Taverne Aderl Laufenburg (CH)

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  • Sehr frueh in diesem Anno hatte die Obrigkeyt des Zechenwihler Hotzenhauses beym Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V  angefragt, ob es  moeglich waere am 4. Adventus erneut eyne weyhnachtliche Lesung in alemannischer Sprache zu halten.

    Die Maerchen- und Erzaehlgruppe „Grex Fabula“ nahm diesen Auftrag gerne an.

    Am 16. Tag im Julmond AD MMXVI war es soweyt. Gewappnet mit ihrem groszen Buch der alemannischen Geschichten trafen sich die Mitglieder von „Grex Fabula“ zur 5. und eyner halben Stund im Meridianus am Zechenwihler Hotzenhaus.

    Dort wurden sie von der Obrigkeyt des Hotzenhauses auf das Herzlichste willkommen geheyszen. Wie im Jahr zuvor wurden wieder viele selbstgebackene Leckereyen, wie auch etwas gegen den Durst kredenzt.

    Die Zuhoerer trafen nach und nach eyn, bis letztlich keyn Sitzplatz mehr uebrig war. Unter Anderem waren Mitglieder der „Muettersproch G‘sellschaft“ anwesend.

    Puenktlich zur 6. Abendstund begann die Veranstaltung mit der offiziellen Begrueszung durch Herrn Dr. Georg Kirschbaum.

    Die Anwesenden wurden zusaetzlich durch „Grex Fabula“ auf alemannisch begruesst, was gleych die ersten Lauscher zum Lachen brachte.  Danach, lauschten die Anwesenden der musikalischen Darbietung des „Hochsaler Floetenkreyses“.

    Bis zur 7. Stund im Meridianus wurden weytere Geschichten und musikalische Darbietungen geboten.  „Grex Fabula“ hatte sich doch die eyne oder andere gar lustige Darbietung ueberlegt.

    Zur Belohnung erhielten die Erzaehler am Ende ihrer Lesungen viel Handgeklapper. Die Zuhoerer waren begeystert von der Vorstellung.

    Im Anschlusz daran konnte „Grex Fabula“ mit den Anwesenden bey eynem guten Gluehweyn und Suessgebaeck gemuetlich plauschen und die eyne oder andere Anekdote austauschen.

    Zur 8. Stund im Meridianus hiesz es dann Abschied nehmen, um die Heymreyse wieder antreten zu koennen.

    Eyn herzliches Dankeschoen an die Erzaehler der Maerchengruppe „Grex Fabula“, die den Vereyn Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wieder von der besten Seyte gezeygt haben.

    Ebenso eyn herzliches Dankeschoen an Herrn Dr. Georg Kirschbaum, der es uns wieder ermoeglicht hat, diese Veranstaltung mitzugestalten.

  • Es ward der 18. Tag im Julmond AD MMXVI. Der Himmel grau und nebelverhangen. Zur 9. und eyner halben Stund, trafen sich die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrheyn mit ihren Kutschen auf dem Auplatz.

    Stand doch eyne Fahrt nordwaerts, nach Ascabah, ins Haus. Nach wenig mehr als eyner Stunde Fahrt traf man in Ascabah eyn und man stellte bereyts reges Treyben fest.
    Waren doch die Herren des Festes und die Kraemer noch emsig dabey, den Ort des Geschehens und ihre Waren ins rechte Licht zu ruecken.

    Wir stellten unsere Kutschen nach kurzer Suche am Ortsrand ab und schlenderten gemuetlichen Schrittes zum Castell zu Ascabah.

    Der Wegezoll wurde uns erlassen und so tauchten wir in das Marktgeschehen, genannt "Historische Bauernweyhnacht", eyn.
    Rund um das Castell jede Menge Kraemerey und Voellerey.  Alles was das Herze begehrt ward zu finden. Fuer die Baelger gab es im Keller des Castells Maerchenlesungen.

    Mit Musici wurden die Schaulustigen von den Spielleuten Skadefryd unterhalten. Immer dann wenn sie auftraten, scharten sich große Menschenmengen um sie.

    Wir besuchten Marktstand fuer Marktstand, scherzten hier und da mit den Haendlern und plauschten mit den Obrigkeyten des Vereyns "Historisches Eschbach"

    Da es auf dem Marktplatz an Sitzgelegenheyten mangelte und wir des Trabens muede wurden, zogen wir uns fuer eyn Weylchen in die Orientalische Stube zurueck. Dort lieszen wir uns auf weychen Sitzkissen nieder und nahmen mehrere waermende Becher des maurischen Bohnensuds zu uns. Wie herrlich doch so eyn Tag seyn kann.

    Auch in diesem Anno wurden wir zur Teylnahme am Fackelzug geladen. Treffpunkt war zur 5. und eyner halben Stund im Meridianus zum Haus des Bauermeysters.

    Gesagt, getan. Als die Nacht hereynbrach, setzte sich eyn groszer Zug von Landsknechten, Bauern, Maegden, Knechten, Gauklern in Bewegung, angefuehrt von den Spielleuten Skadefryd und vom Marktvogt Harald I. und seyner liebreyzenden Gemahlin und der sonstigen Obrigkeyt. Viele viele Fackeln flackerten durch die dunklen Gassen bis hin zum Marktgelaende. Zwischen vielen hunderten Besuchern hindurch begaben wir uns alle zum Castell, nahmen auf der Schlosstreppe Aufstellung und wir lauschten den Worten des Marktvogtes.

    Diese Aktion endete mit Weysen der "Spielleute Skadefryd". Zum Ende der Veranstaltung durften wir  die Feuershow  von Odin erleben.
    Nachdem die Feuershow beendet war, leerte sich der Marktplatz rasch, die Haendler waren ausverkauft und kratzten ihre Reste zusammen.

    Auch wir stiegen auf unsere Kutschen und fuhren unserer Heymstatt entgegen.

    Fuer den Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. war es der Abschluss eynes sehr ereygnisvollen und schoenen Anno MMXVI.

    Eyn groszes Dankeschoen an Alle, die dazu beygetragen haben, dass sich dieses Jahr so entwickelt hat und den Vereyn stets unterstuetzt haben. Ohne Euch waere es nicht machbar gewesen.

    Wir wuenschen allen eyn gesegnetes und frohes Julfest und eynen guten Rutsch ins Jahr AD MMXVII

  • Bereyts im Scheyding hatte die Obrigkeyt des Zechenwihler Hotzenhauses beym Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V angefragt, ob es moeglich waere am 4. Adventus eyne weyhnachtliche Lesung in alemannischer Sprache zu halten.

