Taverne Aderl Laufenburg (CH)

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  • Am 27. und 28. Tage im Ernting AD MMXVI fand in Wimpina der 619. Zunftmarkt statt. Die Stadt begab sich damit wieder auf eyne Zeytreyse ins Mittelalter.

    Als der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. davon erfuhr, ward kurzerhand beschlossen worden sich diesen Markt anzusehen.

    Am Morgen des Satertages dem 27. Tage im Ernting wurden die stinkenden Kutschen bepackt und los ging die Reyse. Nach 3 stuendiger Fahrt hatten wir das Ziel erreycht. Sogleych wurde die Herberge aufgesucht um die Kemenaten zu beziehen. Die Gewandungen wurden angezogen und ohne Verzoegerung fuehrte uns der Weg ins Burgviertel von Wimpina.

    Ueber 70 Haendler waren vor Ort um ihr Handwerk zu zeygen und gleychzeytig ihre Ware feyl zu bieten. Auch Spielleute, Taenzer, Gaukler und Ritter der Stauferzeyt waren vertreten.

    Die Markteroeffnung wurde mit dem Eynzug des Marktvogten Raban von Wimpfen und seynem Gefolge verkuendet. Der Marktvogt gab den Haendlern Anweysungen wie sie sich zu verhalten haben. Z.B. dass sie keynen Ramsch verkaufen sollen und dass sie auch wirklich etwas von ihrem Handwerk vorzufuehren haben.

    Wir schauten uns alles genauestens an. Beym Loeffelschnitzer, Waffenschmied, Sattler, Korbflechter, Instrumentenbauer, Buersten- und Besenmacher, Buchrestaurator oder Metbrauer, ueberall bekamen wir genauste Informationen wie ihr Handwerk ablaeuft. Ebenso die vielen Heerlager die vor Ort waren gaben Auskunft, ueber ihr Handwerk oder ihre Darstellung.

    Fuer die Baelger war eyne Gasse als Spielstrasze geboten. Da gab es viele Spiele zum Kennenlernen oder sie konnten sich eyn Ritterschild basteln. Zusaetzlich gab es Erzaehlungen vom Theater Knuth mit der Geschichte von „Prinzessin Piparella und den 24 Rittern“.

    Fuer die Erwachsenen gab es Eynblicke ins Alltagsleben  durch das Gefolge der Grafen von Calw „Die Arenbacher“ wie man vor 800 Jahren gelebt hatte.

    Musici wurde von den Spielleuten „Tryzna“ und Spielmann „Knud Seckel“ geboten.

    Zwischendrin aszen und tranken wir dargebotene Koestlichkeyten.

    Um die hoechste Mittagstunde entdeckten wir mit groszer Freude unsere Freunde von Arbor Ferox aus Neu-Ulm. Es gab eyn grosses Gruppenknuddeln und Hallo.

    Nach dem Austausch wichtiger Neuigkeyten trennte man sich eyn wenig, um den Markt zu erkunden. Aber es dauerte nicht lange, trafen wir wieder zusammen.

    Seltsam, dass wir alle den selben „Stalldrang“ hatten. Trafen wir doch in der „Schnapsbrennerey“ wieder aufeynander.

    In der schattigen Scheune der Brennerey nahmen wir Platz und verkosteten nicht nur Schnaepse (das waere bey dieser Waerme fatal gewesen), neyn auch vorzueglichsten Saft aus Holunderbeeren. 

    Wir genossen es, uns auszutauschen und unsere Freundschaften nicht nur zu pflegen, sondern auch zu vertiefen. Und so verging der Tag wie im Fluge.

    Nachdem die Dunkelheyt hereynbrach und der Markt seyne Tore schloss, kehrten wir zurueck zur Herberge. Bevor wir aber unsere Haeupter niederlegten, kredenzten wir noch eynen gutgekuehlten Perlweyn.

    Am Balder dann, nach dem Fruehstueck, wurden die Kemenaten geraeumt und die stinkenden Kutschen beladen. Doch nicht ohne vorher nochmal den Tag auf dem Markt zu verbringen.

    Am spaeten Nachmittag ward es wieder soweyt die Heymreyse anzutreten. Zuhause in Seckinga angekommen, freute man sich auf das kommende Wochenende. Denn da fuehrt uns die Reyse wie in jedem Annum nach Ratbaldouilare im Elisazon zum „Pfifferdaj“

  • Am 19. Tag im Ernting AD MMXVI hiesz es fuer die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochreyn e.V. wieder mal die noetigen Gewandungen eynzupacken, um in der Siedlung Dobel des Grafen von Ebersteyn, am Spectaculum teylnehmen zu koennen. Gemuetlich zur 10. Stund am Morgen wurden die stinkenden Kutschen beladen und los ging die Reyse.

    Da die Reysenden vom Hunger geplagt wurden, machten sie etwa eyne Stunde vor Ziel, in Moosbronn, Halt und begaben sich zur Taverne „Moenchhof“. Die Mayden und Recken lieszen es sich sehr gut gehen. Nach dem Grusz von der Kueche folgten weytere Koestlichkeyten wie unter Anderem eyne sehr leckere Forelle. Zum Schlusz goennte man sich noch eyn osmanisches Gesoeff und danach ging die Reyse weyter.

    In Dobel angekommen, wurde die Herberge aufgesucht, um gleych die Kemenaten zu beziehen.

    Puenktlich zur 5. Stund im Meridianus waren dann die Vereynsmitglieder zur Eroeffnung des Spectaculums vor Ort. Eynige Freunde, Edith oder Thomas vom Tiefen Tuempel mitsamt Weyb und Gormann's Clan, konnten begrueszt werden.

    Zur Markteroeffnung waren viele Mittelaltergruppen vor Ort welche am Eynzug teylnahmen. Z.B. die „Bickesheymer Spiegelfechter“, „Ispringer“, „Ritterschaft Durlach“ wie auch die „Dobeler Landsknechte“ und viele viele mehr. Es war eyn herrlicher Anblick so viele Banner aneynandergereyht zu sehen. Die Umzugsteylnehmer erhielten von den Schaulustigen viel Handgeklapper und Jubel zugesprochen.

    Nachdem der Markt offiziell vom Marktvogt und dem Magister Civium eroeffnet worden war, genossen die Umzugsteylnehmer eyn gut gekuehltes Freybier.

    Wie gewohnt zog es die Vereynsmitglieder zum Verweylen in den Bereych der Handeltreybenden  und sie schauten sich die feylgebotenen Waren an. Vieles war dargeboten. In der Handwerkergasse konnte man sehen wie Messer geschliffen, Buersten hergestellt und Flachs oder Leder bearbeytet wurde. Der Scharfrichter gab Kunde ueber seynen Beruf. Zusaetzlich wurden Geschmeyde, Lederwaren, Felle und anderes mehr feylgeboten.

    Fuer das leybliche Wohl gab es eyn groszes kulinarisches Angebot vor Ort. Herzhaftes, wie belegtes Fladenbrot, Wildsau im Brot oder geraeucherte Forelle am Stock. Auch beym Gesoeff gab es fuer jede Art von Durst eynen passenden Durstloescher.

    Fuer die Baelgerbelustigung war „Ragnar der Wanderer“ mit seyner Marionette „Plumpa“ unterwegs.

    Am Abend bey Dunkelheyt wurde eyne sehr schoene Feuershow geboten. Kurz nach der Geysterstunde begaben sich die Mayden und Recken des Vereyns zurueck zur Herberge. Muede und erschoepft wollten sie nur noch ihr Haupt zu Bette legen.

    Am Satertage, nach dem Fruehstueck, fing das Spectaculum schon zur 12. Stund im Meridianus an. Die Mitglieder verbrachten wieder den ganzen Tag auf dem Festgelaende, auch wenn es Petrus an diesem Tage nicht ganz so gut mit ihnen meynte.

    Am Balder in der Fruehe, als die Vereynsmitglieder wieder auf dem Gelaende eyntrafen, sahen sie eyne Gruppe welchen den Worten eynes Mannes des Klerus lauschten. Es war Eminenz „Bischof Willi Frank“ von den „Bruchsaler Rittern“ welcher den Layengottesdienst abhielt.

    Und wie immer hat alles Schoene eyn Ende. Die Mayden und Recken beluden zur 3. Stunde im Meridianus wieder ihre stinkenden Kutschen um die Heymreyse antreten zu koennen. Sie fuhren bis nach Heytersheym um eynen Zwischenstopp in der Taverne „Fuenfgeld“ eynzulegen.
    Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, nahm man wieder die letzte Etappe der Fahrt in Angriff bis zurueck nach Saeckinga wo sich dann die Wege der Eynzelnen trennten. Vorher aber verabredeten man sich fuer das  kommende Wochenende. Wohin die Reyse fuehrt?
    Um es herauszubekommen muesst ihr entweder mitfahren oder aber auf den naechsten Bericht warten. Bis dahin: Gehabt Euch wohl! 

