• Bereyts im Scheyding hatte die Obrigkeyt des Zechenwihler Hotzenhauses beym Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V angefragt, ob es moeglich waere am 4. Adventus eyne weyhnachtliche Lesung in alemannischer Sprache zu halten.

    Nach kurzer Ruecksprache mit der Maerchengruppe „Grex Fabula“ wurde dieser Auftrag gerne angenommen.

    Am 20. Tag im Julmond AD MMXV war es soweyt. Gewappnet mit ihrem Maerchenbuch trafen sich die Mitglieder von „Grex Fabula“ zur 4. und halben Stund im Meridianus am Zechenwihler Hotzenhaus.

    Dort wurden sie von der Obrigkeyt des Hotzenhauses auf das Herzlichste willkommen geheyszen. Man kredenzte selbstgebackene Leckereyen, wie auch etwas gegen den Durst.

    Die Zuhoerer trafen nach und nach eyn, bis letztlich keyn Sitzplatz mehr uebrig war. Unter Anderem waren Mitglieder der „Muettersproch G‘sellschaft“ anwesend.

    Die Aufregung stieg. War es fuer eynen Teyl der Erzaehler doch eyne Herausforderung, in eyner Sprache vorzulesen, welche nicht ihre „Muettersproch“ war.

    Puenktlich zur 5. Stund im Meridianus begann die Veranstaltung. Nach der offiziellen Begrueszung durch Herrn Dr. Georg Kirschbaum, lauschten die Anwesenden erst eynmal der musikalischen Darbietung des „Hochsaler Floetenkreyses“.

    Danach trug zunaechst Nephilim und im Anschluss der Held vom Erdbeerfeld eyn Gedicht vor. Nach eynem weyteren musikalischen Stueck lasen Josefine und Gunnar.
    Bey der Geschichte vom Gunnar, „Zuckerbroetli“, hatten die Anwesenden eyniges zum Schmunzeln.

    Danach folgten bis zur 5. Stund im Meridianus erneut musikalische Darbietungen und danach weytere Geschichten und Gedichte.

    Zur Belohnung erhielten die Erzaehler am Ende ihrer Lesungen viel Handgeklapper. Die Zuhoerer waren begeistert von der Vorstellung.

    Im Anschlusz daran konnte „Grex Fabula“ mit den Anwesenden bey eynem guten Gluehweyn und Suessgebaeck gemuetlich plauschen und die eyne oder andere Anekdote austauschen.

    Zur 8. Stund im Meridianus hiesz es dann Abschied nehmen, um die Heimreyse wieder antreten zu koennen.

    Eyn herzliches Dankeschoen an die Erzaehler der Maerchengruppe „Grex Fabula“, die den Vereyn Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wieder von der besten Seyte gezeygt haben.

    Ebenso eyn herzliches Dankeschoen an Herrn Dr. Georg Kirschbaum, der es uns ermoeglicht hat, diese Veranstaltung mitzugestalten.

    Fuer den Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. war es der Abschluss eynes sehr ereygnisvollen und schoenen Anno MMXV.

    Eyn groszes Dankeschoen an Alle, die dazu beygetragen haben, dass sich dieses Jahr so entwickelt hat und den Vereyn stets unterstuetzt haben. Ohne Euch waere es nicht machbar gewesen.

    Wir wuenschen allen eyn gesegnetes und frohes Julfest und eynen guten Rutsch ins Jahr AD MMXVI.

  • Der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wuenscht allen seynen Aktiv- und Foerdermitgliedern, deren Angehoerigen, sowie allen Freunden, Goennern und Mittelalterinteressierten und Besuchern unserer Webseyte eyn frohes und besinnliches Julfest im Kreyse Eurer Lieben.
    Fuer den bevorstehen Jahreswechsel alles Gute, kommt gut ins neue Jahr, bleybt gesund und uns gewogen!

    Die Obrigkeyt

  • Auch in diesem Anno fand in Ratbaldouilare der mercatus nativitatis statt. Da es sich hier um eynen traumhaft schoenen Marché Médiéval handelt, beschloss der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. , wie bereyts im vergangenen Anno, diese Veranstaltung seynen Mitgliedern erneut anzubieten.

    Am 11. Tag im Julmond AD MMXV wurden die stinkenden Kutschen beladen und los ging es. Mit schneller Fahrt ueber Stock und Steyn kamen wir alsbald ans Ziel.

    Nachdem die stinkenden Kutschen abgestellt waren und die Ruhestaetten bezogen, begaben wir uns zunaechst in eyne Sueszbaeckerey, wo wir osmanisches Heyszgetraenk und  Sueßspeyse zu uns nahmen. 

    Danach brachen wir auf, um uns unter das Volk zu mischen. Die Bewohner der Innenstadt waren auch in diesem Anno sehr fleyszig gewesen und haben ihre Haeuser passend zum Julfeste wunderbar geschmueckt.

    Unser Weg durch die herrlich geschmueckten Gassen der Stadt fuehrte uns in Richtung unserer Stammtaverne wo wir die Wirtsleut‘ der „Bier- und Winstub Ville de Nancy“ aufsuchten, um sie auf‘s herzlichste zu begrueszen. Grosz ward die Freude uns wieder zu sehen.

    Nachdem wir eynen guten Perlweyn, auch Cremant genannt, kredenzt bekamen und genieszen konnten, tauschten wir die Neuigkeyten aus, die es von beyden Seyten zu berichten gab.

    Nachdem der Worte genug gewechselt waren, stiegen wir gemaechlich hinauf zur Oberstadt. Auf dem Wege dorthin trafen wir staendig alte Bekannte und man begrueszte sich eyn um’s andere Mal auf‘s herzlichste.

    Zur 7. Abendstund war es dann Zeyt den Hunger und Durst zu stillen. Also begaben wir uns erneut in unsere Stammtaverne und wurden dort mit koestlicher Speys und vorzueglichem Trank verwoehnt.
    Nach eynem opulenten Mahle, welches die Waenste zum Spannen brachte, beschlossen wir, um uns die Beyne eyn wenig zu vertreten, erneut in die Ville Pittoresque, hinaufzuziehen.  

    Da der Abend noch jung war, begaben wir uns letztlich in die Bar St. Ulrich. Dort lieszen wir den Abend bey eynem guten Whisky aus Kaledonien gemuetlich ausklingen.

    Am Satertage dann, als wir zur fruehen Morgenstund wieder mitten im Geschehen waren, war es kaum vorstellbar, wie viel geschaeftiges Treyben im Staedtchen schon herrschte.

    Wie in den Jahren zuvor waren wieder viele Kraemer, Haendler und Handwerker vor Ort um ihre Ware feylzubieten. Die Angebote fuer Speys und Trank waren ebenso vielfaeltig vor Ort.

    Hatten die Schaulustigen doch die Wahl zwischen Suppe, Braten von der wilden Sau, frischen Ostreidae (Austern), Helix pomatia (Schnecken), in Darm gepresstes Fleysch, Reybekuchen, heiszen Maronen und vielem mehr. Auch gegen den Durst ward viel geboten. Verschiedene gut gewuerzte Weyne warm und kalt, wie auch alkoholfreyes Gesoeff.

    Es war nicht eynfach fuer uns von allem zu Kosten. Doch hatten wir ja noch den Balder zur Verfuegung.

    Zufrieden und satt begaben wir uns kurz vor der Geysterstunde in unsere Herberge, um unser Haupt niederlegen zu koennen.

    Uebrigens, an diesem Abend ward unser Faehnrich Graf Markus in der Stammtaverne mit eynem neuen Namen getauft worden. Ab diesem Moment hatte er den Rufnamen „D‘Artagnan sans culotte“.

    Am Balder sodann, ging der Rundgang ueber den mercatus weyter. Wir fingen wieder in der Oberstadt an und begaben uns Richtung Unterstadt.

    Teylweyse wurden wir durch die Menschenmengen nur noch nach unten geschoben. Zwischendrin wurden viele Bilder mit den Seelenfaengern von  und mit uns gemacht.

    So verging auch der Balder wie im Fluge und eynige unserer Recken und Mayden mussten den Nachhauseweg antreten.
    Die Restlichen blieben noch eyne Nacht, um dann gemuetlich am naechsten Tag ebenfalls die Heymreyse anzutreten.

    Es war, wie die letzten Jahre davor, wieder eyn sehr schoener Aufenthalt in Ratbaldouilare. Eynes koennen wir versprechen, wir werden uns im naechsten Anno wiederum nach Ratbaldouilare zum mercatus nativitatis begeben.

    Warum wir das sagen koennen? Wir haben uns schon mit unseren Freunden aus dem schoenen mittelalterlichen Staedtchen verabredet!!

  • Vom 4. bis zum 6. Tage im Julmond AD MMXV stand der Mercatus Nativitatis zu Seckinga an. Der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. liesz es sich in diesem Jahr nicht nehmen, mit seyner neuen Maerchengruppe den Baelgern am Satertage zwey weyhnachtliche Maerchen vorzutragen.

    Die Maerchengruppe „Grex Fabula“ und eyn weyteres halbes Dutzend Mitglieder trafen sich am Satertage zur 6. Stunde im Meridianus in ihrer Stammtaverne „Kater Hiddigeygey“, um von dort aus zusammen mit den Spielleuten Skadefryd in eynem Fackelzug in Richtung Altstadt zu ziehen.

    Voraus schritten die drey Fackeltraeger, sodann der  Bannertraeger von Skadefryd, gefolgt von den Spielleuten. Dahinter schritt der Bannertraeger vom Mittelalterstammtisch Hochreyn e.V, danach eyne  holde Mayd. Sie trug die Schatulle mit dem goldenen Schluessel des Maerchenbuches! Ihr folgten zwey Recken, die das wertvolle Maerchenbuch und das Schild von Grex Fabula trugen. Dahinter schritten wuerdevoll das Maerchenkoenigspaar Koenig Raginher, der Furchtlose und Koenigin Josefine die Fabelkundige.

    Schon waehrend dem Eynzug in die Stadt wurden wir bestaunt. Die Schaulustigen zueckten ihre Seelenfaenger und verewigten uns.

    Der Weg fuehrte uns direkt vor die Buehne auf dem Muensterplatz.

    Aber bevor wir begannen, durften wir zuerst der Musici der Spielleute lauschen. In deren Pause las Koenigin Josefine die Fabelkundige das Maerchen „die Eysblumen“ und der Held vom Erdbeerfeld das Maerchen „das Marienkind“ vor.
    Trotz der Kaelte lauschten die Baelger mit ihren Vaetern und Muettern gebannt den Erzaehlungen. Waren sie doch nicht allen bekannt.

    Die Belohnung dafuer: viele strahlende Augen, viel Handgeklapper und Jubel.

    Grex Fabula freut sich, wenn es im naechsten Jahr dieses wunderschoene Erlebnis wieder erleben darf.

    Allen Mitwirkenden ein herzliches Dankeschoen.

  • ... und wieder waren die tapferen Mayden und Recken vom Mittelalterstammtisch unterwegs, galt es doch, das mittelalterliche Spectaculum zu Burkheym am Kayserstuhl zu besuchen.

    Schon kurz nach dem hoechsten Sonnenstand wurden die stinkenden Kutschen bestiegen, um mit ihnen an den Kayserstuhl zu reysen. Das Wetter... nun... das Wetter, jaa es war "SKADEFRYD-Wetter", waren doch eben diese Spielleute ebenso unterwegs gen Burkheym.
    Dies verhiesz Sonnenscheyn und wie schon in der Vergangenheyt, verschwanden die Wolken und machten der Sonne Platz. Warm wurd es natuerlich nicht, aber trocken bliebs und so verliessen wir unterhalb der Burgruine die stinkenden Kutschen, um nach eynem kurzen Fuszmarsch durch den ebenfalls stattfindenden Julmarkt die Burgruine zu erreychen.

    Der Plan vor der Ruine ward beseelt von Haendlern, die allerley feylboten, und auch die Hungerleyder wuerden nicht zu kurz kommen. Fuer Speys und Trank ward gesorgt, sowohl hier als auch auf dem Julmarkte. Unsere lieben Freunde, die Uesenberger Landsknechte, waren ebenfalls zugegen, um das hungrig Volk unter anderem mit allerley Leckerem vom Schweyn zu verwoehnen. Welche eyne Wiedersehensfreude, alte und neue Freunde auf diesem Plane zu treffen.

    Zur 4. Stund dann, begannen die Landsknechte, Vaganten und Obrigkeyten ueber den wunderschoenen Julmarkt bis hinauf zur Burgruine zu wandern, vorbey an dem staunenden Volke, welches den Menschenwurm mit viel Handgeklapper begrueszte. Auch wurden immer wieder die Sprechknochen-Seelenfaenger gen Menschenwurm gehalten, um dies Ereygnis fuer spaetere Zeyten festzuhalten.

    Auf dem Platze bey der Ruine angekommen, richteten nun der Herold und auch die Obrigkeyt ihr Wort an das Volk.
    So wurde u.a. verkuendet, wer an unueblicher Staette seyne Nothdurft verrichtet, wuerd mit Pranger bestraft und vom vorbeyziehenden Volk verhoehnt werden. Nach den ueblichen Ermahnungen und Lobesreden konnte nun endlich das Fest beginnen. Eyn Spielmannszug eroeffnete den Reygen und hernach traten die Spielleute von Skadefryd auf den Plan. Feuerschlucker, Alphornblaeser und die Vaganten von Seckinga verbreyteten Kurzweyl und die Darbietungen wurden mit viel Handgeklapper belohnt.

    Die Dunkelheyt brach zwischenzeytlich hereyn und der Julmarkt bot eynen ueberwaeltigenden Anblick. Ebenso der Platz vor der Burgruine, wo viele sich um das Feuer scharten, um sich die Finger oder die Afterballen zu waermen. Ist es doch zwischenzeytlich recht kalt geworden. Nun - da hilft nur eyn Gang in die Taverne, wo heyszer weyszer Gluehweyn feylgeboten wurde.. Ohh welch eyn Hochgenusz, dazu eyn schmackhaftes Mahle, was kann es Schoeneres geben??

    Zur 10. Stund hiesz es dann Abschied nehmen mit dem Versprechen, auch im kommenden Jahr wieder zu erscheynen, um sich von der Gastfreundschaft der Kayserstuehler verwoehnen zu lassen. So ging es wieder hinab ins Dorf zu unseren stinkenden Kutschen und zufriedene Gesichter zeygten, dasz es eyn richtig schoener Tag war.

    Eyn wunderschoener Satertag ging viel zu schnell zu Ende...

    Wer nicht dabey gewesen, der moege sich in die eygenen Afterballen beyssen ob des Aergers, nicht dabey gewesen zu seyn. Aber was nicht ist, kann im kommenden Jahr ja werden...

  • Am 21. und 22. Tage des Nebelung AD MMXV veranstalteten die Meyster der cultura hortorum,  Blumen Maier zu Ovelikon, wie alljaehrlich am Wochenende vor dem ersten Advent, zwey besondere Handelstage an welchem sie ihre Kostbarkeyten feylboten.  Die Handelstage standen unter dem Thema „Maerchenhaftes Julfest“.

    Da man in den Handelsraeumen verschiedene Bereyche eyngerichtet hatte, die sich mit Mediocris fabulae aus laengst vergangenen Tagen befassten, wollte man den Baelgern am Balder, dem 22. Tage im Nebelung etwas Besonderes bieten.
    Und so hat man „Grex Fabula“ des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. gerufen, um diesen Handelstag zu begleyten.  

    Und so ergab es sich, dass sich die Lesekundigen von „Grex Fabula“, mit weyteren Mitgliedern des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V.  bereyts zur 9. Stund im Balder auf dem Auplatze zu Seckinga trafen, um nach Ovelikon zu reysen. Die weyteren Mitglieder des Vereyns sollten in den Handelsraeumen umhergehen und auf das Besondere des Tages aufmerksam machen und bey den Lesungen das Gesamtbild abrunden. Und so sollte es geschehen.

    Zur 10. Stund wurden die Tore fuer die Schaulustigen geoeffnet. Nach und nach fuellten sich die Gaenge und die Menschen bewunderten das Feylgebotene. Zwischen der 2 und 4. Stund im Meridianus war es gar eyn dichtes Gedraenge.

    Im Freyen hatte man die Moeglichkeyt seynen Hunger mit in Darm gepresstem und ueber Feuer gegartem Fleysch zu stillen. Es wurden allerley Getraenke fuer den Durst gereycht. Alles was das Herz begehrte konnte ergattert werden. Wem es draussen zu kalt war, den zog es zur Speysung in die Stube des maurischen Heyszgetraenkes, wo man auch Allerley vom Sueszbaecker zu sich nehmen konnte.

    Das Lesen der Fabeln und Legenden wurde stets durch eynen Ausrufer auf dem ganzen Handelsplatz kundgetan und so kamen die Baelger.
    Manchmal nur Eynzelne, manchmal auch ganze Gruppen mit ihren Muettern und Vaetern, um zu lauschen, was die die Lesekundigen zu berichten hatten. Ganz mutige Baelger, blieben auch ohne ihre Muetter und Vaeter vor Ort. So konnten diese ungestoert Handel treyben gehen. Grosz und aufgeregt blitzten die Aeugleyn, als man dem Maerchenkoenig Raginher den Furchtlosen und die Maerchenkoenigin Josefine die Fabelkundige sah.

    „Grex Fabula“ las Altbekanntes wie z.B. „Dornroeschen“, „der Froschkoenig“ oder auch „Haensel und Gretel“. Waren diese Maerchen doch Teyl der, wie bereyts oben erwaehnten, besonderen Handelsbereyche.

    Zusaetzlich wurden Maerchen gelesen, die zum bevorstehenden Julfeste passten,  wie z.B. „die Eysblume“, „das Marienkind“ oder „das Maedchen mit den Schwefelhoelzern“.
    Natuerlich wurde auch das eyne oder andere mittelalterliche Maerchen wie „die Wahl des Kaestchens“ oder „der Wunderarzt“ vorgelesen.

