Stadt begleytete. Hier sey dem Kanton Luzern empfohlen, die Geldkatze wieder eyn wenig mehr zu oeffnen, damit ab naechstem Jahr auf diesem sehr groszen Gelaende allenthalben und an jeder Ecke wieder die schoensten Weysen aus jener Zeyt zu vernehmen sind, wie dies im Jahr AD MMXIII der Fall war.
Kurz vor der Geysterstunde setzte dann der lange angekuendigte Regen eyn und den Himmel durchzuckte eyn Wetterleuchten.
Fuer uns eyn untruegliches Zeychen unsere Pferde vor die Kutschen zu spannen und die Hemyreyse anzutreten, was wir schlieszlich auch taten.
Es bleybt festzuhalten, auch wenn in Sachen Musici in diesem Jahr Abstriche zu machen waren, ist und bleybt die Gedenkfeyer zur Schlacht von Sempach immer eyne Reyse wert.

Kategorie: News

Veröffentlicht am Montag, 16. Juni 2014 11:10 | Geschrieben von Super User | Zugriffe: 3939

Fry am Morgen des 14. Tage im Heuert anno Domini 2014 traf sich unsere Reysegesellschaft  in Seckinga zur Reyse zur Hochkönigsburg. Alle Reysenden verteylten sich auf die vier Kutschen, welche wohl gefyllt losrollten und uns Reysende innerhalb von derer zwei Stunden an den Fuß der Berge zu Kintzheim im elsässischen Frankenreich trugen.

Dort wohl gewandet in Tracht und Kleyd begab sich die Gruppe in die Wildnis zu den kleynen aus dem Heydenland stammenden Berberäffchen.

Das Interesse war groß unsererseyts, die kleynen behaarten teufelsgleychen Affen zu bestaunen, und auf Geheiß der Tierbändiger richtig mit erhitztem Mais zu fyttern. Gar manch einer dieser kleynen haarigen Affen war bereyts so gesättigt von diesem erhitzten Mais, dass er gar nicht hungrig schien. Zwar saßen die männlichen kleynen Affen auf den Geländern, die kleynen haarigen Weyber jedoch blieben weyter hinten zwischen Bäumen zumeyst, da sie erst vor wenigen Wochen ihre Kindleyn bekommen hatten. Ohne Hast, Arg und Gier nahmen die Kleynen das Mahl von der dargebotenen Hand, um es dann in den Mund zu stecken.

Bei Gunnar entschied sich ein männliches Affentier erst nach Einnahme seines Stammplatzes auf der anderen Seyte des Wegs, das dargebotene Mahl huldvoll anzunehmen.

Andere Mitreysende wurden auf Grund der guten Laune gar ybermytig und versuchten ein böswillig Spiel zu treyben mit dem Namen: Wo ist der Affe auf dem Bilde ?

Trotz vieler Späße mit den Äffchen verließen wir all den Wald der Affen, um gemeynsam zum hohen Ziel unserer Reyse, der Hochkönigsburg, nun zu gelangen.

In vielerley Gewandung, die Damen in feynem Tuch und Rock, die Herren in Staat und Wappnung, gelangten wir zum ersten Tor der Feste, wo unser Erscheynen für ein erstauntes Ah und Oh bei anderen Besuchern, Groß und Kleyn, sorgte.

Der Obulus ward an die Burgverwaltung entrichtet und so konnten wir in die Feste eyntreten. Prunkvolle Mauern und ausgefeylte Verteydigungswerke galt es zu sehen, bis wir zum Haupteyngang gelangten. Dort mussten die Gewappneten unserer Gruppe ihre Waffen abgeben, um die Hauptfeste betreten zu dürfen. Welch Bitternis. Kam sich der Geharnischte doch so nackend vor. Doch was lag Aufregendes vor uns! Die Geleytung durch eynen Franken in dieser Feste wart zum freudigen Spektakel mit eynigem Gelächter und vielem interessanten Wissen. Prunkvolle Säle, aufs Angenehmste ausgestattete Kemenaten mit Ofen, Truhen, Tisch und Stuhl und getäfelten Wänden konnten wir bestaunen. Herrlichste Wandgemälde wurden bestaunt.

Oh, welch Prunk und Protz in der Feste der Herren und Grafen von Tyersteyn !

Leyder wurden wir auch der leydvollen jahrhundertealten Geschichte der Feste gewahr, die eynen mehrmaligen Wiederaufbau derselben notwendig machte, bis sie so wie heute aussah.

Vielerley Ausstattung zum Wohnen, Verteydigen, Schmausen und Schlemmen wart uns gezeygt, doch leyder war die Kyche und das dortige Weinfass leer, so dass wir in die allgemeyne Burgkyche am Burgzugang uns begeben mussten, und auch da schien so manchem eine Rosa-Wurst nicht ganz reyn zu sein, während der Kuchen aus Käse vielen mundete.

Nach dem Mahle wandelten wir auf den Spuren von Kaiser Fredericus II. Dem wohl größten Kenner und Vollender der Falknerkunst, jedem wohl bekannt, der sich mit der Falknerey und seyner Zeyt befasst.

In der Feste Kintzheim zu Kintzheim, drunten wieder im Tale, durften wir uns den huldvollen majestätischen Vögeln der Jagd, Adler, Bussard, Falken und anderen edlen Vögeln nähern. Auch die Geyer waren zugegen, ohne uns allerdings an den Geldbeutel zu wollen. Würdevoll und erhaben zeygten sie ihre Kynste im Fluge, ihr Jagdgeschick und ihre Eleganz, nicht ohne den Eynen oder Anderen mit einem Flügelschlag zu Recht zuweisen, wenn dieser im Vorbeiflug zu keck die Nase hob.

Respektvollen Umgang und Mut verlangte es, dem Falkner den Vogel abzunehmen, was auch eyner jungen Dame von uns vergönnt war.

Nach der Besichtigung dieser Feste mit all seynen Jagdvögeln begaben wir uns in die Kutschen, die uns geschwind zurück nach Seckinga in unsere Taverne brachten.

Aufs Angenehmste ermattet konnte sich eyn jeder beim schmackhaften Mahle und Trunke erholen und nochmals die Erlebnisse des Tages passieren lassen und gemeynsam lachen.
Eyn besonderer Dank sey unseren Organisatoren gespendet, die daselbst sich wundervoll eynbrachten.

 

Eymar von Urberg

Kategorie: Sonstiger Märkte

Veröffentlicht am Samstag, 31. Mai 2014 18:34 | Zugriffe: 4119

....lockte uns an den Bodmansee zu Ueldingen-Mulnhoven

Die Reise zum schwäbischen Meer verlief ohn' Beschwerlichkeiten. Für die blechernen Kutschen fand sich alsbald eine Koppel und wir lenkten die Schritte zu den stillen Ufern.
Was wir erblickten erfreute Herzen und Gemüter. Denn diese besondere Leichtigkeit findet man einzig an solch' großen Wassern. Der Alltag blieb einfach zurück. Keine Ahnung wohin er sich zurückzieht in solchen Momenten des Glücks.
Sogleich ließen wir uns auf einer saftig grünen Wiese nieder und genossen ein kräftigendes Mahl aus dem Proviantkorbe. Dort harrten wir eine ruhige Stund' und immer wieder suchten unsere Augen lächelnd die fernen Ufer ab. Doch das Markttreiben hatte längst begonnen und in den Lagern der Welf'schen Ritterbrüder und Seehaufen Landsknechte brannten die Feuer bereits für das Mittagsmahl. Noch bevor wir die Marktstätte erreichten, fesselten uns erst einmal die Waffenübungen junger Ritter und deren Knappen und wir zollten ihnen Respekt.
Dann schritten wir endlich aus, die Stände der Krämer und Handwerker zu erkunden. Feine Waren fanden wir vor. Über die Jahre trieb es uns so manches Mal von Ort zu Ort bei unseren Zeitreisereien. Ich muss sagen, wo wir auch gewesen waren, haben die Besonderen einen Platz in unseren Herzen behalten. Wir waren uns sofort einig, dass sich hier einige von ihnen vereint hatten Markt zu halten.
Wir trafen nicht nur den einzigartigen Meister, der mit seinen magischen Händen Bernsteine in Kunstwerke verwandelt, nein auch die freundliche Näherin bot schönste Gewänder aus der eignen Werkstatt an. Selbst die Knöpfe schneidet ihr emsiger Gatte aus den Zweigen des eigenen Kirschbaumes.
Eine besondere Auswahl feinster Gesöffe bot der junge Händler feil. Da konnte man seine Zunge und den Gaumen aufs trefflichste verwöhnen.
Ein braves Weib sorgte direkt vor Ort für sittsame Kopfbedeckungen für Jungen und Frouwen. So ging es immer fort. Zählte ich alles auf, ihr würdet des Lesens müde.
Wir raten Euch deshalb, selbst einmal diese Reise zu tun. Es macht Freude, denn weder sind hier Wegzölle fällig, noch löhnt man für das beherbergen der Kutschen. Und der Markt ist beschaulich.

Unsere Geldkatzen waren trotzdem schnell erleichtert. - Wen wundert's wohl..... - Die feilen Waren durften wir jedoch stets redlich erhandeln.

Nun mehrte sich unsere Gesellschaft und wir trafen die Glücklichen nach getaner Arbeit. Da sie dem Seehaufen ebenso angehören, wie unserem bunten Völkchen vom Mittelalterstammtisch, der sich sonst am Hochrhein zu Hause fühlt, waren auch wir willkommen in ihrem Lager. Es entsponnen sich geschwind viele Gespräche über Lagerleben und Historie. Mit einem sprudelnden Rebensaft begossen wir dies freundschaftliche Treffen. Nochmals Dank für die Gastlichkeit.

Die Landsknechte zeigten dem Volke und den Besuchern eindrucksvoll ihre Lanzen. Pfeifer und Trommler begleiteten sie beim Marsch durch Markt und  Lager. Am Seeufer waren ihre Kanonen platziert, mit denen sie uns die modernste Waffenkunst von 1525 vorführten. Laute Böllerschüsse klangen über den See, dass man meinte bei der Seeschlacht im dreißigjährigen Krieg gegen die Schweden dabei zu sein.

