Taverne Aderl Laufenburg (CH)

In diesem Jahr wurde am 17. und 18. Tage im Scheyding AD MMXVI zu Villa Staufen in pago Brisigawo die zehnte Zeytreyse gefeyert.

Viele Gaeste und Unterstuetzer waren vertreten, u.a. die „Sbandieratori di Casali di Minturno“, „Rattus Norvegicus“ aus Staufen, „Buergerwehr“ aus Riedlingen, „die Federfechter e.V.“ aus Maulbronn, die „Freye Ritterschaft“ aus Weysweyl, „Oberwindemer Aufgebot von 1633 e.V“ aus Winden im Elztal, „Heckergruppe“ aus Offenburg und Singen,  „Biedermeyergruppe“ aus Offenburg, , die Spitaltrommler“ der Mali-Schule Biberach/Riss, „Franz von Schabernack“, „Laterna Mystica“ aus Knittlingen“,, „Schwarzenberger Herolde“ aus Waldkirch, „Breysgauer Ritterschaft“, „Bujo“ die Gaukler mit dem roten Stuhl, „Armati Equites“ die gewappneten Reyter e.V“ und „die Lichtenauer“ Vereyn fuer Historische Europaeische Fechtkunst und natuerlich unsere Freunde von der „Hospitalier Kommende Suedbaden“ aus Freyburg, die „Uesenberger Landsknechte und Wegelagerer“, „Historisches Eschbach e.V.“ und die „Tanzgruppe SpringKRAUT“.

Musikalisch waren verschiedene Musici und Barden zu hoeren wie z.B. von: „Rebule“ aus Tschechien, „Galgenvoegel“, unsere „Spielleute Skadefryd“, Maleficius“, „Arundo Donax“, Schwarzenberger Herolde“ und der „Malteser Fanfarenzug Heytersheym“

Die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. lieszen es sich nicht nehmen an diesem zweytaetigem Fest teylzunehmen.
Samstagfrueh wurden die stinkenden Kutschen am Auplatz beladen und los ging die Reyse. Nach eyner Stunde war das Ziel schon erreycht und schon konnte man sich unter die anderen Schaulustigen mischen.

Viele Haendler boten ihre Waren feyl. An vielen Orten war Musik zu hoeren, Gaukler zu sehen, ein handbetriebenes Karussell und vieles mehr.

Fuer die Baelger ward extra eyn kleyner Bauernhof eyngerichtet worden mit Schafen und Esel. Zusaetzlich konnten sie bestaunen und auch ausprobieren wie vor 800 Jahren die Waesche gewaschen worden ist und auch gebuegelt wurde. Auch bey unseren Freunden dem „Seyler“ konnten sie bey der Seylherstellung mitwirken. Da strahlten die kleynen  Aeugleyn.

Fuer die Erwachsenen wurden viele historische Auffuehrungen geboten. Z.b. wurde das 86 Jahre alte Staufener Heymatspiel „Doktor Faustens Tod“ aufgefuehrt. Die Geschichte ueber den beruehmtesten Eynwohner aus Villa Staufen in pago Brisigawo. Ebenso bot die Schauspielgruppe die Auffuehrung von „Faust und der Feuerteufel“ und viele weytere Geschichten aus Villa Staufen in pago Brisigawo und Umgebung wurden erzaehlt.

Fuer Speys und Trank war gut gesorgt. Keyner der Anwesenden musste Hungern bzw. Dursten.

Zur  7. und halber Stunde in der Abendstund wurde auf der Marktbuehne eyne spezielle Auffuehrung geboten: Der Wettstreyt um „das Goldene Huhn“.

Um was handelte es sich hier: Es spielte im Anno 1506. Am Vorabend der Vermaehlung von Leo, Freyherr von Staufen mit der Tochter des Grafen Heynrich von Lupfen kommt es zu eynem denkwuerdigen Schauspiel auf dem Staufener Markt. Spielleute, Trommler und Barden aus allen Zipfeln des Landes stroemen herbey, um die Ehre zu ergattern, das Brautpaar am Hochzeytstag mit ihrem Spiel zu erfreuen. Dem erlauchten Volk zu Staufen nebst seynen ehrenwerten Gaesten sey es gestattet, dem Wettstreyt beyzuwohnen und zu erleben, wem das gestrenge Schiedsgericht die besondere Auszeychnung das „goldene Huhn“ ueberreycht.

Was musste man tun? Nichts Besonderes, einfach der Musici lauschen und den Besten mit viel Handgeklapper und Jubel belohnen. Wir lieszen es uns natuerlich nicht nehmen unsere „Spielleute Skadefryd“ zu unterstuetzen. Und tatsaechlich, sie ergatterten die Herzen der Anwesenden. Sie erhielten so viel Handgeklapper und Jubel, das das zukuenftige Ehepaar die Spielleute nochmal aufspielen lieszen und anschlieszend mit dem „goldenen Huhn“ auszeychneten.

Zur spaeten Abendstund dann, fand der historische Zug im Fackelscheyn statt. Begleytet wurde dieser von Trommeln, Pfeyfen, Fanfaren, Spielleute und viele Akteure die tagsueber schon in Aktion waren. Viele Schaulistige saeumten die Straszen und auch hier wurde den Umzugsteylnehmern viel Jubel und Handgeklapper gespendet

Mit diesem Umzug war das Fest an diesem Abend vorbey. Die Mayden und Recken fuhren teylweyse Richtung Heymstaette zurueck und teylweyse hatten sie Herbergen organisiert wo sie ohne groszen Aufwand ihre Haeupter nieder legen konnten.

Am Baldermorgen traf man sich wieder zur 10. Stunde am Marktplatz und war gespannt, was der Tag so bot. Viele Auffuehrungen wie am Tag zuvor fanden wieder statt.

Bis es dann zur zweyten Stunde im Meridianus der farbenpraechtige Festeynzug durch die Stadt in eynem Lindwurm durchzog. Auch hier saeumten viele Schaulustige die Straszen und bejubelten die Umzugsteylnehmer.

Und wie immer hat alles schoene eyn Ende. Zur sechsten Abendstund versammelten sich noch eynmal alle Mitwirkenden und Gaeste zum großen Finale auf dem Marktplatz.
Dort erhielten sie von der Obrigkeyt, alle Eynzeln aufgerufen, eyn herzliches Dankeschoen. Auch alle ehrenamtlichen Helfer und Unterstuetzer bekamen eyn herzliches Dankeschoen. Zum Schluss wurde das Lied „So kommt herbey“ gesungen und damit alle Anwesenden verabschiedet.

Auch wir bestiegen wieder unsere stinkenden Kutschen und fuhren Richtung Heymat. Es war eyn genyales Wochenende und wir werden naechstes Anno wieder kommen. Fuer die, die nicht dabey waren schon mal vormerken: 15.- 17. Tag im Scheyding AD MMXVII