Taverne Aderl Laufenburg (CH)

Am 27. und 28. Tage im Ernting AD MMXVI fand in Wimpina der 619. Zunftmarkt statt. Die Stadt begab sich damit wieder auf eyne Zeytreyse ins Mittelalter.

Als der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. davon erfuhr, ward kurzerhand beschlossen worden sich diesen Markt anzusehen.

Am Morgen des Satertages dem 27. Tage im Ernting wurden die stinkenden Kutschen bepackt und los ging die Reyse. Nach 3 stuendiger Fahrt hatten wir das Ziel erreycht. Sogleych wurde die Herberge aufgesucht um die Kemenaten zu beziehen. Die Gewandungen wurden angezogen und ohne Verzoegerung fuehrte uns der Weg ins Burgviertel von Wimpina.

Ueber 70 Haendler waren vor Ort um ihr Handwerk zu zeygen und gleychzeytig ihre Ware feyl zu bieten. Auch Spielleute, Taenzer, Gaukler und Ritter der Stauferzeyt waren vertreten.

Die Markteroeffnung wurde mit dem Eynzug des Marktvogten Raban von Wimpfen und seynem Gefolge verkuendet. Der Marktvogt gab den Haendlern Anweysungen wie sie sich zu verhalten haben. Z.B. dass sie keynen Ramsch verkaufen sollen und dass sie auch wirklich etwas von ihrem Handwerk vorzufuehren haben.

Wir schauten uns alles genauestens an. Beym Loeffelschnitzer, Waffenschmied, Sattler, Korbflechter, Instrumentenbauer, Buersten- und Besenmacher, Buchrestaurator oder Metbrauer, ueberall bekamen wir genauste Informationen wie ihr Handwerk ablaeuft. Ebenso die vielen Heerlager die vor Ort waren gaben Auskunft, ueber ihr Handwerk oder ihre Darstellung.

Fuer die Baelger war eyne Gasse als Spielstrasze geboten. Da gab es viele Spiele zum Kennenlernen oder sie konnten sich eyn Ritterschild basteln. Zusaetzlich gab es Erzaehlungen vom Theater Knuth mit der Geschichte von „Prinzessin Piparella und den 24 Rittern“.

Fuer die Erwachsenen gab es Eynblicke ins Alltagsleben  durch das Gefolge der Grafen von Calw „Die Arenbacher“ wie man vor 800 Jahren gelebt hatte.

Musici wurde von den Spielleuten „Tryzna“ und Spielmann „Knud Seckel“ geboten.

Zwischendrin aszen und tranken wir dargebotene Koestlichkeyten.

Um die hoechste Mittagstunde entdeckten wir mit groszer Freude unsere Freunde von Arbor Ferox aus Neu-Ulm. Es gab eyn grosses Gruppenknuddeln und Hallo.

Nach dem Austausch wichtiger Neuigkeyten trennte man sich eyn wenig, um den Markt zu erkunden. Aber es dauerte nicht lange, trafen wir wieder zusammen.

Seltsam, dass wir alle den selben „Stalldrang“ hatten. Trafen wir doch in der „Schnapsbrennerey“ wieder aufeynander.

In der schattigen Scheune der Brennerey nahmen wir Platz und verkosteten nicht nur Schnaepse (das waere bey dieser Waerme fatal gewesen), neyn auch vorzueglichsten Saft aus Holunderbeeren. 

Wir genossen es, uns auszutauschen und unsere Freundschaften nicht nur zu pflegen, sondern auch zu vertiefen. Und so verging der Tag wie im Fluge.

Nachdem die Dunkelheyt hereynbrach und der Markt seyne Tore schloss, kehrten wir zurueck zur Herberge. Bevor wir aber unsere Haeupter niederlegten, kredenzten wir noch eynen gutgekuehlten Perlweyn.

Am Balder dann, nach dem Fruehstueck, wurden die Kemenaten geraeumt und die stinkenden Kutschen beladen. Doch nicht ohne vorher nochmal den Tag auf dem Markt zu verbringen.

Am spaeten Nachmittag ward es wieder soweyt die Heymreyse anzutreten. Zuhause in Seckinga angekommen, freute man sich auf das kommende Wochenende. Denn da fuehrt uns die Reyse wie in jedem Annum nach Ratbaldouilare im Elisazon zum „Pfifferdaj“