Nach all den schönen Stunden und einem kräftigem gebackenen Brot mit Käs' und allerlei Gewürz, das uns für den Heimweg stärkte, trennten sich unsere Wege für diese Mal. Wir sehen uns sicher einmal wieder!

Diese herzlichen Worte halten wir fest. - Und ich reinige die Feder von schwarzer Tinte

Gehabt Euch wohl, sagt für dieses Mal die Schreiberin mit ihren Gefährten. 

Kategorie: News

Veröffentlicht am Samstag, 31. Mai 2014 13:45 | Geschrieben von Super User | Zugriffe: 4102

Seyd gegrüßt allesamt,

und wieder gibt es Neues zu berichten von unserem mittelalterlichen Treyben auf dieser Erdenscheybe. Am letzten Tage des Wonnemond ward die Formatio SKADEFRYD gerufen, bey eynem Erscheynungsfeste in helvetisch Landen aufzuspielen. Da liessen sich die Lump... ähhh die Spielleute nicht lumpen und bestiegen, schwer beladen mit den Kostbarkeyten der Formatio, gemeynt sind die Instrumente, die stinkenden Kutschen und reysten gen Mumpf, wo die Spielleute von der Gastgeberin Renat schon sehnsüchtig erwartet wurden.

War das eyn grosses Hallo, da eynigen Gästen erst jetzt gewahr wurde, dass auch der Gevatter daselbst erscheynen würde, um das Volk zu unterhalten. So waren alle in ausgezeychneter Stimmung, die vermuten liess, dass bis in die tiefe Nacht gefeyert würde. Eyn feyner Bratenduft drängte sich in unsere Nasen, und die Augen erblickten - EINE SAU!! Jaja, ihr lest richtig, eine ganze Sau, auch Spanferkel genannt, ward am Drehspiess zubereytet, und dieser köstliche Duft liess die leeren Mägen knurren wie eyn Rudel Wölfe....

Nun, bis es soweyt war, konnte man sich schon an Met, Bier und anderm Gesöff laben, sogar Wasser ward gereycht, doch eyn mancher verabscheute dies, da er sich vorstellte, dass Fische derart Unflätiges in den Wassern treyben würden.. und so zogen diese Recken Met und Bier vor.

Nun ward es aber an der Zeyt, die Instrumente zu schnappen, und die ersten Liedleyn anzustimmen. Der Merseburger Zauberspruch mit seinen Idisen machte den Anfang, doch halt, da hat sich der Gevatter wohl vertan, kündigte doch der Troubadour eyn Liedleyn aus angelsächsisch Landen an... ungläubig starrte der Gevatter auf die Noten, und beym ersten Ton war es klar, er hat seynen eygenen Erscheynungstag vergessen und die Anwesenden sangen ihm zu Ehren eyn Ständchen.... und der erste Teyl endete schließlich mit eynem Lied aus kaledonisch Landen - Loch Lomond...

Dann flossen Tränen der Freude, als die grooooosse Überraschung die Gesellschaft besuchte, eyn schottischer Barde aus badisch Landen spielte mit seynem Dudelsack auf, eyn Könner spielte Tunes, die wir vorher nicht kannten, aber auch bekannte Weysen spielte er gekonnt und alle klatschten im Takt mit und sangen zu den Sack-Klängen.

"HOLT MICH HIER RAUUUUSSS"  Die Sau rief verzweifelt und - schwupps - wurde sie von ihrem Gestänge befreyt, und die hungrigen Mäuler standen an, um eyn leckeres Stück zu ergattern. Aber damit nicht genug, es wurden auch andere Speysen gereycht, Brot, Schmalz, Wurst, Käse, Salate und Obst standen reychlich zum Verzehr bereyt, und hier und da war nur ein leis vernehmlichen "mmmmh legger" zu vernehmen.

Die Formatio machte sich nun erneut an, den 2. Teyl zu spielen und hernach wurde wiederum der kaledonische Barde mit lautem Beyfall begrüßt und nach seynen Tunes würdig verabschiedet.

Zwischendurch gab es genug Zeyt für Gespräch und Austausch von Neuigkeyten, nun, es waren ja genügend neugierige Weybsleute da, die allerhand zu erzählen wussten.

Am Rande gab es noch eyne Taufe... eyne Feuertaufe sozusagen, denn unsere Dorell, Fiedlerin ihres Zeychens, wurde in den Kreys der "Kehlenschneyder" aufgenommen, und sie hat mit Bravour bestanden.

Die Nacht war mittlerweyle hereyngebrochen, und es wurden die Lichter angemacht, es war eyn wunderschöner Anblick! Die Formatio spielte dann den 3. Teyl und schloss mit "Schockschwerenot".

Noch eyn wenig warten, dann schlug es Mitternacht, der Tag der Erscheynung von Renat war angebrochen, und wieder erschallte das Lied aus angelsächsisch Landen, es wurde gratuliert und umarmt, alle freuten sich. Doch dann kam eyne erneute Überraschung - der Mittelalterstammtisch Hochrhein hat es sich nicht nehmen lassen, die Gastgeberin mit eynem besonderen Geschenk zu erfreuen: Unser Taranis kann nicht nur als Mundschenk das Volk erfreuen, neyn - er ist auch im Handwerk sehr geschickt und so baute er für Renat eyne Tischdekoration für die dunklen Abende! Eyn Galgen, der allerdings keynen Verurteylten hielt, sondern eyn kleynes Lichtleyn, welches dann am Tisch eyne wundervolle Athmosphäre verbreytet.

Und abermals wurde der Gevatter überrascht, denn eyn solches Kunstwerk bekam auch er geschenkt, genau nach des Gevatters Geschmack.. wenn ihr es sehen wollt, besucht im Buch der tausend Gesichter den Gevatter...

Nun aber war es Zeyt, langsam aufzubrechen, Wir verabschiedeten uns von eyner wunderbaren Gastgeberin, eynem tollen Abend mit lieben Freunden, und die Erinnerung an diesen Tag werden wir noch lange in unseren Köpfen behalten.

Kategorie: News

Veröffentlicht am Montag, 19. Mai 2014 16:57 | Zugriffe: 4290

Gäste wurden erwartet. So ward es beschlossen. Und mein Gatte, der Culinarius, war vollauf mit dem Dienst im seiner Küche zugange, sodass er mir die grosze Aufgabe überließ, an alles zu denken.
Schon seit dem Hartung war ich am sinnieren, welch ein treffliches Zusammensein bevorstünde.

Der Vogt schuf Platz für diese und jene Zeltstatt an unserer Lagerey. Denn Ritter reysten an, wie auch Knechte, Mägde, Klerus und Büttel mit Kind und Kegeln. Alle wollten sie am groszen Treffen teilhaben.

Der Erste unter uns sorgte sich um Schutz vor den gefährlichen Flammen und schaffte uns sogar einen Medicus herbei.

Auch der Kälte während der Tage und Nächte sollten wir trotzen können. So gab es genug Brennholz, das junge und alte Recken und Knechte und Mägde hurtig auf den Burgberg schafften.

Auch der Mundschenk hatte einen rechten Vorrat an gutem Bier und Met herbeigebracht.

Pfister und Hofsüßbäckerin war angetragen die Öfen anzuheizen.

Von den anreysenden Wybsbildern und Recken erwartete ich dieses und jenes Gastgeschenk für die Tafel. Süsses Mus aus vielerlei Früchten der vorjährigen Ernte, sowie Honig und Milch für die Bälger sollte es ebenso reichlich geben, wie maurischen Trunke und braune fermentierte Blätter zum Aufguss. Noch viele andere Leckereyen füllten uns die Vorratskammer.

So war ich beruhigt und konnte mich dem leyblichen und sinnlichen Wohle der Horde widmen.

Mein Gatte wollte gar leckere Speysen bereiten, um die Mägen zu füllen. Einen Handwagen voller Schinken, Würste, Fleischhappen, Gewürze aus Orient und Oxydent nannten wir unser eigen. Eier und Speck fehlten nicht. Fein geschnittene Gemüse angerichtete mit köstlichen Laken thronten obenauf.

In den Mittag- und Abendstunden zum zweiten Tage im Wonnemond fanden sich die ersten Zeitreisebesucher ein.
Der Himmel öffnete derweil unerbittlich immer wieder seine Schleusen, durchtränkte stets aufs Neue die Gewänder und Zeltstatt aller mit Engelspisse.
Allem zum Trotze zogen wir wieder und wieder bis weit in die zehnte Stunde am Abend den Hohlweg hinauf. Bepackt waren wir mit Küchenrat und Zelten, Ritterspiel und Zeltplanen, wärmenden Fellen und Schlafmatten. Ein jeder sollte schließlich ein wohnliches Lager haben. Unsere Beine waren müde und die Arme schwer.
Doch Eile war geboten, zogen doch mächtige Wolken an den Himmel hinauf, die endlose Güsse erahnen ließen. An Speis und Trank war für Magd und Knecht noch längst keine Zeit. Alle erschufen in nur einer Nacht eine Zeltstadt auf dem Berg.

Doch bevor das letzte stattliche Zelt stand, verließen der Culinarius und ich die zugige Burg und begaben uns in die eigene Herberge am Fuße der alten Burg. Da fand ich, im Gegensatz zu meinem Gemahl, lange nicht in den gerechten Schlaf. So sehr schossen die Wasser zur Erde, daß es keine Ruhe gab, und meine Gedanken flogen wieder und wieder auf den Burgplatz hinauf zu der wackeren Gesellschaft, die dort ausharren musste.

Noch bevor der Hahn am nächsten Morgen krähte, machte ich mich im Nebel vergangener Regen mit meinem Gatten wieder auf den Weg. Ich gedachte bei dem Gang hinauf der namenlosen Mägde, welche wohl einst, ebenso wie ich heute, zum Dienste bei den Burgherren antraten. Was hatten sie bei ihrem Gang hinauf wohl für Worte im Kopfe? Gab es für Jene auch gute Stunden im Leben? Könnte man doch mit einer Seele von einst ein Plauderstündchen halten, sie würden uns belächeln, ob unseres Tuns hier oben und hätten sicher manch geschickten Rat bereit.

