Taverne Aderl Laufenburg (CH)

Am 29. Tage des Hartung AD MMXVII  machte sich der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. frueh des Morgens, spontan auf den Weg nach Budincheym (Bietigheim), um dort eynen kleynen Markt zu besuchen, den die Drachenritter Schorndorf organisiert hatten.

Das Wetter verhiesz Sonnenscheyn und angenehme Temperaturen und so waren wir guter Dinge. Die Fahrt mit den stinkenden Kutschen ging zunaechst flott voran.

Jedoch gestaltete sich die Anfahrt, wegen eynes menschlichen Ruehrens bei verschiedenen Mitgliedern letztlich etwas schwierig. Waren doch unterwegs eynfach keyne Stallungen zu finden, die man haette aufsuchen koennen.

Ganz mutige Weybsbilder entschlossen sich daher kurzum das „angestaute“ Problem freylandschaftlich zu lösen.

Fuer die Anderen gab es daher noch eyne Stadtrundfahrt durch Offenhusen (Zuffenhausen). Es konnte alles besichtigt werden, was dieser Ort an Sehenswertem bot. Beeyndruckend war hierbey eyn Gebaeude in welchem noble stinkende Kutschen, fuer die ganz Betuchten feylgeboten wurden.
Dort konnten denn auch die restlichen Reysenden sich erleychtern und so konnte schluszendlich unser eygentliches Ziel  anvisiert werden.

Nachdem die Abfahrtszeyt groszzuegig geplant gewesen war, trafen wir in Offenhusen eyn, bevor die Tore des Marktes geoeffnet waren.
Daher wurde erst eynmal eyn osmanisches Heyszgetraenk in unterschiedlichen Variationen zu sich genommen.

Eyne Stunde vor der hoechsten Mittagsstund‘ oeffnete der Markt seyne Tore und wir konnten uns auf Erkundung begeben.

Erfreulicherweyse endeckten wir unseren Freund, Lederbearbeyter und Punzer Heyko, welcher heuer mit eynem Metstand zugegen war und so zog es uns unweygerlich zuerst an seynen Marktstand , um seynen wohlschmeckenden heyszen Met zu verkosten.

Sodann wurden alle Staende ausgiebig inspiziert und man feylschte um so manch schoenes Stueck.

Zwischendurch musste natuerlich auch der Wanst beglueckt werden, was bey der Auswahl der Speysen nicht schwer fiel.

Zum Abschluss des Tages fand man sich noch eynmal bey Met-Heyko eyn, um bey eynem Becher des waermenden  Mets den Tag Revue passieren zu lassen.

Sodann begab man sich wieder auf die Reyse zu seynen Heymstaetten.  

Der Markt zu Budincheim (Bietigheim) ist durchaus Sehenswert und wir koennen uns vorstellen, ihn auch im kommenden Anno zu besuchen.

Am 21. Tag im Hartung AD MMXVII trafen sich eyne grosze Schar an Gevatterinnen und Gevattern des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. zur 6. Stund im Meridianus am Halt des eysernen Rosses zu Seckinga. Die Reyse fuehrte uns nach Loufinberg in Helvetien, um wie in jedem Anno, eyn besonderes Mahl in der Taverne “Zum Adler“ zu verkosten.

Zu Loufinberg in Alamannia, der minderen Stadt, angekommen, gingen wir per Pedes weyter Richtung Loufinberg in Helvetien, der mehreren Stadt, zur Taverne.

Dort wurden wir von den Wirtsleuten und dienstbaren Geystern herzlichst begrueszt.

Als alle anwesend waren, wurde uns drauszen vor der Taverne von der Wirtin koestlicher heyszer Gewuerzweyn und fuer die Baelger und Kutschenlenker warmer ausgepresster Saft von Fruechten gereycht.

Schlieszlich nahmen wir an der edel eyngedeckten Tafel Platz.