    Immer wieder kamen die Baelger und hoerten gebannt unseren Lesungen zu. Das eyne oder andere Kind traute sich gar, das wertvolle Maerchenbuch mit dem goldenen Schluessel zu oeffnen oder auch wieder sorgsam zu verschlieszen.

    Wie im Fluge verging der Tag und so schlug dann doch schon die 4. Stunde im Meridianus und alles war wieder vorbey.
    Die Tore wurden wieder verschlossen, die Markttreybenden im Freyen, packten ihre Sachen wieder zusammen.

    Und auch fuer uns hiesz es  nun,  das Maerchenbuch bis zur naechsten Veranstaltung wieder eynzupacken und mit viel Liebe aufzubewahren, damit die Baelger das naechste Mal erneut gespannt unseren Erzaehlungen lauschen koennen.

    Die strahlenden Kinderaugen und das Handgeklapper der Eltern waren an diesem Balder der schoenste Lohn.

    Den Lesekundigen, Maerchenkoenigin Josefine, Nephilim, dem Held vom Erdbeerfeld und nicht zuletzt Lord Boromir of Waterford sey gedankt fuer ihre wunderbaren Lesungen.
    Und eyn weyterer Dank an alle anderen Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn, die diese Stunden mit ihrer Anwesenheyt bereycherten.

     

  • Es war wieder soweyt. Am 7. und 8. Tage im Nebelung AD MMXV standen die Maerchentage zu Seckinga wieder an. Der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. liesz es sich auch dieses Jahr nicht nehmen, den Baelgern mittelalterliche Maerchen vorzulesen. Petrus hat es dieses Jahr sehr gut mit uns gemeynt, liesz er doch die Sonne an beyden Tagen wohlig warm scheynen.

    Die Maerchengruppe „Grex Fabula“ und eyn weyteres halbes Dutzend Mitglieder trafen sich am Satertage zur hoechsten Mittagsstund in ihrer Stammtaverne „Kater Hiddigeygey“, um noch vor Beginn des Maerchenlesens zusammen eyn Gesoeff zu sich zu nehmen.

    Die Kinder vom Kinderferienprogramm begleyteten auch in diesem Anno die Maerchengruppe. Ebenso gesellten sich die Spielleute Skadefryd mit dazu.

    Puenktlich zur 1. Stund im Meridianus starteten wir und zogen in Richtung Altstadt. Voraus liefen zwey Bannertraeger, Marcel vom Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. und der Faehnrich von Skadefryd. Gefolgt von den Spielleuten Skadefryd, die Ritter, zwey holde Mayden: Elsa vom Altsiedlerland, sie trug die Schatulle mit dem goldenen Schluessel des Maerchenbuches und Alva Skadi, sie trug das wertvolle Maerchenbuch. Dahinter lief das Maerchenkoenigspaar Koenig Raginher, der Furchtlose und Königin Josefine, die Fabelkundige und weytere Mayden und Recken des Vereyns.

    Schon waehrend dem Eynzug in die Stadt wurden wir bestaunt. Die Schaulustigen zueckten ihre Seelenfaenger und verewigten uns.

    Viele verschiedene Stellen in der Altstadt wurden aufgesucht, um den Kindern unsere Maerchen vorzulesen und abwechselnd auch die Weysen der Spielleute vorzutragen.

    Der Koenigin ward an diesem Tag das Vorlesen verwehrt. War sie ueber Nacht von eyner boesen Hexe mit eynem Zauber belegt worden und hatte dabey ihre Stimme verloren. Aber sie liesz es sich nicht nehmen, den Kindern ihre Maerchen naeher zu bringen. Hatte sie doch eynfach zwey holde Mayden, Nephilim und Mayd Mona und eynen Gaukler, Gunnar den Trobador, beauftragt, dies fuer sie zu uebernehmen.

    Um Maerchen hoeren zu koennen, mussten die Baelger stets laut den Satz rufen: „Koenigin, oeffne deyn Maerchenbuch!“. Die Maerchenkoenigin bat nun ihren Gemahl, Raginher den Furchtlosen  das Buch zu oeffnen und es ihr zu reychen. Sie waehlte danach eyn Maerchen aus und uebergab es dann eyner Maerchenleserin oder eynem Maerchenleser. Gleychgueltig wo wir lasen, wir wurden stets mit viel Handgeklapper belohnt.

    Der Satertag verging sehr schnell und zur 6. Stund im Meridianus begaben wir uns zum Abschluss in die Stammtaverne.
    Auch in diesem Jahr wurde der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. von der Obrigkeyt der Maerchentage zu Speys und Trank eyngeladen. Wir stillten unseren Hunger wie immer mit koestlichster Speys und loeschten unseren Durst mit erfrischenden Getraenken. Nebenbey hielten wir Rueckschau auf den vergangenen Tag.

    Am Balder trafen wir uns wieder zur hoechsten Mittagsstund in unserer Stammtaverne, um erneut von dort aus wieder puenktlich eyne Stunde spaeter loszuziehen.

    Auch an diesem Tage wurden viele verschiedene Orte in der Altstadt aufgesucht. Viele Baelger wie auch deren Muetter und Vaeter lauschten aufmerksam den Maerchen, die heute von der Koenigin selbst, ja…sie hatte ihre Stimme wieder zurueck, von Nephilim und von Lord Boromir of  Waterford gelesen werden konnten. Und wie auch schon am Tage zuvor, lieszen die Spielleute Skadefryd dazwischen ihre Bardengesaenge ertoenen. Die Belohnung dafuer: viele strahlende Augen, viel Handgeklapper und Jubel.

    Auch der Balder verging wie im Fluge und schon wieder war alles Geschichte! Zum Abschluss begaben wir uns wieder in unsere Stammtaverne, bis schlieszlich alle Muede, aber zufrieden, den Weg zu ihren Heymstaetten antraten.

    Das Ende der Geschichte? Und wenn Sie nicht gestorben sind, dann leben Sie noch heute. Und wir freuen uns, naechstes Jahr mit Grex Fabula wieder die Kinderaugen zum Strahlen zu bringen.

    Allen Mitwirkenden ein herzliches Dankeschoen. Ihr wart wunderbar und wir freuen uns auf weytere schoene Unternehmungen mit Euch zusammen.

  • Nachdem der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. sich bereits seit seiner Gründung im Jahre 2013 an den Bad Säckinger Märchentagen mit Musikdarbietungen und mit Märchenerzählern einbringt, hat man sich im Anno 2015 dazu entschlossen, dem Verein, als Unterabteilung, eine eigene Märchen- und Erzählgruppe anzuschließen. Diese Gruppe nennt sich "GREX FABULA".

    „Grex Fabula“ besteht aus dem Königspaar, König Raginher dem Furchtlosen (Reiner Schmid) und Königin Josefine der Fabelkundigen (Giuseppa Messana); vier Erzählerinnen und Erzählern:  Nephilim (Andrea Griesser), Mayd Mona (Stefanie von Guaita), Lord Boromir of Waterford (Boris Milz) und Gervase, der Held vom Erdbeerfeld (Daniel Giebson);  außerdem gehören zur Gruppe zwei kleine Hoffräuleins, die das Märchenbuch und den dazugehörigen Schlüssel mit sich führen werden: Elsa vom Altsiedlerland (Isabella Hausin) und Alva Skadi (Alva Skadi Milz).

    Zum ersten Mal ist "Grex Fabula" an den Märchentagen am 07. und 08.11.2015 in der Zeit zwischen 13:00 und 17:00 Uhr mit Musik, Rittern und Gefolge durch die Gassen der Altstadt Bad Säckingens gezogen und hat den Kindern ihre Erzählungen dargeboten.

    Im weiteren waren "Grex Fabula" zu sehen und zu hören:

    - am Sonntag, 22.11.2015, von 10:00 Uhr - 16:00 Uhr beim Adventsverkauf "Märchenhafte Weihnachten" bei der Fa. Blumen Maier in Wehr-Brennet

    - am 05.12.2015, 19:20 Uhr bis 19:40 Uhr, anl. Weihnachtsmarkt in Bad Säckingen


    von links nach rechts: Andrea Griesser, Boris Milz, Isabella Hausin, Giuseppa Messana, Reiner Schmid, Alva Skadi Milz, Stefanie von Guaita, Daniel Giebson

    Aber "Grex Fabula" begeistert mit ihren Erzählungen nicht nur Kinder , sondern auch an die Eltern wurde gedacht. So unterhalten wir die Erwachsenen auch mit Lesungen jeglicher Art.

    Zu hören war "Grex Fabula" bereits in alemannischer Mundart
    - am 20.12.2015, 16:30 Uhr - 17:30 Uhr anl. 4. Advent im Zechenwihler Hotzenhaus

    - am 01.06.2016, 19:00 - 21:00 Uhr Uhr im Cafe "Heimelig" in Hänner

    So sehet:

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     


            Gunnar (Günter Butz)               Nephilim (Andrea Griesser)    

          Gervase (Daniel Giebson)              Josefin (Giuseppa Messana) 

  • Nach den erfolgreychen Stadtfuehrungen im letzten Anno folgten am Satertage, dem 24. Tage im Gilbhardt AD MMXV weytere zwey Freyburger Stadtfuehrungen.

    Treffpunkt fuer die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. war am Halt des eysernen Rosses zu Seckinga zur 1. Stund nach der Morgendaemmerung. Der Primus begrueszte alle Anwesenden.
    Eyn besonderer Grusz galt unserem Passivmitglied Georg, der schon im letzten Anno die Fuehrungen mitgemacht hatte und sich auch diese neuerlichen Fuehrungen nicht entgehen lassen wollte und  unserem Freund Andy aus Annweyler, der extra fuer diesen Tag den langen Weg zu uns angetreten hatte.
    Da wir schon zu so frueher Stund auf den Beynen waren, wurde von der Obrigkeyt des Vereynes eyne kleyne morgendliche Atzung mit Gesoeff organisiert. Jeder konnte ordentlich zugreyfen.
    Auch eyn von Nephilim aus Fruechten und Alcohol selbsthergestelltes  Extractum, genannt 6-Beerenlikoer wurde waehrend der Fahrt verkoestigt. Der Geschmack, unbeschreyblich sueffig.

    Nach zweystuendiger Fahrt mit dem eysernen Ross sind wir zu Fribourg in Brisgowa angekommen und begaben uns direkt zum 1250 errichteten Obertor (heute Schwabentor genannt). War doch dort der Treffpunkt fuer die Fuehrung vereynbart.

    Fuer diesen Tag waren, wie bereyts angedeutet, zwey Fuehrungen vorgesehen. Eynmal „Die Tochter des Henkers“ und zum Zweyten „ Die Spielmannsfrau“.

    Begonnen wurde mit der Tochter des Henkers. Nachdem uns die Schauspielerin Yvonne Muenzer begrueszt hatte, verwandelte sie sich nach eynem kurzen Augenblick in die Tochter des Henkers.

    Sie zeygte uns, wo sich ihre Heymstaette befand und erzaehlte uns Allerley aus dem Leben ihres Vaters und ihres eygenen. Wie sie sich als nicht ehrliche Menschen (ehrlich im Sinne von unreyn) in ihrer Umgebung zu verhalten hatten, wie sich die ehrbaren Buerger ihnen gegenueber verhielten und wie die Ehrbaren sie des Naechtens, wenn es keyner sah zu Hause aufsuchten um irgendwelche Gluecksbringer zu kaufen. Sehr beeyndruckend.
    Genauso wie die telyweyse sehr unheymlich wirkenden Taetigkeytsberichte aus dem Alltag ihres Vaters.

    Nach eyneynhalb stuendiger Fuehrung, puenktlich zur hoechsten Mittagsstund, begaben wir uns ins Brauhaus „Martin’s Braeu“, um uns mit Speys und Trank zu staerken. Ploetzlich gesellte sich noch jemand zu uns. Wer es war? Unser Freund Markus von Comitatus 1280.

    Er hatte an unserer Lagerey im Scheyding mitbekommen, dass wir heute in Fribourg in Brisgowa unterwegs waren und kam auf eynen Humpen des Guten Bieres vorbey, um uns Allen kurz „Hallo“ zu sagen. Eyne sehr nette Geste. Markus, habe Dank dafuer!! Die Ueberraschung ward Dir gelungen. Leyder trennten sich unsere Wege sehr schnell wieder. Hatte doch Markus weytere Erledigungen zu taetigen und wir unsere zweyte Fuehrung anzutreten.

    Zur zweyten Stund im Meridianus begaben wir uns gemuetlich Richtung „Altes Rathaus“. Dieselbe Stadt, eyne andere Schauspielerin! Annette Dressel erwartete uns bereyts und fuehrte uns durch Fribourg in Brisgowa um die historischen Oertlichkeyten aus der Sicht der Frau des Spielmanns zu beleuchten.

    Sie erzaehlte uns die eyne und andere lustige Anekdote. Zwischendrin unterstrich sie ihre Geschichten mit alten Weysen. Wie die erste, war auch die zweyte Fuehrung sehr kurzweylig und die Zeyt verflog viel zu schnell.
    Auf unseren Wegen durch die Gassen Fribourgs begegneten wir noch „dem Vagabunden“ und „der Wanderhure“.
    Die Schauspieler von Freiburg Living History hatten bey diesem wunderbar warmen Wetter alle Haende voll zu tun.  

    Nachdem das letzte Liedleyn der Spielmannfrau verklungen ward, begaben wir uns direkt wieder zum Halt des eysernen Rosses und fuhren zunaechst bis nach Basilia und von dort aus bis nach Seckinga zurueck.

    Den Abend beschlossen wir in der ehemaligen Stammtaverne „Krone“. Nach dem Jeder noch eyne kleyne Atzung und eyn Gesoeff zu sich genommen hatte, begaben wir uns erschoepft, aber gluecklich und zufrieden, zu unseren jeweyligen Heymstaetten.

    Kaum zurueck gab es bereyts neue Ueberlegungen darueber, was naechstes Anno fuer die Vereynsmitglieder angeboten werden kann.
    Also daran denken, wer dieses Jahr nicht dabey seyn konnte, immer wieder in unserem Veranstaltunskalender nachschauen was, wann geboten wird und gleych Anmelden, um solche tollen Eyndruecke nicht zu verpassen.

  • Mittelalterliches Markttreyben zu Mercesburc am Bodemen-See

    Jaa, es war wieder eynmal soweyt - der Herr ueber die "Buebe-Spitzle", der Welker, wie er auch genannt, hat laut gerufen. Und sie kamen in Scharen gleych eyner Voelkerwanderung aus allen Ecken und Enden der Provinzen, die den See umgeben: Sueben, Alamannen, Helvetier, Baiuwaren, Franken, auch aus Ostarrichi kamen sie angereyst mit ihren stinkenden Kutschen. Doch halt, welch Idiom wird da gesprochen?? Aus dem fernen Stiefelland, welches von den Italikern bewohnt, jenseyts des Gebirges, kamen sie angereyst. Schier mit Pauken und Trompeten taten sie durch ihre Musici kund, welch Freud es für sie ist, zu Mercesburc dem Treyben beyzuwohnen.

    Nun, auch die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V. haben den Ruf vernommen und so traf man sich in gewohnter Manier zu Seckinga auf dem Auplatze daselbst, um mit den stinkenden Kutschen gen Mercesburc zu reysen. Josefine fuehrte die Karawane an und so entschied sie kurzerhand, den Pfad in Helvetien zu nehmen, aber hernach stellte sich heraus, waeren wir doch besser auf der anderen Seyt des Wassers geblieben. Somit war schon geregelt, wie die Rueckreyse vonstatten gehen wuerd... aber noch waren wir nicht angekommen. Eyn kleyner Aufenthalt musste auch noch hingenommen werden, da sich sonst eyne mmmhhhh urinale Tragoedie abgespielt haette...

    Endlich war es dann soweyt, der Bodemen-See kam in Sicht und bald darauf fuhren wir entlang des Ufers (erstaunlicherweys reychte das Wasser bis ans Ufer...) gen Constancia, um sodann unsere stinkenden Kutschen auf eyn grosses Faehrschiff zu fahren. Eyn schneller Weg, Mercesburc zu erreychen und gleych am anderen Ufer befanden sich die Abstellplaetze fuer die stinkenden Kutschen.

    Viele Gewandete wurden gesichtet, alle hatten das gleyche Ziel - den Marktplatz, wo das Treyben stattfinden wuerd. Wie schon im vergangenen Jahr, begann der Aufstieg uebers Kopfsteynpflaster und schon nach wenigen Metern Fussmarsch wurden die ersten bekannten Gesichter begrueszt.

    Dann ward der Markplatz erreycht und eyn unbeschreyblich schoener Anblick erfreute unsere Herzen.. wie in alten Zeyten, eben so wie wir es gewohnt sind.. die Haendler und Wirte waren schon umlagert, duerstete es uns doch auch nach eynem maurischen Heissgetraenk.

    Zunaechst erkundeten wir den Plan. Nun - eynige hatten ihren "Fresz- und Saufweg schon festgelegt, da die bekannten Tavernen daselbst auf sie warteten... hmmm welche Worte sind da immer wieder gefallen??? Zitronenmet, Wildschweyn.. das waren die Herausragenden und schon beym Aussprechen lief uns das Wasser im Mund zusammen.

    Wo eyn mittelalterlich Treyben, duerfen die Gaukler und Spielleute nicht fehlen und so dauerte es nicht lange, bis wir diese nach und nach ausgemacht hatten. Die Spielleute von Metusa waren natuerlich nicht zu uebersehen, nahmen sie doch auf der Buehne den groeszten Platz eyn. Die Spielleute Duivelspack und Deus Aie gaben sich ebenso eyn Stelldicheyn wie die Gaukler Forzarello, der grosze Bagatelli, der haessliche Hans, Bertram der Maerchenerzaehler sowie die Feuerzauberer, die Meyster der Erdenscheybe Taranis und Zachin.. hoppla - nicht zu verwechseln mit unserem Taranis, dem Meyster der Geldkatze...