Den Pfister und sein Weib holten wir mit Glockengeläute aus den wärmenden Fellen. Wohl war von ihnen das erste Brot schon gebacken und das Morgenmahl konnte gerichtet werden.

Die Recken schürten seit dem ersten Lerchengesang schon die Feuerstellen, so gab es nach einer kurzen Weile auch warme Gesöffe für alle.

Ich richtete das große Festzelt her. Tafeln schafften wir heran und deckten zum Gefallen der Ersten alles mit feinen Tüchern und Leuchtern. Die Jungfern banden frische Wiesensträuße. Es sah recht prächtig aus. Den Tisch der Ersten zierte ein duftender Schinken vom Schwein, von dem wir alle reychliche Kostproben bekamen. Wir schmausten kräftig.

Danach versorgten wir die Reste sicher und begannen alsbald ein deftiges Mittagsmahl zu bereiten. Kraut und Rüben, Speck und Eier gab es reichlich für jedermann.

Am großen Feuer wärmten sich die Damen und Herren. Kühl war es geworden, als wäre es erst Anfang des Lenz. Davon spürten die dienstbaren Geister wenig beim Wirken.
Auch ich lief mehr als ein dutzend Mal zwischen Küchenzelt, Vorratskammer und Festzelt hin und her, wie ein Huhn. Und richtete hier und da. Beauftragte diesen und jenen. Verschenkte an Leidende tröstende Worte und versorgte die Kinder mit Geschichten. Begrüßte Freunde und kurzweilige Gäste.

Kräutlein zur Heilung kleinster Leiden wuchsen am Berg. Darum gab es keine Mühe. Die kundigsten Weiber unter uns fanden schnell, was zur Linderung von Magenweh und Hustenreiz helfen konnte, und alsbald war ein heißer Sud bereitet. Wasser aus brauchbarer Quelle schleppten uns die ritterlichen Mannen unermüdlich herauf.

Derweil machten sich die Damen und Herren am Feuer warme Gedanken beim Gesang derer von Skadefryd. Die Kindlein wurden mit Pferdchen und Wagen unserer Kräuterfee belustigt. Junge Ritter und Knappen erprobten sich in Kampfübungen und erkundeten das Gelände.

Von den Liedern drangen nur ein paar Töne an mein Ohr, und gerne hätte ich mehr Kurzweil gehabt. Doch stibitzte ich mir hier und da einen Blick auf das Treiben. Von dem winzigen Pferdchen erspähte ich wenigstens einmal den Schweif. Und auch ein paar Schwerter sah ich im Vorbeigehen aufblitzen. Die ungestümen Jungen zeigten ihre Treffsicherheit beim Bogenschießen. Wer dann wirklich ein wahrer Kämpe war, blieb mir jedoch verborgen.

Die Bälger vertrieben sich mit alten Spielen die Zeyt und liefen mit Eiern auf Löffeln um die Wette oder steckten sich selbst in einen Sack und sprangen damit voran. Selbst die Kleinsten übten sich im Zielwurf mit wynzigsten Weidenringen.

So vergingen für alle die Stunden des Tages wie ein einziger Flügelschlag.

Zur Vesper reichten wir Küchlein von unserer Hofsüßbäckerin, Waffel mit roten Kirschen und feine Stockbrote von Pfister. Die Stecken dazu schnitzen uns die Recken zurecht.

Auch für die Damen und Herren hatte ich ein wenig Kurzweil dabei. Spielsachen mögen nicht nur Kindlein gern.

Wie die Burg entstand, wußte ich zu berichten, und gab es mit einer klitzekleinen Rede Kund.
Da mussten wir einheimische Lauscher als Zaungäste gehabt haben, vielleicht war´s auch Zufall, denn nur wenige Zeit nach unserem Gastspiel berichtete die schwarze Zunft, dass die neuen, alten Herren von Küssenberg beschlossen, künftig historische Führungen hier oben abzuhalten. So ist unser Weg eine Spur geworden.

Dann machte sich mein Gatte mit einigen Gehilfen daran, das Große Festmahl herzurichten. Die Feuer brannten gut, so gelang das Fleisch aufs Beste und mundete allen.

Nach dem Verräumen aller Utensilien war ich zum Umfallen müde. Zwei volle Tage war ich stetig auf den Beinen gewesen. Trotz der helfenden Hände der Mitstreiter war immerzu etwas zu tun gewesen. Hatte ich einmal Platz genommen, unterhielt ich die kleine Küchenmeute mit Geschichten und zauberte damit ein Lachen in die Gesichter, während die Frauen wärmende Wolle mit Nadelbinden verschafften.

Hätt ich tatsächlich einst gelebt und dieser Dienst wäre mein Broterwerb gewesen, dann, ich schwör´s, wär ich in meinen Jahren eine alte Hucke. Ich sage Euch, es mangelt uns hyt´ weder an Speis und Trank, noch an Kurzweil. Und doch ist es eine lehrreiche Erfahrung, ob diese uns wohl an die vergangener Zeyt heranrückt.

Nur einige Minuten weilte ich zur Abendstunde noch am groszen Feuer, dann schlich ich heimwärts in unsere Kammer, und mein Gatte folgte mir auf den Fuße, während die anderen noch bis zur ersten Stund´ nach Mitternacht zechten und lachten. Vor dem Schlafen verabreichte ich uns einen Zaubertrank, der sollte uns für den nächsten Tag stärken.

Die Nacht war kalt, blieb aber ohne Regen und am anderen Morgen stiegen wir wieder auf die Burg. Die Hofsüßbäckerin sorgte über dem Feuer, welches die Recken in den Morgenstunden entfacht hatten, für einen wärmenden Brei.

Ich richtete mit den Jungfern das übrige Morgenmahl für alle und wir ließen es uns gemeinsam im großen Festzelt munden. Schön war es, alle vereint und zufrieden beieinander zu haben.

Jetzt mussten wir schon an die Heimreise denken. Allesamt mussten wir heute die Burg wieder verlassen.
Wohl organisiert machten wir uns daran jedes einzelne Stück, was wir hinaufgeschleppt hatten, wieder hinunter zutragen.

In der Zwischenzeit bereitete der Culinarius unser letztes Mahl. Ein Eintopf war´s, der dieses mal lobende Worte erhielt. Dazwischen verweilten wir immer wieder, denn nun lachte die wärmende goldene Scheibe vom Himmel.

Viele Fremde zogen heute zu uns herauf und bestaunten die Lagerey. Wieder erklangen einige alte Weisen und Einer und der Andere bliesen die Flöte dazu oder trommelte den Takt. Bis weit in den Nachmittag räumten und schleppten wir. Gerne wären einige der Herren länger auf der Burg geblieben. Aber jede Reise geht nun mal zu Ende.

Nachdem einige Tage vergangen sind, trage ich noch immer den Duft der offenen Feuer in der Nase und ein jeder von uns weiß bestimmt sein trockenes Bett zu schätzen. Denk ich bei mir…

Mein Gatte und ich würden gerne erfahren wie es jungen Rittern und Knappen oder den Jungfern erging, die hier verweylten. Beim Anblick der wunderschönen, zahlreichen und bunten Bildleyn des Seelenfängers, erahnen wir die Geschichten.

Ich glaube fest, dass alle Zeytreysenden grosze Freude an diesen Tagen erfahren haben und sie es als ein bedeutendes Ereignis in Erinnerung behalten. Ich für meinen Teyl, als „Magd“ von der Küssenburg reynige nun die Feder von schwarzer Tinte, …

… denn eigentlych bin ich die Schreiberyn.

Kategorie: Neuigkeiten

Veröffentlicht am Donnerstag, 15. Mai 2014 11:58 | Geschrieben von Administrator | Zugriffe: 4097

Seyd abermals gegrüßt ihr Mayden und Recken von Nah und Fern,

und wieder hat der Gevatter zu berichten, was sich vor kurzer Zeyt ereygnet hat. Der Hiller hat gerufen, und sie kamen zuhauf, um im Drei Länder Garten zu Weil am Rheine eyn phantastisches Festival zu feyern! Schon ab Freytag, dem 9.Tage des Wonnemanot, machten sich eynige Unerschrockene des Vereyns auf, sich auf dem Platz der Lagerey eynen Platz zu ergattern, die Behausung aufzuschlagen, um dann ungeduldig auf die Eröffnung am folgenden Satertage zu warten.

Vom Wetter her schien es dem Gevatter, dass der Ostaramanot immer noch die Zügel in der Hand hielt! Aber eyn Blick auf das Calendarium (jaa der Gevatter ist des Lesens mächtig) versicherte ihm, dass doch wirklich der Wonnemanot angebrochen war. Nur schien das dieser Schlüsselmeyster vom Himmel nicht so genau gewusst zu haben. Nun - langer Rede kurzer Sinn - eyn Jeder rechnete mit weynendem Himmel und da tags zuvor die Schleusen geöffnet waren, sank bey eynigen der Mut, das Fest zu besuchen. Aaaaber - weyt gefehlt, der Gevatter liess seynen Eynfluss spielen, und so lachte die Sonne am ganzen Satertage.

So wie es die Obrigkeyt des Vereyns gewollt, kam eyn jeder für sich auf das Gelände, ohne Gruppenzwang, aber trotz alledem traf man sich hie und da, und auch war es erfreulich, viele bekannte Gesichter zu sehen, die man allenfalls im Buch der tausend Gesichter betrachten kann.