    Nach kurzer Ruecksprache mit der Maerchengruppe „Grex Fabula“ wurde dieser Auftrag gerne angenommen.

    Am 20. Tag im Julmond AD MMXV war es soweyt. Gewappnet mit ihrem Maerchenbuch trafen sich die Mitglieder von „Grex Fabula“ zur 4. und halben Stund im Meridianus am Zechenwihler Hotzenhaus.

    Dort wurden sie von der Obrigkeyt des Hotzenhauses auf das Herzlichste willkommen geheyszen. Man kredenzte selbstgebackene Leckereyen, wie auch etwas gegen den Durst.

    Die Zuhoerer trafen nach und nach eyn, bis letztlich keyn Sitzplatz mehr uebrig war. Unter Anderem waren Mitglieder der „Muettersproch G‘sellschaft“ anwesend.

    Die Aufregung stieg. War es fuer eynen Teyl der Erzaehler doch eyne Herausforderung, in eyner Sprache vorzulesen, welche nicht ihre „Muettersproch“ war.

    Puenktlich zur 5. Stund im Meridianus begann die Veranstaltung. Nach der offiziellen Begrueszung durch Herrn Dr. Georg Kirschbaum, lauschten die Anwesenden erst eynmal der musikalischen Darbietung des „Hochsaler Floetenkreyses“.

    Danach trug zunaechst Nephilim und im Anschluss der Held vom Erdbeerfeld eyn Gedicht vor. Nach eynem weyteren musikalischen Stueck lasen Josefine und Gunnar.
    Bey der Geschichte vom Gunnar, „Zuckerbroetli“, hatten die Anwesenden eyniges zum Schmunzeln.

    Danach folgten bis zur 5. Stund im Meridianus erneut musikalische Darbietungen und danach weytere Geschichten und Gedichte.

    Zur Belohnung erhielten die Erzaehler am Ende ihrer Lesungen viel Handgeklapper. Die Zuhoerer waren begeistert von der Vorstellung.

    Im Anschlusz daran konnte „Grex Fabula“ mit den Anwesenden bey eynem guten Gluehweyn und Suessgebaeck gemuetlich plauschen und die eyne oder andere Anekdote austauschen.

    Zur 8. Stund im Meridianus hiesz es dann Abschied nehmen, um die Heimreyse wieder antreten zu koennen.

    Eyn herzliches Dankeschoen an die Erzaehler der Maerchengruppe „Grex Fabula“, die den Vereyn Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wieder von der besten Seyte gezeygt haben.

    Ebenso eyn herzliches Dankeschoen an Herrn Dr. Georg Kirschbaum, der es uns ermoeglicht hat, diese Veranstaltung mitzugestalten.

    Fuer den Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. war es der Abschluss eynes sehr ereygnisvollen und schoenen Anno MMXV.

    Eyn groszes Dankeschoen an Alle, die dazu beygetragen haben, dass sich dieses Jahr so entwickelt hat und den Vereyn stets unterstuetzt haben. Ohne Euch waere es nicht machbar gewesen.

    Wir wuenschen allen eyn gesegnetes und frohes Julfest und eynen guten Rutsch ins Jahr AD MMXVI.

  • Der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wuenscht allen seynen Aktiv- und Foerdermitgliedern, deren Angehoerigen, sowie allen Freunden, Goennern und Mittelalterinteressierten und Besuchern unserer Webseyte eyn frohes und besinnliches Julfest im Kreyse Eurer Lieben.
    Fuer den bevorstehen Jahreswechsel alles Gute, kommt gut ins neue Jahr, bleybt gesund und uns gewogen!

    Die Obrigkeyt

  • Auch in diesem Anno fand in Ratbaldouilare der mercatus nativitatis statt. Da es sich hier um eynen traumhaft schoenen Marché Médiéval handelt, beschloss der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. , wie bereyts im vergangenen Anno, diese Veranstaltung seynen Mitgliedern erneut anzubieten.

    Am 11. Tag im Julmond AD MMXV wurden die stinkenden Kutschen beladen und los ging es. Mit schneller Fahrt ueber Stock und Steyn kamen wir alsbald ans Ziel.

    Nachdem die stinkenden Kutschen abgestellt waren und die Ruhestaetten bezogen, begaben wir uns zunaechst in eyne Sueszbaeckerey, wo wir osmanisches Heyszgetraenk und  Sueßspeyse zu uns nahmen. 

    Danach brachen wir auf, um uns unter das Volk zu mischen. Die Bewohner der Innenstadt waren auch in diesem Anno sehr fleyszig gewesen und haben ihre Haeuser passend zum Julfeste wunderbar geschmueckt.

    Unser Weg durch die herrlich geschmueckten Gassen der Stadt fuehrte uns in Richtung unserer Stammtaverne wo wir die Wirtsleut‘ der „Bier- und Winstub Ville de Nancy“ aufsuchten, um sie auf‘s herzlichste zu begrueszen. Grosz ward die Freude uns wieder zu sehen.

    Nachdem wir eynen guten Perlweyn, auch Cremant genannt, kredenzt bekamen und genieszen konnten, tauschten wir die Neuigkeyten aus, die es von beyden Seyten zu berichten gab.

    Nachdem der Worte genug gewechselt waren, stiegen wir gemaechlich hinauf zur Oberstadt. Auf dem Wege dorthin trafen wir staendig alte Bekannte und man begrueszte sich eyn um’s andere Mal auf‘s herzlichste.

    Zur 7. Abendstund war es dann Zeyt den Hunger und Durst zu stillen. Also begaben wir uns erneut in unsere Stammtaverne und wurden dort mit koestlicher Speys und vorzueglichem Trank verwoehnt.
    Nach eynem opulenten Mahle, welches die Waenste zum Spannen brachte, beschlossen wir, um uns die Beyne eyn wenig zu vertreten, erneut in die Ville Pittoresque, hinaufzuziehen.  

    Da der Abend noch jung war, begaben wir uns letztlich in die Bar St. Ulrich. Dort lieszen wir den Abend bey eynem guten Whisky aus Kaledonien gemuetlich ausklingen.

    Am Satertage dann, als wir zur fruehen Morgenstund wieder mitten im Geschehen waren, war es kaum vorstellbar, wie viel geschaeftiges Treyben im Staedtchen schon herrschte.

    Wie in den Jahren zuvor waren wieder viele Kraemer, Haendler und Handwerker vor Ort um ihre Ware feylzubieten. Die Angebote fuer Speys und Trank waren ebenso vielfaeltig vor Ort.