    Auch fuer die Baelgerbelustigung ward gesorgt, Maeuseroulette, Drachenland und eyn "Riesenrad" luden eyn, die Baelger fuer eyne Weyle abzugeben...

    Nach der Markteroeffnung begann das grosse Treyben richtig, die Gaukler und Spielleute unterhielten das Volk an allen Ecken und Enden des Planes und wenn man durch die Gassen zog, roch es allenthalben nach leckerem Gekochtem, Gebratenem, Suessem... Haett' man den Met und die Biere riechen koennen, auweh, das waer heftig geworden, es haett' keyn Fortkommen gegeben..

    Und so zogen die Mitglieder des Mittelalterstammtisch teyls gemeynsam, teyls alleyn durch die Gassen, um sich unter's Volk zu mischen. Und wir wurden erkannt, was sicher daran lag, dasz unsere Gewandung mit dem Signum des Vereyns versehen war. So hatte aber auch jeder seynen Spasz! Bald wurde auch der erste Met verkostet und durstige Kehlen gierten nach anderem Gebraeu. Speys und Trank kamen so nie zu kurz. Die Auswahl war zu grosz, als dasz man alles haett' versuchen koennen.

    Diesmal war auch die Schlossterrasse geoeffnet und dort hatte man eynen wundervollen Blick ueber den See. Die Schiffleyn, so kleyn, als waeren sie Nuszschalen. Die Sonne spiegelte sich im Wasser, nunja, wenn sie denn ihr Antlitz zeygte..

    Langsam wurde es Abend und die ersten Feuer zur Beleuchtung wurden entzuendet und der Markt bekam nun eyne heymelige Athmosphaere. Die Feuerkuenstler hatten nun den Plan uebernommen und zeygten ihre Kunst dem Volke, welches mit frenetischem Handgeklapper Beyfall bekundete.

    Leyder geht eyn solch schoener Tag auch eynmal zu Ende und so begannen die Spielleute von Metusa, den Tag mit ihrem Abendkonzert zu beschlieszen.

    Bald darauf machten wir uns auf den Weg, bestiegen unsere stinkenen Kutschen, setzten mit der groszen Faehre ueber und reysten zufriedenen Gemuets in heymatliche Gefilde.

    Wir koennen es auch nur immer wieder sagen - es ist eyn Erlebnis und wer nicht dabey gewesen, der moege sich verrenken und sich in die Afterballen beyssen..!!

  • Am vergangenen Wochenende, vom 18. bis zum 20. Tage im Scheyding fuehrte der Mittelalterstammtisch-Hochrheyn e.V. seyne jaehrliche mittelalterliche Lagerey durch.
    In diesem Anno fuehrte uns unser Lager in den tiefen Tann. Auf den Jugendzeltplatz Gugel, mitten im Wald bey Engelschwand gelegen.

    Viele Mayden und Recken des Vereyns reysten bereyts am Freytagmorgen an, um ihre mittelalterlichen Zelte aufzubauen.
    Ritter Eymar von Urberg wies in seyner Eygenschaft als Lagervogt die Plaetze zu und so konnte die Arbeyt beginnen.
    Das Gelaende auf dem Jugendzeltplatz Gugel in Herrischried war geradezu wie geschaffen fuer diese Lagerey. Nach und nach wuchsen die Zelte wie Pilze in die Hoehe.

    Am Nachmittag wurden die Lagerkueche eyngerichtet, die Feuerstelle und Feuerkoerbe hergerichtet, die Lebensmittel verstaut, Holz zum Anfeuern herangekarrt und vieles mehr.

    Am spaeten Nachmittag trafen die ersten Gaeste eyn. Wir konnten die mittelalterliche Reysegruppe "Comitatus 1280" aus Fribourg in Brisgowa und die Schaufalknerey des Grafen von Strzemieczny aus Hoeheyschweyler, bey Pirminiseusna (Pirmasens) gelegen, willkommen heyszen. Die Schaufalknerey war an diesem Wochenende das besondere Ereygnis.

    Friedrich Emich Graf von Leyningen erschien mit seynem Gefolge und den drey Greyfvoegeln "Ronja, Paula und Irene". Fuer mehr Greyfvoegel ward an diesem Wochenende leyder keyn Platz in den Reysekutschen.

    Nach getaner Arbeyt, wurde gemeynsam das Abendessen zubereytet. Das Feuer wurde entfacht und so konnte man wunderbare Fleyschlappen oder in Darm gepresstes Fleysch ueber dem Feuer braten. Gegen den Durst ward viel angeboten: Weyn, Bier, Met mit dem Geschmack von Citrus medica, Saefte und prickelndes Wasser. Fuer Jeden etwas.

    Sobald die Nacht hereynbrach, wurde das gesamte Lagergelaende mit Fackeln und Feuertoepfen bestueckt und bot so eyn mystisches Bild. Saemtliche Teylnehmer versammelten sich dann am groszen Feuer und erzaehlten sich Anekdoten, unterhielten sich ueber dies und das, bis sich alle so nach und nach, ermuedet vom Tagewerk, in ihre Zelte begaben um ihr Haupt auf das Kissen zu legen.

    Am Satertage zur fruehen Morgenstund, wurde erneut das Feuer entfacht. Das Wasser fuer eyn maurisches Gesoeff oder fuer eynen Aufguss aus Pflanzenblaettern musste heysz gemacht werden.

    Frische kleyne, wie auch grosze Brote, wurden beym Pfister geholt. Die Tische reychlich gedeckt und alle Teylnehmer konnten ihren Hunger mit Brot, Wurst, Kaese, Honag oder Fruechtemus stillen.

    Dies alles obwohl der Culinarius noch nicht zugegen war. Wo blieb er nur? Als er verspaetet eyntraf wurde das Raetsel seyner Abwesenheyt geloest.
    Gebar doch seyn holdes Weyb, in der Nacht zuvor eynen praechtigen Knaben. Tobias wurde er genannt. Die Geburt war eyne grosze Ueberraschung fuer Alle.
    Keyner wusste, dass unsere Lady de Winter in freudiger Erwartung war, selbst sie nicht.

    Den stolzen Eltern wuenschen wir auf diesem Wege nochmal alles Gute und viel Freude an ihrem Balg. Tobias, Dich heyszen wir herzlich Willkommen in unserer Gemeynschaft.

    Anschlieszend war eyn wunderbares Tagesprogramm fuer die Lagernden gegeben.

    So vertrieb man sich die Zeyt u.a beym Zusehen der kontrollierten Flugvorfuehrungen des Berufsfalkners; liesz sich hierbey vieles ueber die Tiere erzaehlen und gewann so eynen Eynblick in das Jagdverhalten der Greyfvoegel.

    Waehrend die Ritter des Lagers sich die Zeyt mit Uebungseynheyten im Schwertkampf vertrieben, interessierten sich die Frauen fuer das Handwerk der Geschmeydeherstellung oder man nutzte die Zeyt fuer das Sticken wertvoller Tischbedeckungen oder fachsimpeln ueber Brettchenweben oder Nadelbinden.

    Zur Mittagsstund konnten wir erneut Gaeste empfangen. Traf doch noch die Rittergruppe „die Herrenlosen“ aus Annweyler am Trifels eyn.

    Sobald sich der Wanst meldete, boten wir fuer den kleynen Hunger zwischendurch kleyne Speysung an. So wurde eyn maurisch Gesoeff ausgegeben und dazu Kuchen welcher nach alten Ueberlieferungen aus dem Mittelalter zubereytet worden war.

    Nach der siebten Stunde im Meridianus, gab es das grosze abendliche Festmahl. Fuer die Lagerteylnehmer gab es Spanferkel mit Salaten.
    Die Mayden hatten auch diese Salate nach mittelalterlicher Rezeptur zubereytet. Es schmeckte koestlich. Neyn, wunderbar!!!
    Unser Lieferant von Fleyschlappen, Fleysch in gepressten Darm und Spanferkel hatte wieder exzellente Ware geliefert. Sey Dir nochmal recht herzlich dafuer gedankt lieber Fritz!

    Sobald die Nacht hereynbrach, wurde das gesamte Lagergelaende erneut mit Fackeln und Feuertoepfen bestueckt und bot, so wie schon am Abend zuvor, ein mystisches Bild.
    Die Mayden, Recken und Ritter versammelten sich dann wieder am groszen Feuer und erzaehlten sich neue Anekdoten, unterhielten sich ueber Dies und Das.

    Zur Ueberraschung gab es noch eyne musikalische Unterhaltung von den Spielleuten Skadefryd, die sich zu eyner Teylnahme an dieser Lagerey entschlossen hatten.

    Nach der Geysterstunde begaben sich auch die letzten in ihre Schlafgemaecher, um sich zur Ruhe zu betten.

    Balder! Kurz nach dem Hahnenschrey! Wieder wurde das Feuer entfacht, frische Brote und Broetchen beym Pfister geholt. Die Mayden deckten die Tafeln und jeder konnte sich nach Belieben aus den vielen Leckereyen die Baeuche fuellen.
    Auch dem Pfister „Oeschger“ aus Hochsal, sey herzlichst fuer die vortrefflichen Brote gedankt.

    Tagsueber kamen immer wieder schaulustige Wanderer vorbey und waren beeyndruckt ueber das was auf der Lagerey geboten wurde.

    Zur Mittagsstund‘ wurden, fuer die letzte Atzung des Tages, erneut Fleyschlappen ueber dem Feuer gebraten und Salate dazu gereycht.

    Die drey Tage Lagerey flossen so schnell dahin, dass es kaum zu glauben war. Und schon ward die Zeyt gekommen, das Lager am Sonntagnachmittag wieder abzubauen.

    Die Wege der Teylnehmer und Freunde trennten sich. Jeder strebte wieder seyner Heymstatt entgegen. Eynes ist jedoch sicher: Man hatte etwas Wunderbares erlebt und die bestehenden Freundschaften vertieft.

    Man versprach sich, sich kommendes Anno wieder zu eyner Lagerey zusammenzufinden. Die Oertlichkeyt hierfuer steht bereyts fest.

    Allen Teylnehmer eyn groszes Dankeschoen! Ihr habt sehr viel dazu beygetragen, dass es eyn unvergessliches Wochenende geworden ist.

    Allen die nicht dabey waren, sey wieder eynmal gesagt: Ihr habt erneut sehr viel Schoenes verpasst. Vielleycht wollt ihr kommendes Anno  mit dabey seyn. Wir wuerden uns sehr freuen.

    Zum Abschluss gebuehrt unser Dank
    - dem Lagervogt Eymar von Urberg, fuer vorzuegliche Vorbereytung und Durchfuehrung der Lagerey;
    -allen Verantwortungstraegern fuer die Arbeyt in ihren Bereychen;
    -allen Teylnehmern fuer ihr sehr diszipliniertes Verhalten und das gute Zusammenwirken bey den anstehenden Arbeyten – nur so konnte alles zu diesem guten Erfolg fuehren.

    Nicht zuletzt sey auch gedankt:
    -dem Fleyschhauer „Metzgerei Hauber“ in Herrischried,
    -der Pfisterey „Bäckerei Oeschger“ in Hochsal und
    -dem Hofschenk „Getränke Gottstein“ in Rheinfelden

    für die Lieferung vorzueglichster Waren und ihre groszzuegige Unterstuetzung in allen Belangen. Gerne kommen wir wieder auf Euch zu!!

  • Mit tiefer Bestürzung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass uns unser lieber Freund Heisi Mutter bereits am 05.09.2015 verlassen hat.

    Da Heisi die Gründung unseres Vereins im Jahr 2013 gefallen hatte und er die großen Fortschritte mit Respekt wahrnahm, ist Heisi im Jahre 2014 unserem noch sehr jungen Verein beigetreten, um unser Wirken mit seinem Mitgliedsbeitrag zu unterstützen.

    In seiner stets lustigen Art machte er für den Beitritt jedoch zur Bedingung, dass er das 100. Mitglied unseres Vereins sein möchte. Er war sodann äußerst überrascht, als wir diese Aufgabe mit Leichtigkeit gemeistert hatten.

    Heisi war stets für einen lustigen Spruch zu haben und verbreitete an unseren gemeinsamen Stammtischen im Restaurant "Kater Hiddigeigei" stets Fröhlichkeit. Selbst zu jener Zeit, als er durch seine Krankheit bereits deutlich gezeichnet war.

    Es ist so schmerzhaft, einen so wunderbaren Menschen, wie Heinz "Heisi" Mutter es war, so plötzlich zu verlieren.

    Liebe Familie Mutter, wir trauern Alle zutiefst mit Ihnen und möchten Ihnen unsere aufrichtige Anteilnahme aussprechen.

    Lieber Heisi – Ruhe in Frieden

  • Schon am Tag der Freya fieberten die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V. dem Sonnentage entgegen. Soll doch die Reyse ins benachbarte Frankenland jenseyts des Vater Rheyn gehen, um dem aeltesten Fest im Elsass, dem Fest der Pfeyffer beyzuwohnen.

    Und so wurden die stinkenden Kutschen bestiegen, um gen Ribeauvillé zu reysen. Auch die Spielleute der Formatio Skadefryd machten sich auf den Weg, sollten sie doch dort das Volk mit ihren Weysen am Satertage sowie am Sonnentage unterhalten.

    Nach etwas mehr als eyner Stund waren wir am Ziel und wir fanden auch gleych unsere Herbergen. Die Herbergsmutter, Mme. Meyer-Liss, hat gut vorgesorgt und Abstellplaetze fuer die stinkenden Kutschen bereytgestellt und so konnten wir unsere Gewandungen in die Kemenaten verbringen.

    Nun galt es, den Ort zu erkunden... welch eyne Pracht, wir fuehlten uns um Jahrhunderte zurueckversetzt... Da Gunnar schon mehrfach dies wunderschoene Staedtchen besucht und uns erzaehlt hatte, wie schoen es sey, bekamen wir endlich eynen Eyndruck.. und es war noch viel schoener wie es beschrieben ward. Man muss es eynfach gesehen haben.

    Natuerlich draengte es uns zur Taverne Restaurant Bierstub Ville De Nancy. Hunger und Durst befahlen uns, endlich die Afterballen auf dem Gestuehle nieder zu lassen.. Da der Tavernenwirt uns sofort erkannte, war das Hallo grosz, wir wurden wie alte Freunde empfangen.. nur gut, dass die Kundige der fremden Zungen bey uns weylte. Josefin wird sie gerufen und so gab es keyne Probleme beym Parlieren..

    Nach leckerem Weyn, Gerstensaft, Ricard und eynem koestlichen Mahle begaben wir uns auf unsere Kemenaten, um ausgeruht den kommenden Tag beginnen zu koennen...

    Satertag - nach der Katzenwaesche in der Frueh erwartete uns eyn herrliches Morgengelage. Eyn nicht ganz so gelber Saft aus eyner Frucht aus fernen Landen, maurisch Gesoeff, frisches Brot, dazu das Gelege von Huehnern, zu Mus gemachte Fruechte und hiesiger Kaese wurden aufgetragen, so dass sich schier die Tischbeyne bogen...
    So konnte der Tag beginnen und die Herbergsmutter wurde nicht mued zu fragen, ob denn alles zuhauf auf dem Tische war...

    Mit gefuellten Waensten und bester Stimmung begaben wir uns nun ins Staedtchen und was glaubt ihr - wir waren nicht alleyne, denn schon viele Besucher und Gaeste flanierten auf den Gassen auf und ab. Doch was war das? Dies Geraeusch ist uns doch wohlbekannt.. jaaaa sie sind auch schon auf dem Plane: die Spielleute Skadefryd und sie begeysterten von Anfang an die vielen Menschen, die schon recht frueh die waermende Spaetsommersonne genossen.

    Den ganzen Tag hatten wir Gelegenheyt, die Gassen zu erkunden und so sind wir auch im Mittelaltermarkt gelandet, wo wir wiederum eyn kleynes Gelage abhielten.

    Nach Eynbruch der Dunkelheyt eyn neuer Hoehepunkt - eyn Fackelzug mit Musikanten und mittelalterlich gewandeten Frouwen und Mannen begann im oberen Teyl des Staedtchens. Wenn man den Blick hinauf schweyfen liess, erstrahlte die Burg St. Ulrich im Lichte der Lampen, welche auf sie gerichtet sind.. eyn imposanter Anblick wahrlich. Sodann begann der Fackelzug - eyner Prozession gleych.. und welch eyne Ueberraschung, unsere Spielleute hatten die Ehre, unmittelbar nach der Obrigkeyt den Menschenwurm anzufuehren.

    Das war schon geschickt, denn der Weg fuehrte nach unten, genau zur Taverne Restaurant Bierstub Ville De Nancy, wo wir wiederum eynkehrten und unsere durstigen Kehlen mit koestlichem Gesoeff benetzten. Aber auch eyn gar koestlich Mahl wurde uns kredenzt, jeder, wie er's haben wollte.

    Eyn gar wunderschoener Tag war Vergangenheyt, aber alle fieberten nun dem Sonnentage entgegen. DER Tag im Jahre von Ribeauvillé -  der PFIFFERDAJ, der Tag der Pfeiffer und Musikanten.

    Nach eyner etwas kuerzeren Nacht lugte die Sonne ueber den Horizont, um den Tag zu begrueszen. Nun aber flugs aus den Federn, wiederum eyn opulentes Fruehmal zu uns genommen, stuerzten wir uns erneut in die Gassen, um der dritten Stund im Meridianus entgegen zu fiebern, wo just der grosze Umzug beginnen sollte. Nun muesset ihr wissen, wir waren nicht die eynzigen Besucher, neyn, da waren noch, aehhh, eyn paar dazu gekommen, nur so 30000 Menschenleyber saeumten die Wegstrecke, die der Zug mit dem Motto Le roman d'Alexandre nehmen wird. Ab der 9. Stund waren Vaganten und Spielleute in den Gassen unterwegs, das Volk zu unterhalten. Auch der Mittelaltermarkt wurde von den Spielleuten Skadefryd besucht und ihre Darbietungen wurden mit viel Handgeklapper belohnt...