Es war eyne Freude, mit dem Eynen oder Anderen gemütlich zusammen zu sitzen und eyn Getränk oder eyne Atzung zu sich zu nehmen. Auch wurden die Seelenfänger arg beansprucht; doch sehet daselbst im Buch der tausend Gesichter, und sollte eyner zuviel des Mets genossen haben.. dort kann er sich wieder erblicken... huuch, wer ist denn der oder die neben mir.... ;-)

Der Hiller hat viel aufgeboten, der Gevatter daselbst entdeckte eyne neue Formatio, Elmsfeuer genannt, und er kam nicht umhin, eynen Silberling dieser phantastischen Formatio zu erstehen, mit Signatur, versteht sich. Viele warteten gespannt auf den "Totentanz" mit dem Barden ganz vorn, Alea genannt! Mannen mit Röcken unterhielten das Volk mit schottischen Weysen! Viele andere Spielleute unterhielten das Volk mit den unterschiedlichsten Weysen! Gaukler und allerley munteres Volk unterhielt die Massen; Ritter kämpften um Ruhm und Ehre; Krämer und Wirte boten Waren, Gesöff und Speys an und die Auswahl war so gross, dass es schier unmöglich war, alles zu probieren. Wie es sich für den Gevatter geziemt - er hielt sich ans schwarze Gesöff, neiiin nicht maurisch, sächsisch aus Köstritz ward der Trunk gebracht. Viele taten es ihm nach, aber natürlich war für jeden Geschmack etwas dabey.

Die Zeyt verrann, aber es wurde eynem nicht wirklich bewusst, da an jeder Ecke etwas angeboten ward... Und wer nur zum Schauen gekommen war (Fehler, grosser grosser Fehler), der bekam auch was aufs ähhh fürs Aug geboten: wundervolle Gewänder, teyls selbst entworfen und in mühevoller Handarebeyt gefertigt, aber auch Gewänder, welche die Stoffhändler feyl boten, wurden gezeygt. Manch eyner war gar seltsam gewandet, der Gevatter meynt, man nennt dies Beynkleyder Tschiins oder in der Art, nun, dieses Volk war klar in der Minderzahl und wurde vom Rest nicht wirklich wahrgenommen.

Des Abends bey eynbrechender Dunkelheyt wurden die Scheyterhaufen entzündet, sehr zum Leydwesen der Inquisition, waren doch keyne Hexenprozesse gehalten, so die Scheyterhaufen eynen weyteren Zweck erfüllt hätten...

Tags darauf war von Regen keyne Spur, eyn Sonnentage, wie er im Buche steht, und auf's  Neue bevölkerten die Mayden und Recken das Gelände, um sich erneut ins Mittelalter zu begeben. Nun - beim Mittelalter werden doch vermehrt gar lustig anzusehende Besucher gesichtet, die ihre Gewänder mit gar seltsamen Apparaturen zieren.. Steampunk nennt dieses gar interessante und friedliche Volk seyne Lebensart und die schwarze Fraktion war natürlich ebenfalls zu Besuch. Es kommt der Tag, an dem unter Anderem mittelalterlich Gewandete unter den Besuchern zu finden sind.. Das ist nicht weyter schlimm, denn entgegen anderen Veranstaltungen, gab es keynen Streit oder gröhlende, bier- oder mettrunkene Gesellen, das macht dieses Fest doch wirklich aus. Man kann ohne Furcht die Bälger mitschleppen, so sie keyn schlechtes Beyspiel mit nach Hause nehmen..

Nun, leyder war es der Sonne nicht vergönnt, den ganzen Tag zu scheynen, zur 4. Stund des Mittags zog eyn Sturm übers Gelände, und der Himmel öffnete seyne Pforten.. Zwar nur kurz, aber trotzdem kamen eynige Stände und Lager zu Schaden. Es war bald vorbey, und unermüdlich spielten sich die Spielleute erneut in die Herzen der Zuhörer.

Langsam neygte sich der Tag zu Ende, und schon spukte es in manchen Köpfen herum - das nächste Spectaculum zu Weil am Rheyne wird schon in wenigen Wochen erneut zu Gast seyn, und bis dahin

 

Gehabt Euch wohl

 

Wir sehen uns - früher oder später

 

 

Kategorie: MPS Weil am Rhein

Veröffentlicht am Freitag, 09. Mai 2014 06:45 | Geschrieben von Administrator | Zugriffe: 5299

Seyd gegrüßt, ihr Freunde aus Nah und fern,

endlich findet der Gevatter Zeyt, euch zu berichten was sich vom 2. zum 4. Tage des Wonnemanot zugetragen hat. Lange von fleyssigen Helfern geplant und vorbereytet, trafen sich die ersten Mayden und Recken am Freytage zur 1. Stund nach Schlag 12, um bey gutem Wetter zu Seckinga sich gen Küssaburg aufzumachen.

Bald darauf erreychten die Kundschafter des Mittelalterstammtischs die Burgruine, Sonne im Herzen und auch Sonne am Himmel. Nur unser Primus, der den Treck anführte, hatte eyne Ahnung. Womöglich eyn Zipperleyn?? Er ordnete an, eynige Sachen ins Turmzimmer zu tragen, sollte es doch vielleicht.... und so kam es dann auch! Eyne gute Entscheydung! Nur Zelte aufstellen im Turmzimmer wäre aus Platzgründen nicht möglich, und so entschloss man sich, die Zelte draussen aufzustellen... a pro pos Platz.. der kam im Form von Regen vom Himmel, und so fand der Aufbau unter widrigsten Umständen statt. Die Mayden und Recken trieften vor Nässe, und trotz dieser Umstände wurden die Zelte errichtet.

Am späten Nachmittag trafen sie dann eyn - der Mundschenk Taranis mit seyner grossen stinkenden Kutsche, begleytet von Caecilie vom Wiesenthal nebst Ableger Caela und auch der Gevatter ward mit auf die Reyse gegangen. Der Regen hatte mittlerweyle eyn wenig nachgelassen und so konnte der Gevatter seyne bescheydene Behausung aufbauen, was nicht eynfach war, da der Boden es nicht erlaubte, die steyfen Fische in den Boden zu treyben.. der Gevatter meynt, man nennt diese Heringe...

Das Lager nahm Gestalt an, und das Küchenzelt unter der Leytung vom Culinarius wurde errichtet, und zuletzt prangte unser Banner auf dem höchsten Punkt der Burg.

Viele waren derweyl eyngetroffen, und während sich die Mayden und Recken um das wärmende Feuer scharten, trafen Bernhard vom Schafacker nebst Kirill, Freiherr von Greifenburg, vom Ehrenbund nach der abendlichen 10. Stund eyn, um sich zu uns zu gesellen. So sehet ihr die freundschaftlichen Bande zu unseren helvetischen Nachbarn, sind sie doch durch ihre Anwesenheyt und ihr Wissen um die Kunst des Schwertkampfes und der Ritterlichkeyt eyne Bereycherung für unsere Runde!

Eyn Gemeynschaftszelt wurde errichtet, wo wir dann unser gemeynsames Mahl eynnehmen konnten. Nun, die Bälger plagte alsbald die Müdigkeyt, und auch unter den Grossen lichteten sich die Reyhen, war der Tag doch anstrengend gewesen. Aber was die Bälger noch erwartete, dass hätten sie sich nicht träumen lassen.

Tags darauf, nach einer Nacht mit Regen ohne Ende, war der Gevatter der Erste und sogleych machte er sich daran, die verbliebene Glut zu eynem wärmenden Feuer zu entfachen. Auch die Feuerschale für den Culinarius wurde angeheyzt, so dieser mit seynen fleyssigen Helfern das Morgenmahle zubereyten konnte. Zuallererst das köstlich wärmende maurisch Gesöff und dann labten wir uns an frischem Brot, gebacken von unserem Hofsauerbäcker und Landsknecht Oliver zu Mannenheym.

Dann quollen die Kinderaugen über - eyn Ponygespann fuhr vor, und flugs stiegen die Bälger auf das Gefährt und liessen sich nur allzu gerne über den Innenhof der Burg fahren. Besonders der kleyne Leopold wollte schier nicht mehr absteygen... nun, der "Pony-Express" wurde noch gebraucht, um Lasten über den Burggraben in die Burg zu transportieren. Ob der grossen Freude und der noch vielen Arebeyt schaute keyner in den Himmel, der sich am Satertage trübe zeygte. Aber keyn Tropfen benetzte unsere Häupter, es war daher angenehm zu verweylen; die nassen Gewänder hatten die Möglichkeyt zu trocknen, und bey manchem blieb die Gewandfarbe auf der Haut haften..... wohl zu wenig der Pisse beym Färben benutzt.....

Unsere fleyssigen Helfer kamen ihrer Arebeyt nach und bescherten uns eyn gar köstlich Mahl. Der Gevatter daselbst hatte die grosse Ehre, dem Huf aus Serrano zu Leybe zu rücken und die hungrigen Mäuler zu stopfen..

Da das Wetter nicht gerade sommerlich war, verirrten sich nur wenige Besucher auf die Burg, aber diese waren darob verwundert, war doch das Mittelalter zu Gast, welch eyn Anblick...

Natürlich durfte des Nachmittags das maurische Gesöff nicht fehlen, und es wurde dazu Kuchen und Zopf gereycht.

Marion von Halla hat uns dargebracht, welch interessante Geschichte sich um die Burg rankt, von Anbeginn, als sie noch bewohnt, bis zu Zerstörung. Eyn Akt, den in früheren Zeyten viele Burgen über sich ergehen lassen mussten... in frühester Zeyt den Platz geschickt gewählt, so man sehen konnt, wer sich denn näherte - die Kelten oder die Römer. Nun - es kann durchaus seyn, dass es eyne ergänzende Geschichte zu erzählen gibt, aus der Sicht der Küchenmagd, die es zwar warm hatte, immer in der Küche und in der Nähe des Feuers, aber die Arebeyt war schwer!!!

Die Knappen des Eymar von Urberg, hatten dann die Gelegenheyt, mit unserem helvetischen Ritter dem Schwertkampf zu frönen, aber auch Ritter Eymar erteylte seynen Knappen eyne Lehre, wie es sich gehört, so sie bald das Schwert wie eyn Ritter schwingen werden!