    Hatten die Schaulustigen doch die Wahl zwischen Suppe, Braten von der wilden Sau, frischen Ostreidae (Austern), Helix pomatia (Schnecken), in Darm gepresstes Fleysch, Reybekuchen, heiszen Maronen und vielem mehr. Auch gegen den Durst ward viel geboten. Verschiedene gut gewuerzte Weyne warm und kalt, wie auch alkoholfreyes Gesoeff.

    Es war nicht eynfach fuer uns von allem zu Kosten. Doch hatten wir ja noch den Balder zur Verfuegung.

    Zufrieden und satt begaben wir uns kurz vor der Geysterstunde in unsere Herberge, um unser Haupt niederlegen zu koennen.

    Uebrigens, an diesem Abend ward unser Faehnrich Graf Markus in der Stammtaverne mit eynem neuen Namen getauft worden. Ab diesem Moment hatte er den Rufnamen „D‘Artagnan sans culotte“.

    Am Balder sodann, ging der Rundgang ueber den mercatus weyter. Wir fingen wieder in der Oberstadt an und begaben uns Richtung Unterstadt.

    Teylweyse wurden wir durch die Menschenmengen nur noch nach unten geschoben. Zwischendrin wurden viele Bilder mit den Seelenfaengern von  und mit uns gemacht.

    So verging auch der Balder wie im Fluge und eynige unserer Recken und Mayden mussten den Nachhauseweg antreten.
    Die Restlichen blieben noch eyne Nacht, um dann gemuetlich am naechsten Tag ebenfalls die Heymreyse anzutreten.

    Es war, wie die letzten Jahre davor, wieder eyn sehr schoener Aufenthalt in Ratbaldouilare. Eynes koennen wir versprechen, wir werden uns im naechsten Anno wiederum nach Ratbaldouilare zum mercatus nativitatis begeben.

    Warum wir das sagen koennen? Wir haben uns schon mit unseren Freunden aus dem schoenen mittelalterlichen Staedtchen verabredet!!

  • Vom 4. bis zum 6. Tage im Julmond AD MMXV stand der Mercatus Nativitatis zu Seckinga an. Der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. liesz es sich in diesem Jahr nicht nehmen, mit seyner neuen Maerchengruppe den Baelgern am Satertage zwey weyhnachtliche Maerchen vorzutragen.

    Die Maerchengruppe „Grex Fabula“ und eyn weyteres halbes Dutzend Mitglieder trafen sich am Satertage zur 6. Stunde im Meridianus in ihrer Stammtaverne „Kater Hiddigeygey“, um von dort aus zusammen mit den Spielleuten Skadefryd in eynem Fackelzug in Richtung Altstadt zu ziehen.

    Voraus schritten die drey Fackeltraeger, sodann der  Bannertraeger von Skadefryd, gefolgt von den Spielleuten. Dahinter schritt der Bannertraeger vom Mittelalterstammtisch Hochreyn e.V, danach eyne  holde Mayd. Sie trug die Schatulle mit dem goldenen Schluessel des Maerchenbuches! Ihr folgten zwey Recken, die das wertvolle Maerchenbuch und das Schild von Grex Fabula trugen. Dahinter schritten wuerdevoll das Maerchenkoenigspaar Koenig Raginher, der Furchtlose und Koenigin Josefine die Fabelkundige.

    Schon waehrend dem Eynzug in die Stadt wurden wir bestaunt. Die Schaulustigen zueckten ihre Seelenfaenger und verewigten uns.

    Der Weg fuehrte uns direkt vor die Buehne auf dem Muensterplatz.

    Aber bevor wir begannen, durften wir zuerst der Musici der Spielleute lauschen. In deren Pause las Koenigin Josefine die Fabelkundige das Maerchen „die Eysblumen“ und der Held vom Erdbeerfeld das Maerchen „das Marienkind“ vor.
    Trotz der Kaelte lauschten die Baelger mit ihren Vaetern und Muettern gebannt den Erzaehlungen. Waren sie doch nicht allen bekannt.

    Die Belohnung dafuer: viele strahlende Augen, viel Handgeklapper und Jubel.

    Grex Fabula freut sich, wenn es im naechsten Jahr dieses wunderschoene Erlebnis wieder erleben darf.

    Allen Mitwirkenden ein herzliches Dankeschoen.

  • Am 20. Tage im Julmond AD MMXIV trafen sich mehr als zwey Dutzend Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. zur monatlichen Tafeley in ihrer Stammtaverne. Sie nutzten die Gelegenheyt um sich im alten Anno nochmal zu sehen und miteynander Spasz zu haben.

    Schon vor der offiziellen Stunde waren die Mitglieder eyngetroffen. Die geschmueckte Tafel ward sehr schnell in Beschlag genommen.

    Freunde aus Murgon gaben sich die Ehre an der Tafeley teylzunehmen. Zur Frage wie sie Kunde vom Vereyn bekommen hatten, entgegnete man spontan, dass man auf dem Markte zum Julfest in Seckinga die Spielleute Skadefryd gehoert haette und sogleych begeystert war. Dies nahm man zum Anlasz um weytere Erkundigungen eynzuholen und ist dabey auf den Vereyn gestoszen.
    Nach eynem intensiven Gespraech kam man zu dem Schluss, dass es ist nicht auszuschlieszen waere, im naechsten Jahr die eyne oder andere Veranstaltung miteynander zu bestreyten.

    Ebenso ward eyn Schreybkundiger des Boten des Markgrafen zu Baden zugegen. Er hat sich sehr viel Informatio aufgeschrieben und eynige Bildleyn mit dem Seelenfaenger eyngefangen, um in naher Zukunft ueber unseren Vereyn berichten zu koennen.

    Es gaben sich auch noch weytere Gaeste die Ehre. Zum Eynen beehrte uns eyne holde Mayd die den Wunsch hatte, unserer Gemeynschaft unbedingt beytreten zu wollen und zum Anderen ueberraschte uns „Mc Balloon“ mit dem Erscheynen. Wer an der Tafeley dabey war, weysz wer oder was sich hinter „Mc Balloon“ verbirgt!

    Die Stimmung war sehr gut und ausgelassen. Es wurde ueber den ganzen Abend viel gelacht und alle waren froehlich wie schon lange nicht mehr.

    Zur achten Stunde dann, konnten wir endlich unseren „Geluesten“ nachgeben. Die koestlichsten Speysen wurden aufgetragen. Die Anwesenden lieszen es sich nicht nehmen sich mit groszem Appetit ueber die Koestlichkeyten herzumachen und auch ihren Durst mit den besten Troepfleyn zu loeschen.