  • Bereyts zu Beginn dieses Annos MMXVI hatte der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. das Ansinnen, vom 13. bis zum 15. Tage des  Ernting eynmal an dem groszen drey Tage dauernden Mittelalterfest „Les Médiévales des Ribeaupierre“ in Ribeauvillé im Elisazon teylzunehmen.

    Dieses Ansinnen drang nach Ribeauvillé durch, was zur Folge hatte, dass wir am Abend des 11. Tages im Ernting von Monseigneur Patrick des Ribaupierre, eynem direkten Nachkommen der Adelslinie derer von Rappoltsteyn, die Eynladung erhielten, als Ambassador (Repraesentanten / Botschafter) des Hochrheyns an diesem Fest mitzuwirken. Gerne nahmen wir diese Eynladung an.  Und da sich zu diesem Termine nun bedauerlicherweyse nur eyn kleynes Haeufleyn von Mitgliedern angemeldet hatte, reyste dieses Grueppleyn als Abordnung des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. bereyts am 12. Tage des Ernting mit einem gewissen Stolz nach Ribeauvillé.

    Nach entspannter Reyse mit den stinkenden Kutschen trafen wir zur hoechsten Mittagsstunde in dem malerischen Staedtchen eyn. Wir bezogen unsere Kemenaten und begaben uns in den Kern der Stadt, um dort unsere guten langjaehrigen Freunde zu besuchen. Wir tauschten Neuigkeyten aus und die regionalen guten Tropfen wurden selbstverstaendlich verkostet.

    Zum Abendmahl wurde unsere liebe und herzliche Tavernenwirtin im „S‘Rappschwirer Stebala“ aufgesucht. Nach bestem Mahle begaben wir uns letztlich zu eynem Gute-Nacht-Trunke in die Taverne St. Ulrich, um dort noch eyn Glaeschen besten Wassers aus Kaledonien zu verkosten. Dann hiesz es, Kemenaten aufsuchen, Kopf darniederlegen und sich auf die kommenden Tage freuen.   

    Am Satertage, dem 13. Tage im Ernting erhielten wir von Monseigneur Patrick de Ribaupierre die weyteren Informationen, dass es eynen taeglichen Aufmarsch durch die Stadt Ribeauvillé geben wird, der vom Standort der ehemaligen und nicht mehr existenten Burg derer von Ribaupierre zum Festgelaende im Stadtpark fuehren und somit taeglich die Feierlichkeiten eroeffnet wuerden.

    Den Aufmarsch fuehrte jeweyls die Compagnie des Maciliens aus Neuenburg / Helvetien an. Hatten sie doch die Aufgabe den Monseigneur und seyne Adligen gegen Angriffe jedweder Art zu schuetzen.
    Des Weyteren hatten sie die Aufgabe, Diebe und Raufsuechtige waehrend des Aufmarsches aufzuspueren und der spaeteren Aburteylung zuzufuehren.

    Bey diesem etwa eynstuendigen Aufmarsch durften wir mit unserem Vereynsbanner als Teyl der Adligen des Monseigneurs zum Festgelaende marschieren und uns praesentieren.  

    Nach der jeweyligen Eroeffnung der Feyerlichkeiten im Stadtpark, begleyteten wir den Monseigneur und dessen Gattin, sowie seyne Adligen jeweyls zur Begrueszung der Haendler und Handwerker, zu den Vorfuehrungen der Reyterspiele der Troupe Quendor aus Jungholtz / Gallien, welche abends durch eyne Feuerdarbietung ergaenzt wurden oder den Vorfuehrungen der Compagnie des Maciliens aus Neuenburg / Helvetien, die eynerseits Eynblicke in die Geheymnisse des Schwertkampfes und der Schutzausstattungen gaben oder auch Verteydigungs- und Angriffsformationen auf dem Feld vorfuehrten.

    Dazwischen gab es, wie bereyts erwaehnet, die Darstellung der Gerichtsbarkeyt bey Diebstahl oder Raufereyen.
    Hierzu wurde das Publikum miteynbezogen, indem jeweyls eyn zu Verurteylender aus der Menge heraus „festgenommen“ wurde.
    Monseigneur de Ribaupierre war aber stets eyn milder Richter und so kamen die „Fehlbaren“ jeweyls mit milden „Strafen“ davon.
    Abends besuchten wir die Feuerspiele der Cracheur des Feu de Ribeauvillé im Pavillon.

    Zwischendurch tafelten wir mit den Adligen in eyner speziell fuer diese errichteten Schutzbehausung mit groszer eyngedeckter Tafel. So war fuer uns den ganzen Tag hindurch etwas geboten. Von der Eroeffnung bis zum Schluss der Feyerlichkeyten zur Geysterstunde.

    Und dies wiederholte sich an allen drey Tagen. Wir hatten Speysung und Gesoeff in Huelle und Fuelle.

    Bei der Speysung wurde taeglich Anderes aufgetischt. Vom Fleysch der Sus scrofa (der wilden Sau), ueber Fleysch des flinken Oryctolagus cuniculus (Wildkaninchen) oder der biederen Sus scrofa domestica (Haussau), dazu gab es Beylagen wie Vicia faba (Saubohnen), Scorzonera (Schwarzwurzel), oder auch vorzueglichst vearbeyteter Allium porrum (Lauch) und vieles mehr. In eyner eynmaligen Ausgewogenheyt zwischen suess und sauer. Eyne Koestlichkeyt.

    Wir hatten ueber diese Tage die Moeglichkeit dazu, viele neue Freunde kennenzulernen und uns beym eynen oder anderen Glaeschen kuehlenden Gesoeffs auszutauschen. Es gab auch interessante Informationen ueber die Adelslinie derer von Ribaupierre und deren spaeteren Aufsplitterung  in verschiedene Linien.

    Die sprachlichen Barrieren waren an diesen Tagen zu ertragen. Es wurde teylweyse in Oberrheynalemannisch (elsaessich) kommuniziert oder mit „Haenden und Fuessen“ kund getan, was man meynte. Wir hatten zu dem das Glueck, dass unsere vereynseygene Kundige fuer fremde Sprachen sich an diesen Tagen uns angeschlossen hatte und so konnte auch sehr gut in mehrere Sprachen uebersetzt werden.  

    Am Montag, dem 15.Tage im Ernting wurden die Feyerlichkeiten zur 6. Stund im Meridianus beendet. Wiederum zogen wir mit Monseigneur de Ribaupierre, seiner Gattin, den Adligen und der Compagnie des Maciliens durch das Festgelaende und verabschiedeten die Haendler und Handwerker.

    Mit eynem Aufmarsch unter dem Pavillon wurden alle anwesenden Gaeste verabschiedet und das Fest war damit geschlossen.

    Die mitgereysten Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. waren stolz darauf, ueber drey Tage Teyl dieses Festes und Gaeste des Monseigneur de Ribaupierre gewesen zu seyn und die Region Hochrheyn wuerdig vertreten zu haben.

    Diese drey Festtage gehoeren mit Sicherheyt zu den absoluten Hoehepunkten unseres Vereyns.

  • Erneut stand fuer die Mayden und Recken des Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. eyne Reyse in die Vergangenheyt an. Das Pfeyfferfest zu Bischofeswilre im Elisazon (Elsass) war im Programm.

    So wurden am 08. Tage im Ernting MMXVI, in der Fruehe, die stinkenden Kutschen beladen und los ging die Reyse. Nach zweystuendiger Fahrt erreychten wir unsere Herberge. Die Kemenaten konnten zwar noch nicht bezogen, aber die stinkenden Kutschen abgestellt werden. Per Pedes begaben wir uns die Stadt um unseren kleynen Hunger mit eynem kleynen Fruehstueck zu stillen. Wir suchten hierzu eyn Pfisterey auf und dort wurde uns fuer eynen kleynen Obulus wurde reychlich aufgetragen.

    Anschlieszend trafen wir auf unsere Freunde Xavier und Cindy die in Bischofeswilre zu Hause sind. Zusammen erkundeten wir das Staedtchen. Es waren eyn dutzend Pfeiffergruppen angekuendigt, Troubadoren und Fanfarenzuege aus Irchonwelz (Gallia Belgica), Bann und Tann (Alemannia) und die Fahnenschwinger aus Venedig „Contrada della Cerva“ (Italus)

    Der Mittelaltermarkt war sehr kleyn und sehr gewohnheytsbeduerftig. Waren doch z.B. die Haendler dort nicht der dargestellten Zeyt entsprechend gewandet.
    Uebrigens, spaetestens zu diesem Zeitpunkt wurde uns klar, warum man uns neugierige Blicke zuwarf. Wir waren, auszer den Musikern, die Eynzigen in Gewandung.