Langsam neygt sich der 2. Tag zu Ende, und wieder wurden die Mayden und Recken vom Culinarius daselbst mit leckeren Speysen verwöhnt, und es muss gesagt seyn, dass die fleyssigen Helferleyn unter der Fuchtel des Culinarius wahrlich Grossartiges leysteten. Ihnen gebührt eyn besonderer Dank, denn wären sie faul in der Ecke gelegen, hätten wir unsere Jäger in den Wald schicken müssen, das Wild zu jagen..... ;-)

Damit die Mayden und Recken den Weg des Nachts zu den Stallungen finden, ward der Weg mit Ölfackeln beleuchtet, auch das Lager wurde von Pechfackeln erleuchtet, so sich dann das Gefühl eynstellte, wie in den alten Zeyten des Abends und des Nachts zu leben. Mittelpunkt war natürlich das Lagerfeuer, dass vom Gevatter und den Recken gut genährt wurde, so es Licht und Wärme spendete. Gar lustige Disputatio wurden geführt, und auch die deftigen Zoten wurden erzählt; nur gut, dass die Bälger längst schlummerten, waren doch die "Geschichten" nicht für deren Lauscher geeygnet.. ob die anwesenden Mayden erröteten, war nicht festzustellen, dazu war der Lichtscheyn des Lagerfeuers nicht ausreychend, aber der Gevatter meynte, ab und an das Wort "Kopfkino" erhascht zu haben... hmmm.. gänzlich unbekannt in der alten Zeyt...

Nun denn, es gab ausser dem Culinarius und seynen emsigen Helfern noch den Lagervogt, der seyne Bütteldienste versehen musste und dafür sorgte, dass alles so lief, wie es geplant. Auch ward er Schlüsselmeyster und Herr über den Burggraben, der weyt vor der Burg durch eyne Schranke versperrt ward..

Und natürlich unser Mundschenk, der uns mit köstlichen Tränken versorgte, so eyn Gebräu aus Tannenzapfen... Met, und auch Wasser mit Luft und Geschmack ward kredenzt.. das kalte kleyne Haus wurde nicht gebraucht, dazu bedurfte es nur der Kühle des Tages und der Nacht.

Bald gingen auch die letzten hartgesottenen Recken in ihre Zelte, und dann geschah es - eyn Wald wurde des Nachts dem Erdboden gleychgemacht! Interessanterweyse konnte man nicht genau sagen, wer's wohl gewesen, hallten doch die Geräusche der "Sägen" im Gemäuer wider..

Am Sonnentage, der seynem Namen alle Ehre machte, war der Gevatter wiederum der Erste, der sich daran machte, das Feuer erneut zu entfachen, und bald darauf krochen die Mayden und Recken aus ihren Zelten - bis auf die Waldarbeyter - die hatten ja Nachtschicht.....

Der Culinarius machte sich mit seynen Helfern daran, das Frühstück zu bereyten, das maurisch Gesöff ward heyss aufgebrüht, es war eyn Labsal für die Ausgehungerten... hernach feynes Gebackenes vom Hofsauerbäcker geniessen, und auch am Serranohuf wurde eyfrig gesäbelt und geschnitten...

Ohhh geschnitten, jaa geschnitten hat sich wohl keyner, aber es war Hilfe stets in der Nähe, der Medicus mit seyner Gemahlin weylte ebenso im Lager als auch der "Kampfschmuser"...

Die Sonne lachte über unseren Häuptern, und von der Sonne angestachelt, kamen mehr und mehr Besucher auf die Küssaburg, die sich verwundert die Äugleyn rieben ob der Lagerey, was uns aber nicht weyter störte. Was allerdings störte, waren die eisernen Vögel, die dicht über unsere Köpfe hinwegflogen, man konnte schier die Reisenden sehen, so nah schien es manchmal....

Nachdem die Sonne den Zenit überschritten hatte, mussten wir uns leyder daran machen, das Lager abzubrechen. Nach und nach wurden die Zelte abgeschlagen und alles, was wir hochgeschleppt, wieder in die stinkenden Kutschen verladen.

Das Feuer ward gelöscht, und nach eynem Aufmarsch vor dem Seelenfänger verabschiedeten wir uns von eynem wundervollen Wochenende und kehrten heym in die heymatlichen Gefilde.

Man möge dem Gevatter verzeyhen, wenn er eyne/n Funktionsträger/in vergessen hat, ALLEN BETEYLIGTEN gebührt unser Dank!! Es war die erste Lagerey, die abgehalten wurde und wenn etwas nicht so vonstatten ging, wie es geplant - dann werden wir das besser machen.

So habt Dank für Eure Aufmerksamkeyt

 

Gehabt Euch wohl. Wir sehen uns - früher oder später

 

Kategorie: Neuigkeiten

Veröffentlicht am Dienstag, 29. April 2014 08:11 | Zugriffe: 3685

Am vergangenen Wochenende ist nun endlich der schoene Park des von Hans Kaspar von Schoenau im 17. Jhdt. erbauten Schlosses zu Seckinga zum Leben erwachet! Das Mittelalter hielt Eynzug. Da durfte der Mittelalterstammtisch Hochrheyn bey seynem "Heymspiel" natuerlich nicht fehlen.

Und so ergab es sich, dass sich die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn am 26. Tage im Ostaramond AD MMXIV zur 10ten und eyner halben Stund in der Stammtaverne "Kater Hiddigeygey" eynfanden, um dort zusammen eyn osmanisches Heyssgetraenk zu sich zu nehmen. Aufgrund der wunderbaren Temperaturen schlugen wir unser Lager in der Gartentaverne auf.
Nach und nach versammelten sich die Frouwen und  Mannen unseres Vereyns und man muss sagen, eyne wunderbar grosze Anzahl von Mitgliedern fand sich eyn, um sich das Spektakel als Gemeynschaft nicht entgehen zu lassen.

Nachdem die Pforten zum Eynlass geoeffnet waren, zog der Mittelalterstammtisch geschlossen in das Marktgelaende eyn. Angefuehrt wurde unsere Gruppe von unserem Bannertraeger Graf Markus. Es war eyn tolles Bild!
Als Gruppe machten wir den ersten Rundgang auf dem Marktgelaende. Wir zogen an vielen Staenden vorbey, wo feynste Waren feylgeboten wurden. Gewandungen, Geschmeyde, Lederwaren, Felle u.v.m. Es war alles geboten, was das Herz begehrte.
Nicht zu vergessen, die vielen Tavernen und Weynschaenken, die Sauerbaeckerey, die Sueszbaeckerey. Fresserey in seyner vielfaeltigsten Art wurde angeboten. Wer an diesem Wochenende hungrig nach Hause ging, war an seynem Leyden sodann selbst schuld.

Nachdem wir die erste Runde gedreht hatten begaben wir uns zur Markteroeffnungszeremonie unter das grosse Sonnensegel. In sehr unterhaltsamer Art eroeffneten Bruder Rectus und der haessliche Hans das Marktgeschehen. Natuerlich vergaszen sie nicht, nochmals saemtliche Anbieter von Fresserey und Sauferey, sowie der uebrigen Handelswaren vorzustellen. Es sey nicht verheymlicht, dass diese Vorstellung den Mannen so ab und an eynen sehr liebreyzenden Anblick bescherte. Gar lieblich anzuschauende Jungfern boten ihre Waren auf der Buehne feyl.

Nachdem nun der Markt eroeffnet ward, loeste sich unsere Gruppe in viele kleyne Grueppleyn auf, welche die Erkundungen auf dem Markt fortsetzten.
Und so blieb es natuerlich nicht aus, dass man immer und immer wieder, ueber den Tag, auf dem gesamten Gelaende das Vereynsabzeychen des Mittelalterstammtisch Hochrheyn wahrnehmen konnte. Dies fuehrte dann auch zu mehreren Informationsgespraechen ueber unseren Vereyn und letztlich wieder eynmal zu mehreren Neuaufnahmen.

Man traf auf viele gute Freunde. Das Hallo war jeweyls grosz. Diese bestehenden Freundschaften konnten vertieft und viele neue geschlossen werden.

Da es der Himmel gut mit den Marktbesuchern meynte, kamen viele Besucher nach Seckinga und der Park war schoen gefuellt mit Rittern, Edelfrouwen, Mayden, Jungfern, Bauern, Knechten, Gauklern, Musicis und und und..... Die Stimmung und Ausgelassenheyt liesz nichts zu wuenschen uebrig.
Die Formatios die uns den ganzen Tag unterhielten taten das Uebrige zum Wohlbefinden. Wunderbare Weysen wurden gespielt von Heydenspass, Koenix, den Streunern, Duivelspack und wie sie alle hieszen.Es war eyn richtig guter Tag.

Dass zur 9. abendlichen Stund dann heftiger Regen eynsetze, kuemmerte uns nicht so sehr. Waren wir doch zufaelligerweyse zur rechten Zeyt am rechten ueberdachten Ort!
Traditionsgemaesz wurde der Tag mit eyner wunderbaren Feuergaukeley beendet. Nachdem noch der eyne oder andere Schlummertrunk eyngenommen ward, machten sich die letzten Streyter des Vereyns weyt nach der Geysterstunde auf den Heymweg.

Am 27. Tage des Ostaramondes versammelte sich der Vereyn erneut auf dem Markte. Und so traf man sich zur 11. Stund in der Suessen Bude um sich dort an dem vorzueglichen braunen heyszen Gebraeu zu ergoetzen.
Obwohl der Wettergott zu Marktbeginn noch eyn wenig Engelstraenen vergoss, besserte sich dies zusehends und entgegen aller Prognosen erlebten wir erneut eynen wunderbaren trockenen Tag auf dem Spektaculum.
Es wurde der eyne oder andere Becher guten Weynes oder Bieres verkostet, die Wildspezialitaeten von Peters Raeucherkate genossen, Fleyschspiesse vertilgt, Dracheneyer verschlungen. Man gab sich eynfach, zusammen mit vielen anderen der Voellerey hin.
Die Formatios beschallten auch an diesem Tage das Gelaende mit ihren Liedern und verbreyteten damit gute Stimmung. An diesem zweyten Tage nahm man all diese Dinge in Augenscheyn fuer welche der Satertage eynfach zur kurz geraten war.
Es war eyn wundervolles Wochenende und die Kameradschaft in unserem Vereyn konnte intensiv gepflegt werden.

Und was natuerlich zum Schluss nicht vergessen werden darf zu erwaehnen: An diesem Wochenende bekam "ein Phantom" ploetzlich eyn Gesicht oder das Kopfkino nun endlich farbige Bildleyn.

Alles in Allem eyn unvergessliches Wochenende unter vielen guten Freunden.