    Zur spaeteren Stund gesellte sich letztlich noch Besuch aus Starnberch (Starnberg) dazu. Man hatte die Kunde von der Tafeley vernommen und wollte eyn wenig der Zeyt mit uns verbringen. Beym Abschied ward man so begeystert, dass man versprach, sicherlich nicht das letzte Mal zugegen gewesen zu seyn.

    Erst weyt nach der Geysterstund loeste sich die Tafeley schlieszlich auf.

    Wuensche zum Julfest und zum guten Rutsch in Novo Annum wurden ausgetauscht. Gleychzeytig verabredete man sich wieder, soweyt terminlich moeglich, zum Empfang zum Novum Anno.

    So wie AD MMXIV sich zu Ende neigt, geht nun auch diser Bericht zu Ende.

    An alle Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. sey eyn friedvolles, ruhiges Julfest im Kreyse Eurer Lieben und eynen guten Start in AD MMXV ausgesprochen.

  • Am 13. Tage im Julmond AD MMXIV reysten Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. in die maerchenhafte historische Stadt von Ratbaldouilare um den Markt zum Julfeste  zu besuchen.

    Zur 7. und eyner halben Stunde startete die Reyse mit den vollbeladenen stinkenden Kutschen vom Auplatz zu Seckinga. Die Reyse fuehrte uns weyter nach Wehr und Prahmbach um die restlichen Mitglieder abzuholen. Und ab ging die Fahrt Richtung Friburg im Brisgau bis wir zur 10. Stunde in Ratbaldouilare angekommen waren.Das Staedtchen war schon sehr belebt.

    Nachdem die stinkenden Kutschen geparkt waren, gingen wir gleych zu Madame Arlette wo wir uns mit eynem osmanischem Heyszgetraenk und Speysen saettigen konnten. Danach brachen wir auf, um uns unter das Volk zu mischen und um das Staedtchen zu besichtigen. Die Bewohner der Innenstadt lieszen  es sich auch in diesem Anno nicht nehmen ihre Haeuser weyhnachtlich zu schmuecken.

    Den ersten Tag begleyteten wir die Spielleute Skadefryd. Sie waren von der Obrygkeyt der Stadt gebeten worden den Markt zum Julfest zu beleben. Die Spielleute waren sehr beliebt im Staedtchen.

    Menschenmengen versammelten sich um sie. Man fand eynige bekannte Gesichter unter dem Publikum. Sie waren speziell aus dem helvetischen Gebirge Jor und Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Koeln) angereyst um den Bardengesaengen zu lauschen.

    Die Zeyt verging im Nu und der Hunger meldete sich. Wir aszen Braten von der wilden Sau und dazu tranken wir Gewuerzweyn. Nach dem letzten Auftritt von Skadefryd zeygten die Feuergaukler ihre bezaubernde Darbietung.

    Das Staedtchen war in der Zwischenzeyt hell erleuchtet und die Stimmung war sehr schoen. Wir wollten eynfach noch nicht zu unseren Schlafstaetten, deshalb liefen wir das Staedtchen runter und nahmen noch einen guten Tropfen in unserer dortigen Stammtaverne. Ja, in der Zwischenzeyt sind wir gern gesehene Gaeste in Ratbaldouilare.

    Kurz vor der Geysterstunde trennten sich unsere Wege, aber nur fuer die Nacht. Wir wollten am naechsten Tag gemuetlich ueber den Markt ziehen, um die Staende bewundern zu koennen und bey wohlgefallen Ware zu kaufen.

    Am Morgen traf man sich wieder zur 10. Stunde. Nachdem wir suesse Teile und osmanisches Gesoeff zu uns genommen hatten, starteten wir unsere Reyse durch den Markt.

    Viele Haendler, Kraemer und Handwerker waren vertreten. Viele Staende boten Speysen wie Wuerste, Fleysch, Kaese, Austern und selbstgekochte Suppen an. Gut gewuerzte Weyne und natuerlich auch  alkoholfreyes Gesoeff wurden angeboten. Wir hatten die Qual der Wahl wie wir unsere Baeuche und unseren Durst saettigen wollten.

    Die Mauleselkarawanen lieszen Kinderaugen glaenzen. Unsere Elsa vom Altsiederland liess es sich, wie viele andere Kinder,  nicht nehmen mit dem Maulesel durch das Staedtchen zu reyten.

    Eyn groszes Hallo gab es beym Treffen unserer Freunde der Dancerie des Ribeaupierre und dem Ehepaar Bruguiere.

    Zur 3. Stunde im Meridianus beschlossen wir, uns langsam auf die Heymreyse zu begeben. Wir waren uns eynig, dass dieser Markt immer eyne Reyse Wert ist. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Gluecklich und zufrieden fuhren wir wieder Richtung Heymstaette, bis sich dann unsere Wege auf dem Parkplatz beym Festplatz trennten.

    Fuer dieses Jahr war es unsere letzte Reyse. Wir freuen uns schon im Anno Novum wieder auf Reysen zu gehen. Egal, ob neue oder schon bekannte Staedtchen, zusammen mit vielen von Euch zusammen zu besuchen.

    Bis dahin wuensche ich Euch allen eyn friedvolles Julfest und eyn glueckliches Anno Novum.

  • Die Obrigkeyt des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wuenscht allen Besuchern unserer Seyte hier im unsichtbaren Netze fuer das Jahr des Herrn MMXIV (2014)

    -das Eure Gesundheyt stets erhalten bleybe
    -das sich Euer Glueck unendlich vermehre und
    -das sich bey allem was ihr anpackt nur Erfolg eynstellen moege
    .

    Wir freuen uns darauf, Euch irgendwo auf den zahlreych angebotenen Veranstaltungen dieses Jahres kennenlernen zu koennen.

     

     

     

     

  • Seyd gegrueszet werte Besucherinnen und Besucher unserer magischen Seyten.

    Das Jahr des Herrn MMXIII neyget sich langsam aber sicher seynem Ende entgegen. Eyn Jahr das fuer den Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. auszergewoehnlich erfolgreych verlaufen ist.

    Und nun ist es an der Zeyt Euch allen, die Ihr uns hier immer wieder besuchet und unsere Informatios, die wir zum Besten geben mit wohlgefallen und Interesse leset (nur so sind ueber 25.000 Zugriffe innerhalb eines Jahres erklaerbar), eyn herzliches Dankeschoen zu sagen. "Danke" fuer Euer Interesse!!

    Die Vorstandschaft des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wuenscht Euch Allen im Namen seyner Mitglieder

    Natale hilare et annum novum faustum
    (Frohe Weihnacht und eyn glueckliches Neues Jahr)

    Moege Euch die Gesundheyt erhalten, stets eyn blanker Gulden in der Geldkatze und eyn guter Schluck im Becher bleyben.