    Fuer unseren Hunger war bestens gesorgt. Es gab zwey zentrale Stellen, wo man zu sehr guenstigen Preysen speysen konnte, oder auch erfrischendes Gesoeff zu sich nehmen.

    Die Obrigkeyt des Festes und zugleych Schultes der Stadt begrueszte uns zu diesem Anlass persoenlich per Handschlag und erfragte das eyne oder andere ueber unseren Vereyn. Die Region aus der wir anreysten war im wohl gut bekannt.

    Das Abendprogramm war in diesem Anno unter dem Motto von Galileo Galilei ausgerichtet. Das Schauspiel wurde von der Gruppe „Deus ex Machina“ vorgefuehrt.

    Als Grundlage hatten sie eyne Metallstruktur welches unser Sonnensystem symbolisiert. Die Akrobaten fuehrten darauf ihre atemberaubenden Kuenste vor. Begleytet wurde das Ganze mit Musici und zum Schluss mit eynem  fantastischen Feuerwerk.

    Anschlieszend begaben wir uns zu unserer Herberge zurueck, um uns zu Bette zu begeben.

    Am Balder starteten wir  mit dem Fruehstueck in der Herberge. Zwar ward die Umgebung sehr ruhig und wir durften uns in eyner parkaehnlichen Gartenanlage niederlassen, aber leyder war das Fruehstueck enttaeuschend. Preys - Leystung stand in keynem Verhaeltnis. Und die bey der Buchung so hochmundig angepriesenen Leystungen wurden hierbey in keynster Weyse erbracht.
    Wir lieszen uns trotzdem nicht den Tag verderben und gingen wieder Richtung Stadt wo Xavier und Cindy auf uns warteten.

    Das Programm war genauso  wie am Tag zuvor. Der Hoehepunkt haette zur zweyten Stund im Meridianus eyn historischer Umzug seyn sollen. Leyder wurde dieser, sehr kurzfristig, aus Sicherheytsgruenden von der ius politiae zu Argentorate abgesagt.

    Das Fest endete offiziell zur 7. Stunde im Meridianus. Allerdings nicht fuer uns Mayden und Recken vom Vereyn. Wir beschlossen den Abend mit eynem Abschlussessen und eynem guten Tropfen Weyn, zusammen mit den Veranstaltern.

    Am naechsten Morgen wurden nach dem Fruehstueck die stinkenden Kutschen wieder beladen um sich auf die Heymreyse zu begeben. Der Weg fuehrte uns ueber Quningisheim zur Burg. Wir besuchten dort noch die Vorstellung der Greyfvoegel in der Falknerey und statteten schlieszlich der Hochkoenigsburg eynen Besuch  ab.

    Doch danach hiesz es die restliche Strecke auf unserer Heymreyse anzutreten.

    Die Veranstalter und die Verantwortlichen zu Bischofeswilre erwarten uns wieder im Anno MMXVIII und wir haben bereyts zugesagt.

  • Am 29. Tage des Ernting AD MMXV beabsichtigte der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. das Schloss Hohenlupfen zu Stulinga zu besuchen,  um dort dem Spiel „Hohenlupfen in Flammen“ beywohnen zu koennen.

    Jedoch ereylte uns wenige Tage zuvor der Hilferuf eynes Aktivmitgliedes, welches uns berichtete,  dass unsere Aktive, Melisande aus Friburch in pago Brisigawo, in groszen Schwierigkeyten stecken wuerde.

    Hatte Melisande doch geplant, innerhalb des pago Brisigawo von Friburch nach Scrozzinga umzusiedeln.  Die Vorbereytungen waren getroffen, der Vertrag mit dem Eygentuemer der Heymstatt aufgekuendigt  und zu Scrozzinga neue Vetraege geschlossen.

    Zur Umsiedelung ward eyn Tageloehner mit eynem Transportkarren per Handschlag verpflichtet und man ward guter Dinge. Doch dann kam es Dicke!

    Bett und Schraenke waren abgeschlagen, dass Hab und Gut in Transportkisten verpackt, als der Tageloehner  ploetzlich seynen  Vertrag brach und Melisande sass unverrichteter Dinge auf ihren gepackten Habseligkeyten.

    Nachdem wir von dieser Notlage erfahren hatten, handelte der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wie eynst die Musketiere!

    Gemaess deren Leytspruch „Eyner fuer alle, alle fuer eynen“ – wurde der Besuch zu Stulinga am Satertage kurzfristig abgesagt, eyne stattliche Zahl von Helferinnen und Helfern aktiviert und so machte man sich am fruehen Morgen des Satertages auf nach Friburch.

    Dort gesund angekommen, begann die Umsiedlung zunaechst etwas holperig, da der im Vorfeld angeheuerte Transportkarren, an diesem Morgen faelschlicherweyse an eynen Namensvetter von Melisande ausgegeben wurde. Sollte diese Umsiedlung von hoeheren  Maechten vereytelt werden? Man hatte den Eyndruck.

    Aber endlich konnte es losgehen. Bey sengender Hitze packten viele fleyssige Haende an und schleppten Hab und Gut durch eynen schmal erbauten Hausflur vom dritten Obergeschoss des Altbaues in den Transportkarren.

    Nachdem dieser prall gefuellt ward, wurden die Helfer aufgeteylt. Eyne Haelfte begab sich nach Scrozzinga um dort auszuladen, waehrend die andere Haelfte zu Friburch den Rest des Inventars zur Abholung bereytstellte. 

    Nach eynem Abstecher ueber Staufen in pago Brisigawo, wo in der elterlichen Heymstatt noch eyn halber Transportkarren voll Hab und Gut abzuholen ward, wurde zu Friburch der Rest verladen und los ging die Reyse erneut nach Scrozzinga.

    Die Helfer, die an der alten Heymstatt verblieben  waren, um die restlichen Habseligkeyten bereytzustellen, waren jedoch so fleyssig, dass sie sogar noch die Zeyt aufbringen konnten, zwischendurch Melisandes stinkendes Zweyradgefaehrt mit eynem huebschen Faehnleyn aus dem Radhaus, in eyner wunderbaren leuchtenden Farbe, zu verschoenern.
    Was waren diese Helfer letztlich Stolz auf ihr Werk, als Melisande mit dieser Verschoenerung ihre Reyse nach Scrozzinga aufnahm.
     
    In Scrozzinga angekommen, rasch den Transportkarren ausgeladen, da er zurueckzugeben war und sodann Hab und Gut wieder in die Haende genommen und in die neue Heymstatt getragen. Dieses Haus ward etwas neuzeytlicher gebaut und so konnte man den Transport der Dinge vernuenftig bewaeltigen.

    Zur vierten Stund im Meridianus ward das Tagwerk vollbracht und Melisande ward umgesiedelt. 

    Doch wie die Umsiedlung begonnen hatte, so endete sie auch. Chaotisch!
    Als man naemlich den Transportkarren ordnungsgemaess wieder zurueckgeben wollte, behauptete man an der Abgabestelle, dass man gar keynen solchen  Karren ausgehaendigt habe.

    Diese von Melisande bey ihrer Rueckkehr zum Besten gegebene Geschichte und das grosze Drumherum, bis man den Transportkarren wieder los war loeste groszes Gelaechter aus und trug zur Erheyterung dieses Tages bey.

    Von der Waerme und dem Tagwerk erschoepft liess man sich kurz nieder. Man ergaenzte den Wasserhaushalt im Koerper, nahm eynen kleynen Imbiss zu sich und die Helferinnen und Helfer teylten sich wieder auf.

    Die eynen hatten noch Privates zu erledigen und traten die Heymreyse an, der Rest begab sich zusammen mit Melisande wieder nach Friburch in den Martins-Braeu, um vorzueglichste Speysung und eyn kuehles selbstgebrautes Bier zu sich zu nehmen.

    Sodann wurde die Umsiedlung in der Markthalle bey eynem perlenden Weyn, leckeren Saftgetraenken und Musici von silbernen Scheybleyn beschlossen. Melisande hatte sogar noch die Kraft dazu, eyn kleynes Taenzchen zu wagen.

    Der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. wuenscht seynem Aktivmitglied Melisande mit nachfolgenden Worten alles nur erdenklich Gute in der neuen Heymstatt:

    Bosheyt, Feynde, schlimme Leyden
    sollen Eure Tuere meyden!
    Freude, Glueck und Sonnenscheyn
    sollen Euch willkommen seyn!

  • Seyd gegrueszt zu frueher Stund,

    und wieder sind die Mit- und Ohneglieder des Mittelalterstammtisch Hochrheyn e. V. auf Reysen gegangen. Nun - wohin fuehrte uns der Weg?? Hat da nicht eyner gerufen?? Jaaaaa, der Welker, der Harald, hat gerufen. Alle sollen ihn besuchen zu Lauchringen, wo er eyn gar groszes Fest geben wuerd.