    Es ward schier unmoeglich, eynen guten Platz am Rande der Gasse zu ergatterrn, denn schon frueh erschienen die "Eyngeweyhten" mit zusammen- klappbarem Gestuehl, um sich eynen guten Blick zu erhalten. Diese Sitte uebrigens wurde von den Angelsachsen uebernommen, wenn sie in suedliche Gefilde reysen und in der heyssen Jahreszeyt die Straende des Mare Mediterranums belagern... nur dass diese Tuecher ueber die schon bereyt gestellten Gestuehle legten.. ---Dies Land ist besetzt.....---

    Trotz aller Widrigkeyten fand doch jeder vom Mittelalterstammtisch Hochrheyn eynen Platz, von dem er alles ueberblicken konnt. So erheyschten unsere Blicke eynen alten Bekannten, unser Freund Sepp aus Eschbach, dessen Lager wir im vergangenen Jahr bereycherten, liesz es sich nicht nehmen, dem Umzuge beyzuwohnen.

    Punkt zur dritten Stund begann der Reygen und es ist schier unbeschreyblich, was sich unseren groszen Augen bot. Wagen um Wagen, viele Dutzend Ellen lang, fuhren langsam an uns vorbey. Eyn jeder stellte eynen Punkt im Leben des Alexander dar, von der Zeugung beginnend, zeygten die Vaganten sehr eyndrucksvoll, was sich damals abgespielt haben mag.
    Da - eyn Drache - wohl ueber 20 Schritt hoch, wanderte rauchschnaubend gen Tale.. doch was war das?? Eyn Elephant trottete des Wegs. Wagen zeygen den Krieg, die Voellerey, die Abgruende wie den Hades und auch den Himmel... unterbrochen von Spielleuten aus deutschen Landen. So waren Pfeyffer vom Suebenmeere zugegen, genannt "Spielmannszug Graf Zeppelin", aber auch Pfeyffer aus der benachbarten Pfalz und dem Saarlande beehrten die Gaeste mit ihrer Kunst!

    Die Seelenfaenger kamen nicht zur Ruhe und eyn mancher hatte ob der ueberwaeltigenden Darbietung feuchte Augen, aber nicht vor Trauer, neyn - vor Freude ueber das Gesehene. Das nennt man eyn groszartiges "Habt Dank" an die Obrigkeyt des Spectaculums...

    Nach fast 3 Stunden war das Ende dieses "Lindwurms" in Sicht und eyn Spielmannszug beschlosz das Ende des Umzuges. Wir warteten noch eyne ganze Weyle, da zunechst keyn Durchkommen war auf dem Weg zur Herberge. So sassen wir noch gemuetlich beysammen, um spaeter dann hinab zu laufen.

    Nun, auch Hunger und  Durst plagten uns und so zog es uns zunaechst zum Mittelaltermarkt, um dann spaeter die Taverne L'Ami Fritz aufzusuchen. Dort beschlossen wir den Tag mit eynem koestlichen Mahle in geselliger Runde, die leyder etwas kleyner geworden. Mussten doch eynige am fruehen Montage zur Arebeyt schreyten und sich somit  von uns auf's Allerherzlichste verabschieden...

    Vor der Geysterstund war es auch fuer den Rest Zeyt, die Herberge aufzusuchen, um am folgenden Tag ausgeruht, zufrieden und voller Freude im Herzen in heymatliche Gefilde zurueckzukehren.

    So verabschiedeten wir uns am folgenden Morgen von unserer Herbergsmutter, dankten fuer die Gastfreundschaft und bestiegen unsere stinkenden Kutschen, um zurueck an den Rheyn zu fahren.

    Eyn gar eyndrucksvolles Wochenende lag nun hinter den Mitgliedern und wer nicht dabey gewesen, der wird sich, sofern er gelenkig genug ist, in den Allerwertesten beyssen ;-)

     

     

     

     

     

  • Am 29. Tage des Ernting AD MMXV beabsichtigte der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. das Schloss Hohenlupfen zu Stulinga zu besuchen,  um dort dem Spiel „Hohenlupfen in Flammen“ beywohnen zu koennen.

    Jedoch ereylte uns wenige Tage zuvor der Hilferuf eynes Aktivmitgliedes, welches uns berichtete,  dass unsere Aktive, Melisande aus Friburch in pago Brisigawo, in groszen Schwierigkeyten stecken wuerde.

    Hatte Melisande doch geplant, innerhalb des pago Brisigawo von Friburch nach Scrozzinga umzusiedeln.  Die Vorbereytungen waren getroffen, der Vertrag mit dem Eygentuemer der Heymstatt aufgekuendigt  und zu Scrozzinga neue Vetraege geschlossen.

    Zur Umsiedelung ward eyn Tageloehner mit eynem Transportkarren per Handschlag verpflichtet und man ward guter Dinge. Doch dann kam es Dicke!

    Bett und Schraenke waren abgeschlagen, dass Hab und Gut in Transportkisten verpackt, als der Tageloehner  ploetzlich seynen  Vertrag brach und Melisande sass unverrichteter Dinge auf ihren gepackten Habseligkeyten.

    Nachdem wir von dieser Notlage erfahren hatten, handelte der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wie eynst die Musketiere!

    Gemaess deren Leytspruch „Eyner fuer alle, alle fuer eynen“ – wurde der Besuch zu Stulinga am Satertage kurzfristig abgesagt, eyne stattliche Zahl von Helferinnen und Helfern aktiviert und so machte man sich am fruehen Morgen des Satertages auf nach Friburch.

    Dort gesund angekommen, begann die Umsiedlung zunaechst etwas holperig, da der im Vorfeld angeheuerte Transportkarren, an diesem Morgen faelschlicherweyse an eynen Namensvetter von Melisande ausgegeben wurde. Sollte diese Umsiedlung von hoeheren  Maechten vereytelt werden? Man hatte den Eyndruck.

    Aber endlich konnte es losgehen. Bey sengender Hitze packten viele fleyssige Haende an und schleppten Hab und Gut durch eynen schmal erbauten Hausflur vom dritten Obergeschoss des Altbaues in den Transportkarren.

    Nachdem dieser prall gefuellt ward, wurden die Helfer aufgeteylt. Eyne Haelfte begab sich nach Scrozzinga um dort auszuladen, waehrend die andere Haelfte zu Friburch den Rest des Inventars zur Abholung bereytstellte. 

    Nach eynem Abstecher ueber Staufen in pago Brisigawo, wo in der elterlichen Heymstatt noch eyn halber Transportkarren voll Hab und Gut abzuholen ward, wurde zu Friburch der Rest verladen und los ging die Reyse erneut nach Scrozzinga.

    Die Helfer, die an der alten Heymstatt verblieben  waren, um die restlichen Habseligkeyten bereytzustellen, waren jedoch so fleyssig, dass sie sogar noch die Zeyt aufbringen konnten, zwischendurch Melisandes stinkendes Zweyradgefaehrt mit eynem huebschen Faehnleyn aus dem Radhaus, in eyner wunderbaren leuchtenden Farbe, zu verschoenern.
    Was waren diese Helfer letztlich Stolz auf ihr Werk, als Melisande mit dieser Verschoenerung ihre Reyse nach Scrozzinga aufnahm.
     
    In Scrozzinga angekommen, rasch den Transportkarren ausgeladen, da er zurueckzugeben war und sodann Hab und Gut wieder in die Haende genommen und in die neue Heymstatt getragen. Dieses Haus ward etwas neuzeytlicher gebaut und so konnte man den Transport der Dinge vernuenftig bewaeltigen.

    Zur vierten Stund im Meridianus ward das Tagwerk vollbracht und Melisande ward umgesiedelt. 

    Doch wie die Umsiedlung begonnen hatte, so endete sie auch. Chaotisch!
    Als man naemlich den Transportkarren ordnungsgemaess wieder zurueckgeben wollte, behauptete man an der Abgabestelle, dass man gar keynen solchen  Karren ausgehaendigt habe.

    Diese von Melisande bey ihrer Rueckkehr zum Besten gegebene Geschichte und das grosze Drumherum, bis man den Transportkarren wieder los war loeste groszes Gelaechter aus und trug zur Erheyterung dieses Tages bey.

    Von der Waerme und dem Tagwerk erschoepft liess man sich kurz nieder. Man ergaenzte den Wasserhaushalt im Koerper, nahm eynen kleynen Imbiss zu sich und die Helferinnen und Helfer teylten sich wieder auf.

    Die eynen hatten noch Privates zu erledigen und traten die Heymreyse an, der Rest begab sich zusammen mit Melisande wieder nach Friburch in den Martins-Braeu, um vorzueglichste Speysung und eyn kuehles selbstgebrautes Bier zu sich zu nehmen.

    Sodann wurde die Umsiedlung in der Markthalle bey eynem perlenden Weyn, leckeren Saftgetraenken und Musici von silbernen Scheybleyn beschlossen. Melisande hatte sogar noch die Kraft dazu, eyn kleynes Taenzchen zu wagen.

    Der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wuenscht seynem Aktivmitglied Melisande mit nachfolgenden Worten alles nur erdenklich Gute in der neuen Heymstatt:

    Bosheyt, Feynde, schlimme Leyden
    sollen Eure Tuere meyden!
    Freude, Glueck und Sonnenscheyn
    sollen Euch willkommen seyn!

  • Seyd gegrueszt zu frueher Stund,

    und wieder sind die Mit- und Ohneglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V. auf Reysen gegangen. Nun - wohin fuehrte uns der Weg?? Hat da nicht eyner gerufen?? Jaaaaa, der Welker, der Harald, hat gerufen. Alle sollen ihn besuchen zu Lauchringen, wo er eyn gar groszes Fest geben wuerd.

    So trafen sich die Mayden und Recken wiederum am vergangenen Satertage, dem 08. Tag im Ernting AD MMXV auf dem groszen Platz, genannt "Auplatz"; auf dem wir unsere stinkenen Kutschen abstellen konnten, um hernach mit wenigen dieser metallenen Ungetueme gen Lauchringen zu reysen. Eyn Blick in den Himmel verriet uns, dasz keyn Woelkchen die Sonne verstecken wuerd und so kamen wir bald darauf auf den Platz vor dem Spektakel an, wo wir die stinkenden Kutschen entladen konnten. Sind doch die Spielleute Skadefryd ebenfalls mitgereyst, um auf dem Plane zusammen mit anderen Vaganten Kurzweyl zu bieten.

    Und so machten wir uns auf den kurzen Weg, vom Kutschenabstellplatz zum Festgelaende bey strahlendem Sonnenscheyn zu wandeln. Gleych zu Beginn reyhten sich die Buden links und rechts des Weges. Handwerker, unter anderem eyn Seyler, der uns von eynem anderen Markt bekannt, zeygte seyne Kunst wie auch Haarflechter, Waffenschmied, Keramiker und viele mehr. Zur Rechten, hinter eyner Mauer, ward eyn Lager errichtet, so das Volk daselbst erblicken kann, wie in frueheren Zeyten gelebt und gearbeytet wurde.

    Auf dem Marktplatze angekommen, erkundeten wir zunaechst die Buden und Staende. Eyns stand sogleych fest - verhungern und verdursten wird da keyner von uns. Reychlich Speys und Trank ward angeboten und auch unser lieber Freund Benny von der "Fahrenden Spelunke" hat es sich nicht nehmen lassen, anwesend zu seyn, um dem Volke seynen groszen Durst zu nehmen, ob der sommerlichen Temperaturen.

    Dann war es soweyt, die Teylnehmer, Gaukler, Haendler und Vaganten zogen ueber den Plan, "gescheucht" vom Marktvogt, der unverstaendlicherweys hintenan ging, so als haett er Furcht... Beym Festplatz angekommen, stellten sich die Vaganten und Gaukler vor der Buehne auf und der Marktvogt tat sich sichtlich schwer, sich durchzusetzen. Zumal Domenicus der Saytenreyter mit seyner Kumpaney von METUSA mit unflaetigen Liedern die klaeglichen Versuche des Vogtes stoerten... Welch eyn Spasz fuer alle Beteyligten... und bald wurde dem Volke gewahr, wer in den kommenden zwey Tagen dem Fest seyn Leben eynhauchen wuerd.

    Erfreut durften wir Freunde von Nah und Fern begrueszen. Es wurde viel gelacht und der Musici gelauscht. Gaukler unterhielten das Volk und eyn gar wunderlicher Medicus versuchte sich an "Patienten"...
    Speys und Trank, nur eyn paar Schritt entfernt, eynfach perfekt fuer das gemeyne Volk...

    Der Abend nahte am ersten Tage und die Spielleute von METUSA schlossen mit eynem Abendkonzert. Aber die Unermuedlichen blieben hernach noch sitzen, um sich zu unterhalten und mit eynem Met anzustoszen.

    Der zweyte Tag begann erneut mit der "Prozession" ueber den Plan und hernach versammelten sich die Vaganten und Haendler wie schon am Vortage vor der groszen Buehne.
    Wiederum hatte es der Marktvogt gar schwer und auch das Volk war doch arg verwirrt.. So sollten die Vaganten erneut vorstellig werden.
    Zuerst die Spielleute von Ohrenfreut.. aber was war das???? Da kam eyn "kleyner" Spielmann und erklaerte, er und seyne Kumpane waeren Ohrenfreut.. da - auf dem Banner kann man es lesen, gestikulierte er zum Marktvogt.
    Groszes Erstaunen auch beym Volke, sah man doch eben diesen Spielmann bey METUSA auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
    Die Verwirrung war gar grosz und als "Ohrenfreut" abgetreten, kamen gar wunderliche Gestalten, begleytet von eynem Schwarzen Barden und taten kund:"Wir sind Metusa"!!!
    Die Verwirrung steygerte sich und dannnnn, aber dann traten die Spielleute von Skadefryd auf den Plan.. Skadefryd??
    Neyn, neyn, das sah eher aus wie das Duo Ohrenfreut.. Eyn Blick in das Gesicht des Markvogts - unbezahlbar....
    Die Spielleute Bordunitas schlossen den Reygen.. jaa sie waren's wirklich... Welch eyn Spasz fuer das Volk, aber wir meynen, da hat sich eyn "kleyner" Spielmann diebisch gefreut...

    Nun durften auch die Haendler, Ritter und Feuerkuenstler sich anpreysen, auf dasz ihre Kuenste im Laufe des Sonnentages das Volk erfreuen wuerd.

    Wiederum reychlich Speys und Trank. Die Sonne meynte es gut mit dem Fest und eyn leychter Wind ueber den Plan machte den Aufenthalt recht angenehm.

    Und so verweylten die Mit- und Ohneglieder des Mittelalterstammtischs bis zum Abend, lauschten den Vaganten, staunten beym Seyler, fieberten mit den Schwertkaempfern mit, begutachteten die Handwerkskuenste der verschiedenen Zuenfte.

    Der abendliche Auftritt der Metusen kuendete vom baldigen Ende des Festes und waehrend die letzten Lieder von der Buehne erschallten, setzte "auffrischende Feuchtigkeyt" eyn... andere nennen es Regen. Aber was soll ich sagen... das richtige Gewand und so harrten die begeysterten Zuhoerer bis zum letzen Ton aus.

    Eyn gar wundervolles Wochenende ging zu Ende. Wer nicht dabey gewesen, hat wahrlich etwas versaeumt!! So moege dieser Bericht Lust machen auf eynen Besuch weyterer mittelalterlicher Maerkte und Feste... sprach's und wir zogen zu den Abstellplaetzen der stinkenden Kutschen, um mit eynem Laecheln im Gesicht gen Heymat zu reyten.

  • Es ist Ferienzeit und doch kann nicht jedes Kind mit seinen Eltern in die Ferne reisen. Also was bleibt? Natürlich: der Sommerferienspaß zu Seckinga.

    Der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. beteiligte sich an dieser von dem Recken Michael Lafon ins Leben gerufenen Aktion und bot einen Nachmittag lang Spaß mit dem Thema „Die Rittersleut“.

    Und so trafen sich am Satertage,  dem Ersten im Monat Ernting Anno Domini MMXV (01.08.2015) die guten und trefflichen Mitglieder des Mittelalterstammtisches Hochrhein e.V., um den interessierten Kindern aus Seckinga zu zeigen, wie ein Ritter sich mit Rüstzeug und Waffen ausstattet, sowie seine Knappen sich kleiden.

    Zur 13.ten Stunde des Tages trafen sich am Tennisstüble in Bad Säckingen derer 14 Kinder, die gewillt waren, das ritterliche Schild daselbst mit ihren eigenen Farben und Zeichen zu bemalen.

    Durch den Verein wurden hierzu ein vorgefertigter  hölzerner Rohling eines Wappenschildes, Pinsel und Farben zur Verfügung gestellt. Natürlich durften Getränke und Gebäck zum leiblichen Wohl nicht fehlen.

    Die Natur bedachte uns mit grauen Wolken, aber dennoch trockenem Wetter.

    Zur Einstimmung trug der hehre Recke Gervase die Sage von König Artus vor, wobei alle aufmerksam  lauschten.
    Hernach sollten die Kinder ihren Vorstellungen und Phantasien freien Lauf lassen.

    Dank Akami,  Josephin von Arcamu, Nephilim, Taranis und Gervase ging die kunstfertige Bemalung der Holzrohlinge schön und stattlich voran. Im Laufe der Mittagsstunden entstanden so zahlreiche bunte Kunstwerke, welche die Kinder wohlgestärkt vollendeten.

    In der Zeit, in welcher die Farbe trocknete, zeigten  Ritter Eymar von Urberg mit seinem Knappen Adrian und Bruder Victor vom Deutsch Ritterorden, wie die Ritter sich zum Kampfe rüsteten und dabei auch der Zweck erklärt, warum er diese Sachen anhatte.

    Man zeigte wie der Gambeson über das Tagesgewand, das Kettenhemd über den Gambeson, das Schwert und Schild gegürtet werden.  Auch durften die Kinder das Kettenhemd und die Kettenhaube einmal selbst in die Hand nehmen, um festzustellen, wie schwer doch solch eine Kleidung damals war.