    Bleybet uns gewogen und verfolget weyter mit Interesse, was sich in unserer Gemeynschaft tut.

    Behuet Euch Gott

    Euer Gunnar vom Siechenhofplatz
    (Primus tabulam Directores)

  • Wer heut daselbst und stetig sich beflissentlich eynfyndet unsr`e kleynen Geschichten zu lesen, der weiß, es ward einst ein Herzensfeuer entfacht auf einer Reyse nach Ribeauvillé, dem wyr versprachen Zunder zu geben bei einem erneuwten Besuche daselbst.

    So höret denn, was so geschah am 15. Tage des Julmondes AD MMXIII.

    Dieser Morgen fand seinen Anfang noch vor der Dämmerstunde, und keine Lerche sang nicht eyn Lied. Wir wählten aus den Wäschetruhen mit bedacht besonders warme Gewänder aus. Sollten sie uns doch vor den kalten Winden des Winters schützen. Wir brachen mit großer Freyd´ endlich erneut auf, die Stadt des Fürsten Ribeaupierrè aufzusuchen, um das dortige Markttreiben am 3. Advent zu erkunden.

    Der Weg barg keynerley Hindernisse und so waren wir voller Vorfreude durch das Stadttor geschritten, um ein reichliches Frühmahl in der gemütlichen Bäckerstube einzunehmen. Nun nahm denn der Zauber seinen Anfang. Kaum schritten wir über die Schwelle des Hauses, begrüßte uns ein zartes Wesen in der frechen Tracht Wichtels sehr herzlich und bemühte sich sogleich unsere Wünsche nach Speys und Trank zu erfüllen. Geschäftiges Treiben gab es hier bereits seit Mitternacht, um den zu erwartenden Gästen der Stadt genügend Brote zu backen. Solche hatten wir ungelogen noch niemals erblickt. Sie waren so riesig vom Ausmaße, dass man damit ganze Heere satt bekäme. Die Tische bogen sich unter ihrer Last. Eyn einziger Brotlaib wog sicher mehr als dreißig Pfund! Unsere kleine Gemeinschaft ließ es sich nicht nehmen, sich viele Kostproben davon munden zu lassen. Maurisches Gesöff wärmt obendrein unsere kalten Glieder.

    Schon bald brachen wir auf, uns unter das angesammelte Volk zu mischen, um das Städtchen zu durchschreiten. Der berühmte Markt wurde heut´ in jeglicher Gasse und auf allen Plätzen abgehalten. Das sollte schon etwas heißen. War doch das Marktrecht eine durchaus wichtige Angelegenheit für jeden, der es erwirkt hatte. Für die Städte und Gemeinden war es ehemals und immerdar lebenswichtig, allein der Handel brachte sie zum Blühen. Meist gab es zu den wichtigen Feiertagen Märkte. Aber in der Zeit vor dem Julfest war es eher unüblich gewesen, bis einmal das Recht auf einen Fleischmarkt vor dem Fest erstritten wurde. Dies war der Vorläufer der Märkte in der Zeit des Wartens (Advent) wie wir sie bis heute in vielen Orten finden. Die ältesten ihrer Art gibt es in deutschen Landen seit über 650 Jahren. so weiß man es zu berichten.

    Krämer, Händler, Handwerker und auch Bauern des Umlandes fanden sich eyn, ihre Waren von morgens bis abends anzubieten. Pfister und Süßbäckerinnen riefen ihre Waren aus. So wie einst der Fleischmarkt zum Julfeste, bestach auch jener hier mit Leckereyen für große und kleine Geldbeutel. Es gab Würste und feinstes Fleisch - gesotten und gebraten, gepökelt und geräuchert. Mit feiner Suppe, welche seit Stunden auf den Feuern garte, konnte man sich ebenso die Bäuche füllen, wie mit Braten von der wilden Sau. Heiße würzige Weine reichte man uns dazu. Frische Austern hatte man herbei gebracht, um sie mit hellem Winzertrank zu genießen. Es war eine Lust.

    An diesem und jenen Stand verweylten wir und wechselten artige Worte mit den Eignern. Man begrüßte einander wohlwollend, da sie, wie wir, selbst der Zeyt von einst entsprungen schienen.

    Die Bürger der Innenstadt hatte es sich zum Credo gemacht die Fassaden ihrer Heimstätte in weihnachtliche Stimmung zu kleiden. Dies verzückte alle immer wieder aufs Neue. Liebevoll geschmückt waren die Häuser und Brücken mit allerley Zier und Lichtern.

    Ein paar Stunden zeigte sich sogar der Himmel blau. Die Sonnenstrahlen wärmten zwar nicht wirklich unsere kühlen Wangen, doch die Herzen freute es in dieser dunklen Jahreszeit umso mehr. Wir schauten gerne auf die im Lichte erstrahlenden Berge ringsumher und auch die Burg sah besonders herrlich aus.

    Auf unserer Wanderung begegneten wir den Königen Caspar, Melchior und Baltasar, wie sie mit Ihren schwer beladenen Kamelen ´gen Bethlehem zogen. Sie werden es hoffentlich rechtzeitig bis zum sechsten Tage nach dem Jahreswechsel schaffen, um ihre reiche Gabe dem Jesuskinde zu überbringen. Eine Karawane mit Mauleseln schloss sich ihnen an. Als sie durch die Stadt zogen erfreuten sie die Kinderlein mit kleinen Reitstündchen auf dem Rücken der Tiere für ein paar Taler. Neben Fabelwesen, die durch die Gassen streiften und dabei den Damen von Stand und hübsch anzuschauenden Kindlein schmeichelten, entdeckten wir farbenfroh gekleidete Vaganten, die schöne Tänze zu alten Weisen vollführten.

    Wir betrachteten voller Interesse die Stände der Schädler (Fassbinder), Kalligraphen (Schreiber) und Ledermacher. Gerade hier verzückte uns die Vielfalt ihrer Kunst. Und eine Idee ward schnell in die Tat umgesetzt. Dies gelang uns aber nur aus folgendem Grunde so trefflich: Nennen wir doch eine wirklich kundige Mansionarius in unserer Reisegesellschaft unser eigen, welche es nicht nur versteht stets den rechten Weg auf unseren Wanderungen zu finden und treffliche Herbergen zur Logis bereit zu machen , nein sie ist vieler der Sprachen kundig in fremden Landen und führt mit ihrer Wortwahl die Geschäfte, welche wir tätigen, zu einem allseits guten Ende. Also wenn wir Sie nicht hätten, - ich wüsst´ es nicht so gut. Also verhandelte unser Primus mit ihrer Hilfe bei der Ledermacherin einen würdigen Ledereinband für unsere Chroniken.