    So trafen sich die Mayden und Recken wiederum am vergangenen Satertage, dem 08. Tag im Ernting AD MMXV auf dem groszen Platz, genannt "Auplatz"; auf dem wir unsere stinkenen Kutschen abstellen konnten, um hernach mit wenigen dieser metallenen Ungetueme gen Lauchringen zu reysen. Eyn Blick in den Himmel verriet uns, dasz keyn Woelkchen die Sonne verstecken wuerd und so kamen wir bald darauf auf den Platz vor dem Spektakel an, wo wir die stinkenden Kutschen entladen konnten. Sind doch die Spielleute Skadefryd ebenfalls mitgereyst, um auf dem Plane zusammen mit anderen Vaganten Kurzweyl zu bieten.

    Und so machten wir uns auf den kurzen Weg, vom Kutschenabstellplatz zum Festgelaende bey strahlendem Sonnenscheyn zu wandeln. Gleych zu Beginn reyhten sich die Buden links und rechts des Weges. Handwerker, unter anderem eyn Seyler, der uns von eynem anderen Markt bekannt, zeygte seyne Kunst wie auch Haarflechter, Waffenschmied, Keramiker und viele mehr. Zur Rechten, hinter eyner Mauer, ward eyn Lager errichtet, so das Volk daselbst erblicken kann, wie in frueheren Zeyten gelebt und gearbeytet wurde.

    Auf dem Marktplatze angekommen, erkundeten wir zunaechst die Buden und Staende. Eyns stand sogleych fest - verhungern und verdursten wird da keyner von uns. Reychlich Speys und Trank ward angeboten und auch unser lieber Freund Benny von der "Fahrenden Spelunke" hat es sich nicht nehmen lassen, anwesend zu seyn, um dem Volke seynen groszen Durst zu nehmen, ob der sommerlichen Temperaturen.

    Dann war es soweyt, die Teylnehmer, Gaukler, Haendler und Vaganten zogen ueber den Plan, "gescheucht" vom Marktvogt, der unverstaendlicherweys hintenan ging, so als haett er Furcht... Beym Festplatz angekommen, stellten sich die Vaganten und Gaukler vor der Buehne auf und der Marktvogt tat sich sichtlich schwer, sich durchzusetzen. Zumal Domenicus der Saytenreyter mit seyner Kumpaney von METUSA mit unflaetigen Liedern die klaeglichen Versuche des Vogtes stoerten... Welch eyn Spasz fuer alle Beteyligten... und bald wurde dem Volke gewahr, wer in den kommenden zwey Tagen dem Fest seyn Leben eynhauchen wuerd.

    Erfreut durften wir Freunde von Nah und Fern begrueszen. Es wurde viel gelacht und der Musici gelauscht. Gaukler unterhielten das Volk und eyn gar wunderlicher Medicus versuchte sich an "Patienten"...
    Speys und Trank, nur eyn paar Schritt entfernt, eynfach perfekt fuer das gemeyne Volk...

    Der Abend nahte am ersten Tage und die Spielleute von METUSA schlossen mit eynem Abendkonzert. Aber die Unermuedlichen blieben hernach noch sitzen, um sich zu unterhalten und mit eynem Met anzustoszen.

    Der zweyte Tag begann erneut mit der "Prozession" ueber den Plan und hernach versammelten sich die Vaganten und Haendler wie schon am Vortage vor der groszen Buehne.
    Wiederum hatte es der Marktvogt gar schwer und auch das Volk war doch arg verwirrt.. So sollten die Vaganten erneut vorstellig werden.
    Zuerst die Spielleute von Ohrenfreut.. aber was war das???? Da kam eyn "kleyner" Spielmann und erklaerte, er und seyne Kumpane waeren Ohrenfreut.. da - auf dem Banner kann man es lesen, gestikulierte er zum Marktvogt.
    Groszes Erstaunen auch beym Volke, sah man doch eben diesen Spielmann bey METUSA auf den Brettern, die die Welt bedeuten.
    Die Verwirrung war gar grosz und als "Ohrenfreut" abgetreten, kamen gar wunderliche Gestalten, begleytet von eynem Schwarzen Barden und taten kund:"Wir sind Metusa"!!!
    Die Verwirrung steygerte sich und dannnnn, aber dann traten die Spielleute von Skadefryd auf den Plan.. Skadefryd??
    Neyn, neyn, das sah eher aus wie das Duo Ohrenfreut.. Eyn Blick in das Gesicht des Markvogts - unbezahlbar....
    Die Spielleute Bordunitas schlossen den Reygen.. jaa sie waren's wirklich... Welch eyn Spasz fuer das Volk, aber wir meynen, da hat sich eyn "kleyner" Spielmann diebisch gefreut...

    Nun durften auch die Haendler, Ritter und Feuerkuenstler sich anpreysen, auf dasz ihre Kuenste im Laufe des Sonnentages das Volk erfreuen wuerd.

    Wiederum reychlich Speys und Trank. Die Sonne meynte es gut mit dem Fest und eyn leychter Wind ueber den Plan machte den Aufenthalt recht angenehm.

    Und so verweylten die Mit- und Ohneglieder des Mittelalterstammtischs bis zum Abend, lauschten den Vaganten, staunten beym Seyler, fieberten mit den Schwertkaempfern mit, begutachteten die Handwerkskuenste der verschiedenen Zuenfte.

    Der abendliche Auftritt der Metusen kuendete vom baldigen Ende des Festes und waehrend die letzten Lieder von der Buehne erschallten, setzte "auffrischende Feuchtigkeyt" eyn... andere nennen es Regen. Aber was soll ich sagen... das richtige Gewand und so harrten die begeysterten Zuhoerer bis zum letzen Ton aus.

    Eyn gar wundervolles Wochenende ging zu Ende. Wer nicht dabey gewesen, hat wahrlich etwas versaeumt!! So moege dieser Bericht Lust machen auf eynen Besuch weyterer mittelalterlicher Maerkte und Feste... sprach's und wir zogen zu den Abstellplaetzen der stinkenden Kutschen, um mit eynem Laecheln im Gesicht gen Heymat zu reyten.

  • Es ist Ferienzeit und doch kann nicht jedes Kind mit seinen Eltern in die Ferne reisen. Also was bleibt? Natürlich: der Sommerferienspaß zu Seckinga.

    Der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. beteiligte sich an dieser von dem Recken Michael Lafon ins Leben gerufenen Aktion und bot einen Nachmittag lang Spaß mit dem Thema „Die Rittersleut“.

    Und so trafen sich am Satertage,  dem Ersten im Monat Ernting Anno Domini MMXV (01.08.2015) die guten und trefflichen Mitglieder des Mittelalterstammtisches Hochrhein e.V., um den interessierten Kindern aus Seckinga zu zeigen, wie ein Ritter sich mit Rüstzeug und Waffen ausstattet, sowie seine Knappen sich kleiden.

    Zur 13.ten Stunde des Tages trafen sich am Tennisstüble in Bad Säckingen derer 14 Kinder, die gewillt waren, das ritterliche Schild daselbst mit ihren eigenen Farben und Zeichen zu bemalen.

    Durch den Verein wurden hierzu ein vorgefertigter  hölzerner Rohling eines Wappenschildes, Pinsel und Farben zur Verfügung gestellt. Natürlich durften Getränke und Gebäck zum leiblichen Wohl nicht fehlen.

    Die Natur bedachte uns mit grauen Wolken, aber dennoch trockenem Wetter.

    Zur Einstimmung trug der hehre Recke Gervase die Sage von König Artus vor, wobei alle aufmerksam  lauschten.
    Hernach sollten die Kinder ihren Vorstellungen und Phantasien freien Lauf lassen.

    Dank Akami,  Josephin von Arcamu, Nephilim, Taranis und Gervase ging die kunstfertige Bemalung der Holzrohlinge schön und stattlich voran. Im Laufe der Mittagsstunden entstanden so zahlreiche bunte Kunstwerke, welche die Kinder wohlgestärkt vollendeten.

    In der Zeit, in welcher die Farbe trocknete, zeigten  Ritter Eymar von Urberg mit seinem Knappen Adrian und Bruder Victor vom Deutsch Ritterorden, wie die Ritter sich zum Kampfe rüsteten und dabei auch der Zweck erklärt, warum er diese Sachen anhatte.

    Man zeigte wie der Gambeson über das Tagesgewand, das Kettenhemd über den Gambeson, das Schwert und Schild gegürtet werden.  Auch durften die Kinder das Kettenhemd und die Kettenhaube einmal selbst in die Hand nehmen, um festzustellen, wie schwer doch solch eine Kleidung damals war.