Kategorie: Neuigkeiten

Veröffentlicht am Samstag, 19. April 2014 20:01 | Geschrieben von Administrator | Zugriffe: 4060

Seyd gegrüßt zu abendlicher Stund,

so leset denn, was der Gevatter zu berichten hat, was sich am heutigen Satertage, dem 19. Tage im Ostaramond zugetragen hat.

Die Kräuterfee Elsbeth hat eyngeladen, und derer 9 Weybsleut und Mannen nebst Gevatter sind dem Rufe gefolgt und haben sich zur 9. und eyner halben Stund bey der Reckinger Hütte eyngefunden, um von dort aus die Wiesen und den Waldrand zu erkunden. Obwohl die Sonne sich nie blicken liess, waren wir alle guter Dinge, hat doch der Himmel seyne Tränen zurückgehalten, und die Kühle des Tages ward durch entsprechende Gewandung vom Körper fern gehalten.

Zuerst reychte uns die Kräuterfee heyssen Tee aus selbst gesammelten Zutaten, der erwärmte uns zudem von innen. Auch wurde Backwerk gereycht, sodass wir frisch gestärkt ans Werk gehen konnten

Zunächst wandelten wir eynfach auf eynem Wiesenweg, und das Faszinierenste war, dass so viele Kräuter und Nutzpflanzen am Wegesrand zu finden waren, die dann auch eyfrig von allen gesammelt wurden. Hier tat sich auch eyn grosses Geheymnis auf - Die Mär von der GOLDENEN SICHEL, wie sie von den Druiden in alten Zeyten verwendet wurde, ist keyne Erfindung listiger Mannen von der schwarzen Zunft - unsere Kräuterfrau besitzt eyne solche, und wie sie uns berichtete, ist sie alt.... seeehr alt   (DIE SICHEL NATÜRLICH... nicht die Kräuterfee...) Mit dieser schnitt sie mit Bedacht die Kräuter, und wir taten es ihr mit unseren Messern gleych. Schon bald hatten wir die Zutaten für eyne Kräutersuppe beysammen, unter anderem Brennnessel, Bärlauch, Scharfgarbe, Gundermann, Wiesensalbey  und eynige andere, an denen wir achtlos vorüber gegangen wären, hätte sie uns nicht gezeygt, was da Wertvolles am Wegesrand wächst.

Sodann versammelten wir uns hernach bey der Reckinger Hütte, und flugs wurde eyn Feuer entfacht.. nun - die Mannen achteten auf die Flammen, auf dass sie keynen falschen Weg nähmen, und die Frouwen bemühten sich, die gesammelten Kräuter kleyn zu schneiden, und dann wurden die Kräuter mit Wasser aus der nahen Quelle übergossen und auf dem Feuer zum Kochen gebracht. Bis es soweyt war, hatten wir genügend Zeyt, eyne Metverkostung vorzunehmen. Nun das eyne oder andere Fläschchen des köstlichen Trunkes wanderte durch unsere durstigen Kehlen. Der Hofsauerbäcker war mit der wichtigen Aufgabe betraut, Brot zur Kräutersuppe zu backen und so wurde der fertige Teyg dann auf offenem Feuer ausgebacken.

Nach eyner Weyle war es dann soweyt - die Suppe aus selbst gesammelten Kräutern wurde kredenzt, und es war eyn gar köstlich Mahl, hatten wir doch Gold dabey, weisses Gold, welches unsere Speys verfeynerte. Das Brot schmeckte allen vorzüglich, und wir hatten eyne Vorstellung davon, wie in alten Zeyten gegessen wurde.. wir hatten Brot, wir hatten Salz, aber unsere Brüder und Schwestern aus längst vergangenen Tgen mussten sich tageyn tagaus mit dieser Speys ohne diese Bereycherung ernähren... Als Trunk gab es für sie nur Wasser, wir hatten Met und sogar Bier wurde gereycht..

Nach der vortrefflichen Atzung gab es noch Zeyt für allerley Gespräch und unsere Frouwen tauschten sich mit der Kräuterfrau aus. Es ward klar, dass dies nur der erste Teyl war; bald werden wir in die Kunst der Sirupherstellung, der Zubereitung von wohlriechenden und heylenden Badezusätzen und allerley andere "Kräutergeheymisse" eyngeweiht!

Der Gevatter spricht allen aus der Seele, in dem er sagt, dass es für alle, die nicht dabey waren, eyn Verlust ist, diesen Tag nicht genossen zu haben.

Alsbald werden im Forum noch eynige Bildleyn zu finden seyn..

 

Kategorie: Neuigkeiten

Veröffentlicht am Montag, 17. März 2014 18:09 | Zugriffe: 3413

Einmal aus der Zeyt fallen: Waere das nicht was? Dies koennen Sie tun und zwar mit Punktlandung im Mittelalter: Zwischen Rittern, Gauklern, Haendlern und Handwerksleuten aus jener vergangenen Epoche, die viele Menschen bis heute fasziniert.
So der Aufmacher der magischen Seyten des Herzogenriedpark zu Mannenheym.

Am 15. Tag des Lenzing war es wieder soweyt. Waehrend sich der eyne Teyl des Mittelalterstammtisches der Voellerey hingab, hatten sich andere auf den Weg gemacht um unseren ersten Markt AD MMXIV unter freyem Himmel zu besuchen.
Nach Passieren der Kassen fuer den Wegezoll und Zahlung eynes Obolus von 3 der Thaler fuehlten sich die Zeytreysenden endlich wieder ins Mittelalter zurueckversetzt.

Nach einer staerkenden Tasse des schwarzen Gebraeues waren sie nun fit genug die, von Markstaenden gesaeumten, ca. 1,5 km Wege des Planes zu erkunden.
Ritter, Edelleute, Handwerker, Landsknechte und Bewohner fremder Galaxien waren wie wir unterwegs.
Ein angenehm ruhiger Markt ohne infernalische Musik an jeder Ecke. Auf dem Hauptplatz des Marktes spielte eyne Formatio, hier traten auch verschiedene Kleinkuenstler mit ihrem bunten Programm auf.
Wir haben viele Bekannte getroffen und nette neue „Freunde des Mittelalters“ kennen gelernt.

Kategorie: Neuigkeiten

Veröffentlicht am Sonntag, 16. März 2014 18:50 | Zugriffe: 3589

Die Obrigkeyt hatte gerufen und die Gevatterinnen und Gevattern des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. pilgerten am 15. Tage im Lenzing AD MMXIV in großer Zahl nach Louffenberg in Helvetien, um dort an eynem großen Gelage beyzuwohnen zu koennen.

Eine große Schar Mayden, Recken und Baelger versammelten sich vor der Taverne "Adler" zu Louffenberg, wo man vom Schankwirt und seyner holden Wirtin freundlichst empfangen wurde. Es war eyn groszes "Hallo", denn man kennt sich schon von zurueckliegenden Festmahlen.

Den Getreuen des Mittelalterstammtisch Hochrheyn wurde am Brunnen eyn gutes Glas koestlich schmeckenden Mets gereycht und die Baelger wurden mit dem ausgepressten Saft des Apfels verwoehnt.Waehrend man den koestlichen Trunk zu sich nahm, erfuhren wir Interessantes aus der mehr als 450jaehrigen Geschichte des altehrwuerdigen Hauses in welchem die Taverne untergebracht ist.

Sodann wurde zur Reynigung der Haende geschritten. Im eyskalten Wasser des Dorfbrunnens durfte jeder seyne Pranken vom Schmutze des Tages reynigen und mit eynem Laken so grosz wie eyn Ehebett die Trocknung vornehmen.

Unter Fuehrung der Tavernenwirtin stiegen wir nun hinunter in die Katakomben. Der Weg ueber die Stufen wurde uns von dort aufgestellten Kerzen gewiesen. Am Ende des Weges ward eyn mit vielen Kerzenleuchtern hell erleuchtetes Gewoelbe zu finden. Eyne lange mit edlem weyssen Tuch eyngedeckte Tafel, mit historischem Besteck und Trinkgefaessen lud zur Voellerey regelrecht eyn.

Frau Wirtin hiesz uns noch eynmal willkommen und gab eyne Tischordnung zum Besten nach der man sich verhalten sollte.
Die Tafeley wurde mit eynem Schluck edlen Weynes und eynem koestlich gekuehlten Becher wunderbarsten Bieres begonnen. Als Grundlage wurde frisch gebackenes Brot gereycht, welches man mit seynem Gegenueber zu teylen hatte. Dazu gab es Schmalz und Salz!

Aber der Hauptgang liesz nicht lange auf sich warten. Die Voellerey begann mit eyner Suppe die mit Weyszweyn zubereytet wurde. Schmackhaft, schmackhaft. Damit die Baelger nicht zu frueh in ihrem Leben sich dem Alkohole verschrieben, wurde diesen eyne Suppe gereycht, die mit Streyfen des Eyerkuchens angereychert und aufgrund der Laenge der Streyfen gar nicht so eynfach zu Essen war. Aber die Mayden und Recken bewaeltigten dies, der Hunger trieb es in sie hineyn.
Danach  wurden die herrlichsten Speysen aufgetragen, die uns erahnen lieszen warum das Mahl "Koenigsmahl" hiesz: Fleysch von der wilden Sau und Jungfernbraten (Filet) von der haeuslichen Sau, zartestes Fleysch vom Wildhasen, ganze gebratene Enten wurden aufgetragen, dazu roten Kohl, Knoedel, Nudeln und eyne gar wunderliche Erdfrucht, genannt Erdapfel oder auch Solanum tuberosum. Gebraten in Oel schmeckte diese ganz wunderbar.
Alleyne vom Anblick dieser Herrlichkeyten lief dem Eynen oder der Anderen das Wasser unter der Bruecke zusammen.
Die aufgetragenen Platten und Schuesseln wollten nicht leer werden. Der Recke, welcher uns an diesem Abend zugeteylt war, ward nicht muede damit, zusammen mit der Wirtin immer neue Koestlichkeyten aufzutragen. Wir schlugen uns die Waenste tuechtig voll.
Dazu gab es die koestlichsten Biersorten, schmackhaften roten Weyn, Saft des ausgepressten Apfels fuer den Nachwuchs.
Herrlich, herrlich, herrlich.
Bis spaet in die Nacht hineyn wurde gegessen, getrunken, Zoten erzaehlt und viel gelacht.
Als es schließlich Zeyt wurde aufzubrechen und die Kutschen vorgefahren waren, ward dem Tavernenwirt und seiner Wirtin versichert, dass man sich auf jeden Fall wieder eynmal zu solch einem koeniglichen Gelage eynfinden werde.
Die Gevatterinnen und Gevattern waren sich auf ihrem Heymweg eynig. Es war eyn wundervoller Abend, wie er zu Hofe nicht haette besser abgehalten werden koennen.