    Die Ehre sie niederzuschreiben meiner selbst derzeit anvertraut ist. Das war ein rechtes Geschichtchen am Rande des Geschehens - und im Übrigen - gehen wir deshalb auf Märkte…

    Ein Freund aus gallischem Lande, gerufen „Fabian“, gesellte sich zu uns, wie er es versprochen hatte. Wir freuten uns unseren neuen Freund wiederzusehen. Mit einem guten Tropfen hiesigen Weines, begossen wir auch dies Ereygnis gebührlich. - Deshalb gehen wir auf Märkte…

    Die Stunden flossen dahin und wir wärmten uns an offenen Feuern die in alten Bäumen brannten. Und während der Speck an Spießchen gar lustig brutzelte vertrieben wir uns die Zeit des Wartens damit vom Kommenden Lenze zu Träumen und welche Abenteuer wir da bestehen wollen. Gibt es doch den Plan ein Lager auf einer Burg abzuhalten, bei dem wir zünftig Speisen wollen. Schon bald werden sich einige von uns auf Entdeckungsreise begeben.

    Auf unserer Marktreise fand ein neues Mitglied in unsere Reihen. Sie sei aufs herzlichste begrüßt. Holde Jungfer, wir sind gespannt auf Deinen mittelalterlichen Namen!

    So fanden wir den Tag gelungen und machten uns auf den Weg hinab aus der Stadt, die noch immer mit riesigen Menschenmassen angefüllt war. Jetzt erst begriffen wir die Geschichte der riesenhaften Brote, welche man hierzulande feilbot. Längst waren schon alle Würste verzehrt und noch immer galt es Mäuler zu stopfen. Und wer nun noch ein Grummeln im Magen verspürte tat sich an köstlichen Brotzeiten wohl.

    Am Wegesrand erblickten wir im Schein der abertausenden Lichter, welche in der Dunkelheit der Abendstunden entzündet waren, den frommen Kirchenfürsten aus Myra. Er nahm sich heuer die Zeit die Wünsche und Sorgen der Kinder anzuhören. Sankt Nikolaus, ohne dich wär die Weihnachtszeit für die Jüngsten unter uns weniger spannend!

    So fanden wir mühelos im milden Schein der Lichter aus dem Gewimmel des Marktes heraus und hoben an uns für den Weg zu rüsten.

    In den Stunden des Heimreisens gedachten wir derweil der sonderbaren, schönen Aussichten hier zu Lande, die von manchem Recken bestaunt wurde. Man taufte sie „Grand Ballons“. Wie auch immer . Es hüpfte das lachende Herz bei dieser Geschichte, wie einst bei der des „Titti- Seh“. Wer zugegen war, versteht die Worte gut.

    So reinige ich wieder einmal die Feder von schwarzer Tinte, und sende allen Lesern ein glückliches Julfest.

    Die Schreiberin

  • Am 14. Tage des Julmondes AD MMXIII packten die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisches wieder eynmal ihr Buendel, spannten die Pferde vor die Kutschen und brachen zur 11. Stund mit spaerlichem Hab und Gut auf, um gen Morgenland zu reysen.
    Die Goetter machten die Fahrt beschwerlich, oefnetten sie doch zuerst die Schleusen des Himmels, um reychlich Wasser auf die Reysenden zu werfen. Je weyter man gen Morgenland fuhr, um so weyszer wurde die Landschaft. Schneebedeckte Waelder und Wiesen lieszen fuer diesen Tag nichts Gutes erahnen.
    Jedoch, je naeher man dem Lacus potamicus kam, um so milder wurden die Temperaturen; das Weysz loeste sich auf, der Regen wurde weniger und die Schleusen schlossen sich  gaenzlich.
    Als wir in der Stadt Steyn am Rheyn, am westlichen Ausgang des Lacus potamicus in Helvetien ankamen und unsere Kutschen abstellten, waren im Himmelszelt schon Risse zu erkennen, durch welche eyn schoenstes Blau herfuer lugte!
    Nachdem wir fuer das Abstellen unserer Kutschen sieben helvetische Silberlinge entrichtet hatten, schritten wir allesamt, durch das Stadttor.

    Entlang der Strasze Haeuser mit praechtigen Malereyen. Nahezu jedes Haus hat seynen eygenen Namen, hinter welchem sich seyne eygene Geschichte verbirgt. Haeuser die den Kennzeychnungen zu Folge aus dem 14. - 17. Jahrhundert stammen. Da Steyn am Rheyn auch in diesem Jahr wieder zur Maerlistadt ernannt wurde, waren die Hausfronten prachtvoll geschmueckt! Es war unuebersehbar, dass das Julfest kurz bevorsteht.
    So zog sich die Hauptstrasze hinauf eyn Markt zum Julfeste. Staende die der Voellerey dienten und Baelgerbelustigung waren nicht vergessen. Dazu eyn mindestens 5 Klafter groszer Tannenbaum mit vielen magischen Lichtern, die selbst der Wind nicht auszublasen vermochte.
    Alles sehr beeyndruckend, aber uns alle zog es schnurstracks in die Benediktinerabtey im Herzen der Altstadt.
    Dort hatten sich naemlich Kraemer aus alten Tagen zu ihrem eygenen Markte eyngefunden. Im Schosze der Abtey eyn kleyner aber sehr feyner mittelalterlicher Markt, der reychlich Waren feylbot!
    Grosz war das Hallo, als man unmittelbar nach Eyntritt (ohne Wegezoll!) in den Markt alte Bekannte wiedertraf. Sey es Peter mit seyner Raeucherkate, oder auch die Minzenfrau.
    Da jedoch die hoechste Mittagsstund bereyts vergangen war, suchten wir zunaechst das Moenchsbeyzli auf, um unsere hungrigen Baeuche zu fuellen.
    Kaum hatte man dort Platz genommen, oeffnete sich die Tuere erneut und es gab schon wieder eyn groszes Hallo. Trat doch Gunar von Salodurum durch dieselbe.
    Waehrend man eyn vortrefflich warmes Sueppleyn mit eyner groszen dicken Wurst und Brot, sowie eyn Becher warmen Wuerzweynes zu sich nahm, wurden Geschichten ausgetauscht. Sehr unterhaltsam!
    Gestaerkt nahmen wir nach eyner Weyl unseren Rundgang, bey inzwischen strahlend blauem Himmel, durch den Markt auf. Immer wieder wurden wir ob unseres Vereynsabzeychens angesprochen. Sey es von Haendlern, oder Besuchern. Wir gaben mehrfach ueber unsere Gemeynschaft Auskunft und unsere Gegenueber hoerten stets aufmerksam zu. Es ergab sich die Moeglichkeyt, sich mit Verantwortlichen zu unterhalten und Vorgespraeche zu eyner Darbietung mit "Skadefryd" zu fuehren.
    Sehr interessant verlief eyn Gespraech mit eyner Kraeuterfee, die uns auf unser Abzeychen hin ansprach. Wir unterhielten uns lange Zeyt an ihrem Stand und es ward die Idee geboren, dass uns diese Kraueterfee mit eyner Wanderung in die Geheymnisse der Natur eynzuweyhen versucht und im Anschluss daran zeygt, wie all die gefundenen Krauetleyn in koestliche Likoere und Sirup, aber auch schmackhafte Essige,Oele und Salze, sowie gut riechende Badezusaetze verarbeytet werden koennen.
    Das Fortsetzen der Gespraeche und das Finden eynes Termines wurden verbindlich vereynbart. Man darf wirklich gespannt seyn.
    Und so wechselten die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisches den ganzen Nachmittag immer wieder zwischen Maerlistadt und Abtey hin und her. Nahmen den eynen und anderen waermenden Trunk, oder eyne Speys zu sich. Fuehrten Gespraeche und genossen den Tag.
    Zur siebten abendlichen Stund machten wir uns jedoch wieder auf die Reyse zu unserer Heymstatt. Stand doch am naechsten Tag eyne erneute Reyse an. Diesmal in Richtung des Frankenlandes, in die Region des Herzogsgeschlechts der Etichonen an. Aber davon an anderer Stelle mehr!