    Als dies getan war, wurde der Schild in seiner Funktion als „Visitenkarte“ des Mittelalters, als Schutz vor Schwert und selbst als stumpfe Stoßwaffe erklärt und vorgeführt.

    Die Kinder selbst durften sich in Reih und Glied aufstellen, um selbst zu erfahren, wie eine geschlossene Schilderwand auf eine Ritterschar wirkt. Für die Ritter gab es kaum ein Durchkommen und die Kempen dahinter waren wohl geschützt.

    Doch bevor schließlich zur 17.ten Stunde des Tages die Kinder und ihre Kunstwerke zurück an den heimischen Herd geholt wurden, schlug Ritter Eymar mit seinem Schwert sämtliche Kinder in einer würdigen Zeremonie zu „Rittern“. Dieser Vorgang wurde selbstverständlich mit dem Seelenfänger eingefangen.Diese Bilder werden jedem einzelnen Kind schließlich noch zugestellt.

    Stolz und zufrieden kehrten die Teilnehmer dieses Nachmittags mit ihren Kunstwerken nach Hause.

    Und der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. versprach, dass es ein Wiedersehen geben wird. Die ehrwürdigen kleinen Ritter sollen an den Märchentagen als Begleitschutz für die Märchenkönigin und den Märchenkönig zum Einsatz kommen.

    Die eifrigen Helfer des Mittelalterstammtisches Hochrhein e.V. beschlossen hernach diesen erfolgreichen Tag im Tennisstüble mit einem oder zwei erfrischenden Getränken und einer vorzüglichen Atzung.

    Und hier seht ihr, wie aus den einfachen Holzschildern, die schönsten Kunstwerke wurden:


     

  • Ritterspiele auf dem Hohenlupfener Schloss zu Stulinga.

    Es gab t a t s ä c h l i c h ein Wiedersehen mit der  windschiefen Hütte, wie sie von uns seit Jahren heimlich genannt wird. Und zwar am 30. Tage des Ernting AD MMXIV.

    Das begann so: Vor Jahren entdeckten wir als Streuner  in der Mittelalterwelt den Schneckenstreit auf dem Schloss in Stühlingen, der von einem kleinen mittelalterlichen Markt begleitet wurde. Der Weg hinauf auf den Berg durch die Altstadt  stimmt wirklich auf das Zeitreisen ein.  Gelangt man durch das Torhaus auf den Vorplatz der Burg, umfängt einen eine der malerischsten Kulissen, die man sich nur wünschen kann. Der Blick verweilt erst mal auf einem uralten Haus, dessen Dach schon manchem Sturme trotzen musste, bevor man den Blick zum stolzen Schloss erhebt.

    Wir blieben unserem Vorsatz treu und besuchen, nun man könnte sagen, alljährlich diesen schönen Flecken.

    Aus diesem kleinen Fest entstand das Ritterturnier, wie man es in diesen Tagen erleben kann. Selbstverständlich gehört zum Turney ein Handelstag dazu. Der Markt ist nicht besonders groß, aber gut gefüllt mit fleißigen Händlern und Handwerkern. Er ist gemütlich am Tage und in den Abendstunden bei Feuerschein stimmungsvoll. Für die Lager der Rittersleut` ist gut Platz. Sie sind so nah am Geschehen, dass man in ihrem Treiben gut beiwohnen kann. Hält ein Schwätzchen hier und da und lässt sich beraten.  Auch für leere Bäuche und trockene Kehlen gab es Füllungen aller Art.

    Neben dem Turnier war als Attraktion ein Scharfrichter zu bestaunen, der von den Gepflogenheiten der mittelalterlichen Rechtsprechung anschaulich zu berichten wußte. Die Ritter schlugen sich derweil  wacker in ihrem Kampfe. Es ging wohl darum den rechten Herren des Schlosses zu finden.  Eine schöne Geschichte, die Groß und Klein erleben durften. Den Jüngsten imponierten hauptsächlich die stolzen Ritter mit den schönen Pferden. Das war eine farbenfrohe Pracht. Wir sind gespannt was es im nächsten Jahr zu bestaunen gibt.

    Bogenschießen und kleine Spielerein waren ein hübscher Zeitvertreib für alle.

    Einer trefflichen mittelalterlichen Musik durften wir ab und an lauschen. Sonst ließen wir die Seele baumeln. Wer die entspannende Atmosphäre liebt, ist hier gut aufgehoben. Fernab von neuzeitlicher Geschwindigkeit kann man den Spätsommer in ruhigen Stunden genießen.

    Ist die Sonne hinter den großen alten Bäumen endgültig verschwunden und der Nachthimmel aufgezogen, füllt sich der Platz  mit mehr und mehr Schaulustigen, die einem Feuerzauber beiwohnen wollten.
    Die große Schar der Ritter zog, angeführt von Spielleuten, in einem mächtigen Fackelzug vom Schloss hinunter zum Turneyplatz, um das Feuerspektakel zu eröffnen.
    Den Beginn machten Nachwuchsgaukler, die zum ersten Male vor großem Publikum ihre Kunst der Feuergaukeley aufführten. Mit dabei auch die Bälger der Gaukler, die bewiesen, dass sie bereits gut in diese Kunst eingewiesen worden waren.
    Darauf folgten die Ritter aus dem Neckartal mit ihren Pferden. Sie zeigten Feuergaukeley unter Mitwirkung ihrer Rosse. Ein grandioses Spiel. Der Höhepunkt hierbei war der Ritt durch die hoch lodernde Feuerwand! Respekt vor den Rittern und ihren Pferden. Ein gar prächtiges Schauspiel.
    Der absolute Höhepunkt der Feuerdarbietung aber waren die Feuergaukler von Grisu Alaman aus dem Klettgau, die in einer gekonnten Feuerschau die zahlreichen Schaulustigen zu begeistern wussten.
    Sämtlichen Gauklern ward ein lautes und anhaltendes Handgeklapper am Ende ihrer Darbietungen geschenkt.
       
    Noch lange nicht fanden die Markt-und Ritterfreunde an so einem Sommerabend, der heuer nicht so häufig war, ihre  Heimwege. So beschloss man den Tag bei einem Glase des guten Mets oder einem Kruge kühlen Bieres in geselliger Runde.

    Also bis nächstes Jahr windschiefe Hütte. Wir schauen bei Dir vorbei, um zu sehen, was es Neues gibt.

    Die Schreiberin reinigt nun die Feder von schwarzer Tinte und wünscht Euch einen goldenen Herbst.

  • Am Freitag dem 22. Tage im Ernting AD MMXIV machten sich die Mitglieder des Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V.  auf den Weg nach Aach an der Aach,  am Hohentwiel.
    In diesem Jahr fand ein neues Spectaculum im Hegau statt. Bei trockenem Wetter konnten wir uns auf der schönen Campsite einrichten, und genossen anschliessend einen kleinen Rundgang übers weitläufige Gelände, den wir mit einem Trunk an Ascans Taverne abschlossen.
    Am Samstag, dem 23. Tage im Ernting pünktlich um 13 Uhr öffnete sich der Markt und die wartenden Besucher kamen auf das Gelände um sich von den Musikgruppen Corvus Corax , Tanzwut, Rapalje, Metusa , Berlinski Beat und Ye Banished Privateers berauschen zu lassen, beim Einkauf an den vielen Ständen ihre vielen Taler auszugeben oder auch um einfach nur über das sehr schöne Gelände zu schlendern und sich von der Stimmung mitreißen zu lassen. Das neue malerische Gelände in Aach ist wunderschön.
    Am Sonntag, dem 24. Tage im Ernting öffnete der Markt bereits um 11.00 Uhr. Es spielten die Spielleute von Omnia, Versengold, Rapalje und Saltatio Mortis auf.
    Wir trafen wieder viele unserer Bekannten und Freunde mit denen wir das eine oder andere Kirschbier und ein paar „Kaffee“ genehmigten. Es war für uns ein sehr gemütlicher Markt, und wir ließen die Seele baumeln. Wir genossen den Markt bis hin zum Abendkonzert am Sonntag.

  • So leset all und staunet.

    Der Mittelalterstammtisch Hochrhein e.V. hatte der Gemeindeobrigkeit der alemannischen Frühsiedlung  Murgon (Murg) vorgeschlagen, sich mit dem Thema „Die Rittersleut‘“, am Kinderferienprogramm „Murger Sommer-Spaß“ zu beteiligen. Der Obrigkeit gefiel was vorgetragen ward, tat es sodann den Kindern zu Murgon kund und trug ihnen auf sich an einem Satertage im Ortsteil Niederhof, beim Bürgerhaus, einzufinden.

    So geschah es dann am  23. Tage des Augusto im Jahre des Herrn 2014, wie es Gott gefiel.