    Als dies getan war, wurde der Schild in seiner Funktion als „Visitenkarte“ des Mittelalters, als Schutz vor Schwert und selbst als stumpfe Stoßwaffe erklärt und vorgeführt.

    Die Kinder selbst durften sich in Reih und Glied aufstellen, um selbst zu erfahren, wie eine geschlossene Schilderwand auf eine Ritterschar wirkt. Für die Ritter gab es kaum ein Durchkommen und die Kempen dahinter waren wohl geschützt.

    Doch bevor schließlich zur 17.ten Stunde des Tages die Kinder und ihre Kunstwerke zurück an den heimischen Herd geholt wurden, schlug Ritter Eymar mit seinem Schwert sämtliche Kinder in einer würdigen Zeremonie zu „Rittern“. Dieser Vorgang wurde selbstverständlich mit dem Seelenfänger eingefangen.Diese Bilder werden jedem einzelnen Kind schließlich noch zugestellt.

    Stolz und zufrieden kehrten die Teilnehmer dieses Nachmittags mit ihren Kunstwerken nach Hause.

    Und der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. versprach, dass es ein Wiedersehen geben wird. Die ehrwürdigen kleinen Ritter sollen an den Märchentagen als Begleitschutz für die Märchenkönigin und den Märchenkönig zum Einsatz kommen.

    Die eifrigen Helfer des Mittelalterstammtisches Hochrhein e.V. beschlossen hernach diesen erfolgreichen Tag im Tennisstüble mit einem oder zwei erfrischenden Getränken und einer vorzüglichen Atzung.

    Und hier seht ihr, wie aus den einfachen Holzschildern, die schönsten Kunstwerke wurden:


     

  • Am vergangenen Freytage, am 24. Tage des Heuert machten sich die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V. erneut auf, eyn Mittelalterspektakel der besonderen Art zu besuchen! Gerufen hat Historica Vagantis, um dem Europaeischen Mittelalterspectacel zu Bitche auf der Citadelle beyzuwohnen.

    Die stinkenden Kutschen wohl beladen, machten wir uns auf den Weg, den gut ausgebauten Weg im Frankenland zu befahren, zusammen mit den Spielleuten Skadefryd, welche dort aufspielen werden. Vorbey an der Haute Koenigsburg und Strassbourg erreychten wir nach 3 Stunden unser Ziel - unsere lieb gewonnenen Wirtsleut und Gastgeber Familie Becker zu Bitche - am Fusse der Citadelle, die weyt hinaufragt über das Staedtchen.

    Eyn gar herzlicher Empfang wurde uns zuteyl, die Freud war gar gross, eyn Wiedersehen nach eynem Jahr und sogleych kredenzten uns unsere Gastgeber kuehles Getraenk vom Hopfen, sueszes Wasser und kleyne Happen, gebacken im Ofen, mundgerechte Stuecke, um den ersten Hunger zu stillen.

    Die Kemenaten wurden bezogen, zur Freud der Paare, die sich des Nachts ungestoert fuehlen durften.
    Nun aber freuten wir uns alle auf eyn gar koestlich Mahl, welches wir schon im vergangenen Jahr geniessen durften - eyn Wirt aus Africa, heut Tunesien genannt, hat sich in Bitche niedergelassen, das Volk mit koestlichen Speysen zu versorgen. Couscous heysst diese Speyse, dazu Fruechte des Gartens und Fleysch von verschiedenem Getier wie Rind, Gefluegel, Lamm vollendeten den unglaublichen Genuss, sehr zur Freude des Wirtes, der uns sofort wiedererkannte und uns aufs Herzlichste begrueszte!

    So genossen wir die africanische Gastfreundschaft bis zur spaeten Stund; die Vorfreude auf den naechsten Tag liesz uns jedoch nicht schlafen. So saszen wir hernach in gemuetlicher Runde in der Herberge Becker, um eynen Schluck perlendes Rebenwasser zu uns zu nehmen.

    Am folgenden Tag erwartete uns eyn opulentes Fruehstuecksmahl mit dem Saft der Apfelsine, heyssem maurisch Gesoeff, frischen Fruechten, Kaese, in Daerme gepresstes Fleysch sowie gekochte Fruechte, frisches Brot... und die Fuersorge von Frau Becker, auf dasz keyner hungrig das Haus verliesze..

    Zusammen mit den Spielleuten, welche zuvor der Herbergsfamilie eyn Staendchen darboten, machten wir uns auf den Weg zur Citadelle, die stets in unserem Blick war.. ueber holprige Wege.... steyle Wege... um bald darauf unser Ziel zu erreychen: die CITADELLE DE BITCHE, welche uns in den kommenden zwey Tagen willkommen hiesz.

    Leyder war uns der Wettergott am Satertage nicht hold. Schon des Morgens eyn Regenschauer und auf der Citadelle starke Windboeen, sodasz der Markt zum Leydwesen aller geschlossen blieb; die Gefahr war zu grosz, dasz der Wind Schaden an Mensch und Markt anrichten koennte. So blieb uns nur, den Spielleuten Trio cum Laute, den Vaganten von Rhesus positif und natuerlich unseren Spielleuten Skadefryd zu lauschen, welche mit ihren Weysen die Besucher erfreuten. An Speys und Trank mangelte es nicht; wiederum wie im vergangenen Jahr gab es Fleysch von der Wildsau am Spiesz und andere Koestlichkeyten, Gerstensaft, maurisch Gesoeff; es war fuer jeden etwas dabey.

    Des Abends machten wir uns dann auf den Weg zurueck zu unserer Herberge, um dort wieder in lustiger Runde den Tag ausklingen zu lassen.

    Der Sonnentag liesz uns hoffen, dasz er sich von der Sonnenseyte zeygen moege und so geschah es dann auch. Nach eynem weyteren vielfaeltigen fruehen Mahl lustwandelten wir in freudiger Erwartung gen Citadelle. Stand doch zuerst eyne Besichtigung derselben an. Gefuehrt durch die Katakomben, eyne gar wunderliche Apparatur auf den Lauschern, welche in der Sprache des Lauschers die Geschichte erzaehlte, die  zu Napoleons Zeyten geschah. Wehrhaft  waren sie, die Bewohner der Stadt Bitche, aber letztlich gewannen die Bajuwaren die Oberhand und die Obrigkeyt musste sich geschlagen geben. Gevatter Tod hatte zuvor alle Haende voll zu tun; zu viele starben im Kampf und dazu kamen Krankheyt, Hunger und Durst.

    Sichtlich bewegt begaben wir uns nach dieser historischen Reyse auf den nun eroeffneten Markt. Hatte doch der Wind nachgelassen und so konnten die Marktstaende ohne Gefahr fuer Leyb und Leben besucht werden! Welch eyn Anblick ob der Vielfalt, welche den Besuchern geboten ward. Auch unsere Akami war zusammen mit Boromir Lord of Waterford und ihrem Marktstand vertreten. Edles Geschmeyde aus eygener Herstellung ward angeboten.

    Das sommerliche Wetter lockte gar viele Besucher auf die Citadelle und so musste man, entgegen dem Vortage, schier drey Viertel Stunden um eyn Papyrum anstehen, welches zum Erwerb von Speys und Trank benoetigt wurde; doch dann war es nicht vorbey mit der Warterey - schier eyne Stund und mehr musste man sich gedulden, endlich eynen schmackhaften Fleyschlappen von der Wildsau, dem Rind oder gar Schweyn in dem hungrigen Magen verschwinden zu lassen. Nur gut, dass die Spielleute allesamt fleyssig waren und das Volk immer wieder unterhielten. Immer wieder Handgeklapper belohnte die Spielleute für ihre Weysen.

    Die drey Formatios hatten die Ehre, vor dem Koenigspaar nebst Gefolge aufzuspielen und die Spielleute Skadefryd beglueckten die Herrschaft mit zwey bretonischen Gesaengen, welche wohlbekannt, von eynigen der Gesellschaft mitgesungen wurden.

    Es kam keyne Langeweyle auf und so nutzten die Mayden und Recken den wunderschönen Tag. Das Wetter-Orakel tat kund, dass es zur 5. Stund nass werden sollt. Nun - wir hatten wohl das Glueck auf unserer Seyte - der Regen setzte erst zur 7. Stund eyn, da waren die meysten Besucher schon auf dem Heymweg und auch die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V. machten sich auf den Weg zur Herberge, um sich vor dem grossen Ereygnis aufzuwaermen. Erwartete uns doch zur 10ten und eyner halben Stund das Feuerspektakel, welches als Dankeschoen für die Akteure von der Stadt Bitche gespendet ward.

    Es war eyn grossartiges Spektakel. Wir betrachteten das feurige Schauspiel auf eynem grossen, grasbewachsenen Feld, welches gedacht war, Ballspiele stattfinden zu lassen. Aber nun bevoelkerten Hunderte von Zusehern den Platz und reckten die Haelse in die Hoeh... ueber 20 Minuten dauerte dies Schauspiel und eyn jeder war ueberwaeltigt und der Zauberer des Feuerspektakels ward mit viel Handgeklapper belohnt!

    Gut gelaunt wandelten wir zurueck in die Herberge, um den wundervollen Tag, oder besser gesagt, das wundervolle Wochenende bey eynem Glas Perlwasser ausklingen zu lassen. Eynige mussten uns leyder vor dem Spektakel verlassen, rief sie doch der Meyster zur Arebeyt in heymatlichen Gefilden. Fuenf Mayden und Recken jedoch genossen noch eynmal das wundervolle Fruehstueck der Familie Becker.

    Mit Wehmut verabschiedeten wir uns von unseren Herbergswirtsleuten, nicht ohne zu versprechen, dass wir im kommenden Jahr wieder kommen wuerden.

    Tja - was soll man sagen - wer nicht dabey gewesen, hat etwas Wunderschoenes verpasst...

     

  • Am 10. Tage im Heuert trafen sich eyn Dutzend Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V., um die Reyse zur Burg Falkensteyn in der Pfalz anzutreten. Treffpunkt war wie immer auf dem Parkplatz der stinkenden Kutschen zu Seckinga, auch Auplatz genannt. Zur 2. Stunde im Meridianus waren die stinkenden Kutschen  mit Gepaeck und Personen vollbepackt.

    Eyn weyter Reyseweg stand uns bevor. Eynerseyts wollten wir eynen neuen Markt besuchen und andererseyts begleyteten wir die Spielleute Skadefryd, welche fuer 2 Tage das Publikum mit ihren Bardengesaengen unterhalten durften.

    Die Sonne zeygte sich wieder von ihrer besten Seyte und dementsprechend heysz war es. Vier Stunden nach Reyseantritt wurde eyne Pause eyngelegt, um die Fuesze zu vertreten und um eyn osmanisches Heyszgetraenk zu sich zu nehmen. Danach ging es weyter und nach eyner weyteren Stunde waren wir auf der Burg Falkensteyn eyngetroffen.

    Der Maiori selbst nahm uns in Empfang. Er sollte uns verraten, wo wir fuer die kommenden drey Naechte unser Nachtlager beziehen konnten.

    Der erste Eyndruck der Burg war atemberaubend.

    Auf der Burg gab es schon reges Treyben. Die Haendler waren dabey, ihre Marktstaende aufzubauen.

    Nach diesem kurzen Zwischenstopp, fuhren wir weyter, um unsere Herberge aufzusuchen. Es war die Pension „Schwalbennest“ in Marienthal.

    Die Wirtin empfing uns sehr herzlich und wies uns auch gleych die Zimmer zu. Auf unsere Nachfrage wo wir unseren Hunger und Durst stillen koennten, empfahl sie uns die Blockhuette, nur 600 m von der Herberge entfernt.

    Per Pedes begaben wir uns dorthin und wurden ueberrascht, eyne unscheynbare Huette zu sehen. Der Scheyn truegte: sie war alles andere als unscheynbar. Die Wirtsleute waren sehr freundlich und die Kueche bereytete sehr gute Speysen zu. Hunger und Durst wurden aufs Beste gestillt.

    Zurueck in der Pension begab man sich zu Bette, um am naechsten Morgen wieder fit zu seyn.

    Nach eynem reychhaltigen Fruehstueck, am naechsten Morgen, fuhren wir alle zusammen zur Burg. Die Haendler hatten alles hergerichtet. Lederbearbeyter waren anwesend. Geschmeyde, Keramik, Gewandungen, Kopfbedeckungen u.v.m. wurde angeboten.

    Fuer Speys und Trank gab es auf der Burg zwey Tavernen. Eyne war die „Burgstubb“, die haben wir aber nach dem unfreundlichen Umgang mit den Gaesten gemieden und die andere war die „Moenchstaverne“. Dort begaben wir uns stets hin, um uns mit kaltem Gesoeff zu erfrischen und  guter Speys zu saettigen.

    An Unterhaltung war viel geboten: Baelgerbelustigung mit Marie, Trio cum Laute und Skadefryd mit ihrer Musici, das Gaukler-Duo Jomamakü und die Schwarze Bruderschaft. Man hatte keyne Zeyt um Langeweyle aufkommen zu lassen.

    Zur dritten Stunde im Meridianus wurde der Markt offiziell von Philipp von Falkensteyn eroeffnet. Die Schaulustigen, Akteure und Haendler wurden von ihm aufs herzlichste Willkommen geheiszen. Der Maiori und die Prinzessin aus dem Wikinger Dorf durften das Bierfass anstechen. Es gab Freibier fuer die Anwesenden.

    Die Markttore wurden kurz vor der Geysterstunde, gleych nach der Feuershow, geschlossen. Wir selbst verabschiedeten uns etwas frueher, wollten wir doch nochmal in der Blockhuette zu Abend speysen.
    Gesagt getan und nachdem unsere Waenste wieder gefuellt und unser Durst gestillt waren, begaben wir uns alle wieder zu Bette.

    Am Sonntag nach dem Morgenmahl, die Wirtin hatte wieder koestliche Speys aufgetischt, fuhren wir wieder auf die Burg.

    Es gab freudiges Hallo mit den Haendlern, hatte man in der Zwischenzeyt doch die eyne oder andere Freundschaft geschlossen.

    Auch an diesem Tag fehlte es nicht an Unterhaltung fuer die Schaulustigen. Bis es dann kurz nach der 6. Stunde im Meridianus anfing zu regnen. Das fuehrte dazu, dass alle Besucher nach Hause fuhren und damit das Tavernenspiel abgesagt wurde.

    Auch eyn Teyl von uns musste am gleychen Abend noch die Heymreyse antreten, da am naechsten Tag die Arbeitspflicht wieder rief.

    Die Restlichen fuhren nochmals zur Blockhuette, um zu Speysen und anschlieszend fuhr man wieder in die Herberge um sich zu Bette zu begeben.

    Am Montag dann, mussten auch die restlichen Mitglieder ihre Heymreyse antreten. Die stinkenden Kutschen wurden wieder beladen und ab ging es Richtung Heymat.

    Wieder eynmal war es eyn tolles und erlebnisreyches Wochenende. Neue Freunde wurden gefunden, die wir in 14 Tagen auf der Citadelle de Bitche wiedersehen werden.

    Eyn herzliches Dankeschoen an dieser Stelle nochmal an Familie Reuter. Sie haben uns ueber diese Tage sehr verwoehnt. Sollten wir wieder in der Umgebung seyn, dann kommen wir wieder.

  • Am 05.Tage des Heuert AD MMXV waren wir zu Ovelikon zu Gast!
    Ovelikon wurde vor 750 Jahren das erste Mal  urkundlich erwaehnet.

    Der adelige Freyherr, Klosterstifter und Minnesaenger Walther von Klingen war dafuer verantwortlich. Er siegelte eyne Schenkungsurkunde, in welcher  die Bezeichnung  „Villam  Ovelikon“  vorkam. Damit war das heutige „Oeflingen“ gemeynt.

    Aufgrund des 750 jaehrigen Jubilaeums waren wir, vom Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V., von der Obrygkeyt des Fest-Komitees eyngeladen worden, um am historischen Umzug teylzunehmen.

    Treffpunkt war beym Parkplatz der Firma Rota YOKOGAWA in Wehr – Brennet um 11.45 Uhr.

    Die Mayden und Recken des Vereyns reysten mit unterschiedlichen Fuhrwerken an. Eynige mit ihren stinkenden Kutschen andere mit dem stinkenden Eysenross.

    Unsere Freunde vom Historischen Eschbach e.V. und die Templerkomthurey Gallenweyler waren extra aus der Ferne fuer uns angereyst, um mit uns am Umzug teylzunehmen. Auch die Spielleute Skadefryd schlossen sich uns an.

    Puenktlich zur hoechsten Mittagsstunde begaben wir uns alle zusammen in Richtung Aufstellungsort. Es war nicht weyt entfernt, aber durch die starke Hitze, kam uns der Weg recht weyt vor.

    Am Ort angekommen, loeschten wir erstmal unseren groszen Durst mit gut gekuehltem spritzigem Wasser. Das tat der Kehle gut.

    Wir fanden vor Ort eyne groeszere Flaeche im Schatten und hielten uns bis zur ersten und eyner halben Stunde im Meridianus dort auf. Die Zeyt verbrachten wir mit gemuetlichem Plausch mit unseren Gaesten. War doch eyniges geschehen seyt unserem letzten Treffen im vergangenen  Jahr.

    Puenktlich zur zweyten Stunde im Meridianus startete der Umzug. 39 Gruppen waren vertreten. Unter anderem die Uesenberger Landsknechte, die Hospitaliter Kommende Suedbaden und die Hans-Mueller-Gruppe, viele Trachtenkapellen aus der Umgebung oder auch Stadtmusiken. Wir hatten die Startnummer 24 erhalten.

    Da es so heysz war, waren nicht viele Schaulustige am Straszenrand. Diejenigen aber, die der groszen Hitze trotzten, bedachten uns mit viel Jubel und Handgeklapper. Die Baelger am Straszenrand wurden von uns mit selbstgebackenen Haferkeksen bedacht. Sie nahmen die kleyne Gabe mit Freude an.