  • Es ward der 1. Tag im Julmond AD MMXIII. Der Himmel grau und nebelverhangen. Die Glocken am Muenster zu Seckinga schlagen zur 9. und eyner halben Stund, als sich die Mayden und Recken des Mittelaltertstammtisch Hochrheyn mit ihren Kutschen auf dem Auplatz eynfinden.
    Stand doch eyne Fahrt nordwaerts, nach Ascabah, ins Haus. Man entbat sich den Grusz, liesz die Pferde sich noch eyn wenig erholen und schlieszlich trat man die Reyse an.
    Je weyter es nach Norden ging, umso mehr zog sich des Himmels grau zurueck und liesz die ersten Sonnenstrahlen hindurchblicken.
    Nach wenig mehr als eyner Stunde Fahrt traf man in Ascabah eyn und man stellte bereyts reges Treyben fest. Waren doch die Herren des Festes und die Kraemer noch emsig dabey den Ort des Geschehens und ihre Waren ins rechte Licht zu ruecken.

    Wir stellten unsere Kutschen nach kurzer Suche am Ortsrand ab und schlenderten gemuetlichen Schrittes zum Castell zu Ascabah.
    Ob unserer Gewandung ward uns der Wegezoll erlassen und so tauchten wir in das Marktgeschehen, genannt "Historische Bauernweihnacht", eyn.
    Rund um das Castell jede Menge Kraemerey und Voellerey. Alles was das Herze begehrt ward zu finden. Fuer die Baelger gab es im Keller des Castells Maerchenlesungen.

    Unsere besondere Beachtung fanden der Stand des Lederbearbeyters und des Messerschmiedes. So konnten wir Brauchbares und Nuetzliches erwerben und wichtige Informatios sammeln, um unseren Heerlagerbedarf zu erweytern.
    Mit eynem Becher Gluehmets waernten wir unserem Bauch. Obwohl der Himmel sich zwischenzeytlich von seyner allerbesten Seyte zeygte, die Sonne herunterstrahlte was das Zeug hielt, waren die Temperaturen dennoch im sehr frischen Bereych.

    Die hoechste Mittagsstund nahte und der Hunger liesz nicht auf sich warten. Mit eynem Brett voller koestlichster Kaesesorten, Punsch und Gluehmet fuellten wir die Waenste. Nachdem uns ein Juengling mit Zuckerkruste umhuellte Mandeln anbot, lieszen wir es uns nicht nehmen, diese Mandeln zusammen mit dem Kaese zu verzehren. Es war eyn koestlicher und schmackhafter Versuch!!

    Kaum hatten wir das Mahl zu uns genommen, marschierten die Spielleute von "Gaudium pagani" (Heydenspasz) eyn, um uns alle mit herrlichen Weysen aus alter Zeyt zu unterhalten.

    Wir besuchten Marktstand fuer Marktstand, scherzten hier und da mit den Haendlern, lernten die Obrigkeyten des Vereyns "Historisches Eschbach" kennen und tauschten Pergamente mit Adressen aus. Beydseytig flossen Informatios ueber unsere Vereyne und zum Schluss war man sich eynig, dass man sich auf jeden Fall wiedersehen werde.

    Da es auf dem Marktplatz an Sitzgelegenheyten mangelte und wir des Trabens muede wurden, zogen wir uns fuer eyn Weylchen in die Orientalische Stube zurueck. Dort lieszen wir uns auf weychen Sitzkissen nieder und nahmen mehrere waermende Becher des maurischen Bohnensuds zu uns. Wie herrlich doch so eyn Tag seyn kann.

    Frisch gestaerkt und erwaermt traten wir wieder ans Tageslicht. Der Marktplatz inzwischen stark gefuellt von Menschen. Dicht an Dicht schoben diese durch den Platz. Vor den Sauf- und Fressstaenden lange Schlangen. Gut, dass wir bereyts versorgt waren!

    Nachdem wir erneut den Spielleuten von "Heydenspasz" gelauschet hatten, suchten uns die Mitglieder des veranstaltenden Vereynes auf, um den Mittelalterstammtisch zur Teylnahme am Fackelzug eynzuladen.

    Wir wurden zur 5. und eyner halben Stund im Meridianus zum Haus des Bauermeysters geladen, um dort das Licht in Empfang zu nehmen.
    Gesagt, getan. Als die Nacht hereynbrach, setzte sich eyn groszer Zug von Landsknechten, Bauern, Maegden, Knechten, Gauklern, angefuehrt von Heydenspasz und vom Marktvogt Harald dem I. und seyner liebreyzenden Gemahlin und der sonstigen Obrigkeyt in Bewegung. Viele viele Fackeln flackerten durch die dunklen Gassen bis hin zum Marktgelaende. Zwischen vielen hunderten Besuchern hindurch begaben wir uns alle zum Castell, nahmen auf der Schlosstreppe Aufstellung und wir lauschten den Worten des Marktvogtes.
    Diese Aktion endete mit Weysen von "Heydenspasz". Man begab sich letztlich mit eynem waermenden Getraenk zu den Feuerkoerben und sinnierte dort ueber Dieses und Jenes.