Kategorie: Neuigkeiten

Veröffentlicht am Sonntag, 02. März 2014 18:13 | Zugriffe: 3511

Wie es dazu kam, wollt Ihr wohl wissen? Also seinen Anfang nahm diese Geschichte weit vor dem neuen Jahr. Ein unerschrockener junger Recke träumte schon lange vom winterlichen Lager in freier Natur. Seinem Bitten folgten die Mitglieder des Ehrenbundes des silbernen Basilisken nur zu gerne. Da unser Culinarius und der Primus an der Begebenheit gefallen fanden, welche sich zum Ende des Monates Hornung zutragen sollte, wollten sie auf keinen Fall fehlen. Also machten sie sich auf nach Gempen, in Helvetien und kamen glücklich dort an.

Der rührige Culinarius war vorab schnell zur Stelle gewesen ein kleines Schweinchen beim Metzger im Auftrag der helvetischen Freunde zu erwerben. Das sollte einen rechten Gaumenschmaus geben. Mit einem guten Kräutergemisch sollte der leckeren Sachen von da an nicht mehr viel im Wege stehen. Für gutes Mahl war gesorgt. Alle waren glücklich.

Nun war die Angelegenheit folgende: Kalt war`s im Winterlager. Die kleinen Feuer brauchten ständig hölzerne Nahrung aus dem angrenzenden Waldstück, und das Sammeln mit Axt und Säge war mühsam mit den klammen Fingern. Man fand erst spät zum Tagewerk im kleinen Lager. Waren die jungen Recken und Mägde noch scheu, ob der neuen Lebensart. Sie fanden letztendlich recht glücklich in Ihre Rollen.

Damit den einsamen Gesellen kein wildes Getier Bange machen konnte, vertrieb man es kurzerhand mit drei gewaltigen Böllerschüssen aus einer kunstvollen Büchse, welche mit Schwarzpulver bestückt war. So wird es wohl für Tage nicht ein winziger Hase in die Nähe des Lagers wagen und selbst auf dem“ stillen Örtchen“ hinter der nächsten Buche, ist nicht ein jeder sicher! Oder vielleicht war es auch der Startschuss für das kleine“ Eidgenössische Lagertreiben“ – wer weis das schon so genau zu sagen.

„ Leise zog durch unser Tal glückliches Geböller.“

Zurück zur der Sau die mittlerweile zu einem Namen gekommen war. Das ist zwar nicht ganz nach der alten Sitte, aber sie weilte nun schon eynige Zeyt unter den Gesellen, da war es wohl recht so. Helga, so ihr Name, wurde mit der „tragenden Rolle“ vom Primus und Culinarius sowie der Geschicklichkeit von Lord Dill fest verzwirnt und auf den Drehspieß gebunden, und alle drei warteten auf den rechten Moment, Helga zu platzieren, damit sie auf dem gemächlich prasselnden Feuerchen braten konnte. Die Gesellen des Ehrenbundes machten es derweil gewissenhaft und mit hoher Akribie und Symmetrie zurecht. Endlich begann der Akt des Garens und die tragende Rolle der Spießgesellen fand ein“ glücklich Ende“.

Die Ehrenbundmitglieder bekamen derweil noch Gäste, die der angelsächsischen Sprache mächtig waren. Allesamt zeigten sie ihr Können an den Waffen bei kleinen Übungskämpfen. Und zum Wärmen der Bäuche reichten flinke Mägde selbst bereitete Kräutersude. Glücklich, wer ein wärmendes Plätzchen am Feuer fand.

Einige Gesellinnen des Vereins vom Stammtisch Hochrhein kamen zu Gast und studierten das Treiben und Lagerleben. Denn schon bald soll im Wonnemond das erste eigene seinen Anfang nehmen. Da meist die Frouwen dafür sorgen, dass es im Lager auch ein wenig rechtens und gemütlich wird, war das schon von Wichtigkeit. Ein Glück das sie kamen. Ihr Anblick verzauberte außerdem so manchen Recken.

Die Sau briet unterdes noch immer gemütlich vor sich hin. Gut Ding will eben Weile haben. Und man hatte keine Bange, ob Schneesturm oder Regen. Das Wetter sollte halten. Was für ein Glück.

Die kleine Gesellschaft des Mittelalterstammtisches Hochrhein fand sich vor den dunklen Abendstunden für den Heimweg zusammen. Wir wünschten den Recken und Mayden weiterhin ein gutes Gelingen. Alle verabschiedeten sich artig- auch von Helga, die sich noch immer munter auf dem Spieße drehte. - Speys mit menschlichen Namen auf den Tellern ist, ehrlich gesagt, gar nicht so einfach durch den Hals zu bekommen. So ließen wir sie auf dem gempener Kleeacker zurück! Was für ein Glück!

Bis zur nächsten Geschichte reinige ich nunmehr die Feder von schwarzer Tinte. Gehabt Euch wohl.

Die Schreiberin.

Kategorie: Neuigkeiten

Veröffentlicht am Montag, 24. Februar 2014 06:55 | Zugriffe: 3335

Zum 22. Tage des Hornung in den dämmernden Abendstunden, da waren wir, die Mediaevalfreunde, gerufen worden - von der Obrigkeit. Es waren nicht nur die Tische mit reichlich vielen Kerzen bestückt, nein auch Keller und Küche der Schankstube Hiddigeigei zu Seckinga waren gerüstet uns zu empfangen.

So füllte sich der kleine Saal zur siebenten Abendstunde mit unseren Gevatterinnen und Gevattern. Allseits mit freundlichen und höflichen Wörtlein fand der Abend seinen Anfang. Unser Primus begrüßte nicht ohne Stolz ein neues Mitglied der Gruppe Skadefryd in unseren Reihen. Ein gar lieblich Frouwenzimmer ist´s, die man Dorell die Fidlerin ruft. Sie wird alsdann mit Bogen und Fidel wohlige Klänge für uns zaubern.

Die Kannen und Becher waren stets gut gefüllt, mit allem was wir begehrten. Auch die Speisenwahl ließ wie immer keinen Wunsch offen. So eynige Gesellen und Gesellinnen hatten große Freude an den Leckereien.

So viele Aufgaben warten auf uns, so dass wir niemals müde wurden Worte zu finden, um uns die Zukunft zurechtzumachen. Wollen wir doch bereits am kommenden Satertage dem Ehrenbund des silbernen Basilisken Gesellschaften entsenden. Zu ihrem Winterlager brechen sie auf, und wollen das Leben studieren.

Unser eigenes Lager im Wonnemond auf der Küssaburg formt sich nunmehr und wir hoffen auf wärmende Sonnenstrahlen an diesen Tagen.

Die Obrigkeit empfing alte und neue Gäste zu unserer Tafeley. Mit den einen besprach man einen Plan zur Hochzeit. Und andere sind stets willkommene Freunde. Mitglied kann ein jeder werden, der Freude am Mittelalter hat, wie wir.

Der eigene Vereinskalender mit den schönsten Momenten des vergangen Jahres findet Eingang in unsere Analen und Mitglieder dürfen ihn dank modernster Seelenfängertechnik erwerben. Wohlan.

Bis zur mitternächtlichen Stund´ leerte sich der Saal mehr und mehr.

Allen gab man gute Wünsche für die Heimreise mit. Besonders jene wurden bedacht, deren Gesundheit itzo nicht zuverlässig zu nennen ist.

Wir freuen uns allesamt auf neue Abenteuer. Seid gewiss wir berichten wieder davon.

Ach noch eines. Der Saal war trefflich gefüllt mit Recken und Mayden; Kindern und Kegeln. So waren wir derer XXXI an der Zahl. Ein paar ganz begeisterte unserer Gesellschaft kehrten erst am Morgen des neuen Tages dem Hiddigeigei den Rücken und fanden dann heimwärts Es war wohl zu schön in dem ehrwürdigen Hause. Wir wollen es noch erfahren…

Ich reinige nun die Feder von schwarzer Tinte und verbleibe mit einen gehabt Euch wohl.

Die Schreiberin.

Kategorie: Neuigkeiten

Veröffentlicht am Dienstag, 11. Februar 2014 12:58 | Geschrieben von Thomas Reinacher | Zugriffe: 3358

Nach dem erfolgreichen ersten Highlight im Hartung zum Neujahrsempfang folgte am Satertage, dem 8. Tage des Hornung, das nicht mehr zu überbietende Schauspiel zweyer Freyburger Stadtführungen. – und das Jahr hat erst angefangen!