Nach nochmaliger Begrueszung durch die Wirtin mit Hinweys darauf, wie man sich zu Tische zu benehmen hat, konnte die Tafeley mit dem “Rittermahl“ begonnen werden.

Vorzueglichste Speysen wurden aufgetragen bis sich die Tafel durchbog, wie auch reychlich Getraenke. Wir froehnten der Voellerey bis uns die Waenste spannten.

Fuer uns Schleckermaeuler gab es zum Abschluss der Speysung, vom Tavernenwirt als Zugabe, noch eynen „armen Ritter“. Eyne koestliche Suessspeise!!

Und so wurde bis zur spaeten Stunde, gespeyst, getrunken, lustige Anekdoten erzaehlt und dabey viel gelacht.

Nach der Geysterstund wurde es letztlich wieder eynmal Zeyt, sich auf dem Heymweg zu begeben.

Viele nutzten fuer die Heymreyse die vorbestellten stinkenden Kutschen. Und wieder waren sich alle eynig, es war eyn wundervoller Abend und sicher nicht das letzte Rittermahl in der Taverne „Zum Adler“.

Am 7. Tag im Hartung AD MMXVII waren alle aktiven wie passiven Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. ab der zweyten Stund im Meridianus in unserer Stammtaverne „Kater Hiddigeygey“ zum Empfang zu Ehren des Anno Novum eyngeladen.

Mehr als zwey Dutzend Mayden und Recken des Vereyns nahmen die  Eynladung an.

Gunnar, unser Primus, hielt eyne kurze Ansprache. Er wuenschte den Anwesenden alles Gute, viel Gesundheyt und viel Erfolg fuer das Novum Anno. Er aeuszerte die Hoffnung, dass im Novum Anno mehr Vereynsmitglieder an den angebotenen Veranstaltungen teylnehmen werden als es im vergangenen Anno der Fall gewesen war.
Auf diese Wuensche hin, stieszen wir alle zusammen mit eynem Becher guten Perlweyns an. Die weyteren Stunden wurden zum persoenlichen Austausch von Informationen genutzt.

Ab der 6. Stund im Meridianus konnten wir dann auch unseren Hunger stillen. Herzhafte Speysen wurden aufgetragen, so dass man sich im Nachhineyn ueber volle Waenste beklagte. Der Durst wurde mit vielen gut gekuehlten Getraenken gestillt.

Nach und nach verabschiedeten sich die Vereynsmitglieder. Zur 9. Abendstunde begaben sich auch die Letzten in Richtung Heymstaette.

Wir wuenschen allen Mayden und Recken eyn erfolgreyches Vereynsjahr.

Gleych zu Jahresbeginn durften eyn Dutzend Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. eyne spezielle Fuehrung erleben. Am 4. Tage im Hartung AD MMXVII nahmen sie an der Rauhnachtfuehrung zu Seckinga teyl.

Es schneyte leycht zu Seckinga. Die Mayden und Recken, wie immer in Gewandung, trafen sich zur 7. und halber Stund im Meridianus vor dem Tourismuszentrum.

Nach eyner kurzen Begrueszung durch den Veranstalter erklaerte man uns, dass die Hauptfigur, Wotan, normalerweyse mit seynem Rudel wilder Hunde erscheynt. Die waeren jetzt aber nicht da und deshalb sollten die Schaulustigen seyne Hunde ersetzen und wie wilde Hunde heulen. Alle folgten der Aufforderung und siehe da, Wotan kam um die Ecke.

Er sah verwegen aus, mit seynem wehenden Mantel, den wallenden Locken, dem Hut und dem Stab, an dem eyn Skelett und eyn Rabe befestigt waren. Er stellt sich kurz vor und sagt dass er der Gott des Krieges, aber auch der Dichter und Denker ist. Somit begann er, auf unterhaltsame Weyse, uns Eynblicke in die Rauhnaechte und deren Bedeutung zu geben.