    Der Umzug fuehrte durch den kompletten Ort bis hinunter zur Sporthalle, wo er sich aufloeste.

    Immer wieder gab es von den Schaulustigen kalte Duschen geboten, wie aber auch eyskalten Tee von der Feuerwehr gespendet.
    Eyn herzliches Vergelt’s Gott fuer diese gebotenen Erfrischungen.

    Nachdem der Umzug vorbey war, stillten wir erst wieder unseren groszen Durst. Diesmal nicht nur mit kuehlem spritzigem Wasser, sondern auch mit eynem gut gekuehlten Biere oder mit aus Aepfeln gepresstem Safte.
    Erst spaeter wurde auch der Hunger gestillt.
    Viele leckere Speysen zu  guenstigen  Preysen wurden feylgeboten. Es war fuer jedermanns Geschmack  etwas dabey.

    Nach und nach verabschiedeten sich unsere aus der Ferne angereysten Freunde und die Mitglieder unseres Vereyns , um wieder zu ihren Heymstaetten zurueckzukehren.

    Es war eyn heyszer Sonntag, zeygte doch der Temperaturmesser gnadenlose 46 Grad an, aber eyns ist Gewiss: Wir, die Umzugsteylnehmer des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V., mitsamt unseren Gaesten, haben eynen erfolgreychen Sonntag erlebt. Wir haben unserem Vereyn die volle Ehre erwiesen und ihn praechtig praesentiert. Und ganz nebenbey, die seyt dem vergangenen Jahre bestehenden Freundschaften gepflegt.

    Allen Mitwirkenden die dazu beygetragen haben, eyn großes Dankeschoen. Ihr seyd eyne tolle Mannschaft.

  • Am 28. Tage im Brachet AD MMXV reysten 10 Mayden und Recken nach Seglingens Owe (Eglisau) in Helvetien. Dort erwartete uns unsere Kraeuterfee Elsbeth. Wir hatten sie darum gebeten, uns in die Geheymnisse der Kraeuterkunde eynzuweysen.

    In Ihrer Kraeuterey angekommen, reychte sie uns erst eynmal schmackhaften kuehlen Tee aus selbstgepflueckten Blueten, wie auch  aus Lavandula, um uns zu erfrischen. Zeygte sich doch die Sonne mit ihrer vollen Kraft.

    Auf diese Weyse gestaerkt, fuehrte sie uns durch ihren wundervollen, groszen Kraeutergarten. Eynige der Kraeuter waren uns bekannt, eynige weniger. Die Kraeuterfee machte uns ueber die Wirkung der jeweyligen Pflanzen kundig. Der Duft, der in Luft lag, war herrlich. Die uns unbekannten Kraeuter wurden von der Kraeuterfee beschriftet. Steckte doch Absicht von ihr dahinter.

    Nach dieser ausfuehrlichen Exkursion in die Kraeuterkunde  reychte uns die Kraeuterfee zur Staerkung selbstgebackenes Brot. Dieses ward gefuellt mit Beta vulgaris (Mangold) und Caseum von der Alpe (Alpenkaese). Der Geschmack war so koestlich, dass sie sogleych eyn zweytes Brot nachreychen musste.

    In der Zwischenzeyt wurde jedem von uns eyn Papyrus ausgehaendigt. In diesem waren Vorschlaege zur Herstellung von Tinkturen, Kraeuter, Weyn, Likoer, Oel–Auszug und Salbe niedergeschrieben. Wir teylten uns in zweyer Gruppen auf und jede Gruppe konnte sich fuer die Herstellung etwas aus dem Papyrus heraussuchen.

    Zunaechst mussten die jeweyls benoetigten Kraeuter im Kraeutergarten gesammelt und danach gemaesz Vorgabe zubereytet werden.

    Die Gruppen hatten sich ihre Herausforderungen herausgesucht und so kam es zur Herstellung von:

    1. eyner Tinktur mit Verbena (Eysenkraut); diese hilft z.B. fuer die Verdauung
    2. eyner Tinktur mit Asteraceae (Mutterkraut); hilfreych gegen Migraene und
        Verdauungsfoerdernd  
    3. Weyn aus Salvia (Salbeyweyn); Schweyssregulierend und
        entzuendungshemmend
    4. Weyn aus Rosmarinus (Rosmarinweyn); Kreyslaufanregend
    5. Likoer genannt „Karmeliterwasser“; hilfreych fuer sehr viele Beschwerden
        wie z.B. Durchfall, Erbrechen, Kopfschmerzen wie auch bey Erkaeltung
    6. Oel aus Mentha (Pfefferminzoel); wirkt krampfloesend, schmerzlindernd
        und kuehlend
    7. Salbe aus Lavandula (Lavendelsalbe); wird gegen leychte Ausschlaege
        genutzt, Insektenstiche und auch bey rheumatischen Beschwerden
    8. Salbe aus Melissa officinalis (Zitronenmelisse); hilft bey mueden Fueszen

    Es zeygte sich sehr schnell, dass die Herstellung von Salben schwieriger und aufwendiger war.

    Nachdem die Tinkturen, Weyn, Likoer, Oel und Salben angesetzt waren, offenbarte uns die Kraeuterfee, dass all diese bereyts vorbereytet waren, da der von uns gemachte Ansatz ja nun teylweyse mehrere Wochen stehen bleyben muss, um seyne Wirkungen richtig zu entfalten.

    So konnten wir direkt zur Weyterverarbeytung schreyten. Der Sud musste ausgepresst, gefiltert und in Flaschen verfuellt werden, ebenso das Oel gefiltert und abgefuellt und die Salben in ihre Toepfchen gestrichen. Die Beschriftung der Toepfchen und Flaschen erfolgte.

    Zu guter Letzt durften wir all die selbsthergestellten Produkte zur eygenen Verwendung mitnehmen. Dies erfreute uns natuerlich sehr.
    Nach getaner Arbeyt, wurde mit der Zubereytung des Mittagsmahls begonnen.

    Kraeuter, Beta Vulgaris und Caseum von der Alpe wurden kleyngeschnitten und in eynen Topf gegeben, Wasser und Graupen zugefuegt und ueber der Feuerstelle gekocht.

    Bis die Speys gar ward, tranken wir eynen Becher koestlichen Wassers mit Lavandula-Sirup oder schnoedes Wasser oder auch eynen Krug des kuehlen Bieres. Schlieszlich ward die Speys zum Genuss fertig und wir griffen alle zu. Es schmeckte eynfach koestlich.

    Wir waren uns eynig darueber, dass diese koestlich schmeckende Atzung und ihre eynfache Zubereytung durchaus eyne Alternative fuer unsere Lagerey im Scheyding seyn koennte.

    Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, wurde die Kraeuterfee noch mit vielen Fragen ueberhaeuft. Sie ward nicht muede uns diese mit ihrem unglaublichen Wissensschatz zu beantworten.

    Mit der Kraeuterfee haben wir bereyts am gleychen Tage vereynbart, dass wir wieder kommen werden.

    Sie wird uns dann im 3. Seminarium in die Kunst der  Likoerherstellung eynweyhen. Wir freuen uns schon jetzt darauf.

    Und fuer all diejenigen, die dieses Jahr nicht dabey gewesen sind, sey berichtet: Ihr habt etwas ganz Besonderes verpasst.

    Liebe Kraeuterfee, es war uns eyn Vergnuegen, bey dir so viel Wissen ueber die Kraeuter zu erlernen. Vor allem wie man mit Kleynigkeyten und viel Liebe etwas fuer die Gesundheyt tun kann. Die Beschaeftigung mitten im Kraeuterduft hatte durchaus eyne beruhigende Wirkung auf uns.

    Dir eyn herzliches Dankeschoen von ganzem Herzen und wir hoffen, dich auf unserer Lagerey im Scheyding AD MMXV begrueszen zu duerfen.
     

  • So hoeret all und staunet.

    Der Baelger viele draengten sich um Ritter Eymar von Urberg und seynen Knappen Adrian am 24. Tage des Brachet AD MMXV.

    Auf Eynladung der Tutoren der kleynen in den Tiefen der Waelder versteckten Grundschule von Dachsberg trafen Ritter Eymar und seyn Knappe Adrian zur achten Stund des Tages dort eyn. Sie bauten ihre kleyne Lagerey auf, gestalteten ihre Ruestungen und Waffen praesentabel. Sie vergaszen auch nicht, ihren Wappenstaender aufzurichten.

    Adrian und Eymar suchten die Schulraeume auf und baten Tutoren und Schueler hinaus auf den sonnendurchfluteten Schulhof.
    Dort angekommen, stellten sie sich den Schuelern in Wort und mit Wappen vor. Sie erklaerten ihre Herkunft aus Urberg.
    Knappe Adrian erklaeuterte  die Funktions- und Schutzweyse der Helme und Eymar erklaerte Speer, Schwert und Schild.

    Und damit die Baelger auch die Schwere der Waffen und Ruestungen begriffen, lieszen sie die Helme und Schwerter herumreychen. Eyn Probieren, Staunen und Fragen erhob sich sodann  - welch wissbegierige  Baelger!

    Als dann ging es ans korrekte Anlegen der Ruestung. Es war gut, dass Knappe Adrian zugegen ward. Dieser konnte in seyner Funktion als Knappe beym Anlegen der Ruestung sehr helfen.

    So ging es los mit dem gesteppten Gambeson, weyter mit dem Kettenhemd. Dann fortgesetzt mit dem Wappenrock und in Folge mit dem Schwertgehaenge.
    Danach  befestigte Adrian Knie- und Schienbeynschutz.

    Sodann ward der Kopfschutz dran. Eyne wattierte Haube, die Kettenhaube selbst und der Eysenhut vervollstaendigten den schuetzenden  Panzer des Ritters.

    Nun zog Adrian zu seynem Wappenrock noch Schwert, Kettenhaube und Topfhelm an. Ritter Eymar, nahm noch Schild und Speer auf und so konnten die wissbegierigen Baelger zwey vollgewandete Kaempen sehen.
    Eyn kurzer Kampf mit erklaerenden Worten zeygte die jeweylige Wirkungsweyse von Ruestung und Waffen.

    Danach durfte die Schuelerschar noch selbst die Waffen tragen, Ruestung anlegen und damit umherlaufen.

    Saemtliche Schueler und ihre Tutoren waren vollends begeystert.

    Die Begeysterung ward so grosz, dass der nebenan befindliche Kindergarten Dachsberg auch noch nachfolgte und das gleyche Programm erleben durfte.

    Die Projektwoche Mittelalter endete am Samstag, dem 27. Tage des Brachet AD MMXV  mit eynem Mittelalterfest,  in dem zahlryiche Ausstellungs-stuecke,  auch die vollstaendige Ritterruestung des Ritters Eymar von Urberg bestaunt werden konnte.

    Der Dank der Schule ist uns gewisz !

  • Die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. trafen sich schon zur 4. Stunde im Meridianus. Diesmal nicht wie gewohnt in ihrer Stammtaverne, sondern in der Taverne „Dolomiti“, in welcher vorwiegend Scherbet und aus gefrorener Miluh und Fruchtsaft hergestellte Koestlichkeyten angeboten werden.

    Sie wollten sich bey der Obrigkeyt von "Dolomiti" wegen der Unterstuetzung anlaesslich des „Slow Up“ bedanken. Gab man dem Vereyn doch die Moeglichkeyt ohne Entgelt Strom, Wasser und die Stallungen zu nutzen.

    Viele Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrheyn waren anwesend, um auf diese Weyse Danke zu sagen. Nach und nach wurden die reservierten Plaetze besetzt.
    Viele Passanten staunten nicht schlecht, so viele Gewandete zu sehen, obwohl keyne mittelalterliche Veranstaltung anstand.

    Auch unsere Vereynsmitglieder wurden ueberrascht. Befand sich doch unter den Anwesenden eyne ihnen unbekannte Person mit fremdlaendischem Aussehen. Das Raetsel wurde ganz schnell aufgeloest. Unser weytest entferntestes Passivmitglied aus dem Land der aufgehenden Sonne, welcher in dem Ort Shenzhen seyne Heymstatt hat, stattete uns eynen Besuch ab.

    Nach eynem großen Hallo und herzlichster Begrueszung konnten wir uns auf die Auswahl der Gletscherschnee-Spezialitaeten konzentrieren. Gab es doch die Qual der Wahl. Nun dann, jeder fand seyne Lieblingssorte und somit konnte die Schlemmerey beginnen. Natuerlich lieszen wir es uns gut gehen.

    Zur 6. Stund im Meridianus war es sodann Zeyt aufzubrechen. Unsere monatliche Tafeley in unserer Stammtaverne stand an. Der kurze Fuszweg fuehrte uns ueber den Muensterplatz. Auch hier staunten die Anwesenden uns in Gewandung zu sehen.

    In der Stammtaverne dann, konnten wir uns zum Abendmahl etwas Schmackhaftes aussuchen. Genauso um unseren Durst zu loeschen.

    Waehrend wir unsere Speysen mit Wohlwollen zu uns nahmen, gab uns, eyn bis dahin unbekannter,  junger Recke die Ehre an der Tafeley teylzunehmen. Ihm gefiel es ueber den Abend so gut, dass er sich gleych entschloss als aktives Mitglied dem Vereyn beyzutreten und wir hieszen hin herzlich Willkommen in unserer Gemeynschaft.

    Kurz nach der Geysterstunde dann, wurde die Tafeley beendet. Wollte man  sich doch am naechsten Morgen zur 10. Stunde wieder treffen, um nach Rieden vor dem Swartzwalde zu fahren.

    Am 14. Tage im Brachet AD MMXV fanden sich die Mayden und Recken dann puenktlich am Morgen zur 10 Stunde auf dem Auplatz eyn. Die stinkenden Kutschen wurden gefuellt und die Reyse nach Rieden vor dem Swartzwalde konnte starten. Die Reyse dorthin dauerte eyne Stunde. Die stinkenden Kutschen wurden auf dem zugewiesenen Abstellplatz abgestellt, der Wegezoll entrichtet und  die Euros in Thaler getauscht. Dem Rundgang durch den Markt stand nichts mehr im Wege.

    Der Markt war kleyn aber feyn. Vieles war geboten: Unter anderem Gewandschneyderey, Geschmeyde, selbsthergestellte Aufstriche fuer Brote, Kraeuter, Kaese usw.

    Auch gegen den Hunger und Durst ward viel geboten. Keyner blieb an diesem Tage hungrig oder durstig.

    Belustigung fuer die Baelger gab es durch den uns bekannten Maerchenerzaehler „Bertram der Wanderer“.

    Fuer alle Anwesenden gab es Musici von den Spielleuten „Spectaculatius“ zu hoeren.

    Der Markt wurde zur 5. Stund im Meridianus geschlossen. Zuvor ward so viel Wasser vom Himmel gekommen, dass viele Besucher den Marktplatz alsbald verlieszen. Auch wir begaben uns wieder auf den Nachhauseweg. Die Reyse fuehrte uns zurueck zum Auplatz nach Seckinga.

    Wir waren zur Abwechslung wieder mal der Meynung, dass wir gemeynsam eyn super tolles Wochenende erlebt haben. Wir verabschiedeten uns, mit freudigem Wissen, dass wir am naechsten Wochenende wieder alle zusammen ein weyteres Abenteuer erleben werden und duerfen.

  • Mit tiefer Bestürzung haben wir die Nachricht vom Heimgang unseres lieben Freundes und Passivmitgliedes Hans Velten, im Alter von 79 Jahren, zur Kenntnis nehmen müssen.

    Hans Velten ist im Jahre 2014 unserem noch sehr jungen Verein beigetreten, weil er die Idee, welche dahintersteckte, interessant fand und er seinen Beitrag zum Gelingen des „Projektes Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V.“  leisten wollte.

    Wir haben Hans als sehr „lustigen Gesellen“, mit immer einem  lockeren Spruch oder Gedicht auf den Lippen kennengelernt. Es hat Lust und Laune gemacht, mit ihm Zeit zu verbringen. Leider ist es uns nun nicht mehr vergönnt, noch mehr Zeit mit ihm verbringen zu können.

    Und doch dürfen wir in unserem tiefen Schmerz und unserer Trauer eines nicht vergessen – dies ist der Gang des Lebens. Zum Leben gehört auch zwingend das Sterben. Das wird uns immer erst bewusst, wenn wieder ein sehr lieber Mensch aus unserer Mitte geholt wurde.

    Hans Velten ist nur mit seiner sterblichen Hülle von uns gegangen – in unseren Herzen und unseren Gedanken, wird Hans immer weiter leben.

    Man wird sich gerne an Ihn erinnern. An den Menschen mit dem großen Herzen; dem großen Engagement für sein Hobby, den Sport, welches ihm den Namen „Mister Sportabzeichen“ einbrachte; den Menschen mit dem unvergleichlichen  hintergründigen Humor; den Menschen mit dem Schalk  im Nacken. Hans Velten wird immer unter uns sein, denn

    Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,der ist nicht tot - der ist nur fern;
    tot ist nur, wer vergessen wird.
    (Immanuel Kant / Lucius Annaeus Seneca)

    Lieber Hans Velten  - Ruhe in Frieden -

  • Am 23. Tage im Wonnemond AD MMXV trafen sich die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. auf dem Auplatz.
    Wollten sie doch das 11. Burgspectaculum zu Nuven Ravenspurg nicht versaeumen. Puenktlich zur 8. Stunde in der Fruehe wurden die stinkenden Kutschen beladen und die Reyse konnte beginnen.

    Viele Wege standen zur Auswahl. Man entschied sich ueber das benachbarte Helvetien zu fahren. So wurde gemuetlich ueber die Landstrasse bis nach Constantia gefahren, um von dort aus mit der Vere ueber das Wasser hinweg nach Meresburg ueberzusetzen. Zur 12. und eyner halben Stunde ward letztlich der Abstellplatz fuer die stinkenden Kutschen erreycht.