Begrüßt wurden die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. am Halt des eysernen Rosses zu Seckinga von unserem Mansionarius  Josefine als Organisatorin der Reyse, dem Mundschenk Taranis und dem Culinarius Martin von Halla. Um dem langen Reyseverlauf Kurzweyl zu bieten, hatten diese Atzung und Gesöff im eysernen Ross gereycht.
Angekommen zu Freyburg war die Stimmung dementsprechend ausgelassen.
Das Auftauchen der freyen Büttel am Halt des eysernen Rosses war nicht uns gedacht. Es fand am Satertag ein Ballspiel statt. Die Stadt war somit auf Eyniges vorbereitet.
Keyn Sterblicher hatte aber mit unserem Auftauchen gerechnet. So haben uns die Bürger und Besucher jedenfalls angesehen ;-)
Wir hatten zwey Führungen gebucht. „Die Hexe von Freiburg“ und Die „Wanderhure“
Als Catharina Stadellmenin spielte die Führerin ihre Rolle so gut, dass sich die Gruppe tatsächlich in das Jahr 1599 zurückversetzt sah. Unsere Gewandung tat eyn Übriges.
Von der ausgelassenen Stimmung im Zug blieb nichts mehr übrig….  Betroffenheyt machte sich breyt. Eynzig der Jüngste, Leopold, versuchte die Führerin mit aufmunterndem Jauchzen von ihrer leydvollen Stimmung abzubringen. Betroffen mussten wir Zaungäste die letzten Stationen ihres Lebens miterleben. Eynigen von uns lief es eyskalt den Rücken hinunter, aber nicht ob der Kühle des Tages, neyn – es war das Bewusstseyn, dass dieses nachgespielt nach wahrer Gegebenheyt, und eynem manchen wackeren Recken, auch dem Gevatter, wurden die Äugleyn feucht ob der erlittenen Qual vor vielen Jahrhunderten, hineyngebracht in die Gegenwart…

Am Schluss der Vorstellung wollte ich sie zum Trost eigentlich in den Arm nehmen. Aber alleyn ich traute mich nicht. Berührt man eyne Hexe... und dasselbe Schicksal? Neyn Danke.
Aber Halt, das war ja nur Schauspiel... aber es wirkte sehr echt
Zum Glück ließ das Mittagessen die Betroffenheyt v-e-r-gessen?!

Als Dessert stand die zweyte Führung an.

Dieselbe Stadt, dieselbe Schauspielerin, andere Rolle. Sie sah richtig (auf)reyzend aus. Gehübscht würde ich jetzt sagen. Wie sie das umgebende Volk, und ich meyne jetzt nicht nur uns, in ihre Rolle eynbezog. Großartig.
Überhaupt hatten wir eyfrig 50 Pfennig-Münzen gesammelt. Aber Messingmünzen wollte sie keyne- Ach ja schon wieder Schauspiel - Mittelalter, Silbergeld war angesagt.
Machte die erste Führung betroffen, so war eine gewisse Leychtigkeit zu merken. Obwohl - wenn man ihr so zuhörte, überhaupt nichts leycht war. Weder das Leben, noch das Überleben. Und erst die hygienischen Zustände ... War es Zufall, dass es während der zweyten Führung regnete? Weynte der Himmel oder wusch der Regen allen Unrat ab und weg?
Sollte der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. wieder eine Zeytreyse unternehmen, so bin ich auf jeden Fall wieder dabey. Ach ja, den Tag ließen wir dann in unserer Taverne Hiddigeygey ausklingen.


Der Held vom Erdbeerfeld

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Veröffentlicht am Freitag, 24. Januar 2014 18:37 | Zugriffe: 4110

Am 21. Tage des Hartung AD MMXIV wurden die Spielleute „Skadefryd“ des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. vom Verkehrsbuero der Habspurger Stadt Louffenberg in Helvetien (Laufenburg/CH) zur Bruecke gerufen, welche die mehrere mit der minderen Stadt verbindet.

Fand doch dort zum Anno Novum eyn kleynes Gelage statt, zu welchem die Graf Hans-Darsteller, die Stadtfuehrer, die Kapitaene des Rheynes, die Obrigkeyt der Stadt und viele andere bedeutende Persoenlichkeyten eyngeladen waren.

Als es zu dunkeln begann, zogen die Spielleute mit Fackeln, dem großen Banner und mit Musik vom „Roten Leuen“ her, durch die mittelalterlichen Gassen Louffenbergs bis hin zur alten Zollstation an der Rheynbruecke, in welchem sich das heutige Verkehrsbuero befindet.

Von der Musik waren die geladenen Gaeste aus dem Verkehrsbuero herausgelockt worden. Erstaunt blickten sie auf den Tross der sich Ihnen naeherte.

Graf Hans der IV. von Habspurg, Herr zu Louffenberg, schaute gar entzueckt und ward hocherfreut darueber, was sich ihm hier in seyner Stadt bot.

Bereyts mit den ersten Weysen die erklangen, blieben immer mehr Menschen die zufaellig vorbeykamen am Brueckenkopf stehen und lauschten den Gesaengen.

Sofern man die Titel kannte oder zumindest den Refrain wurde mitgesungen oder die Hueften bewegten sich im Takt der Rhythmen. Die „Hochrhein-Kapitaene“ waren besonders angetan von den Liedern die sich mit Piraten und Seefahrern, also ihrem Element – dem Wasser befassten. „Skadefryd“ erntete bereyts hier viel Beyfall.

Nachdem man sich schlieszlich ins Verkehrsbuero zurueckgezogen hatte, legten die Spielleute noch eynmal richtig los. Sie sangen und spielten sich mit ihren Weysen eine Stunde lang in die Herzen der Menschen die dort versammelt waren.

Das Publikum ging begeystert mit und liesz nicht nach, zu den Liedern zu klatschen, mitzusingen oder sich zu bewegen. Ein wundervoller Abend fuerwahr.

Graf Hans der IV. liesz es sich letzlich nicht nehmen, sich fuer den Besuch von Skadefryd in seyner Stadt zu bedanken. Er ward hoechst angetan und zollte den Spielleuten seynen Respekt. Er liesz anklingen, dass wir sicherlich nicht zum letzten Male in seyner Stadt zu Gast waren.

Bei eynem Becher guten Weynes und guten Gespraechen wurden viele neue Kontakte geschlossen und bereyts neue Ideen andiskutiert. Man darf sicherlich gespannt seyn, was sich in der Stadt des Grafen Haus in Zukunft noch ergeben wird.

„Skadefryd“ ist inzwischen aus Louffenberg in Helvetien nicht mehr wegzudenken. Erst wenige Tage zuvor, am 17. Tage des Hartung hatten diese auf dem Marktplatz zu Louffenberg anl. eynes Rittermahles in der nahegelegenen Taverne "Adler" zur Unterhaltung aufgespielt.

 

Kategorie: Neuigkeiten

Veröffentlicht am Dienstag, 07. Januar 2014 11:22 | Zugriffe: 4096

Am 4. Tage des neuen Jahres herrschte im Altenpflegeheym St. Marienhaus pure „Schadenfreude“! Waren doch die Spielleute „Skadefryd“ (Schadenfreude) des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wieder auf caritativer Tour.

Die Spielleute musizierten an diesem Tage zur Kaffeezeyt eyne Stunde lang fuer die Bewohnerinnen und Bewohner des Altenpflegeheymes, sangen hierbey von mystischen Spruechen, von Helden die hinauszogen und nicht zurueckkehrten, von harten Maennern die die Weltmeere befuhren, von Lumpen die durch die Lande zogen und vieles mehr.

Bereyts eyne halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn war der Saal nahezu vollbesetzt. Zu Konzertbeginn war keyn freyer Platz mehr zu ergattern.

Skadefryd sangen Lieder in althochdeutscher, in schwedischer und in keltischer Sprache, die teylweyse bis in 8. Jahrhundert zurueckreychten.

Den Anwesenden gefiel diese Art der Musik offensichtlich, denn man klatschte oder summte die Refrains der Lieder mit.

Der Auftritt wurde von den Bewohnerinnen und Bewohnern mit reychlich Handgeklapper bedacht und natuerlich entliesz man Skadefryd nicht, ohne eyne Zugabe gegeben zu haben.

Nach dem Konzert wurden die Spielleute immer wieder von den Zuhoererinnen und Zuhoerern angesprochen und lobende Worte ausgesprochen.

Die Spielleute sagen hierfuer den Bewohnerinnen und Bewohnern des St. Marienhauses eyn herzliches Dankeschoen. Sie waren eyn wunderbares Publikum.

 

Kategorie: Neuigkeiten

Veröffentlicht am Sonntag, 05. Januar 2014 19:03 | Zugriffe: 4224

Am Satertag, dem 4. Tage im Hartung AD MMXIV hatte die Obrigkeyt des Mittelalterstammtisch Hochrheyn zur 5. Abendstunde alle Aktiv- und Foerdermitglieder zu eynem kleynen Umtrunk in die Taverne Kater Hiddigeygey zu Seckinga eyngeladen.

Diese erste Zusammenkunft im Anno Novum sollte dazu genutzt werden  sich gegenseytig alles Gute fuer das bevorstehende Jahr zu wuenschen und mit eynem Becher vortrefflichen Perlweyns darauf anzustoszen.

Der Primus bedankte sich bey den zahlreych erschienenen Mayden und Recken und wuenschte allen Anwesenden aktiven und passiven Mitgliedern des Vereyns eyn erlebnisreyches Jahr mit den zahlreych bevorstehenden Veranstaltungen.
Der Primus nutzte die Gunst der Feyerlichkeyt um zwey Aktivmitglieder mittels gesiegelter Urkunde in eynen besonderen Stand zu erheben. So wurde

- Marion von Halla in den Stand des „Cancellarius ad Historicus" erhoben. Ihr obliegt es fortan, die Historie des Vereynes in feyner Schrift auf Pergamenthum festzuhalten.

- Recke Taranis wurde in den Stand des „Mundschenks“ erhoben. Er hat kuenftig dafuer zu sorgen, dass der Gaumen stets feucht bleybe und die Faesser jeweyls gut gefuellt seyen. Die Beschaffung entsprechender edler Tropfen hierfuer ward ihm aufgetragen.

Die Anwesenden wuerdigten dies mit reychlich Handgeklapper.

Die Spielleute "Skadefryd" liessen es sich nicht nehmen, ihre Vereynsmitglieder mit eynem kleynen Auszug aus ihren Bardengesaengen zu erfreuen.
Die Spielleute hatten zuvor einen sehr erfolgreychen Auftritt mit ihren Bardengesaengen im „Altenpflegeheim St. Marienhaus“ zu Seckinga.

Zur spaeteren Stunde, nachdem alle Baeuche mit sehr guter Speys und gutem Trunke gefuellt waren und man sich rege ausgetauscht hatte, verlieszen die Mayden und Recken nach und nach die Taverne um zu ihrer Heymstatt zurueck zu kehren.

Eynes steht fest: Es wird eyn vielversprechendes Jahr fuer den Vereyn werden. Wer nicht dabey seyn wird, verpasst schoene Momente.

Auf eyn gemeynsames erfolgreyches MMXIV !!