    Den Kindern wurden durch fleißige Mitglieder unseres Vereins einen Nachmittag lang Einblicke in die Welt der Ritter und ihrer Rüstungen geboten.
    Eingestimmt durch Josefin von Arcamu und Maid Mona mittels der Artussage, durften die Kinder nach Gutdünken oder Vorlage aus einem Wappenbuch des Ritters Eymar von Urberg ein Wappenschild selbst bemalen.
    Mit vorgefertigten Schildern passend für rechte und linke Arme, Pinsel und Farben ging es am Bürgerhaus frisch ans Werk.
    Kein Jammern und Klagen drang durch die Luft, sondern fröhliches Kinderlachen und Schreien.  
    6 Knaben und 2 holde Maiden bemalten in friedlicher Eintracht bei Getränk und Kuchen in wunderschöner Art ihre Schilde. Angeleitet durch Akami, Josefin von Arcamu und Maid Mona gelangten die „Schilderbemaler“ zur Höhe ihrer Kunst. Und quälte sie der Durst, so war Mundschenk Taranis sogleich mit einem erfrischenden Trunke zur Stelle.

    Als dann die bunten Farben trocknen mussten, durften die Kinder selbst an der Ritterrüstung von Ritter Eymar und Ritter Victor erleben, was ein Schwert, Helm und Kettenpanzer wiegt. Bei m Ankleiden der Ritter  zum Kampfe hin, schilderten die Ritter Victor und Eymar den Sinn und Zweck der einzelnen Rüstungsteile und wie sie zusammen wirkten.
    Vom Untergewand über das Wams, Gambeson bis hin zum Wappenrock, Schwert, Lanze und Schild wurde alles gezeigt und erklärt. Ritter Victor als Ritter des Deutschordens erzählte noch über die Geschichte, Bedeutung und Aufgaben der verschiedenen Ritterorden. Erklärt wurde auch, dass das Wappenschild nicht nur ein Schutzschild ist, sondern auch ein Namensschild mit Bedeutung. Es sollte dem Gegner sagen, welcher Ritter, Knappe oder Fußsoldat vor ihm steht.

    Nachdem die Ritter die Rüstungen erklärt hatten, ging es zum Schaukampfplatz auf die daneben befindliche Apfelbaumwiese. Dort zeigten die Ritter Eymar und Ritter Victor, wozu ein Schild nutzt, was es aushält und wie man es richtig führt.

    Nach dem Ritterkampfe zeigten die Knappen Henrik und Adrian von Urberg, was sie als Knappen bisher gelernt hatten.

    Und als in der warmen und trockenen Mittagsluft die angemalten Schilder der Kinder schließlich trocken waren, testeten die Kinder daselbst ihre Schilder durch Bewurf mit heruntergefallenen und nicht mehr zum Verzehr geeigneten Äpfeln.

    Leider war zu 17. Stunde des Tages der fröhliche Nachmittag für alle schon wieder  vorbei. Nach dem Aufräumen und Saubermachen traten die Kinder und Mitglieder guter Dinge ihre Heimreise an.

    Allen Mitwirkenden und Spendern sei auf diese Weise für ihre große Leistung nochmals mein  und Gottes Dank gewiss.

    Ritter Eymar von Urberg.

  • Seyd gegrüßt,

    so leset denn, was der Gevatter Euch zu berichten hat vom Spectaculum zu Speyer.

    Schon am Freytage brach der Gevatter auf, seyne stinkende Kutsche beladen mit Behausung, Luftbettstatt und den benötigten Utensilien, die der Gevatter immer mit sich führt. Er ward eyngeladen vom 1. Volk der Heydenburg, in deren Lager Gast zu seyn, was der Gevatter nur allzu gerne annahm und dort seyn Domizil errichtete. Viele andere Mitglieder des MASH trafen dann am Satertage eyn, um gemeynsam 2 schöne Tage zu verbringen.
    Am Satertage zur 12. Stund eröffente das Spectaculum seyne Pforten, und der Gevatter wandelte daselbst über die 3 Gelände und traf andere Mitglieder des MASH, und so war der MASH breytgestreut präsent.
    Eyn jeder traf alte Bekannte, lernte neue Freunde kennen, und der Gevatter daselbst lernte den Kiepenkasper kennen, welcher den Nachwuchs mit seynen Handpuppen unterhielt. Weyter traf er auch seynen alten Piratenkumpan Jacky Sparrow in seynem Piratennest, welches gleych neben unserem Lager seynen Platz fand. Seynem Ruf gerecht werdend, "testete" der Gevatter den Flascheninhalt, genannt "Captain Morgan", dies Gesöff diente dem Gevatter dazu, die Unmengen an Bier zu verdünnen.....

    Leyder meynte der Himmel es nicht so gut am Satertage, eyn kräftiger Regenguss zwang uns unter unser Zeltdach, wo abgewartet wurde, bis sich der Himmel wieder beruhigt.

    Sodann konnte der Gevatter auch mit seynen Mitstreytern wieder unter den Besuchern wandeln, eynigen Spielleuten lauschen und Präsenz zeygen. Eyn leckeres Mahl wurde derweyl im Lager zubereytet, und Gäste trafen eyn, darunter des Gevatters Engel, die dem Lager auf eyn Mahl eynen Besuch abstatteten. Auch Freunde des Heydenvolkes waren zu Gast und genossen die Kochkünste der Gastgeberin Anja. Auf diesem Wege bedankt sich der Gevatter abermals für die Gastfreundschaft, die ihm widerfahren ist!

    Der Sonnentag begann mit dem Anfeuern der Kochstelle, was der Gevatter übernahm, und dann begann das Lager wieder zu leben, Köpfe mit kleynen Augen lugten aus den Ritzen der Zelteyngänge, und flugs wurde der braune Sud zubereytet, Brot und Wurst sowie Käse wurden gereycht.
    Frisch gestärkt drehte der Gevatter wieder seyne Runden, traf seyne Gefährten vom MASH, erntete Bewunderung und Verwunderung, Neugier und Hochachtung.
    Hier und da hielten wir inne, um der gerade spielenden Formatio zu lauschen, so lange, bis der grosse Regen weider eynsetzte. Das Volk jedoch strömte reychlich zu den verschiedenen Darbietungen, und auch für die Kleynen wurde viel geboten.

    Zur 8. Stunde des Abends begannen wir dann, unsere Zelte abzubrechen. Der Gevatter holte seyne stinkende Kutsche, und dann wurde die Behausung abgebaut und verladen, und es regnete immer noch.
    Der Abschied von den Freunden war schwer, werden wir uns doch erst im kommenden Jahr wiedersehen.

    Eyn zufriedener Gevatter und die anderen Mitglieder begaben sich nun in die heymatlichen Gefilde, und der Gevatter ist sicher, dass auch die anderen Mitglieder vom MASH die 2 Tage in vollen Zügen genossen.

  • Seit ein paar Jahren feiert die historische Hans-Müller Gruppe Bulgenbach e.v. gemeinsam mit den Landsknechten des Seehaufens im zweijährigen Rhythmus die Wahl des Hans Müller zum Hauptmann der aufständigen Bauern.

    Das genaue Geburtsjahr von Hans Müller ist unbekannt, es ist vermutlich in die Zeit zwischen 1485 und 1495 zu datieren; als Geburtsort gilt Bulgenbach, heute ein Ortsteil von Grafenhausen unweit des Schluchsees. Zunächst hatte Müller in kaiserlichen Diensten gestanden und in Frankreich gekämpft. Bekannt wird er erst mit seinem Engagement im Bauernkrieg. 1524, vor dem 15.8., wählten ihn die revoltierenden Stühlinger Bauern zu ihrem Hauptmann, der dem Haufen eine straffe militärische Organisation gab. Das gesamte nördliche Vorland des Bodensees war in Aufruhr und im Februar und März 1525 bildeten sich drei Heerhaufen, der Seehaufe, der Baltringer Haufe und der Allgäuer Haufe; Müller übernahm dabei das Kommando über rund 12.000 Bauernkämpfer.

    In diesem Jahr war es einer Gruppe von Mitgliedern des MASH möglich an diesem Ereignis teilzunehmen. Einem von uns war es gar vergönnt das Banner der Schwarzwälder Bauern zu tragen.