    Die Burg aus dem Jahre 1200 thronte majestaetisch hoch oben. Die Mayden und Recken stiegen den steylen und muehsamen Weg hinauf. Der Wegezoll wurde entrichtet und das Vergnuegen konnte beginnen.

    Die Obrigkeyt des MMV (Mittelalter Mummenschanz und Voellerey) begrueszte uns herzlichst und freute sich darueber, dass die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn die lange Reyse auf sich genommen hatten, um an seynem Feste teylzunehmen. Es machte uns Stolz, dass er uns oeffentlich als „seyne Freunde vom Hochrheyn“ titulierte!
     
    Vor Ort waren gar viele Haendler die ihre wunderpraechtige Ware anboten, wie Leder, Geschmeyde, Gewandungen und vieles mehr. Eyn herrlicher Anblick für das Auge.

    Mit dem Holzbearbeyter feylschten wir sogleych um seyne Kunst und erwarben hernach Ware fuer die bevorstehende Lagerey im Scheyding.
    Unter den Handeltreybenden trafen wir gar auf eyn Handelspaar aus unserer Heymatstadt Seckinga. Heyko und Stephanie waren mit ihren Angeboten zugegen. Und natuerlich wurde auch Handel mit ihnen getrieben.
    Gegen den Hunger und den Durst gab es schlieszlich „die Qual der Wahl“ unter den reychhaltigen Angeboten.

    Doch halt, wen entdeckten die Mitglieder da? Unsere Freunde von der Musici „Deus Aie“.

    Eyn herzliches Hallo und sogleych tauschte man sich mit den neuesten Informationen aus. Natuerlich lieszen es sich die Mayden und Recken des Mittelalterstammtischs Hochrheyn deren jeweylige Auftritte nicht entgehen. Ihre Barden sind eynfach genial.
    An der Taverne wurde gemeynsam auf das Wiedersehen angestoszen und nahm eynen guten Schluck des kuehlen Bieres zu sich!

    Es gab auf diesem Spectaculum viel Unterhaltung zu sehen. Unter anderem waren dabey: der Gaukler Tomberg von der Heyde und die Gaukler Fagus und Fraxinus, die Spielleute Satyrias, Schwertkaempfe im Heerlager.

    Des Weyteren gab es Baelgerbelustigung mit dem Maerchenerzaehler „Bertram der Wanderer“.

    Zum Schlusz, als der Mond schon aufgegangen ward, fand die Feuershow mit dem mehrfachen Weltmeyster Taranis und Zachin statt.

    Nach so vielen schoenen Eyndruecken ueber den ganzen Tag verteylt, wurde es Zeyt, die Heymreyse wieder anzutreten. Eyne lange Fahrt stand noch bevor. Lange nach der Geysterstunde waren die Mitglieder wieder wohlbehalten in Seckinga angekommen. Jeder fuhr, nachdem sich alle verabschiedet hatten, in Richtung seyner Wohnstaette.

    Erkenntnis des Tages: Die weyte Reyse hat sich gelohnt.

  • Der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. bedankt sich bei allen Freizeitsportbegeisterten, Freunden, Gönnern, Sonntagsausflüglern, Passivmitgliedern, die anlässlich des 12. slowUp Hochrhein am 17.05.2015 den Weg zu unserem Verpflegungsstand in Bad Säckingen, beim Kaufhaus May gefunden haben, um dort unsere leckeren Steaks,Würste oder Kuchen zu verkosten. Der Ansturm war riesig, was uns natürlich sehr gefreut hat.
    Gerne werden wir Euch im nächsten Jahr auch wieder anl. des 13. slowUp bewirten.

    Allen Aktiven die geholfen haben, diesen Tag zu meistern und zu einem Erfolg werden zu lassen dankt die Obrigkeyt des Vereins von Herzen.

     

  • Am 17. Tage des Wonnemond trafen sich die Mitstreyter des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V., in aller Früh, zur 7. Stund, vor dem Krämerladen "May" zu Seckinga, um eyn gar grosses Werk anzugehen. In den Wochen zuvor ward hierzu Eyniges durch fach- und sachkundige Mitglieder vorbereytet, so der Sonnentag wirklich zu eynem Sonnentage für den Vereyn werden sollte.

    Warum dies Spectakel??? Nun - der Slow Up hielt wieder Eynzug in der Region und zum ersten Male beehrte der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V. die Veranstaltung mit seyner Anwesenheyt, um das darbende Volk mit Speys und Trank zu versorgen!

    Nun, tags zuvor wurde von Mundschenk Taranis und dem Herold (Gevatter), der in mühseliger Arbeyt handgefertigte Verkaufsstand verladen, der nun zum allerersten Male seyne Funktion erfüllen möge.

    Dieser wurde nach kleynen Anfangsschwierigkeyten errichtet; mittlerweyle trafen auch die weyteren Mitstreyter, darunter der Culinarius mit ähhh "Gefolge" eyn.

    Unser Gunnar musste uns leyder vorerst unserem "Schicksal" überlassen, da seyn Dienstherr eyne weyt höhere Aufgabe für ihn bereyt hielt, sollt er doch in der Gestalt des Büttels die Obrigkeyten beeyndrucken... In feynstem Gewande entschwebte er ähhh naja, er bestieg die Büttelkutsche....

    Sodenn, die Katz ist aus dem Hause und die Mäuse machten sich emsig daran, die Schränke aufzustellen, die, nach einer Verbindung mit eynem "in der Wand verstecktem Schweyn" stets im Innern winterliche Temperaturen aufwiesen. Dass war sehr gut, war doch vorgesehen, dass Hopfenblütentee, Fleyschlappen und Würste stets frisch auf den Tisch und auf den Grill kommen sollten.

    Nach 2 Stunden war es dann geschafft - unser allererster Verkaufsstand, aufgepeppt mit Utensilien der Zapfenbrauerey stand bereyt, die Gäste, welche an diesem Tage per pedes unterwegs sind, mit allerley Leckereyen zu versorgen.

    Schon bald stellten wir fest, dass der Standort geradezu ideal war. Kamen doch die radelnden Gäste direkt auf unsere bewegliche Taverne zu und die Schilder priesen an, was der Mittelalterstammtisch Hochrheyn zu bieten hat.

    Gleych 2 Recken, welche vorzüglichst im Metzgerhandwerk kundig sind, begannen nun, die leckeren Chlöpfer" und Fleyschlappen vom Schweyn auf den Feuerrost zu legen, so dann der Duft durch die Gassen zog und die hungrigen Frouwen, Mannen und Bälger anzog.
    Eyn "Habt Dank" von der Obrigkeyt an Thomas unseren Culinarius und Marcel den Helvetier für ihre lobenswerte Arebeyt am heyssen "Ofen".

    Was für alle überaus überraschend war - ALLE, welche diese Köstlichkeyten kosteten, lobten die Qualität und den Geschmack der Fleyschlappen und der Würste. Waren sie wohl Schlechtes gewohnt, aaaber wir haben natürlich nur vom Besten der Zunft unsere Ware bezogen - von unserem Freund und Gönner Fritz, genannt der Hauber von Herrischried.

    Es zahlt sich eben aus, nur das anzubieten, welches nicht von der Ferne angekarrt, sondern hier in der Gegend aufgewachsen und gut genährt schliesslich unsere Bäuche füllen soll...

    Meyster Fritz, "leider" haben wir alles unters Volk gebracht und nach nicht eynmal 2 und eyner halben Stund standen wir ohne "Chlöpfer" da... aus die Maus, ausverkauft. Aber es gab ja auch noch die leckeren Fleyschlappen, welche uns förmlich aus den Händen gerissen wurden...

    Aber auch die Süssmäuler wurden nicht vergessen, fleyssige Hände haben eygens für den Slow Up verschiedene Kuchen gebacken und unter der Regie von Akami und Josefine wurden in unserem Verkaufsstand diese nebst eynem leckeren maurischen Gesöff dem Volke dargeboten.

    Unsere Sitzplätze waren stets gut besucht.

    Der offizielle Schluss zur 5. Stund liess uns unbeeyndruckt, wir harrten aus und siehe da, immer wieder kamen hungrige Besucher, die sich bey eynem Getränk und einem Fleyschlappen mit Brötchen stärkten.. und immer wieder höchstes Lob ob des Geschmackes...

    Dann aber wurde es auch für uns Zeyt, die Zelte abzubrechen. Alles wurde abgebaut und in der grossen Kutsche verstaut, welche unser Mundschenk zu steuern gewohnt ist. Für ihn wird's tags darauf noch arbeytsreych, muss er doch alles an seynen angestammten Platze zurückbringen..

    Nach der 7. abendlichen Stund setzten sich die fleyssigen Helfer auf eynen Trunk zusammen, um den Tag auf den Afterballen ausklingen zu lassen..

    Unser Dank gilt unserer Nephilim, welche die Fäden in der Hand hielt, sowie dem Eiscafe "Dolomiti", bey dem wir das eyngemauerte Schweyn und die Stallungen nutzen durften und auch mit frischem Wasser versorgt wurden.

    Dank Allen, welche mitgeholfen haben, dies Ereygnis zu eynem Erfolg werden zu lassen; es war die Feuerprobe und es bleybt zu hoffen, dass die Vereynsmitglieder erneut mit Freud und Spass bey weyteren Aktivitäten dabey seyn werden.

    Schade für die, welche nicht dabey gewesen. Trotz der Arebeyt hatten alle viel Spass und der Gevatter daselbst ist sicher, dass dies nicht das letzte "Spectaculum" war....

    Zum Schluss hat die Obrigkeyt den wenigen nicht verkauften Kuchen, dem Alten- und Pflegeheim St. Marienhaus gespendet, so dass nichts als Unrat in der Gosse landen musste, sondern dieser Kuchen noch viele alte Menschen bei eynem Tässchen des maurischen Gesöffs am darauffolgenden Tage erfreuen kann.

    Es wurde uns darob im Namen der Bewohner herzlichst gedankt!

     

  • Am 09. Tag des Wonnemondes machte sich eyn Teyl des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. auf den Weg nach Gallien in den kleynen Ort Wingisheym (Wintzenheim) im Naturpark Ballons des Vosges gelegen.
    Fand doch dort in der im Jahre 1279 unter Rudolf von Habsburg erbauten Hohlandsbourg eyne Burgbelebung mit dem Thema „Vor den Toren des Orients“ statt.

    Man traf sich also zur 8. Stund auf dem Auplatz zu Seckinga und trat mit den stinkenden Kutschen die Reyse an. Der Himmel war noch truebe und wolkenverhangen, jedoch versprachen die Wetterkundigen eynen Besuch trockenen Fusses.

    Die Wege fuer die Kutschen waren weytest gehend frey und so kam man sehr gut voran. Und so traf man bereyts zur 9. und eyner halben Stund in Wingisheym eyn.

    Da die Waenste es gewohnt waren, zu dieser Zeyt etwas Nahrung aufzunehmen, wurde eyne Pfisterie aufgesucht. Und so begann der Tag mit eynem osmanischen Gebraeu, herrlichstem Brot, leckerem Suessgebaeck und koestlichem Saft der Auranja.
    Auf diese Weyse gestaerkt nahmen wir nun den restlichen Weg den Berg hinauf zur Hohlandsbourg in Angriff.

    Wir stellten unsere Kutschen unterhalb der Burg auf eynem zollfreyen Platz ab und begaben uns die wenigen Meter noch per Pedes hinauf zur Festung.

    Bereyts vor den Toren der Festung hatte man eynen traumhaften Ausblick ueber das Land.   

    Was uns beym ersten Anblick der doch groszen Festungsanlage nicht ganz so gut gefiel, waren die vielen neumodischen Gestaltungselemente die in dieses historische Gemaeuer mitverbaut wurden.

    Nachdem der Wegezoll entrichtet war, machten wir erst eynmal eynen Rundgang, um die Burg kennenzulernen. Hatte man doch in eynem Museum alles historisch gut aufgearbeitet und man stellte auch eyne kleyne Anzahl von Exponaten zur Schau.

    Der Rundgang auf dem Wehrgang der Festung bescherte uns eynen eynzigartigen, aussergewoehnlichen  und unvergesslichen Ausblick in alle vier Himmelsrichtungen. So konnte man auf der eynen Seyte gar bis Basilia und auf der anderen Seyte bis ins Argentoratum mit der heutigen Stadt Straszburg blicken.

    Im Innenhof der Festung schlieszlich liesz man das Land der aufgehenden Sonne aufleben.

    Hatte man doch eyn groszes Berberzelt errichtet und mit eyner Vielzahl von gemusterten Geweben ausgelegt und mit orientalischen ledernen Sitzkissen bestueckt.
    Fanden doch in diesem groszen Zelt im Verlauf des Tages Musik- und Bauchtanzdarbietungen  statt.

    Baelgerbelustigung gab es vor dem Zelt zu erleben.

    Orientalische Schwertkampfvorfuehrungen wurden auf eyner groszen Buehne dargeboten. Die Teylnehmer stellten hierzu auch ihre Ausruestungen an eynem Stand zur Schau und erklaerten diese.

    Im Verlaufe des Tages lieszen wir uns in eynem kleynen Workshop die Herstellung feynsten Tuches erlaeutern.

    Von der Gewinnung der Faser aus Baumwolle oder der feynen Faser Seta aus dem Kokon der Raupe, ueber dessen Verarbeytung (Spinnen), Faerben, bis zum Weben des Tuches wurde alles bis ins Kleynste erklaert und anschaulich gemacht. Edelstes Tuch ward hierzu zur Veranschaulichung aufgehaengt.

    An eynem weyteren Stand lieszen wir uns die Herkunft und Verarbeytung schmackhafter Gewuerze erklaeren, genauso wie an eynem anderen Stand das Handwerk der Kupferbearbeitung und des Schmelzwerks (emaillieren).

    Die Meyster des Handwerks gaben sich grosze Muehe ihr Handwerk den vielen Besuchern naeher zu bringen.

    Nachdem der Himmel im Verlauf des Tages seyn schoenstes Blau zeygte und die Sonne warm herunterstach, lieszen wir uns in der Taverne nieder um zu speysen. Man kann es zusammenfassen mit den Worten „Guter Preys, fuer gute Speys“.

    Mit gefuelltem Wanst setzten wir uns letztlich in die Sonne und lieszen bey orientalischer Musici die Seele baumeln.

    Wir tranken den eynen oder anderen Schluck eynes perlenden Weynes, der sich Cremant nannte, oder auch eynes kuehlen Bieres oder eynes guten roten Troepfchens. Zur 4. Stund im Meridianus war die Zeyt fuer eyn weyteres osmanisches schwarzes Gebraeu und eyn Stueck vortrefflichen Suessgebaecks gekommen.

    Zur 6. Stund im Meridianus fand die Burgbelebung an diesem Tag ihr Ende. So traten auch wir die Reyse nach Seckinga wieder an, wo man den Tag in unserer Stammtaverne „Kater Hiddigeygey“ beschloss.

    Eyn wunderbarer Tag „vor den Toren des Orients“ fand seyn Ende.

    Und was der andere Teyl der Mitglieder an diesem Tag erlebt hatte, erzaehlen wir Euch in den naechsten Tagen.  

  • Am 2. Tage im Wonnemond AD MMXV bestieg der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. zur zweyten und eyner halben Stund nach Sonnenaufgang auf dem Auplatz zu Seckinga seyne stinkenden Kutschen um gen Norden zu reysen. Ziel der Reyse war Genrespach in der Grafschaft der edelfreyen Herren von Eebersteyn

    Bey Antritt der Reyse war der Himmel wolkenverhangen, der Tag grau und es regnete. Aber das hielt uns nicht davon ab, den Weg in den historischen Hauptort des unteren Murgtals auf uns zu nehmen.

    Obwohl an diesem Tage viele groessere und kleyne Fuhrwerke unterwegs waren und gar viele gen Norden strebten, kamen wir gut voran. Je weyter wir gen Norden fuhren, umso mehr klarte das Wetter auf, bis schlieszlich immer wieder kleyne Sonnenstrahlen durch die Wolken stachen.

    Es schlug die zehnte Stunde, als wir unsere Kutsche an eynem Wegesrand in Genrespach abstellten. War es uns doch gelungen noch eynen der wenigen Abstellplaetze  zu ergattern, fuer den keyne Steuer zu entrichten war. Und erfreulicherweyse lag dieser Abstellplatz auch nur fuenf Gehminuten von der Murginsel entfernt.

    Frohen Mutes machten wir uns also auf den Weg und schritten ueber die Bruecke zum Ort des Marktes zum Wonnemond.

    Auf der dicht mit Zelten bebauten Insel herrschte rege Betriebsamkeyt. Das Haus fuer die Erhebung des Wegezolls war unbesetzt und leer.  Weyt und Breyt niemand zu sehen und so ward uns an diesem Tage der Wegezoll erspart geblieben.

    So begannen wir mit unserem Rundgang. Es ward eyn kleyner aber feyner Markt wie wir feststellen konnten.

    Eyne grosze Zahl von Heerlagern konnten begutachtet werden. So das Lager von ” Masseny Tanz und Schwert“ , die im weiteren Verlauf des Tages „Elegante Taenze der edlen Damen mit Federhut und Voegte in Samt und Seyde“ zeygten, oder  die Mannen der “Bickesheymer Spiegelfechter”  mit der Schmiede, die mit  den Kindern Stockbrot gebacken haben; es lagerten die kampferprobten Rittersleut von “Apostata Equites” und Recken vom ” Freyes Heer zu Karlsruhe ”; die ” Wolfsrotte”, sowie die „historischen Doggenfreunde” mit ihren groszen furchterregenden Hunden, die uns mit roten Augaepfeln anblickten und ihnen dabey der Sabber aus dem Mund triefte. Sollten wir etwa die Mittagspeyse darstellen? Dann nichts wie weg. 

    Historische Haendler und Handwerker boten ihre Waren feyl und zeygten eyndruecklich wie sie diese herstellten.

    Auch an die Belustigung der Marktbesucher ward gedacht.

