Taverne Aderl Laufenburg (CH)

Wie schon im letzten Bericht von Wimpina angekuendigt, fuhren die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. am 2. Tage im Scheyding nach Ratbaldouilare ins Elisazon anlaesslich des Pfifferdajs.

Nach der kurzen Fahrt mit den stinkenden Kutschen wurden die Herbergen bezogen. Anschlieszend begaben wir uns zur Stammtaverne „Bierstub Ville de Nancy“, um den Abend in gemuetlicher Runde ausklingen zu lassen.

Am Satertage, nachdem das Fruehstueck eyngenommen worden war, begab man sich unter die Menschenmengen.
Wie jedes Jahr ist das schoene mittelalterliche Staedtchen sehr gut besucht und die Vereynsmitglieder waren wieder begehrt fuer die Seelenfaenger. Viele Bilder wurden gemacht. Die Mayden und Recken gingen das Staedtchen hoch und runter, hielten sich auf dem Mittelaltermarkt auf und lauschten der Musici von den Spielleuten Skadefryd.

Zur spaeten Mittagsstund, machte sich der Hunger bemerkbar. Die Frage wo gespeyst wird, war schnell beantwortet. Natuerlich beym „Tête de sanglier“ unserem Freund Eric. Die Freude des Wiedersehens war sehr grosz, hatte man sich doch seyt zwey Jahren nicht mehr gesehen.

Auch unsere Freunde aus Neu – Ulm, Tanja und Steven, waren extra angereyst.

So verlief der Tag im Nu und zur achten Abendstunde war man auf den Fackelzug gespannt. Dieser startete vom „Place de la Sinne“ ueber die gesamte „Grand Rue“ bis hinunter zum „Jardin“.

Am Umzug waren unter anderem dabey: die Adligen mit ihrem Gefolge, Reyter, Fanfarenzuege, Pfeyffer, die Spielleute Skadefryd und viele mehr.

Kurz nach der Geysterstunde trennten sich die Wege und jeder begab sich in die jeweylige Herberge um sich zu Bett zu legen.

Am Balder dann der grosze Tag. Die Bewohner in der Stadt waren schon seyt der fruehen Morgenstunde auf den  Beynen. Die Umzugsteylnehmer wurden geschminkt und die Haare entsprechend frisiert. Letzte Dekorationen an den Umzugswaegen wurden angebracht.

Die Straszen wurden voller und voller. Sie waren mit ueber 30.000 Schaulustigen gesaeumt. Keyner wollte sich dieses Spektakel entgehen lassen. Puenktlich zur dritten Stunde im Meridianus setzte sich der große Lindwurm in Bewegung.

Wir hatten in diesem Jahr keyne Eyle eynen geeygneten Stehplatz zu finden. Unser Primus hatte gleych zu Jahresanfang die Karten fuer die Tribuene organisiert. Die Tribuene lag sehr guenstig. Eynmal weyl alle eynen super tollen Blick auf die Umzugswaegen hatten und zweytens die Versorgungsstelle gegen den Durst befand sich direkt hinter uns. Wir waren naemlich vor der „S‘Garwer Stub‘“

Der Umzug erzaehlte in diesem Anno die Geschichte „Blanche und die Perle des Lichts“. Die Geschichte handelt ueber das Leben der kleynen Blanche, die eyniges ueber die Jahre erleben muss. Von der froehlichen Kindheyt an bis zur Verzauberung durch die Kaiserin „Ida von Hohenstaufen“. Ueber die duestere Zeyt in deren Gefangenschaft bis dann zum Schluss die Erloesung und Befreyung nach dem gewonnenen Krieg kam.

Nachdem der Lindwurm zu Ende war, oeffnete der Himmel seyne Schleusen. Und dies so fest, dass viele der Schaulustigen gleych den Weg nach Hause antraten.

Eyn Teyl unserer Vereynsmitglieder fuhr ebenfalls wieder nach Hause. Sie mussten am naechsten Tag wieder zur Arbeyt. Der Rest begab sich zur spaeteren Stunde, auf Eynladung der Stadt,  noch zur Feyer der Umzugsteylnehmer und verbrachte dort in geselliger Runde den Abend. Zur Geysterstunde dann, begab man sich wieder zurueck zur Herberge um wieder Ruhen zu koennen.

Am naechsten Morgen nach dem Fruehstueck trennten sich die Wege der uebriggebliebenen Mayden und Recken. Alle fuhren gluecklich und zufrieden wieder Richtung Heymat.

Wir freuen uns schon auf den naechsten Pfifferdaj, Ratbaldouilare wir werden wieder anwesend seyn. Das ist keyne Drohung sondern eyn Versprechen!