    Es war ein gar gelungenes Fest.. anders als die sonst üblichen Mittelalter Veranstaltungen. Mit ca. 50 wohlgewandeten Gästen ging es den Berg hinan. Unterbrochen von Stationen an denen die harte und schweißtreibende Arbeit der Bauern in früher Zeit erläutert wurde.
    Das Roden der Kartoffeln, Dreschen von Korn und Mähen der Wiesen zur Fütterung des Vieh's wurde mit, Hilfe alter Werkzeuge erklärt und dargestellt.
    Ein jeder konnte so er wollte selbst mit Hand anlegen. Unterwegs gab es Wasser und selbstgepressten Saft; Hochwillkommen bei der Hitze.
    An der letzten Station wurde dickes Holz gesägt.. Kräfte zehrend arbeiteten sich viele an der Doppelzinkensäge durchs Holz.
    Liebevoll war das Lager gestaltet. Das Vieh wurde in Stallungen gehalten, Früchte des Feldes lagen auf den Tischen und die Bauersfrauen saßen an ihren Arbeitsgeräten und Sponnen, Webten und Klöppelten oder bereiteten das Mahl zu. Kunsthandwerkliches Kränze binden gehörte ebenso dazu wie das Märchen erzählen und das Bogenschießen und Speerwerfen der kleinen Maiden und Recken.
    Eine Buchschreiberin präsentierte ihre Werke und wer wollte konnte sich sein eigenes Stockbrot backen. Nichtalkoholische Getränke wurden kostenlos kredenzt und für Alkoholisches musste ein kleiner Obolus entrichtet werden.
    Franziska von Pomerania mühte sich an der Apfelmostkelter. Das Ergebnis war ein schmackhafter und gehaltvoller Apfelsaft der seinesgleichen in den Regalen von Aldimus Lidlus sucht.
    Der Hauptmann des Seehaufens eröffnete mit markigen Worten das Fest. Beim Faßanstich gelang nicht alles auf Anhieb..leider gingen ein paar Liter des edlen Trunkes verloren aber dennoch war genug für alle da.
    Dann wurde das Mahl aufgetragen.. Verschiedenes Kraut, Kartoffeln, Schweinshaxe und Hühnerbeine direkt vom Rost. Ein wahrhaft köstliches Mahl..
    So gestärkt konnte der Abend kommen und begleitet durch die Klänge von Deus Aie ( Gott hilf) wurden viele Geschichten am Feuer erzählt.
    Michael der Magier führte seine Kunst auf und jeder war verwundert wie er Franziskas Ring verzauberte und doch wieder hervorbrachte.
    Danach krachten die Kanonen und Büxen mit ohrenbetäubenden Lärm und legten das Lager unter Pulverdampf.
    Den Abschluß fand dieser wunderschöne Nachmittag dann nach Einbruch der Dunkelheit durch eine gelungene Feuershow durch den Schwarzbrenner vom Maison Rolande... Wahrhaft ein gelungener Tag, völlig unkommerziell, gemütlich.. ja fast schon familiär.

  • Am 8. des Ernting traf sich eine Schar des MASH vor der Taverne des Hiddigeigei zu Seckinga.

    Gespannt erwarteten sie gemeinsam die Spielleute von Skadefryd, die eine Darbietung ihres musikalischen Talentes zum Besten geben wollten.

    Zur 7. Abendstunde trafen schließlich Gunnar, Gevatter Tod, Nephilim und Franck vor der Taverne ein und begrüßten sowohl die MASH-Anhänger als auch das gemeine Volk, welches sich für Speys und Trank vor dem Hiddigeigei eingefunden hatte.

    Nachdem Gunnar seine kleine Ansprache beendet hatte, trugen Skadefryd ihre Lieder über Helden, Seefahrer und das mittelalterliche Leben vor, begleitet von diversen Instrumenten wie Gittare, Flöte und Trommeln.

    Mehr als 30 Minuten unterhielten sie die anwesenden Bürger, die zu den mittelalterlichen Klängen klatschten und sangen. Man konnte nicht genug davon bekommen und so gab Skadefryd sogar noch eine ergänzende Zugabe zum Besten.

    Leider währt jedoch nichts ewig und so hatte schließlich auch das Programm der Spielleute ein Ende.

    Doch dies bedeutet nicht, dass der schöne gemeinsame Abend beendet war. NEIN! Noch lange saßen die Meute des MASH und einige Bürger des gemeinen Volkes zusammen, erfreuten sich an Speys und Trank und lachten zu Anekdoten und Erzählungen.

    Zur 11. Stunde schließlich verabschiedeten sich alle voneinander und traten in ihren stinkenden Kutschen oder zu Fuße die Heimreyse an (und manche auch viiieeelll später).

     

     

  • Am 2. des Ernting machte sich eine Gruppe des MASH auf zum MPS Köln-Fühlinger See.

    Unsere Reise begann zur späten Stunde mit der großen stinkenden Kutsche, die uns, während wir friedlich schlummerten, unserem Ziel immer näher brachte. Zum Sonnenaufgang hin erreichten wir die Großstadt Köln und schließlich auch unsere Bleybe im Leverkusener Ibis Hotel. Nachdem wir unser Schlafgemach bezogen und uns etwas gestärkt hatten, warfen wir uns in die Gewandungen und fuhren mit der eigenen stinkenden Kutsche einer Gleichgesinnten zum mittelalterlichen Markt des großen Drachens am Fühlinger See.

    Das Wetter war bombastisch. Kein Wölkchen trübte den Himmel und eine leicht wehende Brise machte die glühende Sonne angenehmer. Abkühlung fand man im angrenzenden See oder an einer der zahlreichen Tavernen und Tränken, wo man sich mit Met und anderem die Kehle befeuchten konnte. Das riesige Marktgelände reichte bis über die andere Seyte des Sees hinaus, welches über eine Brücke zu erreichen war. Auf beiden Seyten bot sich eine Vielfalt an Handwerkerei, Ständen, Gauklerei und Genüssen für den Gaumen.

    Auf 4 Bühnen sorgten Saor Patrol, Metusa, Saltatio Mortis, Rapalje, sowie Zauberer und Akteure für Tanz und Belustigung.

    Mit vielen alten aber auch neuen Freunden schlenderten wir über den Markt, erhoben gemeinsam die Gläser und tanzten und feierten zu der Musik der Künstler.

    Nach zwei Tagen "Leben im Mittelalter" kehrten wir für eine weiter Nacht in unsere Bleybe zurück, von wo aus wir am 5. des Ernting mit unserem Bündel zu Köln aufbrachen.

    Dort angekommen zog es uns zur Altstadt, vorbei an altertümlichen Gebäuden, Statuen und Gebilden, Tavernen und Gasthäusern, aber auch neuzeitigen Boutiquen und Kaufhäusern wo wir einige unserer Taler zurückließen.

    Ein besonderes Highlight war natürlich der Dom, der mit seinen zwei riesigen Türmen mehr als 150 Meter in den Himmel ragte. An jeder Säule, Tür oder Bogen konnte man Skulpturen erblicken, die mit viel Liebe zum Detail in Stein gemeiselt wurden.

    Im Inneren fand man Gräber mit prachtvollen goldenen Denkmälern vor.

     

    Schließlich begaben wir uns zur 3. Stunde zurück zur großen stinkenden Kutsche und fuhren nach vielen ereignis- und kulturreichen Tagen zurück in unsere Heymat, die wir nach vielen Verzögerungen zur späten Abendstunde erreichten.

  • Am Balder, dem 14. Tage des Heuert, direkt nach unserem Gelage zu Loufinberg in Helvetien traf sich bereyts wieder eyne Gruppe wackerer Recken, um mit der stinkenden Kutsche die Fahrt in den helvetischen Jura auf sich zu nehmen. Ziel ward die kleyne aber feyne historische Altstadt von St. Ursanne an den Ufern des Doubs.

    Saint Ursanne ist eyn schmuckes Staedtchen aus dem Mittelalter im Herzen des helvetischen Jura.

    Alle zwey Jahre organisiert die Mittelalterstadt St. Ursanne seyne beruehmten Mittelalter-Festspiele. Die drey Tage dauernde Rekonstruktion der Atmosphaere und der typischen, staedtischen, mittelalterlichen Aktivitaeten zieht jedes mal Zehntausende von Zuschauern an, um dem mittelalterlichen Treyben in den Gassen beyzuwohnen. In diesem Jahr zaehlte man wohl 55.000 Besucher - und das Beste daran - der Mittelalterstammtisch Hochrheyn mittendrin!
    In diesem Jahr lautete das Motto des Anlasses "der mysterioese Schatz der Tempelritter".