    So drehte sich gleych am Eyngang weythin sichtbar das durch Muskelkraft betriebene hoelzerne Riesenrad zur Balgerbelustigung. Aber aufgepasst, manche Baelger die dort mitfuhren hatten doch schon eyne gewaltige Koerpergroesze (nicht wahr Franck).

    Das Wandertheater aus Berlin wirbelte lustige Geschichten fuer Grosz und Kleyn unters Volk und eyne gar garstig aussehende Hexe zauberte den Kindern Riesenseyfenblasen.

    Bogenschiessen und Armbrustschiessen fuer die kleynen Nachwuchsritter durfte nicht fehlen und beym Maeuseroulette konnten die Baelger ihr Glueck versuchen.

    Ritter und mutige Recken waren zu spannenden Schaukaempfen bereyt,  waehrend sich edle Damen im historischen Tanze zur Marktmusik von “Porcae pellere” und dem Duo Fortunatus um die eygene Achse drehten. Belustigung durch „Masseny Tanz und Schwert“  (Renaissancetaenze und Fechtuebungen) hatten wir ja bereyts erwaehnt.

    Das erste grosze Hallo gab es sodann auf dem zentralen Platze, um den die Tavernen aufgebaut waren. Konnten wir doch unsere Freunde von der „Fahrenden Spelunke“  herzlichst begruessen. Doch bevor man sich dem Trunke hingab, musste erst eynmal der Wanst gefuellet werden.

    Und so trieb es uns zur fruehen Stund erst zur Taverne mit dem osmanischen Heyszgetraenk. Wir genehmigten uns eynen groszen Becher davon und speysten leckere Waffeln. Wie wir aber feststellen mussten, ward das eygentlich schwarze osmanische Gebraeu etwas sehr duenn geraten, so dass wir uns eynen zweyten Becher ersparten und statt dessen den Rundgang fortsetzten.

    Und schon wieder gab es eyn groszes Hallo. Die „Historische Schaufalknerey“ des Herrn Falkners Friedrich Emich von Leyningen ward mit seynem gesamten Tross vor Ort. Und so gab es eyn herzliches Wiedersehen mit Eberhard von Anebos, Kunigunde von Nassau und Ita Katherina von Habsburg, mit Ronja und mit Paula, sowie dem Nachwuchs Skadi.

    Nachdem die Temperaturen sich auf eyn sehr gut vertrageliches  Mass eyngepegelt hatten, konnte man den Tag bey zwar bewoelktem, aber trockenem Wetter geniessen. Es ward so warm geworden, dass die Faesser in den Tavernen nur so sprudelten und die Zapfhaehne nicht still standen.

    Im Verlaufe des Tages ergoetzten wir uns an vegetarischen Speysen, aber auch an Fleyschlappen und feynem Fleysch von der „Spansau“.

    In der „Fahrenden Spelunke“ war man auf unseren Besuch gut vorbereytet. Und so gab es eynen Goettertrunk der auf keyner Preystafel stand und nur an uns ausgeschenkt wurde.  Ja, koestlichster Zitronenmet wurde kredenzt.

    Mit den Spielleut Fortunatus wechselten wir nicht nur Worte, neyn wir sangen auch mit Ihnen! Und wie nicht anders zu erwarten, gaben die Finger unseres Recken Franck den Rhythmus dazu an. 

    In den fruehen Abendstunden gesellten wir uns dann zum Tross des Herrn Falkners Emich von Leyningen. Dort wurden wir von Eberhard von Anebos mit edlem selbst hergestellten Met versorgt. Es wurden hochinteressante Gespraeche gefuehrt und letztlich vereynbarte man eyn Wiedersehen auf der Lagerey zu Herrischried. Darauf freuen wir uns heute schon.

    Nachdem dann unsere Baelger des Laufens muede waren und sich nach der Heymstatt sehnten, brachen wir letztlich zur 7. Stund im Meridianus wieder den Heymweg an. Mussten die stinkenden Kutschen ja noch gut zwey Stunden ueber die gepflasterten Strassen gelenkt werden.
    Und wie es nicht anders seyn konnte; je weyter wir gen Sueden fuhren, umso schlechter das Wetter. Schlieszlich Wolkenbruch und Dauerregen. Und so wussten wir: die Heimat hat uns wieder.

    Eyn wunderbarer Tag mit wunderbaren Freunden verbracht. Eynfach nur schoen!

  • Am 24. Tage im Ostaramond AD MMXV war eyn Besuch bey den Spielleuten Skadefryd angesagt.

    Die Spielleute hatten, zur Eynstimmung auf das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum zu Seckinga, zu eynem "WarmUp" in unsere Stammtaverne „Kater Hiddigeygey“ eyngeladen.

    Ueber zwey Dutzend Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. nahmen die Eynladung an. Wir trafen ab der sechsten Stund im Meridianus nacheynander eyn und die reservierten Plaetze waren schnell eyngenommen.

    Weytere acht Dutzend (!) Liebhaber der Musici der Spielleute waren gekommen. Und um sicher eynen Sitzplatz zu bekommen, hatten auch diese ihre Plaetze reserviert.

    Fuenf Minuten vor der siebten Stunde, die Spielleute wollten schon das Spektakel eroeffnen, wurden sie von ihrem Fanclub ueberrascht.
    Den Spielleuten wurde eyne kleyne Gabe ueberreycht, welches ihnen fuer das AD MMXV viel Glueck und Erfolg schenken soll.

    Danach startete Skadefryd mit der musikalischen Darbietung.

    Wir hatten viel Spass dabey. Wir schunkelten und sangen mit. Viel Handgeklapper wurde gespendet.

    Natuerlich stillten wir auch unseren Hunger und Durst. Wie gewohnt wurden wir mit koestlichster Speys und wunderbarem Trank aus der Taverne verwoehnt.

    Die musikalische Unterhaltung dauerte bis zur 10. Stunde im Meridianus an. Der Abend war fuer uns aber noch nicht vorbey. Es wurde noch viel erzaehlt und gelacht. Ebenso wurde geraetselt, wer am naechsten Tag beym Mittelalterlich Phantasie Spectaculum wohl alles dabey seyn wuerde.


    Nach und nach fuhren die Anwesenden wieder zurueck in ihre Heymstaetten, um fuer den naechsten Tag wieder bey Kraeften zu seyn. Die letzten traten dann ihren Nachhauseweg kurz nach der Geysterstunde an.

    Was die Mitglieder an den naechsten zwey Tagen am Mittelalterlich Phantasie Spectaculum (MPS) erlebten, erzaehlen wir euch bald.

     

  • Am vergangenen Wochenende, 25. und 26. Tag im Ostaramond AD MMXV, hatten die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. eyn „Heymspiel“. Im Schlosspark war die Zeyt zurueck ins Mittelalter gedreht worden. Da konnten sie nicht fehlen.

    So trafen sich die Mayden, Recken und Ritter des Vereyns am 25. Tag im Ostaramond zur 11. Stunde in deren Stammtaverne „Kater Hiddigeygey“ um eyn maurisches Heyszgetraenk zu sich zu nehmen.

    Die milden Temperaturen erlaubten uns, drauszen Platz zu nehmen. Somit war es den Anwesenden moeglich dem eyntrudelnden Volk zuzuschauen.

    Punkt zum Meridianus, wurden die Tore geoeffnet. Der Mittelalterstammtisch liesz erst den groszen Pulk vorbeyziehen, um anschlieszend alle zusammen als Gruppe auf den Platz des Geschehens eynzutreten. Allen voran  unser Graf Markus mit dem Vereynsbanner.

    Auch in diesem Jahr machten wir zuerst eynen Rundgang ueber das Marktgelaende. Vorbey an vielen Staenden mit praechtiger Ware, Speys und Trank.

    Der Markt wurde offiziell eroeffnet. Danach loesten wir uns in kleyne Gruppen auf. Jeder erkundete den Markt auf eygene Faust. Man traf sich dann immer wieder in eyner der vielen Tavernen und erzaehlte bey gutem Weyn oder Bier, was man alles Neues entdeckt hatte.

    Der Markt war die Gelegenheyt viele gute Freunde und Haendler wieder zu treffen. Leyder waren in diesem Jahr nicht mehr alle bekannten Haendler dabey.

    Das Auge hatte viel zu sehen und die Ohren viel hoeren. Schoene und praechtige Gewandungen, Gaukler, Ritter, wie wundervolle Musici. Unter anderem von Heydenspasz,  Streuner, Koenix usw.

    Der Regen, der immer wieder eynsetzte machte unserer Lust zu feyern keynen Abbruch. Waren viele Oertlichkeyten doch ueberdacht.

    Kurz vor der Geysterstunde, verlieszen die letzten Mitglieder das Marktgelaende um ihre Heymstaetten aufzusuchen.

    Am 26. Tag im Ostaramond trafen sich die Vereynsmitglieder erneut in der Stammtaverne, diesmal schon zur 10. und eyner halben Stund. Dort genosz man wiederum eyn maurisches Heyssgetraenk.

    Nach dem Eynlass auf das Marktgelaende gab man hemmungslos sich der Voellerey hin. Weyn, Bier, Fleyschspiesze, Schupfnudeln in verschiedenen Variationen, alles was das Herz begehrt.

    Die Formatios waren auch an diesem Tag dabey, um die Anwesenden mit ihren Weysen zu unterhalten.

    Flugs und das Wochenende ward auch schon wieder vorbey.

    Viele neue Eindruecke gewonnen, Gespraeche gefuehrt. gelacht usw. So dass man sich fragte: wo war die Zeyt geblieben?

    Alle waren der Meynung: Es war eyn unvergessliches Wochenende zusammen mit vielen guten Freunden.

  • Es war soweyt, die erste Reyse in diesem Anno stand an.

    Am Auplatz zu Seckinga trafen sich am 20. Tage im Lenzing zwey Dutzend Mitglieder des Mittelalterstammtisch-Hochrheyn e.V um die „Habichtsburg“ im helvetischen Lande zu besuchen.
    Puenktlich zur 3. Stunde im Meridianus setzten sich die vollbesetzten stinkenden Kutschen in Bewegung. Die Reyse verlief sehr gut, so dass wir frueher als geplant  ankamen.

    Zur 4. und eyner halbe Stunde im Meridianus wurden wir von Sebastian begrueszt.  Sebastian ist Leybeygener von Graf Radbot und seinem Weybe Ita von Lothringen.
    Er erzaehlte uns, dass die Hausherren nicht zu Hause seyen und wir deshalb nicht in die Burg koennten. Doch er machte schlieszlich eyne Ausnahme. Wir haetten ja eyne lange Reyse hinter uns. Er zeygte uns die Schlafgemaecher und die Wohnraeume. Er gab uns wichtige Informationen ueber die Herrscher, aber alles natuerlich im Eynvernehmen zum Stillschweygen.
    Sebastian teylte auch seyn Essen mit uns. Er bot uns getrocknete Aepfel an. Auch gab er uns wichtige Hinweyse, wie wir uns zu Tische richtig zu Benehmen hatten. 
    Leyder muszte er uns als zu bald wieder entlassen, denn die Pflicht rief ihn zur Arbeit zurueck. Gesagt - getan - und so begaben wir uns ins Innere der Burg. Dort suchten wir die Taverne auf,  um eyn Gesoeff zu uns zu nehmen.

    Zur 6. Stunde machten wir uns wieder auf dem Weg zurueck nach Seckinga, stand doch noch die  monatliche Tafeley an.

    In unserer Stammtaverne angekommen, waren die reservierten Plaetze bald eyngenommen. Die Schlemmerey konnte starten. Kuehles Bier und alkoholfreyes Gesoeff wurde aufgetragen, wie auch koestlich zubereytete Speysen. Alle konnten ihren Waemse fuellen.

    Danach ging es zum gemuetlichen Teyl ueber. Es wurden viele Anekdoten erzaehlt, viel gelacht und es ging sehr lustig zu. Auch der Puffmays erfuellte wieder seynen Zweck die eynzelnen beweglichen Bildleyn im Kopf zu begleyten.

    Nach und nach verabschiedeten sich die Mitglieder um ihren Nachhauseweg anzutreten bis, lang nach der Geysterstunde, auch die letzten Anwesenden ihre Heymstaetten aufsuchten.

  • Am 28. Tage im Hornung fand in der Stammtaverne "Kater Hiddigeygey" die diesjaehrige Jahreshauptversammlung des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. statt.
    In diesem Jahr war laut Statuten die Vorstandschaft neu zu waehlen. Es fand sich eyne stattliche Anzahl von Vereynsmitgliedern eyn, um den Rechenschaftsbericht entgegenzunehmen und um ihre neue Vorstandschaft fuer die naechsten zwey Jahre zu waehlen.

    Das Nebenzimmer war bis auf den letzten Platz besetzt und so eroeffnete der Gevatter in Vertretung des aus dem Vereyn ausgeschiedenen Actuarius vor der grossen Zahl von Mitgliedern den Reygen der Rechenschaftsberichte.
    Der Jahresrueckblick war sehr umfangreych, da unser Vereyn sehr ruehrig gewesen ist im abgelaufenen Vereynsjahr. Es wurde auch ueber weniger schoene Entwicklungen und Betruebliches berichtet. Aber dem Herrn seys gedankt, ueberwogen die schoenen Stunden. Und die weniger schoenen Entwicklungen konnten mit Ablauf des Vereynsjahres bereynigt werden. 

    Als Zweytes tat der Kaemmerer seynen erfreulichen Kassenbericht kund. Die Finanzlage liess sogar kleynere Investitionen im Sinne  des Vereynszwecks zu.

    Die Rechnungspruefer bescheynigten dem Kaemmerer eyne eynwandfreye Kassenfuehrung.

    Passivmitglied und Wirtin unserer Stammtaverne Kevser Sagkol uebernahm schlieszlich das Amt der Wahlleyterin und sie empfahl der Versammlung die Vorstandschaft nach Abgabe der Rechenschaftsberichte zu entlasten, was letztlich auch eynstimmig erfolgte.

    Damit war der Weg fuer Neuwahlen geebnet. Diese wurden von Kevser Sagkol in sehr kompetenter Art und Weyse  zuegig vollzogen. Dafuer gebuehrt ihr unser herzlichster Dank.

    Bey den Neuwahlen wurde unserem Primus tabulam Directores Guenter Butz von den Anwesenden eynstimmig das Vertrauen als 1. Vorstand fuer zwey weytere Jahre ausgesprochen.

    Im weyteren gab es folgende Veraenderungen im Vorstand:

    Secundo tabulam Directores: Andrea Griesser
    Kaemmerer: Reiner Schmid
    Actuarius: Giuseppa Messana
    Herold: Thomas Reynacher

    Der Vereyn wuenscht allen gewaehlten Vorstandsmitgliedern zwey ruhig verlaufende Amtsjahre und eyn glueckliches Haendchen bey ihrem Handeln.

    Die vom Primus gehaltene Vorschau verspricht wieder eyn ereygnisreyches Vereynsjahr. Wir freuen uns darauf.

  • Mit eynem Pergamenthum hatte die Obrigkeyt des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. alle seyne Mitglieder zum 4. Tage im Hartung AD MMXV  zusammengerufen, um ab der 2. Stund im Meridianus in der Stammtaverne "Kater Hiddigeygey" zu Seckinga auf das Novum Annum anzustoszen.

    Eyne stattliche Zahl von Mitgliedern ward dem Aufruf gefolgt und so konnte in groszer Runde auf das Jahr MMXV das Glas erhoben werden.
    Die Anwesenden sprachen sich gegenseytig die besten Wuensche fuer das Jahr aus. Man freute sich darueber, dass dieses Treffen erneut durchgefuehrt wurde.

    Man tauschte sich in groeszeren und kleyneren Gruppen intensiv ueber die verschiedensten Themen aus und plauderte eyfrig miteynander. Froehlichkeyt und Ausgelassenheyt bestimmte den Tag. Es wurde viel gelacht und man merkte, hier hatten sich "echte Freunde" versammelt.

    Der Primus konnte das Eyne oder Andere ueber kommende Projekte berichten, die nicht nur angestoszen, sondern auch konkret mit ersten Planungsschritten angegangen wurden. Es koennte eyn interessantes Jahr werden, wenn sich alles so umsetzen laesst.

    Der Primus ueberraschte die Anwesenden auch noch mit der Ernennung eynes neuen "Cancellarius ad Historicus", nachdem der bisherige den Vereyn zum Jahresende MMXIV verlassen hatte. Da es sich hierbey um eyn sehr wichtiges Amt handelt, duldete die Neubesetzung natuerlich keynen Aufschub.

    Ganz besonders erfreulich ward denn auch die Tatsache, dass sich bey dieser Zusammenkunft auch eyn neuer "Culinarius" fand, der kuenftig fuer die Speysung der Gemeynschaft verantwortlich zeychnen wird. 

    Es ist doch erfreulich festzustellen, wie grosz die Bereytschaft zur Uebernahme von verantwortungsvollen Aemtern innerhalb des Vereynes ist.

    Unser neuer Culinarius verfuegt ueber eynen hervorragenden Sachverstand - daher sicherlich eyne gute Wahl.

    Etwas spaeter am Nachmittag stiesz noch eyn helvetisches Aktivmitglied zu uns, der in Begleytung zweyer Mittelalterinteressierten war. Und so ergab es sich, dass wir bereyts bey der ersten Zusammenkunft AD MMXV zwey neue Aktivmitglieder in unsere Reyhen aufnehmen konnten.
    Im weiteren Verlauf der Zusammenkunft konnten wir letztlich auch noch eyn neues Foerdermitglied in unserer Gemeynschaft willkommen heyszen.

    Nach Beendigung des offiziellen Teyls nahm man zum gemeynsamen Abendessen Platz. Bey koestlichsten Speysen und Getraenken genossen wir unser Beysammenseyn in vollen Zuegen.

    Erst kurz vor der Geysterstunde trennten sich schlieszlich die Wege der Letzten.
    Eyn gelungener und erfolgreycher Eynstand in eyn neues Vereynsjahr!