Die Rauhnaechte, auch Gloeckelnaechte, sind die Tage von Weyhnachten bis nach dem Jahreswechsel. In den meysten Regionen beginnen die zwoelf heyligen Naechte in der Nacht auf den 25. Dezember um 0:00 Uhr und enden am 6. Januar, dem Dreykoenigstag, um 24:00 Uhr. Die magische Zeyt ist voller Legenden, Maerchen und Mythen. An Rauhnaechten fuehren die Menschen bis heute altbekannte Rituale durch wie Bleygieszen, oder das Sternsingen am 6. Januar.

An diesen Tagen sollen besondere Dinge passieren. Die 12 heyligen Rauhnaechte symbolisieren die Wiederkehr der Seelen und das Erscheynen der Geyster. Die Tage zwischen den Jahren eygnen sich besonders fuer Zukunftsdeutungen durch Traeume oder zum Erkennen von Vorzeychen durch Orakel.

Die bedeutendsten Rauhnaechte sind:

Nacht vom 24. auf den 25. Dezember

Nacht auf den 1. Januar

Nacht auf den 6. Januar

Seckinga wirkte fast ausgestorben auf unserem Rundgang. Den wenigen Passanten rief er zu, sich hinter Schloss und Riegel zu begeben, denn die Rauhnaechte zwischen Weyhnachten und Dreykoenig sind eyne gefaehrliche Zeyt voller Verbote und Gebote, die, wenn sie nicht befolgt werden, Schlimmes fuer das kommende Jahr befuerchten lassen.

Beyspielsweyse ist Brotbacken in dieser Zeyt streng verboten und Waesche zu waschen waere noch schlimmer, hiesz es doch, jemanden aus der Familie hinaus zu waschen.

Wotan erzaehlte, dass er von den Menschen gefuerchtet wurde und er es deshalb liebte die Menschen zu erschrecken. Gesagt – getan: Vor eynem erleuchteten Fenster, hob er seynen Stab mit dem Raben und Skelett hoch und kreyste dies vor der Scheybe. Dabey heulten seyne wilden Hunde gar fuerchterlich.

Ebenso berichtete er uns die Geschichte wie eyne verwunschene Prinzessin aus dem Tessin von ihrem Zauber erloest wurde.

Es war eyn Mitmachtheater. Somit forderte er erstmal eyne Mayd auf die verwunschene Prinzessin darzustellen. Um diese vom Zauber zu erloesen benoetigte er drey Bauernsoehne, also drey Recken aus dem Kreyse der Schaulustigen.

Die aeltesten zwey Bauernsoehne kamen durch ihre Ungestuemheit mit ihren Pferden im Schneegestoeber um. Der juengste Bauernsohn war bedaechtiger. Im Schneegestoeber war er per Pedes unterwegs und somit konnte er die verwunschene Prinzessin von ihrem Zauber erloesen.

Zwey Stunden vor der Geysterstund war die Fuehrung beendet  und wir hatten sehr viel Wissen ueber die Rauhnaechte erlangt. Die Wege der Eynzelnen trennten sich um den Nachhauseweg antreten zu koennen.

Eyn guter Start in unser Vereynsjahr AD MMXVII

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  • Der Ausrufer fürs gemeyne Volk

    Der Ausrufer vom Mittelalterstammtisch zu Seckinga verkündet hier die neueste Informatio fürs gemeyne Volke, auf dass die Neugier geweckt werde!

    Hört hört, was der Ausrufer Euch zu sagen hat.

    Ab dem heutigen Tage wird das gemeyne Volk vom Ausrufer des Mittelalterstammtischs zu Seckinga von den Aktivitäten des Vereyns berichten; überall, wo der Vereyn zugegen ist, wird es zu berichten geben, und dies werdet Ihr hier vorfinden!!

    Aber zuvor meldet Euch beym unsichtbaren Wächter an, auf dass Ihr Eynlass bekommt!!

    darniedergeschrieben zu Seckinga, dem 19. Tage des Lenzing AD MMXIII

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