    Zum Ende der Veranstaltung durften wir noch "Castell in Flammen" erleben. Mit lauten mysthischen Klaengen aus schwarzen magischen Kisten und eynem Farbenspiel durch bunte Laternen die selbst der Wind nicht auszublasen vermag, wurden gespentische Effekte auf das Castell gezaubert. Und ploetzlich, was war das fuer Teufelswerk? Zischende Geschosse flogen dem Himmel entgegen, zerbarsten und zauberten Sterne, bunte Schweyfe und Lichtspielereyen an das Himmelszelt. Vulkane spieen ihr Feuer aus der Erde. Ward hier Hexerey im Spiel?? Den Menschen blieb wahrlich der Mund offen stehen.
    Aber so flink wie der Zauber erschien, ward er nach eynem Viertel eyner Stunde auch wieder verschwunden.
    Gluecklicherweyse hat der Seelenfaenger vom Boten des Markgrafen zu Baden alles festgehalten. Wie er uns berichtete, wird man in den kommenden Tagen eynige dieser Bildleyn wohl im Herold finden koennen.
    Nachdem das Teufelswerk beendet war, leerte sich der Marktplatz rasch, die Haendler waren ausverkauft und kratzten ihre Reste zusammen.
    Wir trollten uns ebenfalls und waren uns eynig, dass war eyn sehr schoener, gelungener Tag der der Seele gut tat.
    Wir stiegen auf unsere Kutschen und fuhren unserer Heymstatt entgegen. Eyn Wiedersehen zu Ascabah im Jahre des Herrn MMXIV ist wahrscheynlich!

  • Wir wünschen allen Besuchern unseres magischen Kuriers eyn frohes und besinnliches Julfeste im Kreyse Eurer Lieben und gleytet ohne Schaden hineyn in den Hartung!

    Für die Obrygkeit des Kuriers
    Gunnar

  • Es begab sich also am 15. December imJahre der Fleyschwerdung des Herrn 2012, als Eynige unsere Freynde des Mittelalterstammtisches sich in ihro Eysendroschke setzten und gen Steyn am Rheyn , gelegen im Osten gen Contanz am Bodensee.

    Gegen die Mittagsstund gestartet, erreychten unsere Reisende die Stadt und ihro Marktstatte zur 2. Stund des Mittags.
    Eyntritt durch eyne Seytenpforte der Stadtbefestigung gelangten sie in das rege Markttreyben mit Crämern aller Arten.

    Gewandschneyder, Bogenmacher,Geschmeyde- und Wyrzwarenhändler Schmied, Drechsler und Seyfensyder waren zugegen und boten ihro Waren feyl. Der Fleyscher mit seynen Wildfleyschgenyssen ward umlagert von vylen Menschenfolk.

    Die Schenke Mönchs Beizli ward immer wyder gut besucht von allerley Folk, so auch von unseren Säckinger Besuchern. Mit Cürbissuppe und feiner Wurst, heyssem Würzweyin und dem heydnischen Moccagetränk ward eynem immer wyder warm.

    Man traf Gleychgesynnte zum Fachsympeln und reden, zum Austausch von Neyigkeyten und der Wohnstatt.

    Beym Lustwandeln yber den Markt wardt vom Folke immer wyder gefragt, woher die Gewandung kommt und wie die Gewandung sych traget.

    Eyn gar neygyeriger Mann aus Schaffhusen vom Radio Munot fragte sehr genau nach dem Wyso, weshalb, wahrum.

    Unsere Reysende tätigten noch ihro Geschäfte, erwarben Vorräte fyr ihro Heymstatt wy scharfe feyrige Getränke und Fleyschwaren.

    Der Herr in seyner Gyte sey geprysen und so traf unser Tross glycklich in Säckingen zur 8. Stund wyder eyn.

    Euer Eymar

     

  • Seyd gegrüßt zur frühen Stund ihr Mayden und Recken im weyten Netz,

    ich habe euch allen etwas zu berichten.

    Am 07. Tage des Julmondes trafen sich 12 tapfere Mayden und Recken zur sechsten Stunde im Meridianus vor der Stammtaverne "Krone" zu Seckinga, um eynen Rundgang auf dem Markt zum Julfeste zu tätigen.
    Wir hatten die Möglichkeyt unsere Mittelaltergemeynde der Allgemeynheyt vorstellen zu können.
    Auf unserem rund drey Stunden andauernden Rundgang bekamen wir viel Positives und Ermutigendes zu hören. Es wurden mehrere sehr interessante Disputatios geführet. Auffällig bey diesen Disputatios war, dass sich überwiegend Menschen sehr für unseren "Vereyn" interessierten, bey welchen sich die Anzahl der Lenze häufet. Und sie fanden was wir tun ist trefflich.
    Ja hört hört Seckinga, Eure älteren Mitbürger waren uns hold und finden den "Mittelalterstammtisch Hochrheyn" aller ehrenwert!!  
    Es konnte gar eyn Kontakt zu eynem anderen Mittelaltervereyn aus Ascabah hergestellt werden. Diesen werden wir natürlich weyterverfolgen. Es ist beabsichtigt, in naher Zukunft sogar nach Ascabah zu reysen.
    Sodann trafen wir auf eine Gruppe junger Menschen die uns in eynen ausführlichen Gedankenaustausch verwickelte. Dabei gab man uns kundt, dass auch diese schon seydt langem die Idee verfolgten, in dieser Landschaft eynen Mittelaltervereyn ins Leben zu rufen. Diese Mayden und Recken empfanden die von uns formulierten Ziele als sehr interessant und erwägen nun, statt selbst eynen zweyten Vereyn zu gründen, dem Mittelalterstammtisch Hochrheyn beyzutreten. Eyne vortreffliche Idee wie ich meyne.

    Sehr interessant ist hierbey die Tatsache, dass diese jungen Menschen nicht der "schwarzen Zunft" angehören, was heutzutage immer sogleych vermutet wird, wenn über Mittelalter gesprochen wird.

    Zum Beschließen des Tages fanden wir uns in unserer Stammtaverne eyn, um mit gedeyhlicher Esslust noch eyne Atzung zu uns zu nehmen und noch eyn wenig dem Weyn und des Bieres zu fröhnen. In der abschließenden Disputatio, wurde der Rundgang und all seyne Nebenerscheynungen als sehr gelungen bezeychnet und hoch gelobt.

    Im Ergebnis bleybt auf Pergamenthum festzuhalten, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

    Gunnar

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