    Das Fest war in der gesamten Altstadt sehr gut in das historische Ambiente eyngepasst. Eyne Heerschar von Handwerkern damaliger Berufe bevoelkerte die Stadt.
    Ueberall kleyne Beyzen und Tavernen, aus den Gassen klangen die Weysen verschiedenster Formatios. Eyn wahrlich lebendiger, mittelalterlicher Markt!
    Nach eynem langen Marsch ueber den Markt, genossen wir die Pause mit guter Speyse und edlem Trunke. Auf diese Weyse frisch gestaerkt mischten wir uns erneut unters Volk. Der Hoehepunkt an diesem Balder war der Schlussumzug des Médiévales.
    Man berichtete uns, dass weytere Hoehepunkte die Nacht der Troubadouren am Friijatag bis spaet in die Nacht war, sowie der grosse Fackelumzug am Satertrage. Beydes konnten wir in diesem Jahre nicht miterleben.
    Nach dem Schlussumzug machten wir uns dann aber auch bald auf den Weg zur heymischen Bettstatt.
    Was uns an diesem Markt eyndeutig fehlte, waren die altbekannten Gesichter,zusaetzlich hatten wir Verstaendigungsprobleme mit den Menschen aus Frankenlanden oder der Suisse Romande.
    Der Wegezoll von 18 helvetischen Talern -fuer eynen Nachmittag- war vom Veranstalter nach unserer Meynung sehr hoch angesetzt.
    Vielleycht bestuende ja an eynem der naechsten Médiévales auch die Moeglichkeyt das ganze Wochenende dort zu verbringen und dabey eyn Lager mit Zelten an den schoenen Ufern des Doubs aufzuschlagen.
    Denn  dieser bietet bey schoenem Wetter auch die passende Abkuehlungsmoeglichkeyt an sehr heyssen Tagen, wie es in diesem Jahr der Fall war.

  • Die lang angekündigte und von gar sich reychlich regenden Händen vorbereytete Werkeley mit historisch angetaner Speysung aller Anwesenden und Fleyssigen ist bereyts vergangen und nun will ich darüber berichten.

    Dies Ereygnis begab sich wohl an eynem heyssen Tage, am Dritten des Ernting AD MMXIII!

    Mehr als drey halbe Dutzend reysten an, wenn nicht zum Werken und Kochen, dann um dabey zu seyn.

    Die Recken unter „Meyster“ Wolfgangs kundiger Hand gaben ihr Bestes zur Erschaffung eines vereynseygenen Marktstandes. Er war so unermüdlich zu Gange, dass nicht nur die interessierten Helfer, sondern allesamt grosse Bewunderung verkündeten. Er ist eyn rechter Gesell, der zum Mittelaltervereyn passt. So mancher wüscht sich seyne Anwesenheyt immerdar.

    Und Culinarius Martin von Halla führte am Feuer den Kochlöffel mit seynen recht schaffenden Mägden, um allen vom Mittag bis in die abendlichen Stunden die Bäuche mit leckeren Schmausereyen zu füllen. Ganz offiziell erhielt Martin seinen Titel „Culinarius“ urkundlich festgeschrieben und alles Volk ward damit zufrieden.

    Trotz hitziger und steygender Sonne ging die Werkeley voran und zwey Tische des Marktstandes wurden in traditioneller Bauweyse fertiggestellt.

    Dank der guten Kalkulation des Culinarius und seiner Küchenmägde, gab es mit Hilfe unseres Hofbäckers „Olli eynhundertfünf“ und seynes Weybes herrlich mundende Brote, in welchem der frisch zubereytete Eyntopf aus Früchten von Feld und Weyde, eyne würdige Darreychung erhielt. Leckereyen der süssen Backkunst kamen ebenfalls auf den Tisch und ermunterten bey manch´ Becher maurischen Heyssgesöffes zum Weyterwerkeln.

    Als die Sonne endlich hinter Baum und Berg verschwunden war, ruhten auch die letzten Hände. Auf dem Feuer hingegen brieten Würste vielerley Art. Es floss Met und Bier. Zur beginnenden Dunkelheyt beschloss der Gesang von Skadefryd die gemeynschaftliche Runde. Eynige fuhren nun zur heymatlichen Bettstatt. Die Wackeren unter uns übergaben sich gerechtem Schlaf unter dem Sternen-himmel zu Prahmbach.

    Am Morgen weckten uns noch vor der aufgehenden Sonne die Vögel und eyn kleyner Schauer gefrorenen Wassers , nur erbsengross, erfrischte unsere Geyster geschwinde. Dann lachte die Sonne am Himmel wieder und eyn üppiges Morgenmahl, von den Mägden bereytgestellt, brachte die rechte Stärkung vor der Reyse in die heymatlichen Dörfleyn und Städtchen und tat uns allen Wohl.

    Habt Dank Gevatter für das Obdach mit allem was nötig war in eurem Elternhause.

    Stets wieder sind gespendete Gaben willkommen. Danke all jenen die ihren Teyl dazu gaben. Es macht die Sachen rund und bunt.

    Es waren schöne Stunden, sie erwärmten nicht alleyn Herzen und Gemüter, neyn sie lehrten uns Eyniges für das Leben im Mittelalter „heute“. Wir tragen‘s weyter, Ihr werdet´s erleben! Dies versprechen alle, die werkelten und wirkten. Bis auf eyn glückliches Wiedersehen alsbald.

  • Am Satertage, dem 20. Tage im Heuert AD MMXIII, lud der Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. zur monatlichen Tafeley in die Stammtaverne „Krone“ eyn.
    Eynmal monatlich treffen sich Vereynsmitglieder, Freunde, Goenner und Mittelalter-interessierte um sich gemuetlich bei einer Speysung und eynem Becher guten Mets ueber das Mittelalter auszutauschen, sich ueber das Mittelalter bzw. den Vereyn zu informieren, ueber Veranstaltungen und Termine zu plaudern, um sich mal naeher kennenzulernen oder eynfach nur um Kameradschaft zu pflegen.
    Die Tafeley findet normalerweyse im Felsenkeller der Taverne „Korne“ statt, doch dieses Mal trieb das schoene Wetter die Teylnehmer nach drauszen, auf den Muensterplatz.

    Die aktiven Vereinsmitglieder erschienen wie ueblich in Gewandung, was den eynen oder anderen Feriengast Seckingas verwundert dreynblicken liesz.
    Der Mittelalterstammtisch Hochrheyn hat jedoch in seynen Statuten festgeschrieben, jeweyls in der Bekleydung in der Oeffentlichkeit aufzutreten, wie sie im 7. bis 15. Jahrhundert ueblich war.
    Und an besagtem Satertage waren eine stattliche Anzahl von Mitgliedern, Freunden, Goennern und Interessierten erschienen.
    Ob es wohl daran lag, dass der Vereyn seyne Spielleute „Skadefryd“ (Schadenfreude) an diesem Abend einem breyteren Publikum zu Seckinga praesentieren wollte und deshalb kraeftig die Werbetrommel geruehrt hatte?

    Kurz nach der 7. Stunde im Meridianus erschienen die Spielleute von „Skadefryd“ in der Taverne. Sie kamen frisch von eynem mittelalterlich gestalteten Erscheynungsfest zu Schachen, wo ihre Bardengesaenge gewuenscht und mit viel Lob bedacht wurden.

    Mit ihren mittelalterlichen Instrumenten musizierten die Spielleute „Skadefryd“ als Straszenmusikanten etwa eyne halbe Abendstund lang , sangen Lieder ueber Liebe, Tod und Teufel und boten eyn Spektrum von schwermuetigen Liedern bis hin zu Piraten- und Trinkliedern.
    Skadefryd stand damit in eynem interessanten Kontrast zu den allabendlich ueber den Muensterplatz ziehenden anderen Straszenmusikanten.
    Den vielen Zuhoerern der Stammtaverne und der angrenzenden Taverne schien es zu gefallen, denn lauter Applaus war der Dank an die Spielleute.

    Zu einem voellig ungeplanten Kurzauftritt kam es dann doch noch einmal:

    Denn der oberste Buettel des Bezirks Waldishuote, Klaus Danner, der an diesem Abend mit Amtskollegen aus der Markgrafschaft Baden zusammen mit dem Bad Saeckinger Nachtwaechter und Urgestein Hans-Martin auf den Spuren des „Trompeter von Saeckingen“ wandelte, kam spontan in den Genuss der Bardengesaenge.
    Der Primus tabulam Directores begrueszte Herrn Danner und die restliche „Obrigkeyt der blau-silbernen Zunft“ in der Stammtaverne und lud sie zu eynem kleynen Sangesvortrag eyn.
    Dass es den „Herren der blau-silbernen Zunft“ gefallen hatte, war nicht zu uebersehen. Sang man doch die Refrains der Lieder eyfrig mit und das „frenetisch Handgeklapper und Jubel“ war der dankbare Lohn an die Formatio „Skadefryd“.
    Beschlossen wurde die Darbietung mit einem hellenischen Scharfgetraenk.

    Ihre erste oeffentliche Darbietung gaben die Spielleute „Skadefryd“ eyne Woche zuvor im helvetischen
    Loufinberg (der sog. mehreren Stadt) im Zuge eynes dort stattgefundenen vortrefflichen Rittermahles.

    Die Spielleute von „Skadefryd“ suchen noch Verstaerkung! Wer das Spiel auf dem Marktsack, der Drehleyer oder der Fidel beherrscht und Spasz an mittelalterlichen Auftritten und Weysen hat, wird aufgerufen sich beym Mittelalterstammtisch Hochrheyn e.V. zu melden.

     

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